Theologischer Studientag

 

am 8. November 2022, 9 bis 16 Uhr im Evangelischen Forum Annahof, Augsburg

Wenn von der Normativität der Christologie und, damit verbunden, von der ausschließlichen Heilsvermittlung durch Jesus Christus die Rede ist, dann stößt der interreligiöse, insbesondere der jüdisch-christliche Dialog an seine Grenzen. Das Neue Testament birgt antijudaistische Affekte und Generationen lang wurde auch eine tendenziell oder ausdrücklich antijüdische Christologie betrieben. So stellt sich die grundsätzliche Frage, wie wir als Christen im Dialog mit dem Judentum mit dem „Stolperstein“ Jesus Christus umgehen. Ist eine „nicht-antijüdische“ Christologie möglich und welche Auswirkungen hat sie auf die verschiedenen Bereiche der kirchlichen Bildungs- und Verkündigungsarbeit? Dieser Frage geht die Fortbildung in Vorträgen und Statements prominenter Vertreter*innen aus Judentum und Christentum nach. In Workshops werden praktische Folgerungen daraus erarbeitet.

Programmablauf:

  • 9.00 Uhr Stehkaffee
  • 9.30 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Referenten
  • 9.45 Uhr Hauptvortrag zum Thema aus der systematischen Theologie (Prof. Dr. René Dausner / Hildesheim) und Statements von jüdischen wie christlichen Gesprächspartner*innen (Tina Betz / Universität Bamberg und Prof. em. Dr. Hanspeter Heinz / Augsburg)
  • 11.15 Uhr Rückfragen des Publikums
  • 12.00 Uhr Mittagspause
  • 13.30 Uhr Workshops zum Umgang mit dem Thema • bei der Predigt: Pfr. Dr. Bernhard Ehler • in der Gemeindearbeit (Bibelkreise etc.): Prof. Dr. Franz Sedlmeier • im Schulunterricht: Prof. Dr. Elisabeth Naurath • in der Wohlfahrtspflege: Dr. Tanja Smolianitsky, Dr. Pia Härtinger
  • 15.00 Uhr Plenum mit Podium der Workshopleiter*innen  und den Vortragenden
  • 16.00 Uhr  Ende

Kosten: 40 Euro für die Teilnahme und Pausengetränke, für hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter*innen: 20 Euro. Förderung für hauptamtliche kirchliche Mitarbeiter* innen auf Antrag möglich.

Anmeldung: Anmeldungen sind direkt über das Intranet möglich, oder richten Sie Ihr Anmeldeformular an die Fortbildungsabteilung: fortbildung@bistum-augsburg.de

Ausschreibung von Graduiertenstipendien

Die Stiftung Universität Hildesheim ist eine einzigartige europäische Profil-, Stiftungs- und Studierendenuniversität. Zu ihren charakteristischen Leitthemen, die für die vier Fachbereiche sowie die bestehenden Forschungszentren und Graduiertenkollegs konstitutiv sind, zählen Bildung, Kultur, Diversität und Digitalisierung. Im Rahmen der Forschungsplattform jüdisch-christlicher Dialogprozesse in Europa und Israel der Universität Hildesheim vergeben das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) sowie die bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk e.V. in Kooperation die Graduiertenstipendien in Abhängigkeit von der qualifizierten Bewerbungslage und der Förderquote, mind. jedoch je 1 Stipendium zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Genaueres dazu finden sie hier: https://www.uni-hildesheim.de/dialogprozesse

Bewerbungsfristen:

  • Cusanuswerk: Die nächste Bewerbungsfrist endet am 01.06. bzw. am 01.11.2022. Die genaueren Regularien für das Auswahlverfahren richten sich nach den Vorgaben des Cusanuswerks; nähere Angaben auch für die Bewerbungsunterlagen unter: https://www.cusanuswerk.de/bewerbung/promovierende/promotion
  • Ernst Ludwig Ehrlich Studentenwerk: Die Bewerbungsfrist endet am 30. September 2022. Die Bewerbung beim Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk ist online über das Bewerbungstool möglich: bewerbung.eles-studienwerk.de Das Bewerbungstool ist ab 01. September 2022 für die Registrierung freigeschaltet.

Internationale Fachtagung zu gegenwärtigen Fragen der Christologie

Unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich Assel, Greifwald, sowie Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Bruce L. McCormack, Princeton, fand am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg eine internationale Fachtagung zu gegenwärtigen Fragen der Christologie statt. Im Ankündigungsprogramm wurde die Zielsetzung folgendermaßen umschrieben:

After a period of intensive preoccupation with “Jesus of Nazareth” in social- and religious historical work, dogmatic Christologies seem to be making a comeback. The themes of the conference are:

  • the importance of Christology for dogmatics more generally, including hermeneutics and semiotics;
  • the capacity of Christology to provide a point of integration for worship, the practice of reconciliation etc.;
  • the “center” of this center in dogmatic thinking (incarnation or cross and resurrection, theology of the Word or Spirit Christology; divinisation or reconciliation and new creation);
  • the place of “Christology” in Jewish-Christian-Muslim trialogue;
  • revisions of classical Christological topics on the basis of theologies of gender.

Zu den Vortragenden gehörte u.a. Prof. Dr. René Dausner, Hildesheim / Hannover, der sich mit dem inkarnationstheologischen sowie messianischen Ansatz bei Heinrich Assel auseinandergesetzt hat.

 

Eine detaillierte Übersicht der Vorträge und Themen sind nachzulesen unter:

https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/n/christology-revised-cross-resurrection-incarnation-jesus-remembered-new623848c962d33236702871-2/

 

Der Dokumentationsband der Tagung ist in Vorbereitung.

Warum tritt Gott aus der Kirche aus? Kabarett & Theologie

Prof. Dr. René Dausner befasst sich im theologischen Feuilleton feinschwarz.net., mit dem - auf den ersten Blick vielleicht überraschenden - Zusammenhang von Kabarett und Theologie. Über Interpreten des Kabaretts, die über Banalitäten hinausgehen, theologische Anknüpfungspunkte und was man möglicherweise voneiander lernen kann. Zu finden über die Überschift oder unter: Warum tritt Gott aus der Kirche aus? Kabarett & Theologie (feinschwarz.net)

Vortrag zur Legitimität der Gottesfrage

Die Diskrepanz zwischen Ungewissheit und Sehnsucht nach einem Gott, der, auch gerade in Corona-Zeiten, Hoffnung gibt, kann für viele Menschen sehr auslaugend sein. Kann Hoffnung oder der Glaube an Hoffnung dem Zeitgeist des 21. Jahrhunderts überhaupt standhalten? Der Frage zur Wiederentdeckung des Heiligen widmet sich Prof. Dr. René Dausner am 05.02.2022 von 14-17:00 Uhr im Caritas-Prickheimer-Haus in Nürnberg. Weitere Informationen zur Anmeldung sind zu finden unter:

2022_Vortrag_Nürnberg.pdf

oder 

Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg | Detail (cph-nuernberg.de)