Informationstechnologie fasziniert

Wednesday, 02. January 2013 um 11:03 Uhr

Seit fast 15 Jahren besteht der Arbeitskreis Informationstechnologie (AK IT). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität stellen ihre Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte im Arbeitskreis vor. Studierende erhalten unmittelbare Einblicke in Unternehmen.

Mit dem Arbeitskreis Informationstechnologie (AK IT) soll die Zusammenarbeit zwischen der regionalen Wirtschaft und der Universität Hildesheim gestärkt werden. Die Partnerunternehmen bringen unternehmensspezifische Fragen in den Arbeitskreis ein. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität stellen im Rahmen des Wissens- und Technologietransfers ihre Forschungsschwerpunkte vor. Studierende bringen während ihres Studiums im Wirtschaftspraktikum, der Projektarbeit und der Abschlussarbeit ihr Wissen ein, um praxisrelevante Problemstellungen zu lösen. Und sie verfügen bereits beim Studienabschluss über Praxiserfahrung.

Das 30. Treffen begann Ende 2012 mit einer Premiere: Marc Diederich, Nachfolger von Gerald Frank als Leiter der Geschäftsstelle Hildesheim der IHK Hannover, begrüßte zum ersten Mal die Vertreter aus Wirtschaft und Universität. Er versicherte, die Stärken des Arbeitskreises, den unmittelbaren Erfahrungsaustausch zwischen der Hochschule und ihren Partnerunternehmen, fortzuführen. Gastgeber war dieses Mal die Delphi Deutschland GmbH, über Trends und Infotainmentprodukte in der Automobilindustrie referierten Frank Steinmetz und Detlef Wilke.

Von der Universität Hildesheim präsentierte Prof. Lars Schmidt-Thieme eines seiner EU-Forschungsprojekte, bei dem Delphi zu den Industriepartnern gehört: das Reduction-Projekt. In Zusammenarbeit mit Praxispartnern werden besonders energieeffiziente Fahrtrouten („Eco-Routing“) für eine landesweit operierende dänische Taxiflotte entwickelt und der Einfluss des Fahrerverhaltens auf den Kraftstoffverbrauch am Beispiel des Bus-ÖPNV in Nikosia/Zypern erforscht. Außerdem untersucht das Forscherteam ein Multimodales Flottenmanagement (unter Einbeziehung verschiedener Verkehrsmittel) in Griechenland.

Wichtiger Bestandteil der Sitzungen sind die Beiträge von Studierenden. So stellte Laura Weidner, Bachelor-Studentin im Studiengang Informationsmanagement und Informationstechnologie (IMIT) Ergebnisse aus ihrem Praktikum bei einem regionalen Unternehmen vor. In einer online-Befragung von Kunden hat sie deren Zufriedenheit und die von Kunden gewünschten Produktinnovationen erhoben. Die Ergebnisse helfen dem Unternehmen Produkte und Marketingmaßnahmen weiterzuentwickeln. 

Zwei neue Bereiche des Studiengangs IMIT stellte Prof. Martin Sauerwein, Dekan des Fachbereich IV der Universität Hildesheim, vor: Green IT und Umweltwissenschaft. Im Schwerpunkt Green IT lernen Studierende zum Beispiel, wie durch nachhaltige Systemadministration ein CO2-reduzierter Betrieb von Rechnersystemen möglich ist oder mit welchen Verfahren und Techniken IT-Hardware wiederverwertet werden kann (Recycling) (Green IT und Umweltwissenschaft im Uni-Journal, Ausgabe Dezember 2012).

Praxisnah studieren

Seit Einrichtung der beiden Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ (WINF) und „Informationsmanagement und Informationstechnologie“ (IMIT) haben 350 Studierende ihr Praktikum bei Partnerunternehmen absolviert. Aus diesen Praktika haben sich oft interessante Projekt- und Abschlussarbeiten ergeben. Im Jahr 2012 wurden 40 Praktika bei den Partnerunternehmen durchgeführt, für das Jahr 2013 rechnet die Universität mit einer weiteren Steigerung.

Um Studierende und Partnerunternehmen beim Kennenlernen und der Wahl eines geeigneten Unternehmens bzw. der geeigneten Praktikanten zu unterstützen, findet am 23. Januar 2013 erstmalig ein „Speed-Dating“ zwischen Studierenden und Partnerunternehmen statt.

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