SpanierInnen in Hannover

Das Ziel des Projektes SpanierInnen in Hannover ist die Aufarbeitung der ersten Welle spanischer Arbeitsmigration im 20. Jahrhundert (ca. 1961-1973) in Niedersachsen und die Begleitung der aktuellen zweiten Welle (seit 2008) in sprachwissenschaftlicher Perspektive.

Seit einigen Monaten werben deutsche Betriebe gezielt qualifizierte Arbeitskräfte aus Spanien an, weil für ihren Bedarf nicht ausreichend Bewerber in Deutschland zur Verfügung stehen. Gleichzeitig leidet Spanien sehr unter der seit 2008 andauernden Wirtschaftskrise – unter Jugendlichen beträgt die Arbeitslosenquote 50%.

Eine ähnliche Situation gab es während des deutschen „Wirtschaftswunders“ der 60er Jahre schon einmal: Damals wurden vor allem ungelernte Hilfsarbeiter angeworben – so genannte „Gastarbeiter“. Viele sind trotz der ursprünglich festgelegten zeitlichen Begrenzung ihres Arbeitseinsatzes in Deutschland geblieben, andere inzwischen remigriert.

Wie seinerzeit die Einwanderer die Situation erlebten, ist noch kaum erforscht. Insbesondere die Frage, welche Rolle die Sprache in diesem Prozess spielt, wurde bislang nicht berücksichtigt. Uns interessieren verschiedene mit der Sprache zusammenhängende Aspekte rund um die Einwanderung: Ankunft und Integration in der deutschen Gesellschaft, Erwerb der deutschen Sprache, Wahrnehmung der eigenen Identität, Sprachschwierigkeiten im Alltag und bei Behörden.

SpanierInnen in Hannover ist ein gemeinsames Projekt der Universitäten Hildesheim und Hannover. Besuchen Sie hier  die Projektwebsite des Romanischen Seminars an der Leibniz Universität Hannover!