Neue Gruppenarbeitsräume in der Universitätsbibliothek

Wednesday, 06. May 2015 um 10:13 Uhr

Das Team der Universitätsbibliothek ist überzeugt: Lehre und Forschung benötigen auch im digitalen Zeitalter einen Ort und finden nicht aus der Ferne statt. Die Bibliothek bietet nun weitere Gruppenarbeitsräume für Studierende an – online kann man die Räume buchen und einsehen, wann sie belegt oder frei sind.

Rote und grüne Felder wechseln sich ab und signalisieren, ob ein Gruppenraum in der Universitätsbibliothek frei ist. Ein Klick in das Internet genügt und Studierende landen im Online-Buchungsportal der Universitätsibliothek, um einen Arbeitsraum am Hauptcampus zu reservieren. B104 und B106 sind etwa, an einem Mittwoch, bis in den späten Abend schon belegt. Nun blinken grüne Felder auf, Räume im F-Gebäude, direkt neben der Biblothek in der ersten Etage, sind frei.

Schon lange haben sich die Studierenden mehr Gruppenarbeitsräume in der Universitätsbibliothek gewünscht, – „nun stehen endlich vier weitere Räume zur Verfügung", sagt Bibliotheksdirektor Ewald Brahms, der die neuen Räumlichkeiten Anfang Mai gemeinsam mit dem hauptberuflichen Vizepräsidenten Matthias Kreysing eröffnet hat. Realisiert wurde das Vorhaben mit Unterstützung der Hochschulleitung und des Baudezernats. Zur Verbesserung der Studienbedingungen wurden auch 14 weitere PC-Arbeitsplätze eingerichtet, die über eine umfangreiche Softwareausstattung verfügen. Neben dem MS-Office-Paket und einem Open Source-Officeprogramm zum Erstellen von Präsentationen und Seminararbeiten ist auf den Rechnern auch Software zur Bild- und Tonbearbeitung installiert. Studierende können Audiodateien schneiden und Videodateien bearbeiten, CDs und DVDs erstellen, Literatur verwalten (etwa über Citavi) und Rastergrafiken bearbeiten.

Arbeitsplätze – werden diese noch nachgefragt, kann man nicht mittlerweile die Lektüre auf digitalem Wege vollziehen und gewissermaßen das Lernen auslagern? Zu Hause, im Zug, im Café, im Park? Im Frühjahr hat etwa der Universitätsverlag der Uni Hildesheim mit dem „Online-Publishing“ eine Publikationsreihe gestartet, die Beiträge aus den Fachdidaktiken, etwa über politische Bildung, sind weltweit kostenfrei verfügbar. Egal wo man sich auf der Welt befindet, man hat jederzeit Zugriff auf das Wissen. Forscherinnen und Forscher können ihre wissenschaftlichen Erträge somit schnell und in ansprechendem Layout publizieren. Die Leser in der Universitätsbibliothek Hildesheim können außerdem auf ein Lizenzpaket zurückgreifen, welches das Gesamtangebot an E-Books mehrerer wissenschaftlicher Verlage umfasst. Über Links landen Nutzer auf den Seiten der Verlage beim digitalen Dokument.

Das Team um Ewald Brahms ist dennoch überzeugt, dass Lehre und Forschung auch im digitalen Zeitalter einen Ort brauchen und nicht nur aus der Ferne stattfinden. Zwar kann man von unterwegs auf das System der Universitätsbibliothek zurückgreifen, nach Titeln suchen oder einige Publikationen außerhalb der Uni online lesen. „Wissenschaftliche Bibliotheken sind und bleiben aber weiterhin sowohl digital als auch ganz real", sagt Brahms. Bibliotheken seien Orte, um zu lernen, zu arbeiten, sich auszutauschen, das habe in den letzten Jahren sogar zugenommen. Deshalb habe die Universitätsbibliothek eine Leselounge und einen (Ruhe-)Lesesaal eingerichtet. So finden regelmäßig Literarische Gespräche und Lesungen statt, das Institut für deutsche Sprache und Literatur lädt zum öffentlichen „Literarischen Salon" ein, um mit Kinderbuchautorinnen und Schriftstellern ins Gespräch zu kommen. 

Die Biliothek nutzt die Arbeitsplätze ebenfalls in Schulungen: Studienanfänger und Studierende aus allen Fachbereichen können das Recherchieren und das Nutzen digitaler Informationsquellen lernen.  Denn, so Ewald Brahms: „Googeln können wir alle, aber für das Studium relevante Informationen finden, bewerten und korrekt verwenden, das will gelernt sein. Hier unterstützen wir die Studierenden beim Erwerb von Informationskompetenz, einer wichtigen Schlüsselkompetenz für ein erfolgreiches Studium."


Sowohl digital als auch ganz real: Die Universitätsbibliothek sei ein Ort für das Lernen, Arbeiten, Kommunizieren. Außerdem nutzt das Team um Ewald Brahms, im Bild mit Vizepräsident Matthias Kreysing, die Räumlichkeiten für Schulungen. Denn: „Googeln können wir alle, aber für das Studium relevante Informationen finden und korrekt verwenden, das will gelernt sein." Fotos: Paula Rathjen (2), Jan-Timo Zimmermann, Isa Lange

Sowohl digital als auch ganz real: Die Universitätsbibliothek sei ein Ort für das Lernen, Arbeiten, Kommunizieren. Eröffnen die neuen Arbeitsräume: Vizepräsident Matthias Kreysing und Bibliotheksdirektor Ewald Brahms. Fotos: Paula Rathjen (2), Jan-Timo Zimmermann, Isa Lange