Erstmalig: Verleihung des Catharina Helena Dörrien Preises

Wednesday, 18. November 2009 um 00:00 Uhr

Auszeichnung für Helen Keller und Verena Lobert

Helen Keller und Verena Lobert, beide Absolventinnen des Studiengangs "Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis" an der Universität Hildesheim, wurden am 17. November erstmalig mit dem Catharina Helena Dörrien Preis ausgezeichnet. Ausgeschrieben wurde dieser Preis vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterstudien (ZIF) der Universität Hildesheim und der HAWK. Absolventinnen und Absolventen aller Studiengänge der beiden Hildesheimer Hochschulen waren aufgerufen, sich mit Abschlussarbeiten im Bereich Gender Studies zu bewerben, die im Zeitraum zwischen Sommersemester 2007 und Wintersemester 2008/09 entstanden. Insgesamt waren acht qualifizierte Bewerbungen eingegangen, allesamt aus der Universität. Neben Abschlussarbeiten aus den Kulturwissenschaftlichen Studiengängen waren unter anderem auch Bewerbungen aus dem Bereich Sozial- und Organisationspädagogik und Mathematik dabei.
Neben ihrer Tätigkeit als Botanikerin war die Namensgeberin des Preises Catharina Helena Dörrien aktiv in der Mädchenbildung. Die Hochschulpräsidenten Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich und Professor Dr. Martin Thren hoben die Bedeutung und Preiswürdigkeit der Frauen- und Geschlechterforschung für die Wissenschaft und den Wissenschaftsstandort Hildesheim hervor. Somit sei diese Ehrung ein weiterer wichtiger Bestandteil der Frauenförderung an den Hochschulen.
Der mit 1000 Euro dotierte Preis wurde vom ZONTA Club Hildesheim gesponsert, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feiert, seit fünf Jahren einen Sitz in Hildesheim hat und sich zum Ziel gesetzt hat, die Stellung der Frau im beruflichen, politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Bereich zu verbessern. Die Ehrung übernahm die Präsidentin des ZONTA Club Hildesheim Isabell C. Krone. Sie betonte die Wichtigkeit der Förderung junger Frauen wie Helen Keller und Verena Lobert, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Helen Keller, die ihre Abschlussarbeit im Jahr 2007 zum Thema "Weiblichkeit in theoretischen Entwürfen und literarischen Texten um 1900 an Hand ausgewählter Beispiele" einreichte, studiert zurzeit im Masterstudiengang Gender Studies an der Humboldt Universität Berlin. Sie wies in ihrer Danksagung auf die Notwendigkeit des überdenkens bisheriger Kanons in den Wissenschaften hin und betonte ihren Willen zur Veränderung von althergebrachten Strukturen in diesem Bereich.
Verena Lobert, die im Jahr 2008 ihre Diplomarbeit zum Thema "Krise der Männlichkeit? Eine Dramen- und Aufführungsanalyse von Goethes `Faust 1´ und seiner Inszenierung durch Michael Thalheimer (2004)" schrieb, ist im Moment als Regieassistentin an den Kammerspielen in München tätig. Dort hinterfragt sie im Feld der Praxis ebenfalls hierarchische, geschlechtliche Strukturen.
Beiden Absolventinnen wurde an diesem Abend zur Promotion geraten.


Bild: Dr. Waltraud Ernst, Geschäftsführung des ZIF, Prof. Dr. h.c. Martin Thren, Verena Lobert, Helen Keller, Isabell C. Krone, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (v.l.)

Dr. Waltraud Ernst, Geschäftsführung des ZIF, Prof. Dr. h.c. Martin Thren, Verena Lobert, Helen Keller, Isabell C. Krone, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (v.l.)

Zu den aktuellen Pressemeldungen