Überblick über die Fortbildungsmodule

Modul 1: Theoretische Grundlagen inklusiver Pädagogik

Im Modul "Theoretische Grudlagen inklusiver Pädagogik" werden Theorie und Geschichte inklusiver Pädagogik thematisiert sowie grundlegende Fragestellungen von Heterogenität und Differenz in pädagogischen Handlungsfeldern und im Hinblick auf verschiedene Differenzlinien wie z.B. Behinderung, Geschlecht und Migration – auch hinsichtlich ihrer Intersektionalität –behandelt. Anhand ausgewählter Handlungsfelder inklusiver Settings (z.B. Frühe Bildung, Schule, Erwachsenen- und Altenbildung) werden Perspektiven für die Planung und Analyse inklusiver Bildungsangebote geplant und eigene kategoriale Zuschreibungen reflektiert.

Modul 1: Einzelveranstaltungen

Inklusion, Bildung und Geschichte Teil I & II

Diese beiden Lehrveranstaltungen thematisieren die Theorie und Geschichte der inklusiven Pädagogik sowie grundlegende Fragestellungen von Heterogenität und Differenz in pädagogischen Handlungsfeldern. Es werden verschiedene Differenzlinien wie z.B. Behinderung, Geschlecht und Migration – auch hinsichtlich ihrer Intersektionalität – behandelt und reflektiert.

Planung und Reflexion inklusiver Bildungsprozesse

Es wird zunächst der Frage nachgegangen, wie inklusive Bildungsprozesse in Bildungseinrichtungen entwickelt werden können. Wie dieser Prozess individuell umgesetzt werden kann, wird als weiteres erarbeitet sowie reflexiv aufgearbeitet. Dabei werden pädagogische Horizonte in den Blick genommen, Spannungsfelder aufgezeigt und Schritte der Umsetzung im gemeinsamen Nachdenken skizziert.

Methoden und instrumente der inklusiven Pädagogik

Ausgehend von allgemeinpädagogischen Annahmen der Entwicklung und Aneignung werden Instrumente für die handlungstheoretisch fundierte Gestaltung inklusiver Lebens- und Lernräume vorgestellt und erörtert. Individualisierte Formen der Lernbegleitung und Unterstützungsplanung, Grundlagen der pädagogischen Beziehungen als Arbeitsbündnisse und Merkmale systemischen Denkens und Handelns werden praxisnah vorgestellt.

Bildung über die Lebensspanne

Im Seminar werden Bildungsprozesse über die Lebensspanne betrachtet von der Familie als Bildungsort über Kita, Schule, Berufsbildung bis ins Erwachsenenalter. Mit Blick auf ein inklusives Bildungssystem werden die verschiedenen Bildungsinstitutionen und Übergänge zwischen Institutionen auf ihre Praktiken hin geprüft und Veränderungsmöglichkeiten diskutiert.

Modul 1: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden erwerben theoretische Grundlagen und historische Entwicklungslinien inklusiver Pädagogik. Sie reflektieren theoriebasiert Planungsmodelle sowie konkrete Vermittlungs- und Aneignungsprozesse inklusiver Bildungsangebote, auch hinsichtlich verschiedener methodischer Zugänge. Sie erörtern Bildung als lebenslangen Prozess und setzen sich exemplarisch mit verschiedenen Handlungsfeldern inklusiver Pädagogik in der gesamten Lebensspanne auseinander.

