Gründungsfeier des Fachbereichs 4

Tuesday, 17. November 2009 um 09:21 Uhr

MINT-Bildung im Zentrum des neuen Fachbereichs 4 der Universität Hildesheim

Die Universität Hildesheim hat wieder vier Fachbereiche. Der neu gegründetete Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Informatik führt die MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und das Fach Wirtschaft/Betriebswirtschaft zusammen. Bei der offiziellen Gründungsfeier des Fachbereichs 4 am 20. November im Audimax der Universität wurde die Vernetzung der Stiftung Universität Hildesheim in Forschung und Lehre mit der Wirtschaft besonders betont.

In ihrer Begrüßung der zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Schulen und Wissenschaft gaben der Präsident, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, und der Dekan des Fachbereichs 4, Professor Dr. Klaus Ambrosi, einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des neuen Fachbereichs und die Entwicklung der Kooperationen mit mittlerweile über 30 Partnerunternehmen der Region.
Ihren Ursprung hat diese Zusammenarbeit in der Gründung des Arbeitskreises Informationstechnologie im Jahr 1998 durch den damaligen Kanzler der Universität, Dr. Christian Grahl, und durch Gerald Frank, den Leiter der Geschäftsstelle Hildesheim der IHK Hannover. Die Einführung des Studiengangs "Informationsmanagement und Informationstechnologie" (IMIT) im Jahr 2000 wurde nur möglich durch die finanzielle Unterstützung der ersten 17 Partnerunternehmen, die dank des außerordentlichen Engagements von Gerald Frank gewonnen werden konnten. Seitdem ist der Kreis der Partnerunternehmen kontinuierlich gewachsen; auf der Gründungsfeier des Fachbereichs 4 wurden die Harzwasserwerke Hildesheim als jüngstes Partnerunternehmen in den Kreis der Unterstützer und Förderer aufgenommen.
Besonders erwähnenswerte Beispiele unternehmerischen Engagements sind drei Stiftungsprofessuren aus den Jahren 2003 (Stadtsparkasse, Kreissparkasse und Volksbank Hildesheim), 2004 (Handwerkskammer Hildesheim) und 2005 (Unternehmer Dr. Arwed Löseke), die den Ausbau des Studiengangs IMIT zum Masterstudiengang sowie die Einrichtung des Studiengangs Wirtschaftsinformatik möglich machten.
Von dieser Zusammenarbeit profitieren die Universität und ihre Partner gleichermaßen: so können die Unternehmen vielfältige Projekte mit Unterstützung der Universität realisieren, unter anderem Studienarbeiten, Forschungsprojekte sowie Fachpraktika.
Der neue Fachbereich gliedert sich in sechs Institute mit 15 Arbeitsgruppen, die jeweils von einer Universitätsprofessorin oder einem Universitätsprofessor geleitet werden. Die im Fachbereich angebotenen MINT-Fächer würden dringend gebraucht, betont Dekan Ambrosi, wenn es nicht gelinge, mehr junge Menschen für sie zu begeistern, "dann werden wir den Wohlstand, den wir haben, nicht halten können." Für besonders zukunftsträchtig hält er den Bereich Umweltsicherung: da entstehe derzeit eine neue Leitindustrie, die die Automobilindustrie bald überholen werde.
Die Bedeutung der engen Verbindung zwischen Universität und Wirtschaft betonte auch Oberbürgermeister Kurt Machens in seinem Grußwort und meldete das Interesse der Stadt an, Partnerunternehmen zu werden.
Dr. Rainer Hermeling, der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Universität Hildesheim, Olaf Brandes, der Geschäftsführer der Stiftung NiedersachsenMetall, und Oliver Foitzik, Kuratoriumsmitglied "MINT Zukunft schaffen", lobten in ihren Grußworten die hervorragende Zusammenarbeit des Fachbereichs 4 mit der hiesigen Wirtschaft und betonten einmal mehr die entscheidende Wichtigkeit der "MINT"-Bildung für die heutige gesellschaftliche Entwicklung. Dies machte im Anschluss auch Professor Dr. Bernd Voigt, der Generalsekretär der Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers e.V., in seinem Festvortrag, mit dem Thema "Vom Wert der MINT-Bildung" eindrücklich deutlich.
Bernd Voigt betonte, wie wichtig es sei, Bildung nicht nur auf "intelligente Konversationsmöglichkeiten" beschränkt zu sehen, wie es in zahlreichen Definitionen geschehe, sondern das MINT-Wissen als einen originären Bestandteil der Bildung zu begreifen.
Die Gründungsfeier des Fachbereichs 4 klang mit einem Empfang im Musiksaal der Universität aus.


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