Russland-Woche an der Universität Hildesheim

Monday, 21. May 2012 um 11:03 Uhr

„Wir möchten Studierenden und Lehrenden einen Einblick in die russische Hochschullandschaft geben und über Möglichkeiten von Studien- und Forschungsaufenthalten informieren“, kündigt Prof. Dr. Olga Graumann an. Die Stiftung Universität Hildesheim richtet vom 11. bis 15. Juni eine Russland-Woche aus, als eine von 16 Hochschulen in Deutschland. Die Russland-Wochen werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) koordiniert.

16 deutsche Hochschulen beteiligen sich an den Russland-Wochen 2012 als Beitrag zum „Deutsch-Russischen Jahr der Bildung, Wissenschaft und Innovation“. „Wir möchten Studierenden und Lehrenden einen Einblick in die russische Hochschullandschaft geben und über Möglichkeiten von Studien- und Forschungsaufenthalten informieren“, sagt Prof. Dr. Olga Graumann. Die Erziehungswissenschaftlerin der Universität Hildesheim koordiniert die Russland-Woche. Gewonnene Erfahrungen sowie bestehende langjährige Kooperationen zwischen Universität Hildesheim und inzwischen mehreren Universitäten Russlands sollen praxisnah und lebendig vorgestellt werden.

Geplant sind in zahlreichen Veranstaltungen des laufenden Semesters Präsentationen über die Hochschullandschaft und das Studieren in Russland, darüber hinaus stellen Wissenschaftler der Universität Hildesheim ihre Seminare für einen deutsch-russischen Wissenschaftsaustausch zur Verfügung, u.a. in Geschichte, Soziologie, Philosophie. Deutsche und russische Studierende werden in Workshops gemeinsam künstlerische Werke schaffen und Musikstücke für eine Präsentation am deutsch-russischen Kulturabend einstudieren. Daneben werden die Lehrenden und Studierenden an Ständen unter anderem über Kooperationsmöglichkeiten und die Organisation eines Doppelabschlusses informiert. 48 Studierende und Wissenschaftler der Universitäten Nowgorod und Smolensk werden nach Hildesheim anreisen und einen Einblick in die russische Hochschulbildung geben können, freut sich Prof. Graumann über die Zusage aus Russland. Zudem beteiligen sich die fünf russischen Studierenden im Doppelabschluss Erziehungswissenschaft, die ein Semester in Hildesheim studieren und die acht Doktoranden aus Russland, der Ukraine und Weißrussland, die seit April drei Monate in Hildesheim forschen.

Seit 2008 leitet Prof. Dr. Olga Graumann  erfolgreich EU-Projekte (TEMPUS). Ziel ist es, Kooperationen in der Hochschulbildung zwischen der Europäischen Union und ihren Partnerländern zu stärken und die Verständigung zwischen den Kulturen zu fördern. Am derzeit laufenden Projekt sind vier westeuropäische und sieben osteuropäische Universitäten beteiligt. Internationale Tagungen und gemeinsame Veröffentlichungen in deutscher und russischer Sprache festigen den Wissenschaftsaustausch in Ost und West. Zudem haben bisher rund 35 russische und deutsche Studierende in den Erziehungswissenschaften einen deutsch-russischen Doppelabschluss erworben.

An der Universität Hildesheim wird die Russland-Woche vom 11. Juni bis 15. Juni 2012 ausgerichtet. Prof. Dr. Olga Graumann und Irena Diel sind Ansprechpartnerinnen für Studierende und Lehrende, die sich an der Russland-Woche mit einem Beitrag beteiligen möchten.