Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur de-de Stiftung Universität Hildesheim Sun, 09 Aug 2020 14:03:19 +0200 Sun, 09 Aug 2020 14:03:19 +0200 TYPO3 EXT:news news-13655 Wed, 31 Jan 2018 11:14:55 +0100 »Medienmusik: (Re)Produzieren, Gestalten, Spielen, Interagieren ... mit Musikmedien« https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/medienmusik/ 5. Jahrestagung der AG Auditive Kultur und Sound Studies der GfM Das Institut für Musik und Musikwissenschaft und das Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Stiftung Universität Hildesheim laden gemeinsam zur Jahrestagung der AG Auditive Kultur & Sound Studies ein.

Fr/Sa 9.-10-02.2018, Domäne Marienburg, Hohes Haus (Hs 50)

Die Tagung fokussiert neben Beiträgen zu laufenden Forschungsprojekten der Mitglieder der AG einen thematischen Schwerpunkt im Bereich Musik und Medien. Aus dem (Re)Produzieren, Gestalten, Spielen, Interagieren … mit Musikmedien entsteht nicht einfach nur Musik und Klang, sondern Medienmusik und Medienklang. Zwar ist das im musik- und medienwissenschaftlichen Diskurs keine ungewöhnliche Erkenntnis mehr, wie jedoch gehen Wissenschaftler_innen mit dieser Erkenntnis in Bezug auf ihre musik- und/oder klangmedialen Forschungsgegenstände um? Diese und weitergehende Fragen möchten wir bei der Tagung diskutieren. Wir freuen uns auf die Beiträge aus allen möglichen Musik- und Klangbereichen, aus dem Kunst- und Popmusikbereich, den audiovisuellen Künsten, den Games Studies, Sound Studies etc.

Es fallen keine Veranstaltungsgebühren an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm

Fr 9.2.

13:00 -14:00    

Get Together und Begrüßung

 

14:00 -15:30           

Jan Torge Claussen (Universität Hildesheim), Alan Fabian (Universität Hildesheim), Malte Pelleter (Leuphana Universität Lüneburg)

Medienmusik: Musikmedien

 

Christoph Borbach (Universität Siegen)

»It is just long enough to be sung into one sheet of tin-foil and is admirably reproduced.« Die Geburt der Medienmusik aus der Materialität eines Musikmediums

 

Felix Gerloff  (Humboldt-Universität zu Berlin)

Algorhythmics. Über mögliche Einsätze computermusikalischer Techniken in nicht-musikalischen Dispositiven des Programmierens

 

16:00 – 17:30          

Frédéric Osbert Döhl (Freie Universität Berlin)

Sound Sampling vor dem Europäischen Gerichtshof: Mögliche Szenarien und Konsequenzen

 

Peter Moormann (Universität zu Köln)

Spiel mit Musik - Komponieren mit flexiblen Modulen im Gamebereich

 

Oliver Voss (Universität Hildesheim)

“What happened to the T-Rex Roar?” Sounddesign in Progress

 

18:00 – 19:30                     

Lorenz Gilli (Universität Siegen)

Das DJ-Set als Medien-Dramaturgie

 

Jens Standke

Vinylaktiten/Vinylagmiten aus der Technofaktur

 

Nitay Feigenbaum

Techno-Table

 

20:30  Gemeinsames Abendessen in der Stadt

 

Sa 10.2.

9:30 – 10:30                       

Kiron Patka (Universität Tübingen)

Mädels vom Band – Multidisziplinäre Perspektiven auf einen technischen Beruf in der analogen Musikproduktion

 

Sebastian Schwesinger (Humboldt-Universität zu Berlin)

Sound in Numbers: Die Virtualisierung der Raumakustik

 

11:00 - 12:00                      

Jonas Kellermeyer (Leuphana Universität Lüneburg)

Ohrwurm

 

Maxim Nopper (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Lokalität, Regionalität, Nationalität – Zur Darstellung von Musik im populären Radio

 

12:30- 14:00                       

Ania Mauruschat und Anna Schürmer (Justus Liebig Universität Giessen)

Zukunftsmusik: Vorstellung & Diskussion von Ideen, Plänen & Strategien f. d. AG Auditive Kultur & Sound Studies

 

http://www.auditive-medienkulturen.de

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-14168 Wed, 08 Nov 2017 19:26:06 +0100 Tagung: Wohin bewegt sich die kulturwissenschaftliche Konsumforschung? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tagung-wohi/ Die Forschungsstelle Konsumkultur lädt am 09. November 2017 zu ihrer Auftakttagung ein.

Termin: Donnerstag, 09. November 2017 von 13:00 bis 19:30 Uhr

Wo: Kulturcampus Domäne Marienburg, Hohes Haus, Aula, Domänenstraße, 31141 Hildesheim

Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen beleuchten den Stand der kulturwissenschaftlichen Konsumforschung und entwickeln neue Perspektiven.

Es fallen keine Veranstaltungsgebühren an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-13932 Thu, 28 Sep 2017 12:38:47 +0200 CfP: AG-Tagung 2018 Auditive Kultur und Soundstudies https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/cfp-ag-tagu/ »Medienmusik: (Re)Produzieren, Gestalten, Spielen, Interagieren … mit Musikmedien« 5. Jahrestagung der AG Auditive Kultur und Sound Studies der GfM

Termin: 9./10.2.2018

Ort: Universität Hildesheim

Veranstalter: Jan Torge Claussen/Alan Fabian

CfP: Einreichungen bis 19. November 2017

Die Jahrestagung der AG Auditive Kultur & Sound Studies der Gesellschaft für Medienwissenschaft wird 2018 gemeinsam vom Institut für Musik und Musikwissenschaft und dem Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Stiftung Universität Hildesheim veranstaltet.

Die Tagung fokussiert neben Beiträgen zu laufenden Forschungsprojekten der Mitglieder der AG einen thematischen Schwerpunkt im Bereich Musik und Medien. Dementsprechend möchten wir mit unserem Call Medien- und/oder Musikwissenschaftler_innen ansprechen, die im transdisziplinären Forschungsfeld von Musik und Medien arbeiten. Aus dem (Re)Produzieren, Gestalten, Spielen, Interagieren … mit Musikmedien entsteht nicht einfach nur Musik und Klang, sondern Medienmusik und Medienklang. Zwar ist das im musik- und medienwissenschaftlichen Diskurs keine ungewöhnliche Erkenntnis mehr, wie jedoch gehen Wissenschaftler_innen mit dieser Erkenntnis in Bezug auf ihre musik- und/oder klangmedialen Forschungsgegenstände um? Diese und weitergehende Fragen möchten wir bei der Tagung diskutieren. Wir freuen uns über Beiträge aus allen möglichen Musik- und Klangbereichen, aus dem Kunst- und Popmusikbereich, den audiovisuellen Künsten, den Games Studies, Sound Studies etc.

Vorschläge für Beiträge (möglichst nicht mehr als eine DinA4-Seite) können uns bis zum 19.11.2017 zugesendet werden: claussen@uni-hildesheim.de, alan.fabian@uni-hildesheim. Willkommen sind auch Präsentationen und Diskussionsbeiträge, die wissenschaftliche Fragen, Antworten und Erkenntnisse nicht in Form des gängigen Vortragformats, sondern in medienmusikalischen Performance-Formaten vermitteln.

Der Call für die Tagung richtet sich auch an Nicht-Mitglieder der AG bzw. der GfM!

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-12608 Thu, 27 Oct 2016 13:41:00 +0200 Workshop 'Lost and Found. Heimatlose und Heimatsuchende Museen' am 28. und 29.10.2016 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/workshop-lo/ Eine Kooperation des Herder-Kollegs mit dem Europäischen Kolleg der Universität Jena. Das Herder-Kolleg und Professor Stefan Krankenhagen vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim kooperieren zum ersten Mal mit dem Europäischen Kolleg der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Anlass ist der internationale Workshop „Lost and Found. Heimatsuchende und Heimatlose Museen", der vom 28. bis 29. Oktober 2016 in Jena stattfindet.

Zum Programm

Zum Tagungsbericht

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-11903 Thu, 02 Jun 2016 10:08:00 +0200 „Die Attraktion des Apparativen“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/die-attrakt/ Internationale Konferenz am 10. und 11. Juni im Sprengelmuseum Hannover Das „Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur“ lädt ein zu der internationalen Konferenz „Die Attraktionen des Apparativen“ ins Sprengelmuseum Hannover. Zwanzig Medienwissenschaftler*innen aus Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden und den USA sprechen an zwei Tagen über Medienapparate in den Künsten.

Die neuere Mediengeschichte erscheint nicht zuletzt als eine Geschichte der Dematerialisierung. Sukzessive Auflösung der verschiedensten Medienapparate im Hypermedium des Computers; sukzessive Ausdünnung der materialen Hardware im Zuge der Verbreitung von immer leichteren und mobileren Endgeräten, Wearables und Ubiquitous Computing. Wenn aber die Gegenwart der Mediennutzung wesentlich von einem umfassenden Rück-und Abbau des Apparativen – seiner Materialität, seiner Masse, seiner Volumen – bestimmt wird, so findet dieser Abbau seine Gegenbewegung in einer neuen Konjunktur  von Inszenierungen abseits des Technikmuseums, die ihre Schauplätze stattdessen im Kunstmuseum, im Programmkino und auf der Theaterbühne haben.
In Anlehnung an Tom Gunning, der in seinem viel zitierten Aufsatz „The Cinema of Attractions“ thematisiert hat, dass den kinematografischen Aufzeichnungsund Vorführapparaten in der Frühzeit des Kinos selbst Attraktionscharakter zugeschrieben wurde, perspektiviert die Konferenz den Begriff der „Attraktion“ sowohl als Chiffre für die Exposition von Apparaturen als auch für die damit verbundene Zäsur innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie: von den Inhalten medialer Darstellung zu den apparativen Bedingungen ihrer Inszenierung und Wahrnehmung.

Die Konferenz findet statt im Auditorium des Sprengelmuseum Hannover (Kurt-Schwitters-Platz). Am Freitag, 9. Juni, wird sie um 9:00 Uhr mit einer Keynote von Prof. Christoph Asendorf von der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder eröffnet. Am Samstag startet das Programm um 10:00 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Thomas Y. Levin von der Princeton University.

> Das Programm zum Download

Organisation: Prof. Dr. Stefanie Diekmann und Dr. Volker Wortmann.
Die Konferenz wird von der DFG und dem Herder-Kolleg gefördert.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-11304 Thu, 04 Feb 2016 21:48:00 +0100 Populäre Kultur: Vergnügen für Viele https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/populaere-kul/ Zirkus, Wild West Show, Youtube-Video – ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Populäre Kultur lebt von dem „Zuviel“. Professor Stefan Krankenhagen beschäftigt sich mit dem gemeinsamen Erleben, Internetphänomenen, Sportkultur und einer jungen Wissenschaftsdisziplin. Er untersucht in Hildesheim das, was Massen unterhält und Vergnügen schafft. Vom 4. bis 6. Februar tagten an der Uni Hildesheim etwa 80 Fachleute auf dem Popkongress 2016. Die Universität Hildesheim hat 1983 die erste Professur für Populäre Kultur besetzt. Die gesellschaftlichen Bedingungen für Populäre Kultur entstanden vor 150 Jahren – Demokratisierung, Ökonomisierung, Internationalisierung, Medialisierung. „Um 1850 entstehen frühe Formen der heutigen Illustrierten, die produziert werden, um ihre Leserinnen und Leser nicht nur zu bilden, sondern in gleichem Maße zu vergnügen, zu unterhalten. Die 'Gartenlaube' ist sicherlich das bekannteste erste große Massenblatt in Deutschland", sagt Professor Stefan Krankenhagen über die Anfänge der Populären Kultur. „1887 kommt die Wild West Show mit William Cody aka Buffalo Bill mit einer großen Tournee von Amerika nach Europa und zeigt sich nicht nur in den großen Städten, sondern genauso in Karlsruhe oder Braunschweig. Die Show tourt mehrmals durch europäische Städte – mit Indianern, Pferden und Büffeln.“ Die Wild West Show arbeitete mit einer „spannungsgeladenen Dramaturgie mit inszenierten Überfällen, Schieß- und Reitwettbewerben“.

