Interesse am Theorie-Praxis-Modell

Monday, 30. January 2012 um 09:03 Uhr

Das Theorie-Praxis-Modell der Hildesheimer Kulturwissenschaften ist international bekannt, insbesondere durch die Nähe des Studiums zu den Künsten. Nun interessiert sich die Universität Danzig für das Modell. In Polen planen Professoren, einen ähnlichen kulturwissenschaftlichen Studiengang aufzubauen und mit der Universität Hildesheim künftig enger zusammen zu arbeiten.

Zu einem Besuch des Fachbereichs II, Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation, reisten der Dekan der Philosophischen Fakultät, Prof. Andrzej Ceynowa, sowie Prof. Jerzy Limon, Professor für Literatur und Theater, von der Universität Danzig an. Limon ist zudem Initiator und Direktor des internationalen Shakespeare Festivals in Danzig.

An der Universität Danzig soll ein Studiengang entstehen, der für die europäische Kulturlandschaft ausbilden soll. Prof. Jerzy Limon weist auf die internationale Bekanntheit der kulturwissenschaftlichen Studiengänge der Universität Hildesheim hin. Nach einer internationalen Recherche nach Studiengangsmodellen wollte er die „Hildesheimer Sachverständigen kennen lernen“. „An der Universität Danzig planen wir einen Bachelorstudiengang im Bereich Kunst und Management und sind sicher, dass die Erfahrungen und Expertise der Universität Hildesheim von unschätzbarem Wert sind", unterstreicht Limon.

„Die Universitäten Danzig und Hildesheim verbindet neben der kulturwissenschaftlichen Stärke in Forschung und Lehre – unter anderem in den Dramatischen Künsten, dem Kulturjournalismus und dem Kulturmanagement –, auch das curricular verankerte Engagement für die künstlerische Praxis“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Direktor des Instituts für Kulturpolitik. „Neben der erfolgreichen Partnerschaft mit der Universite de Provence ist es an der Zeit, auch eine ‚Ost-Erweiterung‘ unseres akademischen Austauschs zu institutionalisieren“, resümiert Schneider das von ihm organisierte Treffen mit den polnischen Gästen.

„Wir freuen uns die bereits langjährigen Kooperationen mit Universitäten in Warschau und Poznan um die Universität Danzig zu erweitern. Eine Zusammenarbeit soll zunächst im Rahmen des ERASMUS-Programms vereinbart werden, um Erfahrungen im Bereich Studierenden- und Dozentenmobilität zu gewinnen und perspektivisch Möglichkeiten eines Double Degree Programms auszuloten“, so Elke Sasse-Fleige vom International Office der Universität.

Neben der Besichtigung des Kulturcampus Domäne Marienburg sprachen die Gäste mit dem Dekan des Fachbereichs II, Prof. Dr. Tilman Borsche, dem Direktor des Instituts für Kulturpolitik, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, der Studiengangsbeauftragten Prof. Dr. Birgit Mandel, dem Vizepräsidenten für Internationalisierung, Prof. Dr. Thomas Lange und Elke Sasse-Fleige, Leiterin des International Office.

Die Professoren aus Danzig sprachen eine herzliche Einladung zum Gegenbesuch an ihre Universität im kommenden Jahr aus, nicht zuletzt um den Theaterneubau zu besichtigen.