Masterstudiengang

Inklusive Pädagogik und Kommunikation

Der  Masterstudiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation (M.A.) ist modular angelegt und kann über 2 Jahre (4 Semester) berufsbegleitend studiert werden. Zielsetzung ist die Qualifizierung von Schulleitungen, Lehrkräften, behördlichen Vertreter_innen und pädagogischen Mitarbeiter_innen aus Organisationen, die sich mit "Inklusion" beschäftigen, wie z.B. Hochschulen, Volkshochschulen, Kindertagesstätten, etc.

Seine inhaltliche Ausrichtung orientiert sich sowohl an der rechtlichen Vorgabe der UN-Menschenrechtskonvention (Bundesgesetzblatt Teil 2, Nr.35 veröffentlicht 31.12.2008) und den Zielen des UNESCO als auch an dem Index für Inklusion (Ainscow/Hinz, 2003: Index für Inklusion).

International bekannte Expert_innen aus Deutschland und der Schweiz bieten den Teilnehmenden sowohl eine hervorragende Qualität der Lehre als auch Aktualität der Inhalte. Gemeinsame Präsenzphasen ermöglichen einen inhaltlichen Austausch mit Schweizer  Kolleg_innen.

Verbunden mit einem Mastermodul kann das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm mit dem akademischen Grad Master of Arts abgeschlossen werden. Das Mastermodul beinhaltet die Master- Thesis, ein Kolloquium sowie eine Systemische Beratung. Zuvor belegte Module bzw. Einzelveranstaltungen aus dem Weiterbildungsprogramm Inklusive Bildung können angerechnet werden. Lassen Sie sich gerne von uns beraten.

Module des Masterstudiengangs

Modul Modulbezeichnung Einzelveranstaltungen
Modul 1
15 ECTS
Theoretische Grundlagen inklusiver Pädagogik Inklusion, Bildung und Geschichte (Teil I & II)
Planung und Reflexion inklusiver Bildungsprozesse
Methoden und Instrumente der inklusiven Pädagogik
Bildung über die Lebensspanne
Modul 2
15 ECTS
Professionalität in der inklusiven Pädagogik Erwachsenenbildung im inklusiven Bildungssystem
Pädagogische Professionalität
Multiprofessionelle Zusammenarbeit in Teams
Profession, Ethik, Kommunikation
Modul 3
12 ECTS
Wandel zur inklusiven Organisation Qualitätsrahmen für Inklusion
Steuerung durch Projektmanagement und Changemanagement
Rechtliche und politische Rahmenbedingungen
Mastermodul
15 + 3 ECTS
Master Thesis (15 LP)
Kolloquium (3 LP)
Modulinhalte

Modul 1: Theoretische Grundlagen inklusiver Pädagogik

Im Modul "Theoretische Grudlagen inklusiver Pädagogik" werden Theorie und Geschichte inklusiver Pädagogik thematisiert sowie grundlegende Fragestellungen von Heterogenität und Differenz in pädagogischen Handlungsfeldern und im Hinblick auf verschiedene Differenzlinien wie z.B. Behinderung, Geschlecht und Migration – auch hinsichtlich ihrer Intersektionalität –behandelt. Anhand ausgewählter Handlungsfelder inklusiver Settings (z.B. Frühe Bildung, Schule, Erwachsenen- und Altenbildung) werden Perspektiven für die Planung und Analyse inklusiver Bildungsangebote geplant und eigene kategoriale Zuschreibungen reflektiert.

Modul 1: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden erwerben theoretische Grundlagen und historische Entwicklungslinien inklusiver Pädagogik. Sie reflektieren theoriebasiert Planungsmodelle sowie konkrete Vermittlungs- und Aneignungsprozesse inklusiver Bildungsangebote, auch hinsichtlich verschiedener methodischer Zugänge. Sie erörtern Bildung als lebenslangen Prozess und setzen sich exemplarisch mit verschiedenen Handlungsfeldern inklusiver Pädagogik in der gesamten Lebensspanne auseinander.

Modul 2: Professionalität in der inklusiven Pädagogik

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteur_innen in pädagogischen Kontexten (Lehrpersonen, Familie, Schüler_innen, Behörden, Sozialarbeiter_innen, psychologische Beratungsstellen) ist unerlässlich, um Lerneffizienz in heterogenen Gruppen zu ermöglichen. Eine gelingende pädagogische Handlungskompetenz (Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz) stellt dabei die Basis für eine erfolgreiche Kooperation dar.

Die Komplexität von Unterricht und Betreuung in pädagogischen Handlungsfeldern  provoziert Konflikte, die es konstruktiv zu lösen gilt. Es bedarf ebenso einer kritischen Distanz zum eigenen pädagogischen Handelns um eine stetige Weiterentwicklung voranzutreiben.