In den letzten 150 Jahren entstanden neue Formen, um Viele zu erreichen, das Radio, der Film, das Fernsehen, die heutigen digitalen Medien. Die Populäre Kultur habe sich aber nicht grundlegend verändert. „Weiterhin entscheidend ist: Man braucht für die Populäre Kultur immer ein Zuviel. Wenn eine Gesellschaft auf das Erlebnis ausgerichtet ist, dann heißt das: Es gibt ein Zuviel und damit eine Wahl. Wie wähle ich meine Erlebnisse aus, so dass sie mein eigenes Selbst möglicherweise stützen, bestätigen oder herausfordern? Was unterhält mich auf welche Weise?“, sagt Stefan Krankenhagen. An der Universität Hildesheim lehrt der Professor die Kulturgeschichte der Populären Kultur und in den Bereichen Sportkultur, frühe Unterhaltungskultur und Kulturtransfer (Amerika – Deutschland).

Die Populäre Kultur bewegt sich zwischen Büchern wie „50 Shades of Grey“, „Unboxing“-Phänomenen auf YouTube und weiterhin dem Zirkus oder der Varieté-Show, sagt Krankenhagen. Auch die Sportkultur zähle dazu, die „zwischen einer Nationalsportart wie Fußball und einer Sportkultur wie dem Wrestling variiert“.

Die Populäre Kultur erwächst aus einem gemeinsamen Erlebnis. „Das Gemeinsame bedeutet, dass ich mich als Einzelner und als Teil des Publikums gleichzeitig wahrnehme und dass ich mich verbinde mit dem, was auf der Bühne passiert. Der Unterhaltungswert entsteht immer als Koproduktion. Auch die Zeitschriften vor 150 Jahren funktionierten über Lesezirkel im Sozialen, wurden an den nächsten Leser weitergegeben. Im Moment der Teilhabe – der Beziehungserfahrung – entsteht erst das Populäre. Den Star Elvis Presley erschaffen wir im Moment des Konzertes immer mit – sein Aussehen, seinen Hüftschwung, die Jungs und Mädchen, die ihm zujubeln. Mit einer reinen Musikanalyse kann man Elvis Presley, die Beatles oder heute Lady Gaga nicht erklären“, sagt Krankenhagen.

Das gemeinsame Erleben setzt sich heute auch im virtuellen Raum fort, etwa wenn Youtube-Videos über soziale Netzwerke geteilt und kommentiert werden. In likes oder hashtags können Internetnutzer Teilhabe öffentlich darstellen, aber auch Mehrheiten bilden. „Wer versammelt sich unter meinem hashtag? – das ist auch eine neue Form der temporären Mehrheitsbildung“, so der Kulturwissenschaftler.

Mit seinen Studierenden blickt Stefan Krankenhagen auf die Kulturgeschichte. Warum gibt es heute fast keine Western mehr? Warum sind Winnetou und Old Shatterhand nicht mehr interessant für die Generation heute? „Die Namen sind komplett weg. Die Klassiker sind nicht mehr geläufig unter den 20-Jährigen.“ Eine Studentin aus dem Hildesheimer Studiengang „Literarisches Schreiben“ hat in ihrer Hausarbeit versucht, Karl May zu modernisieren und signifikante Abschnitte neu geschrieben. „Sie hat in der Praxis festgestellt, was wir aus der Theorie wissen: Karl May steht in der Tradition der Reiseberichterstattung. Für heutige Verhältnisse sind die Landschaftsbeschreibungen unglaublich langatmig – die waren aber zur Zeit ihres Erscheinens, Ende des 19. Jahrhunderts, interessant, weil sich die Massenmedien erst entwickelt haben, die uns die fernen Länder auf unterhaltende Weise aufbereitet haben“, sagt Krankenhagen.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-11295 Wed, 03 Feb 2016 16:35:00 +0100 Popkongress 2016 in Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/popkongress/ Die Universität Hildesheim erwartet zum Popkongress vom 4. bis 6. Februar 2016 etwa 80 Fachleute. Die 8. Jahrestagung der Arbeitsgruppe „Populärkultur und Medien“ in der Gesellschaft für Medienwissenschaft beschäftigt sich mit der Entstehung einer jungen Wissenschaftsdisziplin. Die Studien zu Pop- und Populärer Kultur haben in den letzten dreißig Jahren ihren Weg in die Institutionen und in die wissenschaftliche Professionalisierung gefunden. Popmusik und Populäre Kultur kann man mittlerweile an vielen Orten im deutschsprachigen Raum lehren, forschen und studieren. Der Popkongress wird am 4. Februar 2016 um 16:00 Uhr im Burgtheater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg (Domänenstraße, 31141 Hildesheim) eröffnet. Zunächst gehen die Medienwissenschaftlerin Prof. Irmela Schneider (Köln) und Philipp Felsch, Juniorprofessor für Geschichte der Humanwissenschaften in Berlin, auf Spurensuche. Wer sagt, was man über Popkultur wissen muss? Über Pop-Studiengänge diskutieren am 5. Februar ab 16:00 Uhr die Musikwissenschaftlerin Prof. Susanne Binas-Preisendörfer (Oldenburg), Christoph Jacke (Professor für Theorie, Ästhetik und Geschichte der Populären Musik, Paderborn), Prof. Stefan Krankenhagen (Hildesheim), der Berliner Geschichtsdidaktiker Prof. Martin Lücke und Hans Nieswandt (seit über 20 Jahren in der Welt der DJ-Kultur und elektronischen Musikproduktion unterwegs, Bochum). Am 6. Februar sprechen zum Beispiel der Braunschweiger Musikpädagoge Prof. Bernhard Weber über populäre Musik in Bildungsprozessen und der Hildesheimer Kulturjournalist Guido Graf über „Dichtung als Pop“.

Der Kongress wird von Barbara Hornberger, Johannes Ismaiel-Wendt und Stefan Krankenhagen organisiert. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenfrei.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-11266 Thu, 28 Jan 2016 11:34:00 +0100 Infotag und Werkschauwoche https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/infotag-und/ Wer in Theaterhäusern und Verlagen, in Schulen, in Funk- und Fernsehanstalten, in der Kulturverwaltung und Kulturellen Bildung arbeiten möchte, sollte den Infotag auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg am Dienstag, 2. Februar 2016, nicht verpassen. Lehrende und Studierende der Universität Hildesheim geben einen persönlichen Einblick in das Studium. Der Infotag beginnt auf dem Kulturcampus der Uni (Domänenstraße, 31141 Hildesheim) mit offenen Seminaren. Studieninteressierte – ob Jugendliche oder Berufstätige – können ab 10:00 Uhr Lehrveranstaltungen besuchen, zum Beispiel eine Vorlesung „Medientheorie“ oder eine Einführung in das „Schreiben philosophischer Texte“.

Ab 14:00 Uhr stellen Lehrende die Bachelorstudiengänge im Burgtheater vor, darunter: „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“, „Szenische Künste“, „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ sowie „Philosophie Künste Medien“. Außerdem informiert die Universität über Stipendien, Studienfinanzierung und die künstlerische Eignungsprüfung. Das gesamte Programm ist im Internet zu finden.

Ausstellungen, Theater, Film: Werkschauwoche Finale
Parallel zum Infotag findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg vom 1. bis 5. Februar 2016 die Werkschauwoche „Finale“ statt. Zu dem Programm aus Ausstellungen, Theateraufführungen, Kurzfilmen und Lesungen sind Interessierte herzlich eingeladen.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-11119 Wed, 06 Jan 2016 19:23:00 +0100 Ankündigung: Präsentation der Übung "Musikvideo" (Manuel Gehrke; Sommer 2015) https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/ankuendigung-3/ Am Montag, den 11. Januar, um 20.00 c.t. findet im Raum 50/402 (Hohes Haus) die Präsentation der Arbeiten aus der Übung „Musikvideo“ (Sommer 2015) von Manuel Gehrke statt. Alle Studierenden und Dozierenden sind herzlich zur Präsentation eingeladen. Bier, Wasser und Brezeln sponsert die Abteilung Medien.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10653 Thu, 01 Oct 2015 12:53:00 +0200 Lernen mit Hip Hop und Computerspielen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/lernen-mit-h/ Kultur und Bildung hängen zusammen. Wir lernen im Theater und beim Lesen eines Buches. Aber lernen wir auch beim Hip Hop, beim Computerspielen? Oder ist das „nur Unterhaltung"? Das Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur lädt ein zu einer Tagung über das Verhältnis von Populärer Kultur und Bildung. Kultur und Bildung hängen zusammen. Dies wird in Schulen, Universitäten, aber auch in freien Bildungsinstitutionen als gesichert vorausgesetzt. Welche Kultur ist eigentlich gemeint? Literatur, Theater, Bildende Kunst – klar. Aber auch Hip Hop? Fernsehen? Was lernen wir beim Computerspielen? Die Frage, wie weit und wie „populär“ der Kulturbegriff im Zusammenhang mit Bildung gedacht sein soll, wird nicht einheitlich beantwortet.

Das Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim und der Absolventenverein ab.hier.kultur laden am 9. und 10. Oktober 2015 zur Tagung „Let me entertain you - Über das Verhältnis von Populärer Kultur und Bildung" (Programm als PDF) ein. Auf der interdisziplinären Arbeitstagung an der Domäne Marienburg diskutieren Fachleute aus Wissenschaft und Praxis über das Verhältnis von Populärer Kultur und Bildung. Unter diskutieren Professor Hartmut Rosa, Soziologe an der Universität Jena; Petra Missomelius, Medienkulturwissenschaftlerin an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck und Professor Michael Rappe, Musikwissenschaftler an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Die Medienpädagogin Silke Günther spricht zum Beispiel über „Populäre Computerspiele in der Lehrerbildung". Die Tagung wird gefördert von der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V.

Um Anmeldung zur Tagung wird gebeten. Für den Besuch der Podiumsdiskussion, die am 9. Oktober um 20:00 Uhr in der Volkshochschule Hildesheim stattfindet, ist keine Anmeldung erforderlich. Mit der Tagung möchte das Veranstalterteam um Barbara Hornberger auch Lehrkräfte erreichen, die sich für das Themenfeld interessieren. Die Kulturwissenschaftlerin erforscht an der Uni Hildesheim die Kulturgeschichte des Populären. Barbara Hornberger hat über die Ästhetik und Bedeutung der Neuen Deutsche Welle promoviert.

Let me entertain you: Mehr über die Referentinnen und Referenten der Konferenz, Informationen zur Anmeldung und das detaillierte Programm findet man online.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10654 Thu, 24 Sep 2015 13:02:00 +0200 Filmdreh: So wenig Technik wie möglich https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/filmdreh-so-1/ Gummibänder halten ein Smartphone fest, damit das Bild nicht verwackelt – auch mit geringsten technischen Mitteln entstehen spannende Kurzfilme. Von A wie Audio bis Z wie Zeit: 50 Studierende kombinieren Erkenntnisse aus Medien, Literatur und Pädagogik. Einblicke in die „Summer School Filmbildung" auf dem Kulturcampus der Universität Hildesheim. Ein Tisch, zwei Stühle, im Erker des alten Pächterhauses: Ein junger Mann sitzt, sie steht und greift zur weißen Kaffeekanne. Zwei Studierende beobachten die Szene mit zwei Kameras, keine teuren Profistücke, sondern: Smartphones. Mit Gummibändern haben sie die Mobiltelefone – die heute jeder in der Hosentasche mit sich tragen kann – auf Stativen befestigt. Ein Klick, die Aufnahme läuft. Psst.

