Männlichkeitenforschung

Die Männlichkeitenforschung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem differenzierten und rege erforschten Teilgebiet der Gender Studies entwickelt. Bisherige Ergebnisse der internationalen und interdisziplinären Forschung sind mittlerweile durch umfassende Forschungsberichte und Handbücher gut dokumentiert. Die Hildesheimer Forschungen zu Männlichkeiten gestalten das Feld wesentlich mit. Sie sind vor allem im Bereich der Literatur- und Erziehungswissenschaften angesiedelt. Schwerpunkte der Forschung liegen im Bereich der Analyse von faktualen und fiktionalen Texten seit den 1960er Jahren. Untersucht werden diverse Narrationen von Männlichkeit, u.a. im Rahmen von familialen bzw. (inter)generationalen Konfigurationen sowie der neuesten Kinder- und Jugendliteratur. Weitere Studien beziehen sich auf Geschlechter- und Männlichkeitsentwürfe in Poetiken von Autorinnen und Autoren sowie auf den  Zusammenhang von Schreib- und Lebenspraktiken. Schwerpunkte liegen zudem in der transdisziplinären Erforschung des Zusammenhanges von Männlichkeiten und Care, Männlichkeiten und Bildung sowie Männlichkeiten und Emotionen.

Die Männlichkeitenforschung findet fachübergreifend – etwa im Graduiertenkolleg Gender und Bildung – und national sowie international vernetzt statt: Der seit 2001 existierende Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung. Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften (AIM Gender) mit bisher elf Fachtagungen wird von Hildesheim aus mitkoordiniert.

Im Dezember 2018 veranstaltet die AIM Gender eine Tagung zum Thema "Männlichkeiten und Care - Selbstsorge, Familiensorge, Gesellschaftssorge." vom 13.-15. Dezember im Tagungszentrum Hohenheim.  Weitere Informationen zur Tagung und dem Progamm entnehmen sie bitte dem Tagungsflyer.

Weitere Informationen zu AIM Gender gibt es hier.

ZfG - Zentrum für Geschlechterforschung

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