Abstract zum Dissertationsprojekt von Sandra Strunk & Julia Wichers

ELIF (Eigenständige Lernzielentwicklung und Inhaltserschließung am Fall) - Eine Konzeption zur Implementierung von Problem-Based Learning (PLB) im Mathematikunterricht der 3. und 4. Klasse

Hinter ELIF verbirgt sich eine aus den drei Hauptkomponenten

·         zehn Unterrichtsphasen, die selbstgesteuertes Lernen und Kooperation ermöglichen

·         ein Lerntagebuch, welches die Lernprozesse der Kinder begleitet und strukturiert

·         Fälle (Situationsbeschreibungen aus dem Alltag der Kinder mit mathematischem Gehalt) als Aufgabenformat

bestehende, auf konstruktivistischen Lerntheorien aufbauende Unterrichtskonzeption für die Primarstufe, die eine stärkere Anwendungs- und Schüler_innenorientierung des Mathematikunterrichts erzielen soll. Darüber hinaus soll sie die Schüler_innen bei dem Erwerb einer allgemeinen Lebensweltkompetenz durch die Förderung inhaltsbezogener und insbesondere prozessbezogener mathematischer Kompetenzen unterstützen. Dies soll über vier sich aus dem Ansatz des problembasierten Lernens ergebende Grundideen und deren Merkmale im Unterricht umgesetzt werden.

1.      Offenheit

2.      Eigenaktivität

3.      Kommunikation und Kooperation

4.      Ein Fall als Initiation individueller Lernzielentwicklung

Der Lernprozess wird folglich anhand der Präsentation eines authentischen Falls initiiert. Die Schüler_innen entwickeln auf Grundlage des Falls inhaltliche Lernziele, zumeist in Form von Lernfragen, die sie sich selbstständig in Gruppen erarbeiten und im Anschluss in Bezug auf das Ausgangsproblem reflektieren.

Während des Schuljahres 2017/18 wurde ELIF im Zuge von sechs Design-Based-Research-Zyklen (weiter-)entwickelt, sodass zur Zeit eine theoretisch fundierte, in der Praxis durchführbare Version der Unterrichtskonzeption existiert, welche im nächsten Schritt hinsichtlich ihrer Ziele exemplarisch überprüft wird.

(Stand: 11. Oktober 2018)