Die Szene ist Teil der einwöchigen „Summer School Filmbildung“ auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim. Etwa 50 Studierende drehen in Kleingruppen Kurzfilme. Am letzten Seminartag werden sie ihre Filme auf der Leinwand präsentieren – bis zu dieser Premiere steht einige Arbeit bevor. Und das unter erschwerten Bedingungen: die Technik wurde auf das Nötigste reduziert. „Die technischen Mittel, die zum Einsatz kommen, sind möglichst gering“, sagt Volker Pietsch. Es gibt eine weitere Vorgabe, erzählt der Hildesheimer Dozent, während er sich auf den Weg zur nächsten Gruppe macht: Im Film müssen drei Personen am selben Ort auftauchen und eine von ihnen soll früher oder später tot sein.

Während im Pächterhaus noch gedreht wird, startet ein studentisches Kamerateam im Hohen Haus bereits  mit dem Schnitt. „Ein Smartphone ist allgegenwärtig und schneller zur Hand als ein ganzes Drehequipment mit Kamera, Tonangel und Licht“, sagt Annette Warnecke, die sich im Studium mit der Frage befasst, wie Filme gemacht werden – auch mit sehr einfachen Mitteln. Sie studiert seit zwei Jahren Philosophie, Künste, Medien an der Universität Hildesheim. Eine kleine Mobilkamera ist zwar handlich, hat aber ihre Tücken. Dass sie einfache technische Mittel verwenden, beeinflusst also die Drehentscheidungen, bei einer Außenaufnahme mit starkem Wind kann sie den Ton nicht gut regeln, das Rascheln der Laubbäume übertönt die Stimme, berichtet Warnecke. Und dennoch: Ob man nun mit einer Profi-Kamera oder mit dem Smartphone dreht – die Herausforderungen sind doch überlappend, ähnlich, etwa wenn man eine Decke verschiebt und dadurch ein Fehler im Bild entsteht.

Annette Warnecke hat in weiteren Seminaren – zum Beispiel „Digitale Filmpraxis“ und „Inszenierung einer Filmszene“ – praktische Filmerfahrungen gesammelt, mit professionellem Filmequipment am Filmset und Rollenverteilung. „Ich war für das Licht zuständig, jeder hat seinen Part beim Aufbau der Filmszene und denkt mit.“

Filmdreh ist eine Teamleistung, sagt Warnecke. Damit Schülerinnen und Schüler ein Gespür dafür bekommen, wie ein Film aufgebaut ist, holt Karina Erdmann den Filmdreh ins Klassenzimmer. Sie studiert in Hildesheim Lehramt mit den Fächern Deutsch und Kunst und startet demnächst in das Referendariat. In einer Praxisphase im Masterstudium hat sie an einer Grundschule in Harsum Filme gedreht. „Die Erfahrung fehlt mir noch. Ich weiß nicht: Können das die Kinder? Kann eine zweite Lehrkraft den Dreh unterstützen? Wir haben kurze Szenen gedreht, 15 Sekunden“, sagt die Studentin, die sich mit der Frage beschäftigt, wie man mit Kindern und Jugendlichen in der Filmvermittlung zusammenarbeiten kann. In ihrem Fall standen Begegnungen im Fokus: Wie kann man Begegnungen darstellen – der klassische Handschlag etwa. Aber auch gegen eine Tür zu laufen, sei eine Begegnung, oder im Fußball einen Pass abzugeben, ermöglicht Begegnung – wie können Kinder das im Bild dokumentieren?

„Ich habe positive Erfahrungen sammeln können“, sagt Karina Erdmann. In der „Summer School Filmbildung“ setzt sie sich nun stärker mit Kameraeinstellungen und Bildbearbeitungsprogrammen auseinander, sie schätzt den Austausch mit den Studierenden aus den Kulturwissenschaften. „Das regt zum Nachdenken an.“

Und genau das ist das Ziel des Teams, das hinter dem Seminar zu Filmvermittlung steckt: Professorin Stefanie Diekmann und Volker Wortmann (Medienwissenschaft) Stefanie Hundt (Anglistik), Volker Pietsch (Fach Deutsch) und Torsten Scheid (Fach Kunst). Mitgeplant haben auch die Professorinnen Bettina Uhlig (Kunst), Stefani Brusberg-Kiermeier (Anglistik) und Irene Pieper (Deutsch) sowie Professor Toni Tholen  (Deutsch). Ziel dieser Kooperation sei, so Stefanie Diekmann, Professorin für Medienkulturwissenschaft an der Universität Hildesheim, die „fachspezifischen Zugänge zum Medium Film produktiv aufeinander zu beziehen.“ Filme sind aus so vielen verschiedenen Codes zusammengesetzt – man kann dem Film eigentlich nur gerecht werden, wenn man die vielfältigen Perspektiven berücksichtigt.

An der Summer School, die bereits zum zweiten Mal stattfindet (mehr Infos: Bericht aus 2014) und fortgeführt werden soll, wirken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Kulturwissenschaften, Anglistik, Literaturwissenschaften und Lehramt mit. Studierende aus höheren Semestern betreuen die Drehs in Kleingruppen, helfen mit Ratschlägen und Tipps zu Kameraeinstellungen und Videoschnitt. Eingebettet ist der Dreh in ein dichtes Programm mit Vorträgen und Übungen und einer Filmpremiere am letzten Tag, unterstützt mit Snacks von der Back-Factory. Zwar bleibt so weniger Zeit, um zu filmen, sagt Karina Erdmann. „Dafür nutzen wir die Zeit, um zu diskutieren und profitieren von den wertvollen Erfahrungen der Profis.“ Unter den Fachleuten aus dem Medien- und Filmbereich sind zum Beispiel Ines Müller-Hansen von der Hochschule Karlsruhe, der Filmdidaktiker Michael Steiger und die Filmwissenschaftlerin Petra Löffler von der Universität Weimar. Dazwischen geht es zu Kinovorstellungen – große Leinwand, toller Ton – und Diskussion mit den Regisseuren Philipp Döring und Aron Lehmann. Lehmanns Film „Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel“ handelt von einem Filmteam, dem mitten in der Literaturverfilmung die Produktionsgelder ausfallen.

Warum die Studierenden mit einfachen technischen Mitteln arbeiten, hat einen Grund: Neben Kulturwissenschaftsstudierenden nehmen angehende Lehrerinnen und Lehrer an dem Seminar teil und erproben den Filmdreh. Was geht kostengünstig auch im Unterricht? „In der Schule hat sich in den vergangenen 15 Jahren sehr viel getan. Einige Lehrerinnen und Lehrer sind sehr enthusiastisch“, sagt Volker Pietsch. Am Institut für deutsche Sprache und Literatur befasst er sich mit Mediendidaktik und den Beziehungen zwischen Literatur und anderen Künsten, etwa Film. Wie funktioniert ein Film anders als Literatur? „Gedanken hinter den Gesichtern bekommen wir im Film selten zu hören, meist müssen wir sie aus indirekten Informationen in Bild und Ton ableiten. Der Film regt hier also oft stärker die Phantasie an. Literatur kann Gedanken schneller und konzentrierter ausformulieren. Dafür ist Literatur in der Darstellung von Äußerlichkeiten langsamer. Sie kann auch verschiedene Perspektiven nur nacheinander bieten; im Film dagegen können sich Bild und Ton im selben Augenblick  auch widersprechen“, so Pietsch.

Wer fühlt sich für die Filmvermittlung an Schulen verantwortlich? Die Vorgaben für „Medienkompetenz“ im Unterricht an Grund- und weiterführenden Schulen bleiben recht vage, sagt Pietsch. „Das ist auch eine Chance, bringt eine Offenheit mit sich. Aber damit muss man umgehen können – das geht nur, wenn man damit in der Lehrerausbildung in Kontakt kam. Deshalb holen wir das Thema Filmvermittlung in die Lehrerausbildung. Denn ansonsten laufen diese Vorgaben darauf hinaus, dass man das Bekannte unreflektiert wiederholt oder immer wieder aufs Neue „Die Welle“ oder abgefilmtes Theater aus den 50er Jahren abspielt.“

Wenn audio-visuelle Medien im Schulalltag auftauchen, dann entweder auf den Handys der Jugendlichen auf dem Pausenhof, als Belohnung in einer Unterrichtsstunde oder als Anlass, um sich kritisch mit Medien auseinanderzusetzen. Via Facebook, Twitter und youtube werden Texte, Bilder und Filme veröffentlicht. Problemlos können Videodateien verschickt, Ereignisse in Live-Tweets dokumentiert und kommentiert werden. Sie zeigen Momente, Ausschnitte. Wer hat das gedreht, wo war das? Die Mediendidaktik fokussiert sich, so Pietsch, in der Schule traditionell stark auf die Frage, wie Jugendliche lernen können, kritisch mit Bildern umzugehen, wie sie lernen „sich von audio-visuellen Medien nicht manipulieren zu lassen“.

Aber, sagt Volker Pietsch, die Auseinandersetzung mit audio-visuellen Medien sollte man in der Schule nicht auf medienkritische Rezeption beschränken. „Jugendliche sollten teilhaben und lernen, sich der Medien zu bedienen, nicht nur technisch.“ Es gehe darum, eigene Sehgewohnheiten zu hinterfragen und selbst andere Bilder zu entwickeln. „Ob Dokumentarfilm oder Spielfilm: Oft konzentriert man sich sehr stark auf die Handlung, man vergleicht die Filmstory mit einer literarischen Vorlage oder mit einem gesellschaftlichen Problem. Man beschränkt den Film darauf. Der Film wird dann nur als Anlass genommen, um über das Thema zu sprechen. Aber im Unterricht wird kaum thematisiert, wie der Film das eigentlich umsetzt. Schlimmstenfalls wird Film ein Appetizer oder eine Belohnung und einfach abgespielt.“

Im Gespräch über Film könne man reflektieren, was ein Film alles mitbringt, aber auch, was man selbst alles hinzufügt. „Man bekommt selbst bei den einfachsten Bildern nicht alle Puzzleteile und Einflüsse zusammen“, so Pietsch. In der Summer School befassen sich die Studierenden zum Beispiel mit großen Gesichtern und kleinsten Details, mit Farblichkeit, mit Schärfeverhältnissen und Kameraperspektiven, Beleuchtung und mit Musik – oder ihrer Abwesenheit.  „Die Zusammenarbeit der Fachbereiche in der Summer School Filmbildung macht es möglich, das flüchtige Gesicht des Films aus all diesen Perspektiven einzufangen“, sagt Pietsch.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10330 Wed, 08 Jul 2015 17:57:00 +0200 Öffentliche Studientage des Masterstudiengangs Inszenierung der Künste und der Medien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/oeffentliche-61/ Am Mittwoch, dem 15. Juli und am Donnerstag, dem 16. Juli finden auf dem Kulturcampus Domäne erneut die öffentlichen Studientage des Masterstudiengangs Inszenierung der Künste und der Medien statt.  

Das komplette Programm finden Sie hier.

 

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10438 Thu, 02 Jul 2015 10:48:00 +0200 Theater unberechenbar: Algorithmen und Menschen auf der Bühne https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/theater-unbe/ Was Regeln und Formeln aus Aufführungen machen: Algorithmen werden immer theatraler, sagt der Theaterwissenschaftler Ulf Otto. Auf dem Kulturcampus kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Medien, Theater und Informatik zusammen. Was passiert mit dem Theater unter digitalen Bedingungen? „Algorithmen werden immer theatraler. Sie haben große Auftritte auf den Bühnen und immer mehr mit sozialen Rollenspielen zu tun. In den darstellenden Künsten sind sie mal spektakulär als Industrieroboter, mal interaktiv als Sortieralgorithmus oder auch unterschwellig als Datenbanksystem wirksam“, sagt der Theaterwissenschaftler Ulf Otto von der Universität Hildesheim.

