Prof. Dr. Meike Sophia Baader: Entscheidung für Stiftungsuniversität

Thursday, 28. April 2011 um 14:17 Uhr

Die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Meike Sophia Baader bleibt an der Stiftung Universität Hildesheim. Baader hat zum zweiten Mal einen Ruf an eine andere Universität abgelehnt. Für die Stiftungsuniversität hat sie sich vor allem aus zwei Gründen entschieden. Der eine sind die gut profilierten Bachelor- und Master-Studiengänge Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim mit den Schwerpunkten „Pädagogik der Kindheit und Diversity Education“. Zudem pflegt Baader zahlreiche Kooperationsprojekte mit Kolleginnen und Kollegen.

„Wir sind überglücklich, dass es zum zweiten Mal gelungen ist, Bleibeverhandlungen mit Frau Prof. Baader erfolgreich abzuschließen. Ihr ist die großartige Entwicklung der Allgemeinen Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Frühpädagogik und Diversity Education wesentlich zu verdanken“, erklärte Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim.

Meike Sophia Baader ist seit April 2005 Professorin für „Allgemeine Erziehungswissenschaft“ im Fachbereich I, Erziehungs- und Sozialwissenschaften, der Stiftung Universität Hildesheim. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen neben der Kindheits-, Familien- und Genderforschung in den Bereichen Diversity, Übergänge im Bildungssystem, Historische Bildungsforschung, Religion und Erziehung sowie Demokratie und Erziehung.

„Insbesondere in unserem Masterstudiengang zeigt sich derzeit, dass das Profil mit den beiden Schwerpunkten „Pädagogik der Kindheit und Diversity Education“ zunehmend auch Studierende anzieht, die nicht unmittelbar aus der Region stammen. Dies ist eine höchst erfreuliche Entwicklung und dokumentiert die Attraktivität unseres Studiengangs", erläutert Baader und ergänzt: „Vor allem auch die Verknüpfung der beiden Schwerpunkte rückt die Frage, wie in der Pädagogik der Kindheit auf die Herausforderungen einer Einwanderungsgesellschaft reagiert werden kann, in den Fokus. Damit sind unsere Studierenden gut auf vielfältige pädagogische Handlungsfelder vorbereitet. Schließlich reagiert das Profil des Studiengangs unmittelbar auf zentrale gesellschaftliche Entwicklungen und aktuelle Anforderungen an Bildung und Erziehung."

Für die nächsten Jahre hat sich die Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft die Themen Internationalisierung sowie Promotions- und Nachwuchsförderung vorgenommen, so Baader. „Zum letzteren Thema wird auch in zwei vom BMBF geförderten Forschungsprojekten in Kooperation mit dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik geforscht. Hierbei interessieren uns die Aspekte Chancengleichheit, Gender und Diversität. Derzeit arbeite ich zudem gemeinsam mit einer Kollegin unserer Abteilung an einem Kooperationsprojekt mit der Universität Tel Aviv. Dabei wird es um Erinnerungskulturen und Erziehung und Demokratie im Vergleich zwischen den beiden Ländern gehen. Uns interessiert, wie sich Erinnerungskulturen unter den Bedingungen von Einwanderungsgesellschaft und Generationenwechsell verändern“, erzählt die Erziehungswissenschaftlerin.

Meike Sophia Baader studierte an der Universität Heidelberg die Fächer Germanistik und Erziehungswissenschaft. 1994 schloss sie ihre Promotion mit einer erziehungswissenschaftlichen Arbeit zum Thema „Die romantische Idee des Kindes und der Kindheit“ an der Universität Heidelberg ab. An der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam wurde sie 2002 mit einer Habilitationsschrift zum Thema „Transformationen des Religiösen. Religiöse Dimensionen von Reformpädagogik 1870-1950“ habilitiert.

Seit 2009 ist Baader Sprecherin der Forschungseinheit „Soziale Transformationen, Diversität und Care“ des Kompetenzzentrums Frühe Kindheit Niedersachsen.