Werkstätten "Inklusionssensible Hochschule"

Eine zentrale Bedeutung im zukünftigen Konzept „Inklusionssensible Universität“ nehmen Lernwerkstätten ein. Grundlegende Idee ist dabei, eine Lehr-Lernform zu entwickeln, die in Ergänzung der bislang etablierten Formate besser die Verschiedenheiten der Studierenden in ihren Lernprozessen aufnehmen kann:

Der Inklusionsansatz geht davon aus, dass sich nicht das Individuum an die Organisation anpasst, sondern die Organisation flexibler auf die verschiedenen Bedürfnisse der Individuen eingeht. Die aktive Partizipation der Individuen in der Organisation ist dabei unumgänglich. Sie ist das Mittel, über das die Menschen an der Organisation teilhaben und über das ihr Handeln Teil der Organisation wird. Die Universität geht also besonders mittels Partizipation auf die Bedürfnisse der verschiedenen Menschen ein.

Inklusion erfordert deshalb Lernformen, in denen das Lernen der Individuen (Studierende wie Lehrende) mit dem Lernen der Organisation (der Universität) verknüpft wird. Diese Funktion können Lernwerkstätten erfüllen. Da sie wichtige Aufgaben für eine inklusionssensible Ausgestaltung der Universität bearbeiten, bilden sie sowohl Orte für individuelles Lernen (Studierender und Lehrender) als auch für organisationales Lernen.

Inhaltliche Schwerpunkte der Lernwerkstätten für die Entwicklung einer inklusionssensiblen Universität beinhalten zunächst die Themen „Mitbestimmung“ und „Regionale Vernetzung“. Während das Thema Mitbestimmung eng mit dem oben erläuterten Gedanken der Förderung der Teilhabe durch Partizipation verbunden ist, zielt der Schwerpunkt „Regionale Vernetzung“ auf eine Stärkung regionaler Inclusiveness durch die Universität, im Rahmen derer die Region auch als Lernort und Ressource erschlossen wird. Weitere Themen sind angedacht, etwa zur Barrierefreiheit oder zu Mehrsprachigkeit an der Universität.

In den Werkstätten wird themenbezogen experimentell nach Lösungsansätzen gesucht, es werden kooperative, handlungs- und projektorientierte Problemlösungen angeregt, die verschiedene Wissens- und Kompetenz-“Ebenen“ ansprechen.