Theater und digitale Kultur nehmen aufeinander Bezug: Theaterhäuser setzen sich thematisch mit der Digitalisierung auseinander oder übernehmen die Technik. So verbindet die Gruppe „machina ex“, die von Studierenden in Hildesheim gegründet wurde, Computerspiele und interaktives Theater und lässt die ursprüngliche Abgrenzung zwischen Zuschauer und Schauspieler in ihren ungewohnten, partizipativen Spielformen verschwimmen. Theater ist aber auch in digitale Kultur eingebettet, in Berichterstattung, live-streams und in sozialen Netzwerken mit der Öffentlichkeit verwoben, sagt Ulf Otto.

Nach welchen Regeln und Formeln Theater und digitale Kultur zusammenkommen, damit beschäftigen sich Anfang Juli Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Theater, Medien und Informatik auf dem Symposium „Acting algorithms“ an der Universität Hildesheim. Dabei konzentrieren sie sich auf Algorithmen, die zunehmend auch im Theater auftauchen und „auf der Bühne leben“. Irina Kaldrack vom Zentrum für Digitale Kulturen in Lüneburg betrachtet in ihrer Analyse zum Beispiel die „Handlung zwischen Algorithmen, Daten und Menschen“. Wird Theater dadurch berechenbarer? Studierende der Kulturwissenschaften setzen sich in einem Workshop mit Georg Werner von der Gruppe Rimini Protokoll und Turbo Pascal mit interaktiver Programmierung und Performance auseinander. Wie können zum Beispiel Lichtstimmungen oder Klangereignisse auf der Bühne automatisch ausgelöst werden? Das Grundinteresse der Studierenden an technischen und ästhetischen Fragen sei groß, freut sich Otto.

Ulf Otto lehrt und forscht am Institut für Theater, Medien und Populäre Kultur in Hildesheim. Seine Dissertation ist unter dem Titel „Internetauftritte. Eine Theatergeschichte der neuen Medien" erschienen. Als Theaterwissenschaftler fragt er, wie sich Darstellungsformen in der Gesellschaft verändern, worauf Theater reagiert. Dabei lohnt auch der Blick in die Geschichte: Derzeit untersucht er in einem dreijährigen, von der Volkswagen-Stiftung geförderten Habilitationsprojekt die Elektrifizierung des Theaters um 1900. Um die Geschichte zu erforschen, greift der Wissenschaftler auf Rezensionen von Theaterstücken, technischen Quellen und Firmenprospekte (etwa Siemens und AEG), Pamphlete von Künstlern und Polizeivorschriften um die Jahrhundertwende zurück.

Theater war vor der Erfindung des elektrischen Lichts „wahnsinnig heiß, wahnsinnig stickig“, so Ulf Otto. Die Theaterästhetik sei vor der Elektrifizierung geprägt gewesen von „flackernder, surrender Luft“ und einer instabilen Lichtquelle. Mit der Erzeugung von Licht und der Verbreitung dieser Technik hat sich auch die Ästhetik verändert. Kulissen und manche Materialien funktionierten unter dem bläulich-hellen Licht auf einmal nicht mehr, so der Theaterwissenschaftler. „Noch spannender ist, die weitere Entwicklung: Bis zu unserem heutigen Standardbeleuchtungssystem in der Theatertechnik dauerte es noch Jahrzehnte. Noch um 1910 war man dem Scheinwerfer gegenüber eher skeptisch. Heute sagen wir: Jemand steht im Scheinwerferlicht.“

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10437 Wed, 01 Jul 2015 10:42:00 +0200 Mehr als nur Theater https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/mehr-als-nur-2/ Es war einmal. Maissara wiederholt Sätze, ein Echo. Ständiges Ausharren, Warten ist anstrengend für Körper und Geist. Theaterstudierende der Universität Hildesheim und Flüchtlinge aus dem Sudan erarbeiten ein Stück über Zeit und Isolation. Aufführungen finden 2015 in Hildesheim, Hannover und Braunschweig statt. Ein Probenbesuch von Isa Lange. Das ist doch entspannend: Ein Liegestuhl, ein Schwimmbad. Drei Leinwände auf der Bühne, davor drei knapp zwei Meter hohe Stühle. Unter ihnen ist nichts. Leere. Stühle, die keineswegs zum Entspannen einladen, sondern ein Workout sind. Um sich auf ihnen zu halten, muss man sich mit Beinen und Armen abstützen. Ausharren zu müssen ist eine Anstrengung für Körper und Geist. Im Bühnenhintergrund sieht man ein Schwimmbad, im Video. Der Bühnenaufbau lässt zu, zwischen Video und Bühne zu springen, mal taucht Maissara M. Saeed im Film auf, dann auf der Bühne. Saeed, der aus dem Sudan geflohen ist, nennt das „breaking isolation“. Es ist ein Thema, das ihn sehr beschäftigt.  Seit März 2015 proben Theaterstudierende und Flüchtlinge aus Hildesheim und Hannover ein Stück zum Thema Isolation. „Wir befassen uns mit der Isolation der Flüchtlinge vom Rest der deutschen Gesellschaft als auch untereinander”, sagt Sebastian Rest während einer Probe in der Universität Hildesheim. Die große Chance des Künstlerischen ist, eine Bühnenfigur zu schaffen, so der Theaterstudent. „Man kann immer eine Distanz zu sich entwickeln, man zeigt eine Figur, die man mit geschaffen hat.“

Alle zwei Wochen proben die Studierenden und Flüchtlinge am Wochenende, essen gemeinsam, sie entwickeln das Bühnenbild weiter. Abends nach Betriebsschluss dreht die freie Theatergruppe „Voll:milch“ Szenen im Schwimmbad in Hildesheim. Ein Schwimmbad, Ort der Erholung und freien Zeit, so Stephan Mahn. „Für uns ist das Bad ein Ort der Entspannung, das ist ein Luxus, den wir haben, eine Langsamkeit, ein Warten. Für Asylsuchende ist Warten anstrengend, körperlich und psychisch.“ Katja Trachsel erzählt von einem aufsehenerregenden Ereignis in der Schweiz: Der Besitzer hatte verlangt, dass Gruppen von Flüchtlingen sich anmelden, bevor sie ins Schwimmbad kommen und wenn, dann bitte in kleinen Gruppen. „Das Flüchtlinge von Freizeitangeboten ausgeschlossen werden, ist ein Skandal“, sagt die Studentin. „Wir arbeiten mit Experten zusammen, Flüchtlinge aus dem Sudan. Wann ist freie Zeit einfach leer? Wir arbeiten in der Gruppe mit krass viel Humor. Komik ist ein Mittel, um Isolation zu durchbrechen. Wir arbeiten sehr intensiv zusammen.“

Um als Gruppe zusammenzukommen und sich dem Thema anzunähern, kommen viele Theaterübungen zum Einsatz. „Man setzt sich vor eine Kamera, hat eineinhalb Minuten Zeit und wählt etwas aus, anhand dessen man ein Porträt von sich macht, man stellt sich anhand seiner Tasche vor“, so Katja Trachsel. Ein Flüchtling aus dem Sudan holte sein Portemonnaie hervor, er zog einen Fahrschein vom Nahverkehr Hildesheim nach dem anderen heraus, zeigte: Er ist unterwegs. Die Theaterstudierenden arbeiten  mit Übungen, die nicht über Sprache funktionieren, sondern über den Körper. In den Proben verständigen sie sich in deutscher und englischer Sprache, Maissara M. Saeed übersetzt außerdem ins Arabische, er arbeitet mit der Gruppe Voll:milch seit einem Jahr zusammen. Wen sie mit ihrem Stück erreichen möchten? Studierende, interessierte Bürgerinnen und Bürger, Flüchtlinge, Schulklassen.

Zuletzt produzierte das studentische Theaterkollektiv, zu dem auch die Studierenden Birk Schindler und Paula Löffler gehören, am Theaterhaus Hildesheim ein Stück über Gebärdensprache, gemeinsam mit hörenden und nicht hörenden Spielerinnen und Spielern. Auch in diesem Stück arbeiten sie mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte zusammen, die jungen Erwachsenen in den Werkstätten bauen das Bühnenbild. Außerdem werden Aufführungen im Herbst 2015 mit Übertitelung für nicht-hörendes und hörendes Publikum zugänglich gemacht. „Voll:milch“ ist ein 2011 gegründetes Hildesheimer Theaterkollektiv. Es setzt sich aus Absolventen des Studiengangs „Szenische Künste“, Studierenden des Masterstudiengangs „Inszenierung der Künste und der Medien“ an der Universität Hildesheim und der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig zusammen.

Die Studierenden bedanken sich für die Unterstützung bei: Fonds Soziokultur, Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, Friedrich Weinhagen Stiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Johannishof Stiftung, Jowiese sowie beim Theaterhaus Hildesheim, beim Theater LOT Braunschweig und beim Theater im Pavillion Hannover.

Aufführungen 2015 in Hildesheim, Hannover und Braunschweig

Am 3. Juli 2015 hat das neue Stück von „VOLL:MILCH“ Premiere: Die Gruppe aus Theaterstudierenden der Universität Hildesheim hat mit Flüchtlingen aus Hildesheim und Hannover in den letzten Monaten ein Stück über Isolation, die deutsche Gesellschaft und den Umgang mit Zeit erarbeitet. Im Stück sprechen sie die deutsche, englische und arabische Sprache.

Zusammen mit vier sudanesischen Flüchtlingen suchen die Studierenden eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Situation von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern und der deutschen Asylpolitik. „Experten des Asylalltags treffen auf die zweite Nachkriegsgeneration und beide fragen sich, ob sie noch zu retten sind“, heißt es in der Ankündigung des Stücks „Refugee Homecare: Flüchtige Heimatpflege“. Aufführungen finden am 3./ 5./8./10. Juli jeweils um 21:30 Uhr statt. Spielort ist das alte Kino im Pepperworth 9c in Hildesheim. Der Eintritt kostet 5 bzw. 10 Euro. Asylbewerber erhalten freien Eintritt (Free entry for all refugees). Weitere Aufführungen finden im Herbst/Winter 2015 statt, zum Beispiel am 6. und 7. November im Theater im Pavillon Hannover und am 10. und 11. Dezember am LOT-Theater Braunschweig. Weitere Informationen unter www.vollmilch.me.

Lesen Sie diesen Artikel im neuen Uni-Magazin auf Seite 32-33 (zum epaper)

Über die Künste einen Zugang zu einer neuen Gemeinschaft finden? Welche Rolle spielen Musik, Theater, Literatur nach der Flucht? Nachgefragt bei Wolfgang Schneider, Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim. Interview auf Seite 34 im Uni-Magazin (zum epaper)

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10257 Wed, 24 Jun 2015 14:23:00 +0200 Acting algorithms https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/acting-algor/ Was Regeln und Formeln aus Aufführungen machen. Symposium vom 2.-4. Juli 2015 auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg Algorithmen sind Folgen von Befehlen, die mit dem Suchen und Sortieren von Zahlen­haufen beschäftigt sind, auch wenn sie in den Handlungen von Maschinen, Menschen oder Waren resultieren. Derzeit werden solche Algorithmen immer theatraler, haben große Auftritte auf den medialen Bühnen und immer mehr mit sozialen Rollenspielen zu tun. Gleichzeitig werden sie immer häufiger in den darstellenden Künsten wirksam: mal spektakulär als Industrieroboter, mal interaktiv als Sortieralgorithmus oder auch unterschwellig als Datenbanksystem. Es lässt sich hier insofern eine vielfältige und beidseitige Annäherung von Technik und Ästhetik beobachten, die u.a. die Frage aufwirft, wie Regeln und Formeln in Aufführungen wirksam werden.

