Mitteilungen der Pressestelle

Leseforscherin Prof. Irene Pieper im DLF-Interview zur PISA-Studie

Tuesday, 03. December 2019 um 21:37 Uhr

Die Lese- und Medienkompetenz deutscher Schülerinnen und Schüler ist bei der PISA-Studie schlecht weggekommen, in einem Interview mit dem DEUTSCHLANDFUNK spricht Professorin Irene Pieper über die Lesekompetenz. Die Leseforscherin des Instituts für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim hat sich auf Leseforschung und Lesedidaktik spezialisiert.

Irene Pieper forscht seit vielen Jahren in den Bereichen Literarische Kompetenz und ihr Erwerb, Kommunikation im Literaturunterricht sowie Leseforschung und Lesedidaktik. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Deutschlandfunk
Interview mit Prof. Dr. Irene Pieper
3. Dezember 2019

Die repräsentative PISA-Studie untersucht alle drei Jahre, wie gut Jugendliche zum Ende ihrer Pflichtschulzeit grundlegende Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften in alltäglichen Situationen anwenden können. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf der Lesekompetenz.

Den Befund, dass jeder fünfte Jugendliche nicht einmal auf Grundschulniveau lesen kann, kommentiert Professorin Irene Pieper vom Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim im Interview mit dem DEUTSCHLANDFUNK: „Was sich hier verdichtet, ist ein Problem, das wir seit Längerem intensiv bearbeiten, aber noch nicht wirklich gelöst haben. Ich würde sagen, was insbesondere bedenklich stimmen muss, ist, dass der Anteil der sehr schwachen Leser so hoch ist, und da müssen wir einfach weiter arbeiten. Da gehen die Scheren auseinander.“

Im DLF-Interview macht Irene Pieper deutlich, dass das Wissen darüber, wie man Lesen fördern kann durch die Schullaufbahn hinweg, von der Primarstufe angefangen über die Sekundarstufe eins bis möglicherweise dann zum Abitur, in großem Umfang vorhanden ist. „Es gibt aber Situationen in Schulen, wo man merkt, dass es trotz dieses Wissens an anderen Dingen fehlt.  Unter anderem fehlt es schlicht an den Lehrkräften, die kontinuierlich dafür sorgen können, dass im Deutschunterricht – und der ist  insbesondere gefordert, wenn auch nicht alleine – die Angelegenheiten vorangebracht werden können", so Pieper.

Prof. Dr. Irene Pieper forscht seit vielen Jahren in den Bereichen Literarische Kompetenz und ihr Erwerb, Kommunikation im Literaturunterricht, Leseforschung und Lesedidaktik, Profession und Deutschunterricht und Lese- und Literarische Sozialisation.