Modellprojekt „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Syndrome globalen Wandels in der Grundschule“

Vom 01.08.09 bis 31.07.12 arbeitete das Institut für Grundschuldidaktik in Kooperation mit der Freien Schule Bredelem an einem Modellprojekt zur Aufbereitung der Syndrome globalen Wandels für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Grundschule. Ziel des Projekts war es, Unterrichtsmaterialien zu entwickeln und zu erproben, die Kindern das konstruktivistische Erschließen der Syndrome globalen Wandels ermöglichen und damit einen Beitrag für BNE leisten. Im Rahmen des Projekts wurde für die Unterrichtsmaterialien eines Syndroms der Begriff „Anreizset“ entwickelt. Das Konzept des Anreizsets beinhaltet nach dem Konzeptentwurf einen Urreiz (Eingangsimpuls) der am Anfang des Unterrichts eingesetzt werden soll. Daneben gibt es zusätzliche Anreize (in Form von Bildern, Hörspielen, Experimentiermaterialien u.Ä.), durch welche sich die Kinder das entsprechende Syndrom erschließen. Neben der inhaltlichen Aufbereitung sind alle Anreize an (BNE-) didaktischen Prinzipien wie Partizipations- Antizipationsorientierung sowie Problem- und Situationsorientierung ausgelegt.

 

Die Materialien entstanden zum einen aus Seminaren des Mastermoduls „Querschnittsthemen im Sachunterricht“ des Studiengangs Lehramt an Grundschulen, wurden dort durch Studierende entwickelt, erprobt und evaluiert und anschließend auf Grundlage dessen überarbeitet und optimiert. Darüber hinaus wurden einige der Materialien im Rahmen von Masterarbeiten im Sachunterricht entwickelt und erprobt. Deren Überarbeitung erfolgte dann in einem Team von studentischen Hilfskräften des Instituts für Grundschuldidaktik und Sachunterricht sowie dem BNE-Coach der Freien Schule Bredelem, Jennifer Vree. Bei der Weiterentwicklung sollte bewusst auf die Vorgabe von Arbeitsaufträgen sowie dem Prinzip der Stationsarbeit verzichtet werden, um den konstruktivistischen Ansatz gezielter zu fordern und zu fördern.

Alle Anreizsets umfassen Materiallisten, didaktische Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer sowie Dokumente und Bilder zum Nachbauen für die eigene Klasse.

Das Projekt wurde gefördert durch: DBU – Deutsche Bundestiftung Umwelt