Anleitung zur Durchführung des Praktikums

Diese Anleitung beschreibt in chronologischer Reihenfolge die Schritte, die zum Erwerb des Leistungsnachweises für das Praktikum im Rahmen der BSc-Studiengänge IMIT und WINF notwendig sind.

Ansprechpartner für alle Fragen zum Praktikum ist der Praktikumsbeauftragte der BSc-Studiengänge IMIT und WINF.

1. Information über formale Grundlagen

Formale Grundlage des Praktikums ist die jeweils aktuelle Praktikumsordnung des Studiengangs IMIT oder WINF. Lesen Sie diese Praktikumsordnung sorgfältig.

2. Information über Praktikumsunternehmen

Informationen über anerkannte Praktikumsunternehmen (Firmenportrait, Ansprechpartner, angebotene Praktika, Adressen Studierender, die dort ein Praktikum durchgeführt haben) finden Sie in einem passwortgeschützten Bereich im Learnweb der Universität Hildesheim.
Sie erhalten das Zugangskennwort auf Anfrage beim Praktikumsbeauftragten.

Besondere Hinweise für das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/21

Wie das Sommersemesters 2020, so wird auch das Wintersemester 2020/21 mit so weit als möglich mit digitalen (Lehr-)Angeboten durchgeführt.

Eine der Studienleistungen, die man nur bedingt digitalisieren kann, ist das (Pflicht-)Wirtschaftspraktikum im Rahmen der BSc-Studiengänge WINF und IMIT. Wir rechnen mit Beeinträchtigungen für den Praktikumsbetrieb, weil teilweise die Unternehmen wegen der Corona-bedingten Einschränkungen eine Betreuung von Praktikanten nicht gewährleisten oder aufgrund von wirtschaftlichen Turbulenzen generell weniger Plätze anbieten können.

Daher gelten, in Abstimmung mit den Studiengangsbeauftragten IMIT und WINF und dem Dekan des FB IV, im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 2020/21 besondere Bestimmungen für das Wirtschaftspraktikum.

Sie haben in den angegebenen Semestern, als Alternative zu einem regulären Praktikum bei einem Partnerunternehmen, die Möglichkeit, betriebliches und soziales Engagement als Ersatzleistung für das Praktikum werten zu lassen. Die zeitlichen Freiheiten dafür können sich aus den verringerten Präsenzzeiten an der Uni Hildesheim ergeben.

Wer sich also engagieren will, der ist in diesem Semester von dem Zwang weitestgehend befreit, ...

  • dass man primär bei Partnerunternehmen das Praktikum absolvieren soll,
  • dass man eine Mindestpunktzahl an Leistungspunkten benötigt,
  • dass Vor-Ort-Praktikumsbesuche durch Dozenten der Uni durchgeführt werden und
  • dass - im Falle sozialen Engagements - das Praktikum mit dem Studiumsinhalt einhergeht. Bei einem betrieblichen Wirtschaftspraktikum muss der Bezug nach wie vor gegeben sein.

Eine abschließende Beschreibung, welche Voraussetzungen für eine Anerkennung als Ersatzleistung erfüllt sein müssen, ist aufgrund der Heterogenität möglicher Engagements schwierig. Wenn Sie eine Idee haben, wie Sie sich engagieren wollen, schreiben Sie dem Praktikumsbeauftragten eine E-Mail (hahne@bwl.uni-hildesheim.de)!

Allgemein lässt sich sagen:

  • Der zeitliche Umfang des Engagements muss in der gleichen Größenordnung liegen wie der eines regulären Praktikums, also bei ca. 400h. Die Aufteilung dieser Stundenzahl kann flexibel gehandhabt werden.
  • Die Formalia eines regulären Praktikums (Anfertigen eines Berichts, geeigneter (Selbst-)Nachweis der geleisteten Stunden, Kolloquium bzw. Anfertigung eines Screencasts) gelten weiterhin - siehe weitere Angaben auf dieser Seite.
  • Der Praktikumsbesuch kann durch ein Telefonat oder eine Videokonferenz ersetzt werden.
  • Jede alternative Ersatzleistung bzw. ein Praktikum bei einem Nicht-Partnerunternehmen muss vorab durch den Praktikumsbeauftragten genehmigt werden. Eine nachträgliche Anerkennung von zeitlich zurückliegenden Leistungen ist nicht möglich.