Modul 1: Termine

Inklusion, Bildung und Geschichte (Teil I) Wintersemester 2019/20 Universität Hildesheim Prof. Dr. Georg Feuser
Inklusion, Bildung und Geschichte (Teil II) Wintersemester 2019/20 Universität Hildesheim Prof. Dr. Oliver Musenberg
Planung und Reflexion inklusiver Bildungsprozesse Fr. 05.04.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 06.04.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Conny Melzer
Methoden und Instrumente der inklusiven Pädagogik Fr. 26.04.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 27.04.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Ulf Algermissen
Bildung über die Lebensspanne Fr. 24.05.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 25.05.2019 von 09-17 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Carola Iller

Modul 1: Kosten

Modulkosten für Modul 1: 2.000,00 €

Kosten je Einzelveranstaltung: 300,00 €

Modul 2: Professionalität in der inklusiven Pädagogik

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Akteur_innen in pädagogischen Kontexten (Lehrpersonen, Familie, Schüler_innen, Behörden, Sozialarbeiter_innen, psychologische Beratungsstellen) ist unerlässlich, um Lerneffizienz in heterogenen Gruppen zu ermöglichen. Eine gelingende pädagogische Handlungskompetenz (Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz) stellt dabei die Basis für eine erfolgreiche Kooperation dar.

Die Komplexität von Unterricht und Betreuung in pädagogischen Handlungsfeldern  provoziert Konflikte, die es konstruktiv zu lösen gilt. Es bedarf ebenso einer kritischen Distanz zum eigenen pädagogischen Handelns um eine stetige Weiterentwicklung voranzutreiben.

Der professionelle Umgang mit heterogenen Gruppen bedeutet ebenfalls eine Erweiterung des eigenen Rollenverständnisses hin zur Reflexion und Veränderung des eigenen Leistungsverständnisses sowie daraus resultierende Interaktionsmuster und der kollegialen Beratung diagnostischer Ergebnisse.

Modul 2: Einzelveranstaltungen

Erwachsenenbildung im inklusiven Bildungssystem

Inklusion als Leitprinzip erfordert auch in der Erwachsenenbildung ein Nachdenken über Struktur, Organisation und Professionalität. In dieser Veranstaltung werden - mit dem Fokus auf die inklusive Erwachsenenbildung  - die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen betrachtet (Stichwort Assistenzsysteme), methodisch-didaktische Aspekte herausgearbeitet, Kooperations- und Vernetzungsformen analysiert sowie eine kooperative Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung auf verschiedenen Ebenen betrachtet.

Pädagogische Professionalität

Pädagogische Professionalität  basiert auf den Kompetenzbereichen der Fachkompetenz, der Fertigkeiten und der Entwicklung von Haltungen zu den Herausforderungen des beruflichen Handlungsfeldes der Arbeit in inklusiven Kontexten.

Themenschwerpunkte des Moduls sind:

  •  die Auseinandersetzung mit dem Begriff der (Berufs)Rolle aus soziologischer und psychohygienischer Sicht;
  • die Entwicklung von Kenntnissen und eine kritische Diskussion über den Begriff und die Bedeutung personaler Kompetenzen für die Arbeit in multiprofessionellen Teams und
  • die Darstellung von verschiedenen Möglichten zu einer professionsbezogenen  Aufgabenteilung im Team.
Multiprofessionelle Zusammenarbeit in Teams

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Akteur_innen in Organisationen (Lehrpersonen, Sachbearbeiter_innen, Berater_innen, Sozialarbeiter_innen, Familienangehörige) ist unerlässlich für inklusive Bildungsarbeit. Spezifische Gelingensbedingungen der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen werden erarbeitet und in die Praxis der Teilnehmenden übertragen.

Profession, Ethik, Kommunikation

Ausgehend von allgemeinpädagogischen Annahmen der Entwicklung und Aneignung werden Instrumente für die handlungstheoretisch fundierte Gestaltung inklusiver Lebens- und Lernräume vorgestellt und erörtert. Individualisierte Formen der Lernbegleitung und Unterstützungsplanung, Grundlagen der pädagogischen Beziehungen als Arbeitsbündnisse und Merkmale systemischen Denkens und Handelns (ressourcenorientierte Lerngerüste) werden praxisnah vorgestellt. Kommunikatives Handeln ist dabei der Schlüssel zu wertschätzenden und anerkennenden Ausgestaltung pädagogischer Arbeitsbündnisse.

