Arbeitskreis „Wissenschaft und Kultur“ der SPD-Landtagsfraktion besucht die Stiftung Universität Hildesheim

Friday, 11. September 2020 um 14:00 Uhr

Die Entwicklung der Stiftung Universität Hildesheim in den vergangenen Jahren, neue, innovative Studienangebote, Baumaßnahmen sowie die Bedeutung der Universität für die Kultur und Gesellschaft der Stadt und für den Arbeitsmarkt der Region – dies waren die Themen eines Treffens des Arbeitskreises „Wissenschaft und Kultur“ der SPD-Landtagsfraktion mit dem Präsidenten der Stiftung Universität Hildesheim, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich. Neben der Vorsitzenden des Arbeitskreises, Dr. Silke Lesemann, nahm an dem Treffen der Hildesheimer Abgeordnete Bernd Lynack teil.

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich (ganz links) trifft die Mitglieder des Arbeitskreises Wissenschaft und Kultur der SPD-Landtagsfraktion (von links): Dr. Thela Wernstedt, Annette Schütze, Dr. Silke Lesemann, Alptekin Kirci, Matthias Möhle, Bernd Lynack, Mitglied der Fraktion und des Landrats für den Wahlkreis Hildesheim, und Hanna Naber. (Foto: Pressestelle Uni Hildesheim)

Entwicklung der Stiftungsuniversität Hildesheim

Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Friedrich im Jahr 2002 ist die Stiftung Universität Hildesheim kontinuierlich gewachsen. Wegbereitend war die Überführung der Universität von der Trägerschaft des Landes Niedersachsen in die Trägerschaft der öffentlich-rechtlichen Stiftung Universität Hildesheim am 1. Januar 2003.

Der Haushalt der Universität stieg von 26,4 Millionen Euro im Jahr 2003 auf fast das Dreifache, und zwar auf 72,8 Millionen Euro im Jahr 2018. Seitdem stieg auch die Zahl der jährlich eingeworbenen, formelrelevanten Drittmittelerträge von damals 1,17 Millionen Euro auf 8,39 Millionen Euro im Jahr 2019.

Studierendenzahl verdoppelte sich in den vergangenen 18 Jahren

Seitdem hat sich die Zahl der Studierenden mehr als verdoppelt. Studierten im Wintersemester 2003/2004 über 4000 junge Menschen an der Universität Hildesheim, waren im Wintersemester 2019/2020 insgesamt 8765 Studierende dort eingeschrieben.

Lehramts-Studierende stellen an der Stiftung Universität Hildesheim, die aus der im Jahr 1946 gegründeten Pädagogischen Hochschule Alfeld hervorgegangen ist, rund ein Drittel der Studierenden dar. Stark gestiegen ist in den letzten Jahren die Zahl der Informatik-Studierenden auf rund 800. Neu hinzugekommen ist der Studiengang Psychologie mit inzwischen mehr als 500 Studierenden.

 Dr. Silke Lesemann, Fraktionssprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Wissenschaft und Kultur, sagte: „Die Universität Hildesheim hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Der Ausbau der Studienangebote ging mit einem großen Anstieg der Studierendenzahl einher. Dass Hildesheim seine Attraktivität als Wissenschaftsstandort steigern konnte, ist auch ein wesentlicher Verdienst von Professor Friedrich.“

Auch die Zahl der Beschäftigten wuchs um das Doppelte

Auch die Zahl der an der Universität Hildesheim Beschäftigten stieg zwischen den Jahren 2003 und 2019 um mehr als das Doppelte von 382 auf 840 Personen. Die Zahl der Professuren wuchs auf rund 100. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich auch der Frauenanteil unter den Professuren auf gut 40 Prozent.

Anstieg der Personenzahl erfordert Bautätigkeit

„Die gestiegenen Studierenden- und Mitarbeitenden-Zahlen machen eine umfangreiche Bautätigkeit zwingend erforderlich“, sagte Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich. Der aktuelle Bau der neuen Mensa, der mit 20 Millionen Euro Kosten veranschlagt wird, ist das größte Bauprojekt der Universität seit ihrem Bestehen.

Der Universitätspräsident verwies zudem auf ein Gutachten der Landeshochschulkonferenz (LHK), demzufolge 4,3 Milliarden Euro nötig seien, um die Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen angemessen sanieren, modernisieren und erweitern zu können. „An der Stiftung Universität Hildesheim ist allein in den vergangenen zehn Jahren die zur Verfügung stehende Quadratmeterzahl je Studierendem durchschnittlich von 6,9 auf 4,9 gesunken“, beklagte Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Neue Studienvariante „Digitale Sozialwissenschaften“ startet im Wintersemester

Der Universitätspräsident präsentierte den Politikerinnen und Politikern die neue Variante „Digitale Sozialwissenschaften“ im Bachelorstudiengang „Internationales Informationsmanagement“, die ab Herbst 2020 erstmalig angeboten wird. Studierende dieses interdisziplinären Studiengangs erwerben die Fähigkeit zur Analyse aktueller, gesellschaftlicher Phänomene, den sicheren Umgang mit sozialwissenschaftlichen Theorien und Forschungsbefunden sowie Kenntnisse von Strukturen und Prozessen digitaler politischer Kommunikation. Der Erwerb fundierten technologischen Wissens in Verbindung mit sozialwissenschaftlichen Kompetenzen und Analysefähigkeiten gehört ebenso zu den Studienzielen wie der kompetente und kritische Umgang mit großen Datenmengen („Big Data“).

In diesem Zusammenhang verwies der Universitätspräsident auch auf den großen Erfolg der im Wintersemester 2016/17 eingeführten englischsprachigen Studienvariante „Data Analytics“, die  Studieninteressenten aus der ganzen Welt anzieht. Das Angebot hat große Relevanz für den regionalen und überregionalen IT-Fachkräftebedarf.

Zum Abschluss des Austauschs zwischen Politik und Wissenschaft besuchte die SPD-Delegation das „Center for World Music“ der Universität Hildesheim. Direktor Professor Dr. Raimund Vogels führte durch das musikethnologische Forschungszentrum von internationaler Bedeutung.

Bernd Lynack lobt Uni-Präsidenten als „großartigen ‚Außenminister der Universität‘“

Bernd Lynack, Mitglied der SPD-Landtagsfraktion und des Landtags für den Wahlkreis Hildesheim, zeigte sich erfreut über den kontinuierlichen Austausch zwischen Stadt und Universität, der unter Präsident Friedrich fortgeführt und ausgebaut wurde. Er sagte: „Mit dem Präsidenten der Universität haben wir einen großartigen ‚Außenminister unserer Universität‘, der stets den konstruktiven Dialog sucht. Mehr Studierende und eine moderne Ausstattung steigern die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit Hildesheims natürlich immens. Das begrüße ich sehr.“

Erstellt von Pressestelle, Gabriele Gerner