Der Praktikumsbeauftragte freut sich auf Ihre Vorschläge alternativen Engagements - besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen!

Und nochmals zur Sicherheit: Reguläre Praktika bei Partnerunternehmen sind natürlich weiterhin zulässig und erwünscht!

3. Bewerbung und Vertragsabschluss

Bewerben Sie sich bei Sie interessierenden Praktikumsunternehmen. Einige grundlegende Empfehlungen aus den Erfahrungen des Praktikumsbeauftragten:

  • Bewerben Sie sich rechtzeitig, d.h. mindestens drei bis fünf Monate im Voraus!
  • Bewerben Sie sich bei mehreren Unternehmen!
  • Von großer Bedeutung ist die Formulierung Ihres Praktikumsschreibens. Die "kreative" Darstellung Ihrer bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten und die Beschreibung Ihrer Wünsche für das angestrebte Praktikum (Interessen, Schwerpunkte, Inhalte) sind entscheidend für die Reaktion des Praktikumsunternehmens! Eine absolute Killerphrase ist z.B.: "Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil ich im Rahmen meines Studiums ein Praktikum absolvieren muss."
  • Dokumentieren Sie Ihre Bewerbung sorgfältig, d.h. legen Sie am besten einen Ordner an, in dem Sie jede E-Mail, Brief oder Telefonat archivieren.
  • Tragen Sie einen erfolgten Vertragsabschluss (Praktikumsunternehmen, Ansprechpartner, Datum, ...) umgehend in die Online-Praktikumsdatenbank ein.
  • Der Praktikumsbeauftragte hilft bei Problemen, wenn Sie trotz mehrerer Versuche keine Praktikumsstelle finden.

Zwei Selbstverständlichkeiten, auf die leider dennoch hingewiesen werden muss:

  • Falls Sie mehrere Zusagen haben: Erteilen Sie den nicht gewählten Unternehmen umgehend eine Absage.
  • Zusagen sind verbindlich: Was Sie von den Unternehmen erwarten, gilt umgekehrt auch für Sie. Wenn Sie einem Unternehmen zugesagt haben, können Sie sich danach nicht einfach für ein anderes, Ihnen besser erscheinendes Angebot entscheiden.

Einige formale Hinweise zum Vertragsabschluss:

  • Die Universität Hildesheim macht keine Vorschriften bezüglich des Praktikumsvertrags; es gibt keinen "Mustervertrag".
  • Desgleichen gibt es keine Regelung, ob und in welcher Höhe eine Entlohnung erfolgt – dies ist Gegenstand Ihrer Verhandlungen mit dem Unternehmen. Informieren Sie sich bei KommilitonInnen über die Gepflogenheiten im jeweiligen Unternehmen. Namen und E-Mail-Adresse von bisherigen Praktikanten in den jeweiligen Unternehmen finden Sie in einem passwortgeschützten Bereich im Learnweb der Universität Hildesheim.
  • Das Praktikum von 10 Wochen ist ein Pflichtpraktikum. Falls das Unternehmen einen Nachweis fordert, dass es sich bei dem Praktikum um ein solches handelt, so können Sie diesen wie folgt erbringen:
    Studiengang WINF
    PO 2014: Hier steht es direkt in §4 der Prüfungsordnung (Regelungen für den Bachelor).
    PO 2011: Auflistung der Pflichtmodule in der GPO vom 18.04.2012 (Wirtschaftspraktikum auf S. 17). Zur Länge des Wirtschaftspraktikums Modulbeschreibung auf S. 117.
    Studiengang IMIT
    PO 2014 und 2011: Hier steht es direkt in §4 der Prüfungsordnung (Regelungen für den Bachelor).

4. Eintrag in die Praktikums-Datenbank

Tragen Sie Ihren Praktikumsplatz sofort nach Vertragsabschluss in die Online-Praktikumsdatenbank ein. Auf Basis dieser Datenbank erfolgt später die Einladung zum Praktikumskolloquium und die Erstellung des Leistungsnachweises.

