40 Jahre Universitätsgesellschaft Hildesheim: Brückenschlag in die Stadt

Donnerstag, 06. Dezember 2018  / Alter: 10 Tage

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim baut seit 40 Jahren eine Brücke zwischen Universität und Stadt. Die Entwicklung einer Universität sei entscheidend für die Entwicklung der Stadtgesellschaft, sagte Oberbürgermeister Ingo Meyer während eines Festaktes in dieser Woche.

Die Gesellschaft sollte erkennen, welchen Wert ihr die Universität bringt und welche Chancen sich ergeben, sagt Heinz-Werner Ernst, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft. Rainer Hermeling ist Ehrenvorsitzender der Universitätsgesellschaft Hildesheim und Ehrensenator. Festakt im Dezember 2018 im Atrium des Forums mit Minister Björn Thümler und Festredner Sir Ian Kershaw, hier beim Signieren eines Buches gemeinsam mit der langjährigen Vorsitzenden Lore Auerbach. Fotos: Paul Olfermann (4), Isa Lange (2)

Die Universitätsgesellschaft Hildesheim baut seit 40 Jahren eine Brücke zwischen Universität und Stadt. Die Universität ist ein entscheidender Faktor in der städtischen Entwicklung.

Die Gesellschaft sollte erkennen, welchen Wert ihr die Universität bringt und welche Chancen sich mit der Universität Hildesheim ergeben, sagte Heinz-Werner Ernst, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, anlässlich eines Festaktes am Mittwochabend. Bereits drei Wochen nach Gründung der Hochschule Hildesheim im Oktober 1978 entstand die Initiative, einen Förderkreis aufzubauen. Die Mitglieder der Universitätsgesellschaft erhoben in der Geschichte mehrfach ihre Stimme und setzen sich für den Universitätsstandort Hildesheim ein, etwa 1988, als sie sich mit ihren Sorgen um den Hochschulstandort in einem Brief an den Minister wandten. Diese Stimme wolle man auch weiter erheben, so Heinz-Werner Ernst.

„Die Universitätsgesellschaft stellt die zentrale Verbindung der Universität zu den Bürgerinnen und Bürgern der Region dar. Sie trägt die Universität in die Stadt und begeistert die Menschen für die Wissenschaft. So wirkt die Vereinigung ganz im Sinne der Third Mission, Lösungen für gesellschaftliche Probleme aus der Hochschule nach außen zu tragen und auf der anderen Seite Impulse aus Bildung, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft aufzunehmen“, sagt der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Universitätsgesellschaft Hildesheim.

Minister Thümler hebt besonders die Förderung studentischer Projekte hervor. „Dies ist ihr wohl wichtigstes Betätigungsfeld, denn ohne Beteiligung der Universitätsgesellschaft könnten diese Vorhaben nicht umgesetzt werden“. Der Minister gratulierte der Universitätsgesellschaft während eines Besuchs in Hildesheim in dieser Woche persönlich.

Aus der Universitätsgesellschaft ging vor 20 Jahren der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ hervor

Aus der Universitätsgesellschaft ist beispielsweise vor 20 Jahren der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ hervorgegangen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Partnerunternehmen aus der regionalen Wirtschaft zusammenarbeiten, so Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Die Entwicklung einer Universität sei entscheidend für die Entwicklung der Stadtgesellschaft, sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer während des Festaktes. Der Oberbürgermeister griff als Beispiel die Entwicklung der Hildesheimer Informatik heraus. „Der Master in Data Analytics hat sich hervorragend entwickelt. Diese Entwicklung ist für unsere Unternehmen in der Region von außerordentlicher Bedeutung“, so Meyer.

Oberbürgermeister: Die Entwicklung der Universität ist für unsere Region von außerordentlicher Bedeutung

Im Rahmen der Feierstunde wurde Dr. Rainer Hermeling die Würde eines Ehrensenators der Universität Hildesheim verliehen. Hermeling wirkte neun Jahre als Vorsitzender der Universitätsgesellschaft und war Mitglied des Stiftungsrates, zuvor war er Präsident von Delphi Delco Electronics Europe. Die Universität Hildesheim kann die Würde einer Ehrensenatorin oder eines Ehrensenators Persönlichkeiten verleihen, „die sich hohe Verdienste um die Förderung der Wissenschaft erworben haben und von denen erwartet werden kann, dass sie mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten der Universität Hildesheim fördernd zur Seite stehen“. 

Jubiläumsfeier: 40 Jahre Universitätsgesellschaft

Die Universitätsgesellschaft trägt dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Hildesheim ins Gespräch kommen. Der Verein fördert Projekte und Leistungen von Studierenden und unterstützt Forschung und Lehre in Hildesheim. Außerdem lädt die Universitätsgesellschaft zu öffentlichen Vorträgen ein. Die Universitätsgesellschaft feierte am 5. Dezember 2018 ihr 40-jähriges Jubiläum mit einem Festakt und Festvortrag am Hauptcampus.

Der renommierte Historiker Professor Ian Kershaw hielt am Mittwoch, 5. Dezember 2018, den Festvortrag „Quo Vadis Europa? Europas Wege von den historischen Erfahrungen in die Gegenwart und mögliche Zukunft“. Der britische Historiker ist einer der bedeutenden Kenner der deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Die anschließende Diskussion und Fragen des Publikums moderierte der Hildesheimer Geschichtsprofessor Michael Gehler. Gehler hatte dabei geholfen, den bedeutenden Historiker der Gegenwart nach Hildesheim zu holen. Ian Kershaw sprach vor mehreren Hundert Zuhörern unter anderem über Gründe für das Erstarken rechter Kräfte in vielen Ländern Europas.

Bei Fragen zur Universitätsgesellschaft erreichen Sie den Vorsitzenden Heinz-Werner Ernst unter unigesel@uni-hildesheim.de.

Ian Kershaw in Hildesheim: Eintrag in das Goldene Buch der Stadt

Von: Pressestelle, Isa Lange [erstveröffentlicht 03.12.2018, aktualisiert 12.12.2018]

Die Gesellschaft sollte erkennen, welchen Wert ihr die Universität bringt und welche Chancen sich ergeben, sagt Heinz-Werner Ernst, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft. Rainer Hermeling ist Ehrenvorsitzender der Universitätsgesellschaft Hildesheim und Ehrensenator. Festakt im Dezember 2018 im Atrium des Forums mit Minister Björn Thümler und Festredner Sir Ian Kershaw, hier beim Signieren eines Buches gemeinsam mit der langjährigen Vorsitzenden Lore Auerbach. Fotos: Paul Olfermann (4), Isa Lange (2)