Aktivitäten

Familiengerechte Hochschule auf dem „Prüfstand“?

Die Stiftung Universität Hildesheim bemüht sich, eine „Familiengerechte Hochschule“ zu sein. Das gelingt ihr in vielen Bereichen gut. Im Austausch auf der letzten KWM-Sitzung am 05.02.20 wurde jedoch deutlich, dass es gerade in der Vereinbarkeit der Arbeit an der Universität mit Familiensorgearbeit großen Rede- und Handlungsbedarf gibt. Unser Anliegen ist es daher, mit diesem Aufruf weitere Hinweise zu Problemlagen zu sammeln, um diese im nächsten Schritt in ihrer gesamten Breite in entsprechenden Kontexten und Gremien vortragen zu können.

  • Es steht nicht in jedem Gebäude ein Still- und Wickelraum zur Verfügung. Das führt z.B. dazu, dass Kolleginnen auf der Toilette Milch abpumpen müssen. Der Familienraum in Gebäude I ist schlecht erreichbar, wünschenswert wären Ruheräume bzw. Familienzimmer in den einzelnen Gebäuden
  • Es gibt zu wenig Betreuungsmöglichkeiten für Kinder in den Schulferien (insg. 3 Wochen, was nicht ausreicht).
  • Die Praxis teilweiser sehr kurzer Vertragslaufzeiten erschwert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie führt u.a. zu wenig Planungssicherheit, denn der Bedarf an Kinderbetreuung (Kindertagesstätte/ Hort) kann so nicht kontinuierlich und langfristig nachgewiesen werden. Damit ist die Kinderbetreuung tlw. gefährdet. Die gängige spontane Stellenbesetzung mit daraus resultierendem spontanen Umzug zum 1.4. nach Hildesheim macht eine Kinderbetreuung in den Monaten zwischen April und August unmöglich, da die städtischen Betreuungsplätze jeweils nur zum August einmal jährlich vergeben wird.
  • Die hohe Lehrbelastung der regulären Qualifikationsstellen lässt sich nur schwerlich mit dem Verfassen einer Dissertation/Habilitation und den Anforderungen von Familiensorgearbeit (z.B. auch Pflegearbeiten) vereinbaren. Das führt entweder zu Stundenreduktion und damit zu einem geringeren Einkommen gerade bei denen, die mehrere Personen zu versorgen haben, oder aber zu einer Gefährdung der Promotion/Habilitation.
  • Arbeitsrechtlich problematisch ist auch die Nicht-Anerkennung der Elternzeitmonate auf das Angestelltenverhältnis mit Drittmittelfinanzierung oder Stipendium. Aktuelle Graduiertenkollegs haben die Möglichkeit Elternzeiten zu finanzieren. Erstrebenswert ist eine Richtlinie, die bei der Beantragung zu beachten wäre.

Um auf weitere Facetten der Problematik aufmerksam machen zu können, bittet die KWM alle Mitglieder des wissenschaftlichen Mittelbaus, die es betrifft, von Ihren Erfahrungen und dem Erleben unserer Universität als Familiengerechte Hochschule zu berichten (positive Berichte sind ebenfalls erwünscht). Schreiben Sie dafür eine Mail an das KWM-Sprecher_innenteam oder nutzen Sie das Kontaktformular. Alle Informationen werden dabei natürlich vertraulich behandelt.

Deputatsreduktion in der Qualifikationsabschlussphase

Hintergrund:

Aus einer Diskussionsrunde mit Herrn Friedrich und Frau Baader ging hervor, dass folgende Maßnahmen zugesagt würden (siehe Besprechungsergebnisse der Diskussionsrunde): es soll die Möglichkeit bestehen eine WIMI-Stelle (10 SWS) in eine FWN-Stelle (4 SWS) umzuwandeln, da mehr FWN-Stellen geplant seien, und es soll die Möglichkeit bestehen, "zusätzliche Deputatsreduktionsmöglichkeiten" zu nutzen. Ein entsprechender Antrag, um diese Maßnahmen wahrzunehmen, solle über die Institutsleitungen und dem jeweiligen Dekanat an das Präsidium gestellt werden. Dafür ging ein entsprechendes Schreiben des Präsidiums an die Institutsleitungen.

Problematik:

Die genaue Umsetzung dieser Zusagen scheint aktuell mitunter noch intransparent und ggf. nicht einheitlich gehandhabt. Um eine Gesprächsgrundlage mit dem Präsidium bezüglich der angesprochenen Thematik zu schaffen, bittet die KWM alle Mitglieder des wissenschaftlichen Mittelbaus, die sich bemüht haben eine Deputatsreduktion in der Abschlussphase zu bekommen, von Ihren Erfahrungen zu berichten. Auch gelungene Anträge können gerne beschrieben werden. Nutzen Sie dafür bitte das Kontaktformular unten.

Alle Daten werden natürlich vertraulich behandelt und nur in anonymisierter Form besprochen.