Sie wählen bei der Anlage ein Passwort, mit dem Sie ihren Eintrag später bearbeiten und ergänzen können. Füllen Sie Felder, zu denen Ihnen noch die Angaben fehlen, mit Platzhaltern, welche sie später ersetzen. Das Feld "Inhalt des Praktikums" ersetzt nicht den Praktikumsbericht (siehe Abschnitt 6: Durchführung des Praktikums), sondern soll lediglich eine stichwortartige Wiedergabe des Inhalts enthalten.

5. Tutorensuche

Für den Tutor (Betreuer seitens der Universität) können Sie gegenüber dem Praktikumsbeauftragten einen Vorschlag machen, wenn es z.B. eine besondere fachliche Nähe eines Dozenten / einer Dozentin zu Ihrem Praktikumsthema gibt.

Der Praktikumsbeauftragte legt den Tutor fest; er/sie wird dann mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

6. Durchführung und Dokumentation des Praktikums

Der Tutor wird sich bei Ihnen melden, um einen Termin für seinen Besuch im Unternehmen abzustimmen. Der beste Zeitraum für den den Besuch ist erfahrungsgemäß im letzten Drittel des Praktikums, da Sie dann schon Arbeitsergebnisse vorzeigen können.

Bei diesem Besuch sollte möglicht auch auch der Mentor (Betreuer seitens des Unternehmens) anwesend sein. Inhalte des ca. 30–45 Minuten dauernden Gesprächs zwischen Tutor, Mentor und Praktikant sind in der Regel

  • Inhalte des Praktikums, d.h. es wäre schön, wenn der Tutor "etwas sehen könnte", und der
  • Blick in die Zukunft, d.h. kann sich an das Praktikum ggf. eine Projekt- oder Abschlussarbeit anschließen?

Sollte es während des Praktikums zu Problemen kommen, setzen Sie sich mit Ihrem Tutor bzw. dem Praktikumsbeauftragten in Verbindung.

Dokumentieren Sie Ihr Praktikum sorgfältig und fortlaufend in einem Praktikumsbericht (Vorlage als MS Word-Dokument). Eine Veranschaulichung Ihrer Tätigkeit z.B. durch Screenshots, Sourcecodeausschnitte oder Fotos ist wünschenswert. Denken Sie daran, sich alle Dokumente zur Veröffentlichung genehmigen zu lassen!

Der Praktikumsbericht muss abschließend von StudentIn und Mentor unterschrieben dem Praktikumsbeauftragten vorgelegt werden. Dies kann in Papierform oder als eingescannt bzw. digital unterschriebenes Dokument erfolgen.

Weiterhin wird für die Anerkennung des Praktikums auch ein Nachweis seitens des Unternehmens benötigt, z.B. ein Zeugnis. Es reicht aber auch ein unbewerteter Tätigkeitsnachweis, der den Zeitraum und die Inhalte des Praktikums dokumentiert. Auch hier ist die Papierform, Scan oder digital unterschriebenes Dokument möglich.

7. Praktikumskolloquium bzw. Screencast

Die dritte und normalerweise letzte formale Akt ist das Praktikumskolloquium, bei dem die Praktikanten in kurzer Form die Inhalte ihres Praktikums vorstellen. Als (freiwillige!) Alternative zu einem Kolloquium besteht die Möglichkeit der Erstellung eines Screencasts.

Praktikumskolloquium

Das Praktikumskolloquium findet im Anschluss an das Praktikum, in der Regel gegen Ende des laufenden Semesters, statt, zu dem gesondert anhand der Einträge in der Online-Praktikumsdatenbank eingeladen wird.

Stellen Sie nach Erhalt der Einladung  umgehend zwei Dinge sicher:

  • Der unterschriebene Praktikumsbericht sowie das Praktikumszeugnis soll dem Praktikumsbeauftragten spätestens zum Kolloquiumstermin vorliegen.
  • Der Eintrag in der Online-Praktikumsdatenbank muss nunmehr alle Angaben enthalten.