Der professionelle Umgang mit heterogenen Gruppen bedeutet ebenfalls eine Erweiterung des eigenen Rollenverständnisses hin zur Reflexion und Veränderung des eigenen Leistungsverständnisses sowie daraus resultierende Interaktionsmuster und der kollegialen Beratung diagnostischer Ergebnisse.

Modul 2: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden setzen sich mit der Pädagogischen Professionalität unter Betrachtung der Bildung in der Lebensspanne auseinander. Es wird vertieft betrachtet, inwiefern sich durch den Bildungsauftrag Inklusion grundlegende Veränderungen professionellen pädagogischen Handelns abzeichnen und Kooperation umsetzen lässt.

Modul 3: Wandel zur Inklusiven Organisation

Die inklusive Bildungseinrichtung braucht erweiterte organisatorische und pädagogische Entscheidungskompetenzen. Notwendig werden ein tieferes Verständnis und eine höhere Akzeptanz von Bildungsreformprozessen, die Öffnung der Einrichtung für gesellschaftliche Veränderungen, die Erhöhung von Bildungschancen und Implementierung eines Qualitätsmanagements. Im Rahmen der Einrichtungsprofilierung werden Analysemodelle (z.B. „Index für Inklusion“) bearbeitet und die einzelnen Schritte praxisorientiert umgesetzt. Den Rahmen für das professionelle Handeln stellt die Vermittlung von rechtlichen und politischen Grundlagen dar.

Das Modul umfasst folgende Einzelveranstaltungen:

  • Qualitätsmanagement
  • Steuerung durch Projekt- und Changemanagement
  • Personalentwicklung und Team

Modul 3: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden nehmen Bildungseinrichtungen als ‚lernende Organisation’ wahr und arbeiten gezielt an Entwicklungsprozessen von Bildungseinrichtungen (Umgang mit Heterogenität), des Qualitätsmanagements (Evaluationen) und der Personalentwicklung.

Termine

Modul 1: Termine

Inklusion, Bildung und Geschichte (Teil I) Wintersemester 2019/20 Universität Hildesheim Prof. Dr. Georg Feuser
Inklusion, Bildung und Geschichte (Teil II) Wintersemester 2019/20 Universität Hildesheim Prof. Dr. Oliver Musenberg
Planung und Reflexion inklusiver Bildungsprozesse Fr. 05.04.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 06.04.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Conny Melzer
Methoden und Instrumente der inklusiven Pädagogik Fr. 26.04.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 27.04.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Ulf Algermissen
Bildung über die Lebensspanne Fr. 24.05.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 25.05.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Carola Iller

Modul 2: Termine

Erwachsenenbildung im inklusiven Bildungssystem Fr. 28.06.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 29.06.2019 von 09-17 Uhr
So. 30.06.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Karl- Ernst Ackermann
Pädagogische Professionalität Fr. 16.08.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 17.08.2019 von 09-17 Uhr
So. 18.08.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Inge Krämer- Kilic
Multiprofessionelle Zusammenarbeit in Teams Fr. 06.09.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 07.09.2019 von 09-17 Uhr
So. 08.09.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Peter Cloos
Profession, Ethik, Kommunikation Fr. 27.09.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 28.09.2019 von 09-17 Uhr
So. 29.09.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Ulf Algermissen

Modul 3: Termine

Qualitätsmanagement Wintersemester 2019/20
Steuerung durch Changemenagement und Projektmanagement Wintersemester 2019/20
Rechtliche und Politische Rahmenbedingungen Wintersemester 2019/20

Kolloquium zur Masterarbeit (Freiwilliges Angebot)

Kolloquium zum wissenschaftlichen Arbeiten – Teil 1
Kolloquium zum wissenschaftlichen Arbeiten – Teil 2

Akkreditierung

Der Studiengang ist akkreditiert bis 2023.

Auszüge aus dem Akkreditierungsgutachten von 2017 und Akkreditierungsurkunde:

  • "Das inhaltliche Profil des Studiengangs ist - praktisch - nicht zuletzt auch dadurch bestimmt, dass es den Verantwortlichen gelungen ist, ausgewiesene und sehr renommierte Vertreter/innen der Debatte für die Lehre zu gewinnen (...)" (S. 6)
  • "Profil und Anlage des Studiengangs, insbesondere aber auch - bedingt durch die kleine Zahl an Studierenden - seine Durchführung zielen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden." (S. 7)
  • Zugleich lässt sich feststellen, dass der Studiengang selbst als innovativ bewertet und zugleich auch als Förderlich für Innovation im Handlungsfeld (und im gesellschaftlichen Raum) wahrgenommen werden kann." (S. 7)

Biografisches Arbeiten

Studierende des Masterstudiengangs werden im Verlauf des ersten Moduls in die Biografische Arbeit eingeführt. Darunter versteht man eine strukturierte Form der Selbstreflexion hinsichtlich der eigenen Bildungsbiografie in einem professionellen Setting. Den Teilnehmenden dient die Betrachtung ihrer biografischen Vergangenheit dem Verständnis der Gegenwart und einer möglichen Gestaltung der Zukunft.

