Abstracts

Diagnostik bei Kindern mit Förderbedarf

Prof. Dr. Claudia Mähler

Stiftung Universität Hildesheim

Kinder auf allen Schulstufen weisen eine große Heterogenität bezüglich ihrer kognitiven Kompetenzen auf. Da eine gute individuelle Förderung die Kenntnis des Entwicklungsstandes eines jeden Kindes voraussetzt, kann es für pädagogische Fachkräfte hilfreich sein, einige Instrumente zur Diagnostik individueller Kompetenzen zu kennen und ggfs. einzusetzen. In Vortrag und Workshop werden Überlegungen zur Bedeutung von Förderdiagnostik erörtert und Instrumente zur Messung von verbaler und non-verbaler Intelligenz, von Arbeitsgedächtnisfunktionen, von Sprachentwicklung und phonologischer Bewusstheit und bei Interesse auch von Schulleistungen im Lesen, Schreiben und Rechnen vorgestellt.

 

Differenzierung in CLIL / Immersion

Prof. Dr. Petra Burmeister

Pädagogische Hochschule Weingarten

(Auch) Grundschulklassen, in denen Sachfächer in einer Fremdsprache erteilt werden, sind von Natur aus heterogen – und werden zunehmend heterogener. Neben Unterschieden zwischen Schülerinnen und Schüler bzgl. ihres jeweiligen Vorwissens, ihrer Motivationen, Interessen, Lernstile, Vorerfahrungen mit anderen Sprachen und Kulturen oder ihres Sprachtalents, gibt es vermehrt Kinder mit besonderen Förderbedarfen aufgrund ihrer kognitiven und/oder physischen Voraussetzungen. Wie kann es gelingen, allen Kindern gerecht zu werden und ihren Voraussetzungen gemäß zu fördern?

In dem Vortrag über ‚Differenzierung in CLIL / Immersion‘ wird zunächst der Stand der internationalen Forschung im Bereich Heterogenität und Differenzierung zusammengefasst.

In dem Workshop zum Thema ‚Differenzierung in CLIL / Immersion‘ geht es um ‚Best Practice‘. Wie sollte differenzierter Unterricht strukturiert sein? Welche Gerüste (scaffolds) sind notwendig und hilfreich? Welche Sozial- und Arbeitsformen und welche Art von Aktivitäten sind geeignet?

 

Die Entwicklung der deutschen und englischen Lese- und Schreibfähigkeiten in bilingualen Grundschulen

Prof. Dr. Anja Steinlen & Prof. Dr. Thorsten Piske

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/ Nürnberg

Seit Beginn der 1990er Jahre ist in Deutschland ein stetiger Zuwachs an Grundschulen mit bilingualen Angeboten zu verzeichnen, zur Zeit sind es ca. 290 (FMKS 2014). Im Mittelpunkt dieses Vortrages stehen die Leistungen in Bezug auf das Lesen und Schreiben in den Sprachen Deutsch und Englisch in bilingualen Grundschulen. Folgende Fragen stehen im Vordergrund:

•           Wie entwickeln sich die englische Schriftkompetenz und die englische Lesefähigkeiten in bilingualen Grundschulen?

•           Können sich die deutsche Schriftkompetenz und die deutschen Lesefähigkeiten trotz des bilingualen Programms altersgemäß entwickeln?

•           Welche Methoden zur frühen Einführung der fremdsprachlichen Schrift haben sich als sinnvoll erwiesen? 

 

Inklusion

Prof. Dr. phil. habil. Andreas Rohde und Kim Schick

Universität zu Köln

Für die Fremdsprachendidaktik ergeben sich durch die Inklusion sowohl Chancen als auch Probleme: Als Chance kann angesehen werden, dass die in den letzten Jahren etablierten Ansätze im Bereich der Differenzierung und Individualisierung wie geschaffen sind für den inklusiven Unterricht. Andererseits wirft Inklusion durch die Verstärkung der Lerngruppenheterogenität die Frage auf, inwiefern Differenzierung und Individualisierung überhaupt möglich sind, wenn nicht grundlegendes Wissen über Behinderungsformen und die daraus resultierenden, spezifischen Lernvoraussetzungen gegeben sind. Zwei sonderpädagogische Förderschwerpunkte, „Sprache“ und „Hören“, stehen hier im Mittelpunkt, um aufzuzeigen, welche Maßnahmen vonnöten sind, um Inklusion erfolgreich umsetzen zu können. Neben theoretischen Überlegungen werden praktische Beispiele vorgestellt, die auch auf weitere Förderschwerpunkte anwendbar sind.

 

 

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