Modul 2: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden setzen sich mit der Pädagogischen Professionalität unter Betrachtung der Bildung in der Lebensspanne auseinander. Es wird vertieft betrachtet, inwiefern sich durch den Bildungsauftrag Inklusion grundlegende Veränderungen professionellen pädagogischen Handelns abzeichnen und Kooperation umsetzen lässt.

Modul 2: Termine

Erwachsenenbildung im inklusiven Bildungssystem Fr. 28.06.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 29.06.2019 von 09-17 Uhr
So. 30.06.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Karl- Ernst Ackermann
Pädagogische Professionalität Fr. 16.08.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 17.08.2019 von 09-17 Uhr
So. 18.08.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Inge Krämer- Kilic
Multiprofessionelle Zusammenarbeit in Teams Fr. 06.09.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 07.09.2019 von 09-17 Uhr
So. 08.09.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Prof. Dr. Peter Cloos
Profession, Ethik, Kommunikation Fr. 27.09.2019 von 14-18 Uhr
Sa. 28.09.2019 von 09-17 Uhr
So. 29.09.2019 von 09-12.30 Uhr
Hauptcampus Universität Hildesheim Dr. Ulf Algermissen

Modul 2: Kosten

Modulkosten für Modul 2: 2.000,00 €

Kosten je Einzelveranstaltung: 300,00 €

Modul 3: Wandel zur Inklusiven Organisation

Die inklusive Bildungseinrichtung braucht erweiterte organisatorische und pädagogische Entscheidungskompetenzen. Notwendig werden ein tieferes Verständnis und eine höhere Akzeptanz von Bildungsreformprozessen, die Öffnung der Einrichtung für gesellschaftliche Veränderungen, die Erhöhung von Bildungschancen und Implementierung eines Qualitätsmanagements. Im Rahmen der Einrichtungsprofilierung werden Analysemodelle (z.B. „Index für Inklusion“) bearbeitet und die einzelnen Schritte praxisorientiert umgesetzt. Den Rahmen für das professionelle Handeln stellt die Vermittlung von rechtlichen und politischen Grundlagen dar.

Das Modul umfasst folgende Einzelveranstaltungen:

  • Qualitätsmanagement
  • Steuerung durch Projekt- und Changemanagement
  • Personalentwicklung und Team

Modul 3: Kompetenzerwerb

Die Teilnehmenden nehmen Bildungseinrichtungen als ‚lernende Organisation’ wahr und arbeiten gezielt an Entwicklungsprozessen von Bildungseinrichtungen (Umgang mit Heterogenität), des Qualitätsmanagements (Evaluationen) und der Personalentwicklung.

Modul 3: Termine

Qualitätsmanagement Wintersemester 2019/20
Steuerung durch Changemenagement und Projektmanagement Wintersemester 2019/20
Rechtliche und Politische Rahmenbedingungen Wintersemester 2019/20

Modul 3: Kosten

Modulkosten für Modul 3: 1.500,00 €

Einzelveranstaltungen: je 300,00 €

Flexibilität durch modularen Aufbau

Das Weiterbildungsprogramm Inklusive Bildung ist in drei Module gegliedert, die inhaltlich in sich geschlossen konzipiert sind. Beendet werden können die Module, jeweils mit dem "Certificate Of Advanced Studies" (CAS). Damit kann Ihr Abschluss anhand des European Credit Transfer Systems (ECTS) bewertet werden und erhält eine europaweite Anerkennung.

Zudem besteht die Option, einzelne Veranstaltungen aus dem Curriculum zu belegen, Sie erhalten im Anschluss einen Teilnahmenachweis.

In Verbindung mit dem Mastermodul kann die Weiterbildung mit dem akademischen Grad Master of Arts (M.A.) abgeschlossen werden. Bitte beachten Sie dazu die gesonderten Zugangsvoraussetzungen.