Ausgehend von performativen Setups in denen Algorithmen als theatrale Akteure aktiv werden und der Reflexion ihrer medialen und epistemischen Grundlagen, diskutiert das Symposium wie Algorithmen und Kategorien wie Verteilung, Berechenbarkeit oder Wahrscheinlichkeit in theatralen Handlungs- und Körperkonzepten wirksam werden.

In fünf Vortragspanels kommen Theater- und Medienwissenschaftler*innen sowie Theatermacher*innen und Informatiker*innen ins Gespräch. Ein offener Diskussionsraum am Ende des zweiten Tages gibt Anlass zur Vertiefung und Weiterführung der Gespräche. Speziell an Studierende wendet sich ein vorhergehender Workshop mit Georg Werner (Interrobang, Rimini Protokoll, Turbo Pascal) zum Thema interaktive Programmierung und Performance und eine gemeinsame Nachbesprechung im Anschluss an das Symposium.

Das gesamte Programm finden Sie hier.

Eine Veranstaltung des Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10127 Tue, 26 May 2015 14:15:00 +0200 Theaterstudierende blicken auf Arbeit: sinnlich, statt statistisch https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/theaterstudi/ Wer arbeitet nachts? Das kriegt man gar nicht mit, sagen Theaterstudierende der Universität Hildesheim. Künste können auf eine sinnliche Art sichtbar machen – anders als Statistiken. Das Festival „transeuropa“ öffnet vom 27. Mai bis 1. Juni 2015 unsere Sinne für unsichtbare Arbeit, etwa für nächtliche Arbeit, von der viele Menschen kaum etwas mitbekommen, da sie schlafen. Das Europäische Festival der performativen Künste startet. In der „Nachtschicht“ werden Festivalteilnehmer in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 2015 über ihr Smartphone durch die Nacht gelotst – von Ort zu Ort, quer durch die Stadt –, um zu erfahren, wer nachts arbeitet. In leerstehenden Ladenlokalen, an ehemaligen Orten der Arbeit, setzen sich Künstlerinnen mit dem Berufsleben auseinander. Die Festivalbesucher kommen an Orten der nächtlichen Arbeit zusammen, etwa in einer Bar, in einer Suppenküche für Obdachlose. Dabei richtet das studentische Organisationsteam, das hinter „transeuropa“ steckt, den Fokus nicht explizit auf bestimmte Berufsgruppen. Es stehe ihnen nicht zu, über Reinigungskräfte, Krankenschwestern und Rettungssanitäter oder Bäcker zu urteilen und über sie zu sprechen. Stattdessen wollen sie die Wahrnehmung schärfen. „Die Zuschauer sind permanent auf der Suche, laufen durch Hildesheim und bekommen einen anderen Blick für die Geschehnisse in einer Stadt bei Nacht“, sagt der Student Tobias Malcharzik. Wo findet gerade Nachtarbeit statt? „Sechs Stunden bewegen wir uns durch die Nacht, vereinzelt oder in der Gruppe, am frühen Morgen kommen wir im Festivalzentrum in der Innenstadt zusammen.“

Die „Nachtschicht“ ist Teil des europäischen Festivals für performative Künste „transeuropa“, das von etwa 50 Studierenden der Kulturwissenschaften der Universität Hildesheim organisiert wird. Die Künstlerische Leitung liegt in diesem Jahr bei Laura Bleck, Adele Dittrich Frydetzki, Marten Flegel, Theresa Frey, Tobias Malcharzik, Manuel Melzer, Anta Helena Recke, Birgit Schachner und Felix Worpenberg. In dieser Woche (27. Mai bis 1. Juni 2015) [zum Programm] laden sie Künstlerinnen und Künstler aus Europa ein, sich mit der Frage zu befassen: Wie wollen wir arbeiten?

„Wir glauben an Arbeit, generieren mit unserer Tätigkeit Sinn. Wenn wir uns aktuelle Debatten anschauen – Burnout, Generation Y, Überforderung – dann verweisen sie darauf: Was macht Arbeit mit uns? Wir sind eine Glaubensgemeinschaft, die daran glaubt, arbeiten zu wollen. Wir hinterfragen das aber kaum“, sagt Tobias Malcharzik, der mit weiteren Studierenden die „Nachtschicht“ organisiert. Die „Nachtschicht“ ist eingebettet in einen zweitägigen Kongress über die Frage „(Wie) wollen wir in Zukunft arbeiten?“. Der 22-jährige Malcharzik studiert „Szenische Künste“ an der Universität Hildesheim. Er stelle sich oft die Frage: Was und wie will ich arbeiten? Es sei spannend zu beobachten, wie in den Künsten Kulturschaffende immer in Bewegung seien, sich neu formieren, von Projekt zu Projekt, der Arbeitskontext ändere sich ständig. Gerade transeuropa sei ein Festival, das sich „stets neu formiert“, alle drei Jahre entsteht ein neues Studierendenteam. „Wir müssen immer wieder Arbeitsstrukturen neu schaffen. Es ist spannend, wie wir uns bewegen und verändern“, sagt Tobias Malcharzik.

„Nächtliche Arbeit existiert eigentlich nur dazu, damit der Tag geordnet und geregelt ablaufen kann. Reinigungspersonal muss nachts durch Büros gehen und die Müllabfuhr früh morgens durch die Straßen ziehen – damit  der Tagesablauf keine Störelemente enthält. Das, was so verborgen abläuft, möchten wir sichtbar machen“, sagt Hannes Siebert, der in Hildesheim Kulturwissenschaften mit den Fächern Theater und Medien studiert. Bei transeuropa absolviert er ein Praktikum, hat im Wintersemester an einem Seminar mitgewirkt, in dem das Festival vorbereitet wurde. „Das ist reizvoll in diesem Studiengang, etwas wirklich umzusetzen. Ich habe mich vorher nicht mit Arbeit in der Tiefe beschäftigt. Wir fragen auch: Was würde ein nächtlicher Protest eigentlich bringen? Wenn Leute nachts protestieren sieht man das nicht – aber am nächsten Tagen sind die Resultate sichtbar, der Müll bleibt zum Beispiel stehen.“

Das transeuropa-Team hat im Frühjahr ein Festivalzentrum bezogen, mitten in der Innenstadt, eine alte Bahnhofsschule. In dem roten Backsteingebäude hämmern und tüfteln die Studierenden wenige Tage vor der Eröffnung, zimmern eine Holzbar, reinigen die Räumlichkeiten, transportieren Teppich durch die Treppenhäuser und breiten Stadtpläne mit orange markierten Orten aus. transeuropa bespielt mehrere Orte während der Festivaltage, neben dem Festivalzentrum auch leerstehende Lokale, die Kulturfabrik Löseke, das Theaterhause und das Burgtheater auf der Domäne Marienburg. Während Lea Schütte im Erdgeschoss Festivalkarten verkauft und sich auf den „Arbeiter_innenchor“ vorbereitet – gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern der Volkshochschule und des Unicanto-Universitätschors – entwickeln zwei Etagen über ihr Künstlerinnen und Künstler ihre Produktionen. Séverine Urwyler arbeitet zum Beispiel mit Schallwellen, eine Soundperformance entsteht. Das Künstlerinnenduo Sööt/Zeyringer aus Estland und Österreich befasst sich mit dem Umgang mit Problemen und Hindernissen, die als unlösbar erscheinen, mit Momenten des Scheiterns und der Frustration. Mit der Teilhabe an Arbeit, mit Sprache und Identität und Sprache von Minderheiten setzen sich die Theaterstudierenden von „Voll:milch“ auseinander, dabei arbeiten sie mit Gebärdensprache und beziehen Experten ein. Entstanden sei der Schwerpunkt des diesjährigen Theater- und Performancefestivals aus sehr persönlichen Fragen. „Im Kulturbetrieb fällt auf: Private Freundschaften werden total verflochten mit dem Arbeitsleben, gerade wenn man frei im Theaterbereich arbeitet, ist das oft identisch. Sollte man das trennen, ist das angenehm, wann arbeitet man, wann beginnt Freizeit?“, sagt die Studentin Birgit Schachner.

Etwa 1500 Tickets für Theater und Konzerte sind im Umlauf, sagt Felix Worpenberg. „Eine wichtige Erfahrung ist, das transeuropa Festival international und auf professionellem Niveau zu gestalten. Dabei treffe ich auf viele engagierte Leute und lerne selbstständig etwas Neues. Die Festivalmacher von transeuropa2012 haben gezeigt, wie fruchtbar und erfolgreich gemeinschaftliche Arbeit an einem Kulturfestival sein kann", sagt der 27-jährige, der im Master „Inszenierung der Künste und Medien“ studiert. Er habe während der Organisation in den letzten Monaten noch nie so stark gespürt, „dass Arbeit auch Arbeitszeit“ bedeute, etwa in der Kommunikation mit Ämtern und Behörden. „Wochenende hat sich für mich noch mal anders definiert, nicht immer ist jeder permanent an sieben Tagen erreichbar“, sagt Worpenberg. „Wir wollen alle Hildesheimer erreichen, deshalb haben wir unsere Plakate auch in Friseursalons aufgehängt, die Hildesheimer Bürger sind empfänglich, offen“, sagt die 21-jährige Studentin Magdalena Köstner.

transeuropa wolle in der Stadt präsent sein, das Thema Arbeit betreffe schließlich jeden. „Wir arbeiten in Workshops mit Kindern und mit Senioren, also jenen, die das Berufsleben noch vor sich haben oder die darauf zurückblicken“, ergänzt Felix Worpenberg. „Wir wollen ins Gespräch kommen.“ So treffen sich Studierende seit einigen Wochen regelmäßig mit Seniorinnen und Senioren des Seniorenheims am Steinberg in Ochtersum. In dieser Runde von Mitte Zwanzigjährigen und 77 bis 97-Jährigen tauschen sie sich über Arbeit aus. „Was Arbeit bedeutet, ist immer eine Frage der Zeit, in der sie stattfindet“, sagt Birgit Schachner. „Wieso interessiert ihr euch für uns?“, fragten die älteren Damen und Herren zunächst. Um dann im nächsten Moment aus ihrem Arbeitsleben zu erzählen, auf dem Postamt, in der Munitionsfabrik, in der Schneiderei. Die Ergebnisse sind in Audio und Bildern in einer Ausstellung im Festivalzentrum zu sehen.

Am Freitag und Samstag werden die Festivalteilnehmer diskutieren und Erfahrungen austauschen und sich „zwei Tage und eine Nacht Zeit nehmen, um Antworten“ zu finden. Wie wollen wir arbeiten? Wollen wir arbeiten? Und wenn nicht, was dann? Wessen Arbeit bleibt unsichtbar? Cobratheater Cobra fragt: Wir, wer kann das sein? Am zweiten Kongresstag fragt Konstanze Schmitt nach der Bedeutung von Pflegeberufen und Karolina Dreit diskutiert die Schaffung neuer Arbeitswirklichkeiten. Die Künstler befassen sich auf dem transeuropa-Festival auch mit dem Zusammenhang zwischen Freizeit und Arbeit.
Wie wollen wir arbeiten? Das Festival transeuropa im Überblick

Alle drei Jahre wird die Stadt zu einer Bühne: transeuropa ist das europäische Festival für performative Künste und findet vom 27. Mai bis 1. Juni 2015 zum 8. Mal in Hildesheim statt. Das Festivalzentrum befindet sich in der alten Bahnhofsschule in der Kaiserstraße 43-45. Etwa 40 Künstlerinnen und Künstler untersuchen in Gastspielen, Eigenproduktionen und partizipativen Projekten während der Festival-Woche, wie, warum und unter welchen Bedingungen Menschen heute arbeiten. Sie entwerfen am Beispiel der performativen Künste alternative Modelle des Arbeitens und zeigen, welche Vorstellungen und Ansprüche junge Künstler an zukünftiges Arbeiten haben.

