Mehr als Geld

Wednesday, 16. January 2013 um 18:10 Uhr

Regionale Unternehmen und Stiftungen engagieren sich zunehmend im „Deutschlandstipendium" an der Stiftungsuniversität Hildesheim. Auch Privatpersonen setzen sich ein. Dabei geht es um mehr, als um Geld.

„Abgesehen von der finanziellen Unterstützung, die mir ermöglicht, mich vollkommen auf das Studium zu konzentrieren, motiviert mich meine Förderin. Vielen ist das gar nicht bewusst. Diese Patenschaft ist eine zusätzliche Ermutigung und ein Appell weiter zu machen. Neben meinen Eltern gibt es nun eine weitere Person, die etwas von mir erwartet und an mich glaubt. Das Deutschlandstipendium gibt mir einen energischen Kick, um die Herausforderungen im Masterstudium zu bewältigen“, sagt die 22-jährige Lehramtsstudentin Valentina Sieg. Christa Mezzetti, vor 60 Jahren eine der ersten Lehramtsstudenten dieser Hochschule, fördert die Studentin. Beide trafen sich bereits zum Gespräch. „Ich möchte jungen Menschen helfen. Es geht um mehr, als Geld zu überweisen. Ich freue mich auf den Austausch mit Valentina Sieg, wir haben uns viel über Unterrichtserfahrungen und den Lehrerberuf zu erzählen", sagt Mezzetti.

Die Deutschlandstipendien erreichen besonders viele „MINT"-Studierende (in Hildesheim im Fachbereich IV: 18 Stipendien). „Wir freuen uns, dass sich in diesem Jahr zunehmend Förderer entschieden haben, Studierende unserer Universität zu unterstützen. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn sich dieser Trend fortsetzt. Stipendien für unsere Studierenden sind eine Investition für die Zukunft unserer Gesellschaft. Deutschlandstipendien leisten einen Beitrag zur Zukunftssicherung“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich.

Die angehende Lehrerin Valentina Sieg sieht das so: „Förderer tun in ihrer Region etwas Gutes, wenn Fachkräfte im pädagogischen und sozialen Bereich ausgebildet werden. Während des Studiums lebe ich in Hildesheim und es wird für mich attraktiv, auch später hier zu bleiben. In diesem Sinne möchte ich dazu auffordern sich aktiv und bewusst für eine Förderung von Studis einzusetzen, die einmal als Lehrer, Psychologen oder in der Jugendhilfe arbeiten.“

Universitätspräsident Friedrich verlieh am Mittwoch im Beisein der Förderer den 33 neuen Deutschlandstipendiaten die Stipendienurkunden. Sie werden ein Jahr lang mit monatlich 300 Euro unterstützt. Insgesamt werden im Rahmen des Deutschlandstipendiums somit fast 120.000 Euro an leistungsstarke Studierende vergeben. Das Geld stammt je zur Hälfte vom Bund sowie von privaten Spendern; Unternehmen und Stiftungen. Besonders erfreulich ist, dass sich auch in diesem Jahr wieder Privatpersonen als Stipendiengeber engagieren.

Beim Stipendiatentreffen auf dem Kulturcampus lernten sich die Studierenden und Spender persönlich kennen. Dass sich „Geber“ und „Nehmer“ auch im weiteren Verlauf des Stipendienjahres austauschen, ist ein Element des Programms.

Lesetipp:

„Es gibt da noch jemanden, der an einen glaubt“. An der Uni Hildesheim stiften immer mehr Privatpersonen ein Deutschlandstipendium (Interview von Nadja Schlüter mit Valentina Sieg, 17.01.2012, Jetzt – Magazin der Süddeutschen Zeitung)

Dank an Spender

Für das Deutschlandstipendium an der Stiftung Universität Hildesheim spendeten im Studienjahr 2012/13 diese Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen: Dr. U. Noack-Laboratorien, Sparkasse Hildesheim, Frau Brigitte Constantin, Gemeinnützige Baugesellschaft zu Hildesheim, Bernward Medien GmbH, Geomapping GmbH, Gebrüder Heyl Analysentechnik GmbH & Co. KG, Kühn Sicherheit GmbH, Werftengruppe GmbH, Herr Helmut Graf, Stiftung Zukunft Wald, Bitzer Wiegetechnik GmbH, Sparda-Bank Hannover-Stiftung, Klosterkammer Hannover, Volksbank Hildesheimer Börde eG, Heinz-Sielmann-Stiftung, Frau Christa Mezzetti, Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung und Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an Markus F. Langer, Friend- & Fundraising (E-Mail: markus.langer@uni-hildesheim.de, Tel.: 05121.883-131).

Weitere Förderprogramme der Universität

Ergänzend zum Deutschlandstipendium und den Stipendien von Begabtenförderungswerken hat die Universität Hildesheim eigene Förderprogramme entwickelt: Im Minerva-Kolleg können einhundert besonders leistungsstarke Studierende, mit dem Lore-Auerbach-Stipendium einhundert besonders engagierte Studierende gefördert werden. Mit dem Sozialfonds unterstützt die Universität in finanzielle Not geratene Studierende. Studierende können sich mit ihren Fragen an Annette Buntefuß von der Stipendienberatung wenden (Tel. 05121.883-103, E-Mail: buntefu@uni-hildesheim.de). 

Created by Pressestelle, Isa Lange