Online-Auftaktveranstaltung

Wann & Wo: Mittwoch, den 25. November 2020 von 14.15 -15.45 Uhr unter https://zoom.us/j/95507394086?pwd=eWtoRUl2T0x3NkxDY3V2dXNYaEZaZz09

Mit der gewachsenen gesellschaftlichen Bedeutung von Forschung werden auch Fragen zur Forschungsethik und zur guten wissenschaftlichen Praxis relevanter. In diesem Sinne wird an der Universität Hildesheim für den 25.11.2020 eine zweistündige Veranstaltung ab 14.15 Uhr geplant. Sie bildet den Auftakt für die Veranstaltungsreihe „Tag der Forschung“, die in den folgenden Semestern weitergeführt wird. Der erste „Tag der Forschung“ hat Forschungsethik und gute wissenschaftliche Praxis zum Thema und wird unter den Bedingungen von Corona online veranstaltet. Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Hetzel zum Thema des ersten Tags der Forschung werden in einer Podiumsdiskussion Fragen zur Forschungsethik als Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis diskutiert. Im Sommersemester 2021 wird sich ein weiterer Tag der Forschung mit dem Thema Forschungsethik und gute wissenschaftliche Praxis in ausführlicher Form beschäftigen.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende und Forschende in allen Qualifikationsphasen und interessierte Studierende.

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende und Forschende in allen Qualifikationsphasen sowie an interessierte Studierende


Vortrag: Forschungsethik - ohne sie keine gute wissenschaftliche Praxis

Referent: Prof. Dr. Andreas Hetzel (Institut für Philosophie, Universität Hildesheim)

Podiumsdiskussion: Forschungsethik als Bestandteil guter wissenschaftlicher Praxis

Diskutant*innen:

  • Prof. Dr. Meike Baader (Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs]) 
  • Prof. Dr. Peter Cloos (Vorsitzender der Senatskommission für Ethik)
  • Prof. Dr. Gunther Graßhoff (Vorsitzender der Ethikkommission des FB 1)
  • Prof. Dr. Thomas Mandl (Datenschutzbeauftragter)
  • Annette Strauch (Forschungsdatenmanagement)
  • Vertreter*in des Zentrums für digitalen Wandel

Hintergrundinformationen

Mit der gewachsenen gesellschaftlichen Bedeutung von Forschung werden auch Fragen zur Forschungsethik und zur guten wissenschaftlichen Praxis relevanter. Dazu gehören etwa Aspekte des Datenschutzes sowie des Schutzes von besonders vulnerablen Gruppen. Forschung ist nicht nur aufgefordert, Wissen zu vermehren, sondern auch dazu, mit Forschung verbundene Risiken für andere zu vermindern und diesbezüglich bereits im Vorfeld von Planung und Durchführung sorgfältige Überlegungen anzustellen. Normen und Regelungen zur Forschungsethik und zur guten wissenschaftlichen Praxis sollen dafür Sorge tragen, dass Schädigungen möglichst vermieden werden können und zugleich Forschungsfreiheit sichergestellt werden kann (RatSWD 2017). Aktuelle forschungsethische Debatten betonen, dass es Ziel von Hochschulen sein sollte, das Bewusstsein für Fragen der Forschungsethik und zur guten wissenschaftlichen Praxis stärker im hochschulischen Diskurs (im Sinne eines Mainstreamings) zu verankern. Auch Wissenschaftler*innen in den verschiedenen Phasen ihrer Qualifikation sind dazu angehalten, sich möglichst früh mit Fragen der Forschungsethik auseinanderzusetzen und diese auch mit anderen Anforderungen an ihre wissenschaftlichen Karrieren in eine Beziehung zu setzen. Denn inzwischen hat sich in der Forschung eine neue Dimension der Effizienzorientierung und Konkurrenz etabliert, die die Kapazität für forschungsethische (Selbst-)Reflexion begrenzt. Forscher*innen können „gar nicht früh genug vertraut gemacht werden mit den Standards guter wissenschaftlicher Praxis, aber auch mit möglichen Situationen und Konstellationen, in denen diese Standards unter Druck geraten", betonte die ehemalige DFG Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek. Aus diesem Grund hat sich das Graduiertenzentrum Fragen der Forschungsethik und der guten wissenschaftlichen Praxis als ein Kernziel der wissenschaftlichen Personalentwicklung und des Förderkonzepts auf die Fahnen geschrieben.  Im Forschungsdatenmanagement liegen die Schwerpunkte besonders auf dem Zugang zu Daten aus öffentlicher und privater Hand sowie deren Verknüpfbarkeit, wobei die forschungsethischen Belange bei Fragen hinsichtlich der Datenbereitstellung einen hohen Stellenwert einnehmen.