Die Studierenden äußern auch Selbstkritik: Künstler sind es, die zu flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeitsformen inspirieren. Ein Kongress bietet an zwei Tagen und einer Nacht Raum für Austausch. In „Residenzen“ leben Künstler aus anderen Ländern etwa fünf Wochen in Hildesheim, beobachten Arbeitsweisen und produzieren eine neue künstlerische Arbeit. Eine Aufführung, die besonderen Wert auf Musik und Sound legt entsteht in der „Soundresidenz“. In den partizipativen Projekten „Portrayed by children” und „Am laufenden Band” melden sich sehr junge und schon ältere Hildesheimer zu Wort und beschreiben ihr entweder noch vor ihnen oder bereits hinter ihnen liegendes Arbeitsleben. Das Festival bietet an den Festivaltagen jeweils zwischen 17:00 bis 21:00 Uhr eine Kinderbetreuung an. Mehr dazu auf der Internetseite www.transeuropa-festival.de.

transeuropa besteht seit 1994 und fördert den Nachwuchs in den performativen Künsten. Ein Team aus Studierenden des Fachbereichs Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim realisiert das Festival. Die Studierenden vertraten die Bundesrepublik Deutschland mit dem Thema „Gemeinschaften“ in der Endrunde des Europäischen Jugendkarlspreises.

transeuropa2015 wird gefördert unter anderem von dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, von der NordLB Kulturstiftung, von der Stiftung Niedersachsen, vom fonds darstellende künste, von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Friedrich Weinhagen Stiftung, der Stadt Hildesheim, der Universitätsgesellschaft, der Bürgerstiftung und vom Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation und Präsidium der Stiftung Universität Hildesheim.
Interview mit den Studierenden Birgit Schachner und Marten Flegel

Künste können sichtbar machen, was sonst unsichtbar ist, sagen Marten Flegel und Birgit Schachner von der Universität Hildesheim. In das studentische Festival „transeuropa" binden sie auch Menschen ein, die noch nicht oder nicht mehr arbeiten, darunter Kinder und Senioren. [...zum Interview: „In der Arbeitswelt zurechtkommen"]

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-9668 Wed, 13 May 2015 19:37:00 +0200 practicing political photography https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/practicing-p/ Masterstudierende des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur stellen vom 18. bis 23. Mai eigene Fotografien in der Arneken Galerie aus. Ein Mann und eine Frau stehen am Flussufer unter einer Brücke, durchsichtige Folie ist um ihre Köpfe gewickelt. In schwarzen Stiefeln und warmen Mänteln blicken sie in die Kamera, ob auffordernd, abgeklärt oder zweifelnd bleibt unklar. Susanna Duda hat diese Aufnahme als Teil eines Diptychons inszeniert: In ihren fotografischen Arbeiten setzt sich die Master-Studierende der Universität Hildesheim mit Zukunftsängsten auseinander. „Wie können wir mit Bildern über unsere Sorgen berichten?“

Dudas Fotografien werden zusammen mit den Werken fünf weiterer Studierender vom 18. bis 23. Mai 2015 in der Arneken Galerie gezeigt. „practicing political photography“ – praktizierte politische Fotografie – heißt die Ausstellung der Studierenden. Welche Themen haben politische Relevanz? Wie können diese mit Mitteln der Fotografie sichtbar gemacht werden? Wie kann Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bildlich dargestellt werden – und mit wessen Blick? Diese Fragen beschäftigten die Masterstudierenden am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur im vergangenen Wintersemester im Seminar „Politische Fotografie“ bei Dr. Evelyn Runge. In der das Seminar begleitenden Übung konzeptionierten sie Fotoserien und setzten diese selbständig um: Sie arbeiten dokumentarisch und inszenierend, wenden Methoden der visuellen Soziologie und des medienreflexiven Filmessays an. Aaron Schmidt verteilte Einwegkameras an Arbeitslose mit der Bitte, ihre Suche nach Arbeit zu dokumentieren. Seine Ausgangsthese war: „Die Suche nach Arbeit ist eine tagesfüllende Beschäftigung, die nur nicht gesehen wird. Die Fotografie ist ein wunderbares Mittel der Sichtbarmachung.“ Zurück erhielt Schmidt überraschende Aufnahmen, eigenwillige Porträts ebenso wie Zeugnisse erhöhter Mobilität. Auch Silvia Dudek interessierte sich für den Blick anderer: Sie gab Foto-Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und erlebte, wie diese ihre Umgebung visuell aneignen. Auf Spurensuche der Geschichte in der Gegenwart begaben sich Nadja Werner und Lisa Fuderer: Werner dokumentierte die Musealisierung des Vietnam-Krieges vor Ort in Cu Chi. Die veränderten Lebenswege junger Frauen von heute und das Leben ihrer Großmütter untersuchte Fuderer fotografisch-vergleichend. In seinem zehnminütigen Filmessay befragte Simon Schultz von Dratzig eine der bekanntesten Aufnahmen der Fotogeschichte nach Manipulation und Materialität: Lenin ließ Trotzki und Kamenew auf einer Aufnahme von 1920 wegretuschieren.

Die Vernissage „practicing political photography “ findet am Montag, 18. Mai 2015, um 20 Uhr im 1. Obergeschoss der Arneken Galerie statt. Die Studierenden sind anwesend. Am Mittwoch, 20. Mai, um 18 Uhr hält Felix Koltermann, Friedens- und Konfliktforscher und selbst professioneller Fotograf, einen öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion zu dem Thema „Fotografisches Sehen als politischer Prozess“.

Fotoausstellung „practicing political photography “ mit Werken von: Susanna Duda, Silvia Dudek, Lisa Fuderer, Aaron Schmidt, Simon Schultz von Dratzig, Nadja Werner. Leitung: Dr. Evelyn Runge.
18. bis 23. Mai 2015, Arneken Galerie, 1. Obergeschoss, Hildesheim. 9.30 bis 20 Uhr.
Vernissage: 18. Mai, 20 Uhr. Öffentlicher Abendvortrag von Felix Koltermann: 20. Mai, 18 Uhr.

Kontakt: Aaron Schmidt, schmidta@uni-hildesheim.de
Fotocredit: Susanna Duda

Hier finden Sie den Flyer und das Plakat als pdf-Download.

 

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10075 Tue, 12 May 2015 16:25:00 +0200 Filmfestival: Medienstudentinnen in Cannes https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/filmfestival/ Hanna Seidel und Gwen van der Linde, die beide am Hildesheimer Kulturcampus studieren, sind mit ihren Kurzfilmen „Destroy Roy“ und „Welt bedeuten“ zum „Short Film Corner“ nach Cannes eingeladen worden. Matthias Friedrich sprach mit ihnen über ihre Ideen, den langen Schreibprozess eines Drehbuchs und warum sie sich überhaupt filmisch ausdrücken wollen. Wie kamst du auf die Idee zu deinem Film?

Hanna Seidel: Liebe ist in fast jedem Film mit dabei, man kennt ja diese typischen „Boy meets Girl“-Geschichten und ich dachte mir, dass man das auch auf die Objekte am Set übertragen könnte. Ich fand es spannend, wenn sich irgendwer in einen Gegenstand auf dem Set verlieben würde, und der wichtigste Gegenstand ist natürlich die Kamera. Das ist lustig, weil mir die ganzen Wochen davor nichts eingefallen ist und ich mit Leuten über Filme gesprochen habe. Und dann war diese Idee einfach da.

Wie läuft das Schreiben des Drehbuchs ab und welchen Einfluss haben dabei die Seminare des Kulturcampus auf dich?

Gwen van der Linde: Ich hab mal überlegt, Drehbuchschreiben zu studieren, weil ich so viele Ideen habe. In den letzten Jahren hab ich aber bemerkt, dass Dialogschreiben mir sehr schwer fällt, das Ergebnis klingt immer hölzern. Eigentlich möchte ich lieber improvisieren. An „Welt bedeuten“ habe ich sehr stückhaft gearbeitet. Zuerst hatte ich ein ganz anderes Drehbuch, das dreißig Seiten lang war, wovon ich die Hälfte gestrichen habe. Das alles hat viel Zeit in Anspruch genommen. Wenn man das Buch liest, klingt es nicht wie der Film, denn durch die Kameraästhetik, das Kostüm und den Szenenbau hat sich eine Menge verändert. Der Text ist noch sehr rohes Material. Zwar habe ich mit anderen über den Text gesprochen – es gab keine Improvisation –, aber die Optik des Films hat so viel dazu gegeben, dass man das im Drehbuch noch gar nicht richtig fassen kann.

Wenn du anfängst, deinen Film zu drehen – wie kommt dein Team zustande?


Hanna Seidel: Im zweiten Semester habe ich schon mal einen Film gedreht. Damals kannte ich hier noch nicht so viele Leute und hab mir viele Leute aus Hannover, München und Österreich dazu geholt. Dieses Team ist zum größten Teil geblieben und als Kollektiv nennen wir uns „Film Fatale“. In den vier Jahren, die ich jetzt drehe, sind sie enge Freunde von mir geworden.

Was ist dein Antrieb zum Filmemachen?

Gwen van der Linde: Ich komme vom Schreiben. Das ist ganz wichtig. Tatsächlich ist das aber auch schade, weil ich nichts von der Technik weiß. Seit ich sechs bin, schreibe ich Geschichten. Als ich zwölf war, hab ich meinen ersten Roman geschrieben, hundert, dann zweihundert, dann vierhundert Seiten. Ich habe vier sehr lange Fantasy-Romane verfasst. Aber literarisch waren sie nie besonders gut. Mein Vater meinte zu mir, ich würde eher Bilder beschreiben. Und dann sagte er: „Vielleicht interessiert dich ja eher Film, wo du das Bild gleich hast und vorher nicht noch alles beschreiben muss. Beim Schreiben muss man ja reduzieren, was man sagen will.“ Dann hab ich angefangen, mich mit Filmen zu beschäftigen, unter anderem von Fellini und Tarkowski. Zum Filmemachen inspiriert hat mich aber Wes Andersons „The Royal Tenenbaums“. Ich mag diese Art von skurrilen Figuren und möchte Geschichten vor allem von Underdogs erzählen. Damit möchte ich es Leuten, die Ähnliches erleben, leichter machen und das, was mir diese Filme gegeben haben, an andere zurückgeben.

Wie kamst du dazu, deinen Film in Cannes einzureichen?


Hanna Seidel: Ich hatte den Film schon zur Berlinale geschickt, er wurde aber abgelehnt. Dann habe ich zufällig herausgefunden, dass ich ihn auch nach Cannes schicken konnte, mit der Option, die 95 Euro Teilnahmegebühr bei einer Ablehnung zurückzubekommen. Zuerst hatte ich Zweifel, weil mir der Film nicht extrem genug geraten war, aber dann kam die Einladung nach Cannes.

 

Filme gemeinsam schauen

Wer Einblicke in die Kurzfilme erhalten möchte, hat in Hildesheim die Chance: Frisch zurückgekehrt aus Cannes zeigen die beiden Medienstudentinnen Hanna Seidel und Gwen van der Linde ihre Filme erstmals in Hildesheim. „Destroy Roy“ und „Welt bedeuten“ laufen am Samstag, 27. Juni 2015, um 20:00 Uhr im Theaterhaus (Langer Garten 23c).

