Informationsmanager kommen aus Hildesheim

Wednesday, 10. November 2004 um 00:00 Uhr

10 Jahre Magister-Studiengang Internationales Informationsmanagement

Knapp 200 Studenten haben in den vergangenen 10 Jahren ihr Studium des "Internationalen Informationsmanagements" erfolgreich abgeschlossen. Das sind 200 Informationsmanager, die heute in den Unternehmen die Globalisierung organisieren und als Experten das stärkere Zusammenwachsen von Sprach- und Kulturräumen vermitteln. Was für die Erstsemestler im Oktober 1994 noch Neuland war, hat sich mittlerweile als Erfolg versprechendes Studium in Hildesheim etabliert. Das bestätigten sowohl Absolventen, Studierende, Lehrende und Arbeitgeber jetzt bei der Feier zum 10-jährigen Bestehen.

Der Abend stand unter dem Motto "Information im Mittelpunkt". Dementsprechend kommunikativ und informativ war das Programm. Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim, stellte zu Beginn in seinem Grußwort die Bedeutung des Studiengangs innerhalb des Profilbereichs Informations- und Kommunikationswissenschaften und der gesamten der Universität heraus und betonte: "IIM steht vor allem für Interdisziplinarität und Internationalität." Damit waren die Begriffe genannt, die in Kombination das Studium in Hildesheim so besonders machen.

Internationalität meint neben Sprachbeherrschung vor allem Interkulturelle Kommunikation. Als Experte referierte Prof. Dr. Jürgen Beneke Ergebnisse einer Untersuchung zu verschiedenen Management- und Organisationsformen in Unternehmen weltweit. Es seien vor allem kulturelle Unterschiede, die dazu führten, dass z. B. eine Beteiligung an Kommunikation in den Unternehmen unterschiedlich beurteilt werde. In Deutschland etwa werde Kommunikation oft als unnötige Ablenkung von der Arbeit empfunden.

Die ausgeprägte Interdisziplinarität des Studiums mag ein Grund sein, weshalb vor allem Frauen (aktuell 70 Prozent) sich für IIM entscheiden. Sprachliches Wissen verbindet sich in dem Studiengang mit Informationskompetenz, also dem professionellen Management von Information, Informations- und Sprachtechnologie, und diese wiederum mit interkulturellem Wissen. IIM-Absolventen sind daher vor allem an den Schnittstellen von Kommunikation tätig.

Zum Beispiel Sprachtraining und interkulturelle Beratung bei Volkswagen, oder zwischen Informationstechnik und deren Benutzern, etwa im Webdesign - die Homepage des Bistums Hildesheim wurde von einem IIMler mitgestaltet. Prof. Dr. Christa Womser-Hacker nannte als weitere Beispiele Projektmanagement (EON, Coca Cola) oder recruiting (Daimler-Chrysler). Zehn Jahre - wie sieht die Zukunft aus? Als international orientierter Studiengang ist auch bei IIM die Entwicklung hin zu Bachelor- und Masterabschlüssen "angesagt". Dabei soll aber auf jeden Fall das unverwechselbare, auch bundesweit einmalige Profil des Studiengangs gewahrt bleiben.