Systemische Beratung

Im Abschlussmodul des Masterstudiengangs besteht die Möglichkeit, sich systemisch beraten zu lassen. In den Beratungsgesprächen geht es darum, erreichbare Ziele zu finden und Lösungen zu entwickeln, die sowohl für die persönlichen, sozialen als auch beruflichen Belange umsetzbar sind. Nicht selten legt die systemische Beratung völlig neue Handlungsmöglichkeiten offen.

Kosten

 5.800 Euro (zzgl. Semesterbeitrag)

Zuvor belegte Module und Einzelveranstaltungen können angerechnet werden.

Anmeldungs- und Bewerbungsunterlagen

  • Anmeldeformular für Einzelveranstaltungen/-module (PDF) Anmeldung jetzt möglich!*
  • Bewerbungsantrag für den Masterstudiengang (PDF) Anmeldung jetzt möglich!*
  • Antrag auf Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen (PDF)

Hinweise zum Datenschutz finden sie hier

*bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen bei Unterschreitung der Mindestteilnehmerzahl nicht stattfinden können.

Ordnungen für den Masterstudiengang

  • Zulassungsordnung (PDF)
  • Gebührenordnung (PDF)
  • Studienordnung (PDF)
  • Modulhandbuch (PDF)
  • Prüfungsordnung (PDF)

Zugang

Für den Zugang zum Masterstudium ist ein Hochschulabschluss, sowie Berufserfahrung in einem inklusionsnahem Tätigkeitsbereich erforderlich.

Voraussetzung ist, dass die Berwerber_innen

a)

  • entweder an einer deutschen Hochschule oder an einer Hochschule, die einem der Bologna-Signatarstaaten angehört, einen Hochschulabschluss eines mindestens 4-jährigen Studiums (Regelstudienzeit) erworben hat,
  • oder an einer deutschen Hochschule oder an einer Hochschule, die einem der Bologna-Signatarstaaten angehört, einen Hochschulabschluss eines mindestens 3-jährigen Studiums (Regelstudienzeit) erworben hat und zusätzlich entweder weitere an einer Hochschule erbrachte Leistungen im Umfang von bis zu 60 Leistungspunkten oder eine bis zu sechsjährige Berufserfahrung in studienrelevanten Aufgabenfeldern / herausgehobenen Gestaltungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen nachgewiesen hat, die in einem fachlichen Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Hochschulstudium beziehungsweise dem Masterstudiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation stehen, wobei jedes Jahr Berufserfahrung ab dem zweiten Jahr einem Umfang von 12 Leistungspunkten entspricht und insgesamt 60 Leistungspunkte nachgewiesen sein müssen,
  • oder an einer anderen ausländischen Hochschule einen gleichwertigen Abschluss erworben hat; die Gleichwertigkeit wird nach Maßgabe der Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen beim Sekretariat der Kultusministerkonferenz (www.anabin.de) festgestellt,

b) eine mindestens einjährige Berufserfahrung in studienrelevanten Aufgabenfeldern / herausgehobenen Gestaltungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen nachweist,

c) die besondere Eignung gemäß Absatz 4 nachweist.

Abweichend von Absatz a) kann die Auswahlkommission unter den nachfolgenden Bedingungen Bewerberinnen und Bewerber zulassen, die entweder an einer deutschen Hochschule oder an einer Hochschule, die einem der Bologna-Signatarstaaten angehört, einen Hochschulabschluss eines mindestens 3-jährigen Studiums (Regelstudienzeit) erworben haben. Die Zulassung ist mit der Auflage versehen, bis zur Zulassung zum Modul Masterarbeit weitere, fachlich zum Studiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation passende Leistungspunkte aus Studium (z.B. Module der wissenschaftlichen Weiterbildung oder anderen Studiengängen) im Umfang von bis zu 60 Leistungspunkten zu erbringen oder eine zusätzliche bis zu fünfjährige Berufserfahrung in studienrelevanten Aufgabenfeldern / herausgehobenen Gestaltungsaufgaben in pädagogischen Einrichtungen nachzuweisen, wobei jedes Jahr Berufserfahrung einem Umfang von 12 Leistungspunkten entspricht und insgesamt 60 Leistungspunkte nachgewiesen sein müssen. Dies gilt auch für Studiengänge gemäß Absatz a) 3. Spiegelstrich.

Studierende, die nicht über ein Erststudium mit vierjähriger sondern dreijähriger Regelstudienzeit verfügen, können für die Zulassung Kompetenzen angerechnet bekommen, die sie aus Berufspraxis, Projekten, Ehrenamt, Trainings oder anderen Tätigkeiten erworben haben. Hierfür steht den Bewerbern ein gesondertes Antragsformular bei den Bewerbungsunterlagen zur Verfügung. Die Studiengangskoordinatorin berät Studierende zu diesen Fragen individuell.