Nachricht aus Cannes

Das bedeutendste europäische Filmfestival lädt Hanna Seidel und Gwendolen van der Linde ein, ihre Kurzfilme zu zeigen. „Filmdreh ist eine Teamleistung“, verdeutlichen sie. Zahlreiche Filmschaffende hatten sich für die Sektion „Short Film Corner“ beworben. Beide Filmemacherinnen studieren an der Universität Hildesheim mit dem Schwerpunkt Medien. „Das ist eine ungewöhnliche Auszeichnung“, freut sich Stefanie Diekmann, Professorin für Medienkulturwissenschaft am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur. Mehr als 10.000 Filme werden gewöhnlich für diese Sektion eingereicht. „Wir können auf den Erfolg der Studierenden wirklich stolz sein“, so Diekmann. [...zur Pressemeldung]

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-10076 Wed, 06 May 2015 13:46:00 +0200 Publikation: "Auftritte: Strategien des In-Erscheinung-Tretens in Künsten und Medien" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/publikation-4/ Vorhang auf: Prof. Dr. Annemarie Matzke, Dr. Ulf Otto und Prof. Dr. Jens Roselt veröffentlichten ein Buch zur Thematik des Auftritts. Ob Theaterbühne oder Internet, ob Parlament oder Castingshow: Auftritte sind kulturelle Praktiken – sie ermöglichen Vorgänge des Sich-Zeigens und Wahrnehmens. Der Auftritt ist ein exemplarischer Akt des In-Erscheinung-Tretens, bei dem das instabile Verhältnis von Akteuren und Zuschauern ausgehandelt wird. Doch obwohl die Inszenierungen der Künste, Medien und des Alltags ohne den Auftritt nicht denkbar sind, wird er als fragiler Zwischenzustand selten gewürdigt. Die Beiträge des Bandes nehmen ihn daher in den Blick: als riskantes und umkämpftes Terrain zwischen Auftauchen und Verschwinden, zwischen Räuspern und Stolpern.

Weitere Informationen zur Publikation finden Sie hier.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-9396 Mon, 09 Feb 2015 12:22:00 +0100 Tagung "Geschichte kuratieren" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tagung-gesc/ Am 13. und 14. Februar 2015 findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg die Tagung "Geschichte kuratieren" mit Panel-Diskussion, Vorträgen und Ausstellungen statt. Im Vorfeld der ersten großen USA Tour der Wild West Show von William F. Cody, besser bekannt als Buffalo Bill, ermordeten in den 1890er Jahren amerikanische Truppen eine große Anzahl Sioux-Indianer in einem Ereignis, das als Massaker von Wounded Knee historische Berühmtheit erlangt hat. In den Kämpfen ist auch William Cody involviert. In einer als Vergeltung ausgegeben Schlacht skalpiert Cody den Häuptling der Cheyenne Indianer, Yellow Hand. Er hat sich dafür – in der realen Kampfhandlung vor Ort – exakt in das Kostüm gekleidet, mit dem er als Buffalo Bill in der Wild West Show auftreten wird. William Cody ermordet den Häuptling der Cheyenne in seinem zukünftigen Bühnen-Kostüm, als zukünftiger Darsteller im Rahmen einer zukünftig stattfindenden Unterhaltungsshow.

Diese Episode macht deutlich, dass Geschichte nicht nachträglich zu einer ästhetischen oder medialen Darstellung kommt; vielmehr, dass sie bereits im Moment des Geschehens als zukünftige Geschichte imaginiert, inszeniert und kuratiert wird. William Cody erkennt, dass Geschichte nicht mehr ‚kalt‘ werden muss, sondern dass es darauf ankommt, die Gegenwart als Geschichte in Szene zu setzen.

William Cody und das 19. Jahrhundert arbeiteten somit strukturell nicht anders als die medialen, popkulturellen und ästhetischen Formen des 21. Jahrhunderts es tun. Das raumzeitlich uneindeutige Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart wird hier zum Anlass einer permanenten Praxis der Sortierung, Kanonisierung und Kommentierung von Geschichte genommen. Dabei entwickeln sich reflexive Formate wie künstlerische Re-enactments oder Mocumentaries, kuratorische Inszenierungen, mediale und performative Dekonstruktionen der (eigenen) Biographie oder technische Programme der Selbst-Archivierung des Alltags.

Dem Begriff und der Praxis des Kuratierens kommt in diesem Zusammenhang vermehrt Bedeutung zu, weil er zwei konträre und doch aufeinander bezogene Antworten auf die Gegenwärtigkeit der Geschichte verspricht: Zum einen bekräftigt der Begriff des Kuratierens die Deutungshoheit einer institutionell gebundenen Auswahl, Sortierung und Ordnung von geschichtlichen Ereignissen als Geschichte. Zum anderen entgrenzt er genau jene institutionelle Macht, indem die kuratorische Praxis zu einem Platzhalter für jegliche Formen der Sichtbarmachung (Peter O’Neill: ‚to come to the fore‘) spezifischer An-Ordnungen benutzt wird. Das gilt auch für die An-Ordnungen der Geschichte, die längst nicht mehr ausschließlich im Museum kuratiert werden, sondern als partizipative (Geschichts-) Kulturen öffentlich sichtbar werden.

Die Konferenz Geschichte kuratieren möchte die Fragen danach, in welchen Formaten und Modi die Gegenwart als Geschichte kuratiert wird, in das Zentrum der gemeinsamen Auseinandersetzung rücken. Dabei haben wir vor allem die Felder der Popkultur, der Kunst und der Medien im Blick – in der Hoffnung, dass sich jenseits disziplinär gebundener Grenzen auch übergreifende Fragestellungen und Schlüsse ergeben.

 

Den Flyer als pdf-Download finden Sie hier.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-9492 Thu, 29 Jan 2015 14:50:00 +0100 Master-Tage "Inszenierung der Künste und der Medien" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/master-tage/ Am 4. und 5. Februar finden auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg erneut die öffentlichen Studientage des Masterstudiengangs "Inszenierung der Künste und der Medien" statt.  

Mittwoch, 4. Februar, 9.30 Uhr bis 18.00 Uhr
Donnerstag, 5. Februar, 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur, Haus 52, Raum 101

Das Programm als pdf-download finden Sie hier.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-9027 Mon, 27 Oct 2014 15:13:00 +0100 Tagung "Institutionen auf Probe - Testing Institutions" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tagung-inst-1/ Vom 14. bis 16. November 2014 findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg (Haus 52/Theater) die Tagung "Institutionen auf Probe - Testing Institutions" statt.

Ausgehend von der Diagnose, dass der Künstler in der postfordistischen Gesellschaft zum Prototyp des flexiblen Arbeiters geworden ist, fragt die internationale Konferenz „Institutionen auf Probe - Testing Institutions“ nach den Auswirkungen der veränderten Arbeitswelt auf die Kunstinstitutionen. Im Mittelpunkt stehen damit jene Strukturen und Prozesse, die künstlerische Praxis ermöglichen bzw. hervorbringen. Dazu zählen sowohl Institutionen wie Theater, Museen, Festivals und Biennalen, die der Kunstproduktion und - präsentation dienen, als auch jene Formen der Arbeit an der Kunst, die der Präsentation eines Werks vorangehen bzw. folgen (Recherche, Probe oder Herstellung, Dokumentation).

Beiträge aus Anthropologie und Soziologie, Performance Studies, Theater- und Tanzwissenschaft sowie Kunstgeschichte und Kunstpraxis befassen sich entlang von drei Themenschwerpunkten (Arbeit, Institution und Archiv) mit Konzepten von Kunst als Arbeit, Prozessen der Einrichtung und Legitimierung von Kultureinrichtungen sowie der Archivierung als Voraussetzung von Institutionalisierung. Ziel ist es, Kunstinstitutionen buchstäblich auf die Probe zu stellen und das sichtbar zu machen, was in der Regel zugunsten des von ihnen präsentierten Programms in den Hintergrund tritt und somit auch nicht in die offizielle Geschichtsschreibung eingeht: Räume, Dokumente, Personal, Praktiken und Geschichten. 

Veranstaltet vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur und dem Herder-Kolleg der Universität Hildesheim mit der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. 

 

Hier finden Sie den Flyer als download.

(Anm. der Redaktion: Korrektur der Kontaktdaten: lehmannn@uni-hildesheim.de)

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8783 Tue, 09 Sep 2014 18:20:00 +0200 Summer School Filmbildung 2014 - Podiumsdiskussion "Orte der Filmvermittlung" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/summer-schoo-1/ Zum Abschluss der "Summer School Filmbildung 2014" findet am Freitag, 19. September, um 18.00 Uhr im Burgtheater auf dem Kulturcampus Domäne die öffentliche Podiumsdiskussion "Orte der Filmvermittlung" statt.  

Eingeladen sind Michael Aust (Leiter der Internationalen Filmfests Braunschweig), Thomas Schäffer (Geschäftsführer der nordmedia GmbH), Stefanie Schlüter (freie Filmvermittlerin Berlin) und Johannes Wilts (Projektkoordinator des interkulturellen Schulkinoprojekts KINEMA).

Bei der Podiumsdiskussion geht es um die Frage, was Filmvermittlung im Kontext des digitalen Medienwandels bedeutet und an welchen Orten Filmvermittlung heute stattfinden kann und stattfinden sollte.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der nordmedia (Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH) statt.



Flyer zum Download. 

Plakat zum Download.

 



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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8659 Fri, 25 Jul 2014 19:06:00 +0200 Neuer Videokanal des Instituts https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/neuer-videok/ Auf der Internetplattform Vimeo präsentieren Studierende ihre Arbeiten.  

 

 

 

Dokumentarfilm, Videoessays, Musikvideos, Kurzfilme: Die Studierenden des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur der Stiftung Universität Hildesheim beschäftigen sich nicht nur theoretisch mit unterschiedlichen Filmformaten und Filmgenres - sie drehen auch selbst. Im Rahmen von Seminaren, Übungen und Projekten in den Studiengängen "Szenische Künste", "Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis" und "Philosophie, Künste und Medien" entstehen Filme unterschiedlichster Art. Ein eigener Video-Kanal auf der Plattform Vimeo präsentiert eine Auswahl der studentischen Arbeiten. Der Kanal bietet auch Studieninteressierten die Chance, sich ein Bild zu machen, welche Möglichkeiten die Universität bietet und wie umfangreich das Spektrum im Film- und Videobereich ist.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8636 Tue, 22 Jul 2014 18:02:00 +0200 Master Tage Inszenierung der Künste und der Medien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/master-tage-1/ Am Donnerstag, dem 23. und Mittwoch, dem 24.7.2014 findet auf der Domäne Marienburg der öffentliche Studientag des Master Studiengangs Inszenierung der Künste und Medien statt.  

Das komplette Programm finden Sie hier.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8596 Thu, 17 Jul 2014 13:27:00 +0200 PhD Stipendien an der Universität Oslo https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/phd-stipend/ An der kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Oslo sind 2 Stipendien für angehende Doktoranden ausgeschrieben.  

 

 

Inhaltlich sollen sich die Arbeiten an einem der fünf Forschungsschwerpunkte der Fakultät orientieren, wie etwa

A Culture of Copies. A New Perspective on Museums and Representation oder

The Printed and the Built. Architecture and Public Debate in Modern Europe

Weitere Informationen finden Sie hier.
Bei Interesse melden Sie sich gerne bei Prof. Stefan Krankenhagen.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8242 Thu, 05 Jun 2014 12:55:00 +0200 Lust auf Verschwenden: Projektsemester startet an Uni Hildesheim / 400 Studierende und Lehrende zeigen im Juli künstlerische Ergebnisse https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/lust-auf-ver/ Künstlerisch-praktisches Projektsemester gestartet: In den nächsten drei Monaten arbeiten 350 Studierende und 35 Lehrende der kulturwissenschaftlichen Studiengänge der Universität Hildesheim zu dem Thema „Verschwendung“. Auf dem mittelalterlichen Burggelände, dem Kulturcampus Domäne Marienburg, der Hildesheimer Universität tickt die Zeit anders. Statt in der üblichen 90-Minuten- Taktung laufen die Projekttage in den nächsten drei Monaten auch einmal zehn Stunden bis in die Nacht. 350 Studierende und 35 Lehrende der kulturwissenschaftlichen Studiengänge verlassen ihre Hörsäle und Seminarräume, um ein Semester lang Kunstprojekte in den Bereichen Theater, Literatur, Medien und Film, Philosophie, Musik und bildende Kunst an neuen Orten zu produzieren, zu managen und zu vermitteln. Dabei dreht sich alles um Verschwendung.

