„Wow, hier möcht‘ ich Theater machen!“

Thursday, 10. January 2013 um 13:02 Uhr

Kultur-Bildungstage an der Uni Hildesheim zeigen Berufsperspektiven auf: Drei Tage, 72 Jugendliche, über 10.000 km Anreise, 18 verschiedene Vorlesungen und Seminare, zwei Standorte, ein Kulturcampus, acht Mentoren und 14 vertretene Bundesländer. Eric Christopher Straube, seit Oktober 2011 Student der Szenischen Künste, blickt auf drei ereignisreiche Tage zurück:

Unter dem Seminartitel „Die Kunst, die Künste zu vermitteln“ – 2007 in Kooperation mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung gestartet und seitdem mit der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. gemeinsam durchgeführt – lernten Freiwillige des sozialen Jahres in der Kultur den Universitätsstandort Hildesheim und den Fachbereich II „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ kennen.

Die sechsten FSJ-Kultur-Bildungstage an der Universität Hildesheim wurden stark nachgefragt: Über 70 Jugendliche starteten am Montag, 7. Januar, in die Kultur-Bildungstage, die von Anna Erichson, Koordinatorin LKJ Niedersachen, und Julia Speckmann, Praktikumsbeauftragte des Fachbereichs II, geleitet wurden. Sie bekamen einen Einblick in das kulturwissenschaftliche Studienangebot und die Einsatzfelder für Absolventen der Kulturwissenschaften. Im Anschluss bildeten sich Kleingruppen nach Interessen der Studienschwerpunkte Theater, Medien, Musik, Literatur und Bildender Kunst. Nun konnten die Freiwilligen acht Mentoren – Studierende der Kulturwissenschaften – kennen lernen und mit Fragen löchern. Die Fragen reichten von persönlichen wie „Was willst du mal werden?“ bis hin zu Detailfragen rund um Bewerbung und Studienordnung. Am Abend stellten die Mentoren künstlerische Projekte der letzten Semester vor. Von Freien zu Universitären, Theatralen zu Filmischen und Kulinarischen zu Interdisziplinären war alles vertreten und manch ein Freiwilliger staunte nicht schlecht, was in Hildesheim alles möglich ist.

Am nächsten Tag besuchten die Freiwilligen in Kleingruppen verschiedene Lehrveranstaltungen. Prof. Dr. Wolfgang Schneider begrüßte, Prof. Dr. Birgit Mandel informierte im ersten Seminar über „Kulturvermittlung als Beruf“. Im zweiten Tagesteil ging es zum Kulturcampus Domäne Marienburg – und wieder waren die Münder weit auf beim Rundgang über den Domänenhof. Am Infotisch klärten einige Fachschaftsvertreter Fragen des Tages, danach erkundeten die FSJler zusammen mit den Mentoren die kleinste Großstadt Niedersachsens, Hildesheim.

Am Mittwoch stand ein Fachvortrag von Doreen Götzky zum „1x1 des Kulturmanagements“ auf dem Programm. Um 14 Uhr rollten die vollen Koffer und noch volleren Köpfe Richtung Hauptbahnhof, Bus und Auto. Als Fazit und Blick in die Zukunft kann ich nur einen Freiwilligen meiner Gruppe zitieren, als er gerade das Burgtheater an der Domäne betrat: „Wow, hier möchte ich Theater machen!“

„Endlich eine Uni von innen sehen", Bericht von Anna König, FSJ Kultur

Kooperationsvereinbarung mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ)

Die seit 2009 existierende Kooperation der Universität Hildesheim mit der BKJ wird bekräftigt und der Lehr- und Forschungsschwerpunkt Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik damit auf eine neue Stufe gestellt. Dr. Gerd Taube, Präsident der BKJ, und Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik, haben in dieser Woche vereinbart, die Fortbildung „Die Kunst, die Künste zu vermitteln“ für Jugendliche im FSJ Kultur (siehe oben) weiterhin jährlich mit Unterstützung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e.V. (LKJ) durchzuführen. Außerdem werden neben dem bestehenden Lehrangebot zum Kompetenznachweis Kultur gemeinsam neue Lehrangebote, vor allem mit Blick auf den internationalen Kontext, entwickelt.

Neu ist auch, dass regelmäßig Studierende der Kulturwissenschaften als Praktikanten an die BKJ und ihre Landesvereinigungen vermittelt werden sowie die Erweiterung der Zusammenarbeit am „Handbuch Kulturelle Bildung“, eine Online-Version soll erstellt werden.


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