Zum Kolloquiumstermin erstellen Sie eine ca. 10 bis 15-minütige Präsentation des Praktikums, in der Regel als Powerpoint-Präsentation.

Inhalte der Präsentation:

  • Kurzvorstellung der Firma und Ihres Arbeitsplatzes (max. 3 Minuten)
  • Inhalte des Praktikums (Schwerpunkt)
  • Ausblick: sind weitere Praktika, Projekt- oder Abschlussarbeiten sinnvoll und möglich?

Screencast

Hauptzweck des Kolloquiums ist es, dass nachfolgende Studierende, die planen, demnächst ein Praktikum zu absolvieren, sich aus erster Hand informieren können, welche Inhalte gerade gelaufene Praktika bei den einzelnen Unternehmen hatten. Daher wurden auch Studierende per E-Mail eingeladen; praktisch wurde von dieser Gelegenheit aber wenig Gebrauch gebracht. Daher existiert seit 2019 die Möglichkeit, anstelle des Kolloquiums ein Screencast (Präsentation mit eingesprochener Tonspur; gespeichert als Video) einzureichen. Diese Videos stehen dann im Learnwebkurs zu den Partnerunternehmen zur Verfügung.

Der Inhalt des Videos soll dem Kolloquiumsvortrag entsprechen, die Länge soll 5 – 10 Minuten betragen.Sie finden im Learnwebkurs zu den Partnerunternehmen zwei Screencasts „Screencast mit Powerpoint“ und „Screencast mit OBSStudio” mit Anleitungen zur Anfertigung eines Screencasts. Als Format eignen sich alle, die in modernen Browsern ohne PlugIn abgespielt werden können, z.B. MP4.

Falls der Screencast für den Versand per E-Mail zu groß ist, bietet sich eine Übergabe per AcademicCloud an.

Wie wird mein Screencast für die Zuschauer interessant?
Versuchen Sie nicht, analog eines Praktikumswochenberichts alles der Reihe nach aufzuzählen, was Sie gemacht haben. Suchen Sie sich vielleicht nur ein Teilprojekt/einen Teilaspekt aus, was sich besonders gut grafisch darstellen lässt.

Was gilt es bei der Anfertigung zu beachten?
Anders als der schriftliche Praktikumsbericht oder der Kolloquiumsvortrag hat ein solcher Screencast durch die dauerhafte Bereitstellung im Intranet eine gewisse Außenwirkung für Ihr Praktikumsunternehmen. Sie müssen also bedenken, welche Aussagen Sie über das Unternehmen oder seine Produkte treffen und dass dort keine nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Daten (z.B. Kundendaten) sichtbar werden dürfen! Stimmen Sie also die Inhalte mit Ihrem Praktikumsbetreuer ab und lassen Sie sich den Screencast vom Praktikumsunternehmen freigeben! Das bedeutet praktisch, dass Sie den Screencast bereits während der Praktikumszeit im Unternehmen anfertigen, da Sie dann bei Einwänden seitens des Unternehmens noch Korrekturen anbringen können.
Um Ihren Betreuer von der Sinnhaftigkeit eines solchen Screencasts zu überzeugen, können Sie auf die Werbewirkung verweisen, die ein positiver Screencast auf andere Studierende hat.

Was passiert, wenn Sie einen Screencast anfertigen wollen, ihr Praktikumsunternehmen aber dagegen ist?
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf, dann versuche ich den Betreuer / den Geschäftsführer von den Vorteilen zu überzeugen. Ansonsten bleibt als Fallback-Lösung immer noch der Kolloquiumsvortrag.

 

8. Leistungsnachweis

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erbracht (Praktikumsbericht und Nachweis liegen dem Praktikumsbeauftragten vor, Kolloquium ist absolviert bzw. Screencast ist eingereicht), so wird ein Leistungsnachweis erstellt, der an das Prüfungsamt weitergeleitet wird.

Ein konkrete Frist für die Einreichung von Unterlagen gibt es nicht, allerdings kann der Leistungsnachweis erst beim vollständigen Vorliegen aller Voraussetzungen erstellt werden.

Der Praktikumsbeauftragte