Kinder als INKlusionsAkteure

Projektlaufzeit: 01.06.2017 - 31.09.2020

Gefördert durch: Niedersächsisches Vorab

Projektteam: Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Christin Haude

Kooperationspartner: 

Kinder- und Jugendhaus Nordstadt (KJN)

DKSB OV Hildesheim e.V.
Kinderhaus BLAUER ELEFANT Familienzentrum
Kindertagesstätte

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Entwicklung sogenannter inklusiver pädagogischer Einrichtungen werden die Kinder selbst häufig als Akteur_innen nur insoweit wahrgenommen, als sie entweder von den inklusiven Settings profitieren oder mit der 'neuen' Konstellation überfordert seien. Bisher liegen kaum Studien vor, in denen Zugehörigkeitsarbeit von Kindern differenziert untersucht und Kinder als Ko-Produzent_innen inklusiver Settings betrachtet werden; stattdessen werden in der bisherigen Diskussion und Forschung inklusive Settings in der Mehrzahl durch Erwachsene und ihre organisationalen Interventionen hergestellt. Studien zu inklusiven Settings zeigen dem hingegen, dass Kinder im Alltag sehr wohl mit herstellen, 'wer' die relevanten Mitglieder einer Organisation sind und was man von ihnen (nicht) zu erwarten hat.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Projekt die Zugehörigkeitsarbeit von Kindern mit Hilfe eines partizipativen Forschungszugangs in zwei unterschiedlichen pädagogischen Settings (Kindertagesstätte und offene Arbeit mit Kindern) analysiert. Es wird untersucht, wie Kinder Zugehörigkeitsarbeit leisten und wie sie diese wahrnehmen. Dafür werden verschiedene Forschungstraditionen sowie Erhebungs- und Auswertungszugänge verknüpft und die Entwicklung von Forschungsfragen sowie die Erhebung und Präsentation der Ergebnisse mit Kindern als Ko-Forscher_innen abgestimmt. Ziel des Vorhabens ist es, über die Forschungsergebnisse hinaus Ansätze zu entwickeln, mit denen Kinder über partizipative Zugänge stärker in die Organisationsentwicklung im Kontext von Inklusion einbezogen werden können.

 

Publikationen:

Sitter, M. (2019): Partizipatives Forschen mit Kindern – Ein reflektierter Balanceakt zwischen generationaler Asymmetrie und intergenerationaler Nachsicht. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 44. Jg., Sonderheft 21, S. 103-124. Einsehbar unter: link.springer.com/article/10.1007%2Fs11614-019-00381-0

Eßer, F. & Sitter, M. (2018): Ethische Symmetrie in der partizipativen Forschung mit Kindern [44 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 19(3), Art. 21. Einsehbar unter: dx.doi.org/10.17169/fqs-19.3.3120

Gefördert im Niedersächsischen Vorab durch: 

Kontakt

Christin Haude

Foto Christin Haude

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Room: L 092 - Altbau Bühler-Campus
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