Kurzfragebogen zur Evakuierungshilfe in Hildesheim: Wo finden Einwohner Zuflucht in Notsituationen?

Donnerstag, 17. August 2017  / Alter: 62 Tage

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim rufen Hildesheimer Bürger auf, sich an einer Online-Umfrage zu beteiligen. In einer Studie möchten sie herausfinden, bei welchen privaten oder nicht-privaten Kontakten Evakuierte unterkommen und ob sie spontan Zuflucht finden. Teilnehmen können Personen, die aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwochabend ihre Wohnung verlassen mussten.

Der Wissenschaftler Andreas Herz von der Universität Hildesheim vor seiner Wohnungstür, er war von der Evakuierung betroffen. Hildesheimer während der Evakuierung in der vergangen Nacht (Foto Chris Gossmann/Hildesheimer Allgemeine Zeitung).

Wie haben Sie die Evakuierung erlebt? Hier geht es direkt zum Fragebogen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim, die selbst die Wohnung aufgrund einer Bombenentschärfung am Mittwochabend verlassen mussten, möchten mit einer Online-Befragung mehr über Unterstützungssysteme in Notsituationen herausfinden. In einer Studie möchten Alia Herz-Jakoby, Andreas Herz und Katharina Mangold herausfinden, wo und bei wem Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Hildesheim in der Nacht der Evakuierung untergekommen sind.

Der Fragebogen richtet sich an Personen aus dem Evakuierungsgebiet. Bürgerinnen und Bürger, die ihre Wohnung/ihr Haus aufgrund der Bombenentschärfung am Mittwochabend (16. August 2017) verlassen mussten, können sich ab sofort an der Online-Umfrage beteiligen: www.soscisurvey.de/evakuierungshilfe

Hintergrund der Studie ist das Interesse an Unterstützungsstrukturen in Notsituationen. „Uns interessiert insbesondere bei welchen privaten oder nicht-privaten Kontakten Evakuierte unterkommen, ob sie spontan Zuflucht innerhalb oder außerhalb Hildesheims finden und wie die Evakuierten dies erlebt haben“, sagt Andreas Herz. „Diese Studie ist insbesondere wichtig, um diese Form der Spontan-Unterstützung besser verstehen zu können. Dies kann für kommende Einsätze hilfreiche Informationen geben (bspw. zur Mobilisierung von Schlafplätzen, Informationsweitergabe zum Evakuierungsstatus, Vorhandensein von privaten Unterkunftsmöglichkeiten).

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik sind bei Fragen per E-Mail erreichbar (Dr. Andreas Herz, herzand(at)uni-hildesheim.de).

Mehr erfahren über Forschung am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121 883 90100, presse@uni-hildesheim.de)

Von: Pressestelle, Isa Lange

Der Wissenschaftler Andreas Herz von der Universität Hildesheim vor seiner Wohnungstür, er war von der Evakuierung betroffen. Hildesheimer während der Evakuierung in der vergangen Nacht (Foto Chris Gossmann/Hildesheimer Allgemeine Zeitung).