Zum 100-jährigen Jubiläum der Begründung des Ernst Abbe-Gedaechtnispreises

Im Jahre 2021 jährt sich die Begründung des Ernst Abbe-Gedächtnispreises zum 100. Male. Die Analyse von Akten aus dem Thüringischen Haupt-Staatsarchiv Weimar und aus dem Carl-Zeiss-Archiv in Jena ermöglichte,

-  die Initiative des Mathematikers Paul Koebe und des Physikers Max Wien aufzudecken;

-  die Reaktion auf diese Initiative durch Rudolf Straubel – promovierter Mathematiker und Geschäftsführer den Firma Carl Zeiss in der Nachfolge von Ernst Abbe – zu erkennen;

-  alle Träger des Preises, der für Mathematik, Physik und deren Anwendungen verliehen wurde (von Felix Klein bis Heinrich Barkhausen), herauszufinden;

-  die politische Einflussnahme während der NS-Zeit aufzuzeigen sowie

-  das Beharren auf der Auszeichnung für höchste wissenschaftliche Leistungen durch den mathematischen Initiator Paul Koebe und dessen bemerkenswerten Rücktritt vom Amt 1942, als er das nicht mehr gewährleistet sah.

 

Literatur:

Tobies, Renate: „Symbiose von Wissenschaft & Industrie. Der Ernst Abbe-Gedächtnispreis und der Einfluss des ersten Preisträgers auf Entwicklungen an der Universität Jena.“ Jenaer Jahrbuch zur Technik- und Industriegeschichte 23 (2020), hrsg. v. Peter Hahmann im Auftrag des Vereins Technikgeschichte in Jena e.V.; Jena: Verlag VOPELIUS, S. 11–67.

Präsentation Renate Tobies