FSJ Kultur Bildungstage

Tuesday, 08. February 2011 um 18:29 Uhr

Vom 10. bis 12. Januar 2011 waren nun schon zum vierten Mal 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur (FSJ) aus allen Regionen Deutschlands zu Gast an der Stiftung Universität Hildesheim. Sie bekamen dort einen Einblick in den Unialltag und besuchten Seminare der kulturvermittelnden Studiengänge Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Szenische Künste, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus sowie Philosophie-Künste-Medien.

Die kulturwissenschaftlichen Studiengänge führen Studierende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Hildesheim auf die Domäne Marienburg. Mehr als zwei Drittel der Studierenden kommen aus anderen Bundesländern nach Hildesheim. Schon vor ihrem Studium können interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur die Stiftungsuniversität kennen lernen.

Begleitet wurden die Freiwilligen wie in den Jahren zuvor von studentischen Mentorinnen und Mentoren, die selbst vor Ihrem Studium ein FSJ Kultur absolviert haben. Seit dem Beginn der Kooperation der LKJ Niedersachsen und dem Institut für Kulturpolitik, das im Auftrag des Fachbereiches 2 der Stiftung Universität Hildesheim die Bildungstage koordiniert, fangen jedes Studienjahr zwischen 20 und 30 ehemalige Freiwillige des FSJ Kultur ein Studium im Fachbereich 2 an. Isabel Schwenk, Studentin der Kulturwissenschaften und zweimalige Mentorin bei den Bildungstagen, führte ein Interview mit Marten Flegel, der im ersten Semester ebenfalls Kulturwissenschaften studiert.

Isabel Schwenk: Wie ergeht es dir jetzt nach einem Semester Studium? Wie war dein FSJ Kultur?

Martin Flegel: Ich glaube nach diesem ersten Semester immer noch, die richtige Studienwahl getroffen zu haben. Mir gefällt das Studium bis jetzt, es füllt gut die Lücke auf, die bei meinem FSJ entstanden ist. Da habe ich ja sehr viel praktisch am Theater gearbeitet und hatte immer mehr das Bedürfnis, auch intellektuell gefordert zu werden. Insofern bin ich froh, dass ich jetzt studiere, und dass ich mich für dieses Studium an der Stiftung Universität Hildesheim entschieden habe. Ich habe das Gefühl, mich intellektuell weiter zu entwickeln und trotzdem auch weiterhin praktisch etwas machen zu können.

Wie hast du damals die Bildungstage empfunden?

Ich fand es gut, dass bei den Bildungstagen die Mentoren – also ihr – wirklich erzählen konnten, wie der Alltag an einer Universität abläuft. Außerdem gefiel mir, dass wir uns an der Uni Vorlesungen und Seminare angehört haben. Gleichzeitig fand ich es schade, dass wir nur diesen einen Tag in Hildesheim waren, aber das hatte ja plausible Gründe. Ich hätte mir damals gewünscht, dass unter den Tutoren auch Studierende der Studiengänge Szenische Künste, Philosophie-Künste-Medien und Kreatives Schreiben gewesen wären.

Das haben wir dieses Jahr ja auch in das Programm eingebaut. Was war denn dein eigenständiges Projekt im FSJ Kultur und betreust du jetzt ein eigenes Uni-Projekt?

Im FSJ habe ich einen Jugendtheaterclub betreut, inklusive abschießender Inszenierung. Das war eine gute Erfahrung, die mich sehr weitergebracht hat. Die Erfahrung kann ich auch jetzt im Studium gut nutzen. In Hildesheim engagiere ich mich in den Semesterferien bei dem Jasager-Neinsager-Brecht-Projekt. Ich fand es hilfreich, mich am Anfang meines Studiums an Leuten zu orientieren, die schon ein bisschen Erfahrung haben, um weiter zu sehen, wie das Ganze hier funktioniert.

Dann viel Erfolg und vielen Dank für das Gespräch!