Forschungsteam: Plädoyer für ein Corona-Hochschul-Konzept 2021

Tuesday, 26. January 2021 um 10:04 Uhr

Ein Forschungsteam des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik weist in einem Offenen Brief an die KMK und HRK auf Problemfelder hin, die in einem Corona-Hochschul-Konzept 2021 bearbeitet werden sollten.

Offener Brief eines Forschungsteams des
Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim
an die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz:
Plädoyer für ein Corona-Hochschul-Konzept 2021 [PDF]

Ein Forschungsteam des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim weist in einem Offenen Brief an die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) auf Problemfelder hin, die in einem Corona-Hochschul-Konzept 2021 bearbeitet werden sollten.

Die Wissenschaftler*innen schlagen unter anderem vor, die Infrastruktur an Hochschulen digital und analog zu erweitern, Räume für soziales Leben der Studierenden zu schaffen, Beratungsangebote auszubauen und formale Verfahren zu vereinfachen. Zudem sollten niedrigschwellige Formen finanzieller Unterstützung  entwickelt werden, damit der Studienerfolg von Studierenden, die unter erschwerten Bedingungen studieren, nicht aufgrund finanzieller Notlagen gefährdet wird. Ungleiche Studienbedingungen sollten stärker berücksichtigt werden, Studierende wieder stärker an Hochschulgremien beteiligt, Studienverlaufspläne angepasst und eine Verlängerung der Studienzeiten ohne Benachteiligung ermöglicht werden.

„Um diese Punkte strukturiert zu bearbeiten und eine überlegte und gelingende Rückkehr zum Präsenzmodus über hybride Formen der Hochschullehre und Studiengestaltung zeitnah voranzutreiben, bedarf es einer Corona-Strategie 2021 für das gesamte Jahr, in der hochschulübergreifend Standards für die unterschiedlichen Formen des Lockdowns und möglicher Öffnungen empfohlen werden, damit die Studierenden wissen, was auf sie zukommt und was sie erwarten können“, so das Hildesheimer Forschungsteam. An dem Prozess der Entwicklung der Strategie sollten Studierende und Hochschulvertreter*innen intensiv beteiligt werden.

Jugendforscher*innen des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik

der Universität Hildesheim befassen sich mit der Lage von Jugendlichen und Studierenden während der Coronavirus-Pandemie (mehr über die aktuelle Forschung erfahren Sie hier: t1p.de/studien-corona).

Im Projekt „CareHOPe – Care Leaver an Hochschulen – Online-Peerberatung“ setzt sich das Forschungsteam mit der Chancengerechtigkeit und den Belangen von Studierenden auseinander, welche in stationären Hilfen zu Erziehung aufgewachsen sind. Darüber hinaus hat das Forschungsteam der Universität Hildesheim in der Online-Studierendenbefragung „Stu.diCo“ die aktuelle Situation von Studierenden bundesweit während der Coronavirus-Pandemie erhoben.


Wissenschaftler*innen des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik wenden sich in einem Offenen Brief vom 25.01.2021 an die KMK und HRK.

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