Kommunale Netzwerke Frühe Hilfen

Kommunale Netzwerke Frühe Hilfen - Eine multiperspektivische Analyse

Projektart: Projekt im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Rahmen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen 

Projektdauer: Januar 2014 bis Dezember 2015

Projektteam: Prof. Dr. Peter Cloos, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Kaja Kesselhut (M.A.), Sabrina Volk (M.A.)

 

Das Forschungsprojekt

Durch lokale Netzwerke soll die Kooperation von Institutionen und Fachkräften, die im Bereich der psychosozialen Versorgung von (werdenden) Familien mit Säuglingen und Kleinkindern tätig sind, verbessert werden. Ziel ist sowohl die primärpräventive Unterstützung von möglichst vielen Familien als auch die Förderung des Kindeswohls zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, das heißt möglichst schon ab der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit.

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes 2012 sind die örtlichen Jugendhilfeträger verpflichtet, verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit aufzubauen und weiterzuentwickeln, um die Angebotsplanung und Verfahren im Kinderschutz miteinander abzustimmen. Darüber hinaus wird im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen der Aufbau von Netzwerken mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen bundesweit gefördert, wobei an den bereits bestehenden Kooperationsstrukturen angeknüpft und insbesondere das Gesundheitswesen systematischer einbezogen werden soll. Zugleich formuliert die Verwaltungsvereinbarung zur Bundesinitiative eine Reihe von Qualitätskriterien und Entwicklungszielen für Netzwerke im Bereich Früher Hilfen, die für viele Kommunen fachliche Herausforderung bedeuten.

Das Forschungsprojekt „Kommunale Netzwerke Frühe Hilfen – eine multiperspektivische Analyse“ betrachtet dabei im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und dort im Rahmen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (www.fruehehilfen.de) bundesweit ausgewählte Kommunen und untersucht, wie Vernetzungsstrukturen zwischen den beteiligten Institutionen und Fachkräften jeweils kommunal etabliert wurden, wie sich die kommunalen Infrastrukturen verändert haben und wie die Kommunikation und Kooperation der verschiedenen Akteure sich ausgestaltet und gelingt.

Das Projekt ist Teil des wissenschaftlichen Begleitprogramms der Bundesinitiative Frühe Hilfen und ist am Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft sowie am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Stiftung Universität Hildesheim angesiedelt.