„Unsere Studierenden sollen künstlerische Prozesse aus eigener Erfahrung kennen und beurteilen können. Wissenschaftliche Fragen können auch ästhetisch ausgelotet werden“, sagt Birgit Mandel, Professorin für Kulturvermittlung und Kulturmanagement. „Immer wieder zeigen Gespräche mit Arbeitgebern ebenso wie Rückmeldungen von Absolventen, dass es vor allem bestimmte Fähigkeiten sind, die beruflichen Erfolg ausmachen, etwa Verantwortung zu übernehmen, Risikofreude, Teamfähigkeit. Diese Kompetenzen werden nicht in normalen Seminaren herausgebildet, sondern erfordern Projekte mit Ernstfallcharakter“, sagt Mandel.

Ein „Archiv der verschwendeten Dinge“ soll entstehen, Studierende suchen nach Menschen, die Hildesheim lieben oder hier ihr Herz verloren haben („Verschwende dein Herz“). In anderen Vorhaben – „Verschwende dich selbst“ – bringen Studierende Autobiographisches auf die Bühne oder befassen sich mit der Bilderflut im digitalen Zeitalter. Im Projekt „Hans im Glück oder von der Lust das Geld zum Fenster raus zu werfen“ entwickeln sie in Zusammenarbeit mit Kindern und Theaterkomponisten Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche, in denen Geräusche, Klänge und Musik eine besondere Rolle spielen. Den Ausgangspunkt bilden Märchen, Fabeln oder Kinderbücher. „Es ist völlig offen, was genau in den nächsten Wochen hier passiert, das ist reizvoll“, sagt Christin Zocher, die an der Uni Hildesheim Kulturvermittlung studiert und erstmals im Projektsemester mitwirkt.

Derzeit stünden „alle am Anfang“. Das Projektsemester sei Arbeit, Krisensituation und Verantwortungsübernahme. Verschwendung – der Begriff tauche ja oft im negativen Sinne auf, sagt Christin Zocher. „Zeit verschwenden, Jugend verschwenden, Geld verschwenden. Aber man kann ihn auch positiv verwenden. Wir fragen Menschen, was sie damit verbinden. Verschwenden Rentner ihre Zeit? Wie sieht ein richtig gut verschwendeter Tag aus?“    

Projektsemester: Finale im Juli

Ausstellungen, Inszenierungen, Musik, Filme, Lesungen und Konzerte – zwanzig Projektgruppen präsentieren ab 12. Juli 2014 die Arbeitsergebnisse der dreimonatigen Projektarbeit. Details und das Programm werden auf www.projektverschwendung.de [Internetseite ab 17. Mai online] bekanntgegeben. 

Pressekontakt

Journalisten sind herzlich eingeladen, während der Entstehungsphase und beim öffentlichen Finale Einblicke in das Projektsemester zu erhalten. Bei Interesse erhalten Sie detaillierte Informationen.

Bitte wenden Sie sich an Isa Lange: E-Mail: presse(at)uni-hildesheim.de ,Tel.: 05121.883-90100 und 0177.8605905 

Info / Studieren mit Spielraum

Studiengänge wie Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Szenische Künste und Philosophie-Künste-Medien zeichnen sich durch die Verbindung von künstlerischer Praxis und wissenschaftlicher Auseinandersetzung aus. Alle zwei Jahre findet an der Universität Hildesheim seit 1992 ein fachübergreifendes Projektsemester mit thematischem Schwerpunkt statt. Alle künstlerischen Fächer – Theater, Medien, Literatur, Kunst, Musik, Philosophie, Kulturpolitik – sind beteiligt. Die Studierenden arbeiten in interdisziplinären Projektgruppen zusammen und befassten sich bisher mit Themenfeldern wie Arbeit und Glauben. 

Neben dem Projektsemester produzieren die Hildesheimer Studiengänge zudem das europäische Theater- und Performancefestival „transeuropa“ sowie das größte Festival junger Literatur in Deutschland „Prosanova“, das ebenfalls im Rahmen des Projektsemesters vom 29. Mai bis 1. Juni in Hildesheim, maßgeblich von Studierenden konzipiert und organisiert wird.

Der Studiengang „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ ist der älteste Studiengang in Deutschland, der seit 1978 für kulturwissenschaftliche, künstlerische und kulturvermittelnde Berufe qualifiziert. Mehr als 1000 Studierende aus dem deutschsprachigen Raum studieren auf einem mittelalterlichen Burggelände, dem Kulturcampus Domäne Marienburg. Absolventen sind bundesweit in Theaterhäusern und Verlagen, in Schulen, in Funk- und Fernsehanstalten, in der Kulturverwaltung und Kulturellen Bildung tätig. 

Fachbereich „Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation" www.uni-hildesheim.de/kulturcampus

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-8222 Thu, 08 May 2014 12:01:00 +0200 Film und Fernsehen: „Ein Ende machen“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/film-und-fer/ Stefanie Diekmann untersucht, wie künstlerische Produktionen und Kultureinrichtungen in Dokumentarfilmen dargestellt werden und wie Medien in anderen Medien auftauchen. Am Mittwoch fragt die Professorin für Medienkulturwissenschaft, wie Serienmacher „ein Ende machen". Dann stellt sie sich in einer öffentlichen Antrittsvorlesung vor. Ihre Antrittsvorlesung am 14. Mai 2014 an der Universität Hildesheim trägt den Titel „Aufhören, Anfangen, The Sopranos" – dreht sich Ihr Vortrag um Anfang und Ende von Fernsehserien, etwa jener, die von einer Mafiafamilie in New Jersey handelt?

Diekmann: Tatsächlich befasse ich mich in meiner Antrittsvorlesung mit der HBO-Serie „The Sopranos", die von 1999 bis 2007 ausgestrahlt wurde. Thema ist vor allem das Serienende als dramaturgische, strukturelle, affektive Herausforderung am Ende einer extrem ausgedehnten Narration. Mich interessiert dabei, wie sich die Serienmacher mit der Aufgabe, 'ein Ende zu machen', arrangiert haben und welche Perspektiven das so genannte „Official Ending" den Zuschauerinnen und Zuschauern eröffnet.

Sie haben auf einer Konferenz (Making of) debattiert, unter welchen Bedingungen Künste entstehen. An der Universität Hildesheim entsteht seit einigen Jahren institutsübergreifend ein Forschungsschwerpunkt über das „Davor" eines künstlerischen Produkts. Ihre Professorenkollegen Annemarie Matzke und Jens Roselt beobachten Probenprozesse im Theater, Bettina Uhlig untersucht im neu aufgebauten Bilddidaktischen Forschungsstudio, wie Kinder über Bilder sprechen und Bilder produzieren. Volker Wortmann nimmt Film-Trailer und Out-Takes unter die Lupe. Sie forderten damals „mehr Aufmerksamkeit für die Entstehungsbedingungen von Kunst"; an wen richtet sich diese Aussage?

An dem Aufbau des Forschungsschwerpunkts bin ich seit einer Weile beteiligt, da mich Dokumentarfilme über künstlerische Produktion und Kunstinstitutionen schon lange interessieren. Das Statement richtet sich sowohl an diejenigen, die den Fokus primär auf Kunst als Werk richten – also allgemein wenig Interesse am Prozess und work-in-progress zeigen –, als auch an Forscher und Filmemacher, die allzu sehr mit der produktionsästhetischen Dimension der künstlerischen Arbeit befasst sind. Mindestens ebenso interessant sind die organisatorischen, die soziologischen, die institutionellen und nicht zuletzt die materialen Aspekte der Produktion.

Zu Ihren Forschungsschwerpunkten gehören „intermediale Konstellationen", also etwa Comics, das Zusammenspiel von Film und Fotografie, von Kino und Theater, Schauspiel, Oper. Worum geht es da und was untersuchen Sie? Ich habe in einer Rezension über Ihre Habilitation „Backstage" gelesen: Den Film interessiert am Theater vor allem das, was das Publikum normalerweise nicht zu sehen bekommt, die Hinterbühne zwischen Bühneneingängen und Garderobentüren.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt seit relativ langer Zeit auf der Reflexion und Repräsentation von Medien in anderen Medien, also darauf, welches Bild Medien (indirekt) von sich selbst zeichnen, indem sie ältere, neuere oder allgemein konkurrierende Medien auf je spezifische Weise in Szene setzen. Film ist da ein exemplarischer Schauplatz, weil die Mise en scène als Strategie hier besonders gut zu beschreiben und zu beobachten ist.

Wenn Sie beobachten, welche Filme von Ihren Studierenden entstehen, welche Entwicklungen Einfluss nehmen auf ihr Schaffen und mit welchen Fragen sie sich während der Produktion befassen: Was fällt Ihnen dabei auf?

Bei den Studierenden ganz allgemein beeindruckt mich das große Engagement, mit dem sie ihre Projekte planen und durchführen und, gerade an unserem Institut, die sehr kooperative Orientierung. Außerdem: eine extrem gut ausgebildete Fähigkeit, auf Input zu reagieren, Material zu erfassen und zu beschreiben und für die eigene Arbeit produktiv zu machen. In zwei Lehrveranstaltungen aus dem letzten Jahr, „Filmvermittelnder Film" und „Bildproduktionen im Blick der Kamera", die ich beide in Kooperation mit Kollegen unterrichtet habe, sind ziemlich tolle Kurzfilme entstanden, teils auch von Studierenden, die bis dahin wenig praktische Filmerfahrung hatten. Und dann gab es zwei Diplom-Filmprojekte, „birds are looking for a cage" und „funfreedomfear", beide zum Thema Arbeits- und Lebensentwürfe, bei denen mich die Realisierung und die schriftliche Reflexion sehr beineindruckt haben.

Ein Ausblick, woran arbeiten Sie derzeit mit Ihren Studierenden, was ist geplant?

Im Projektsemester „Verschwendung" arbeite ich mit einer Kollegin, einem Kollegen und 15 Studierenden an dem Projekt „Ellipsen zubauen", das darauf ausgerichtet ist, viel Zeit, Energie und Kreativität darauf zu verwenden / zu verschwenden, filmische Leerstellen auszufüllen, um deren Auffüllung eigentlich niemand gebeten hat. Wir haben dazu einen Klassiker der Filmgeschichte ausgewählt: Alfred Hitchcocks „Psycho" (USA 1960), ein Film, der für seine Schnitte und Auslassungen sehr bekannt ist. Im Moment interessieren wir uns für Interieurs, Hände, eine allzu lange Autofahrt und ein paar besonders seltsame Einstellungen. Die Bearbeitungsvorschläge werden diese Woche diskutiert, und ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt.

Vielen Dank.

Das Gespräch führte Isa Lange.


Zur Person

Stefanie Diekmann ist seit 2012 Professorin für Medienkulturwissenschaft und seit 2013 Geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Theorie und Geschichte des Films und der Fotografie, mit Medienästhetik und Medienreflexion im Film. Zuvor hatte sie eine Professur für Medien und Theater an der LMU München sowie Gastprofessuren unter anderem an der FU Berlin, der EMW Potsdam und Europa-Universität Viadrina inne. Ihre Habilitation trägt den Titel „Backstage – Konstellationen von Theater und Kino" (2008), dafür hat sie in vier Jahren ungefähr 120 Filme aus 100 Jahren zum Theater gesichtet, darunter zahlreiche Hollywood-Streifen aus den 1940er und 50er Jahren. Sie promovierte 1999 mit der Arbeit „Mythologien der Fotografie", war anschließend Wissenschaftliche Assistentin an der Europa-Universität Viadrina und Koordinatorin des DFG-Graduiertenkollegs „Repräsentation-Rhetorik-Wissen". Gastdozenturen und Gastprofessuren führten Stefanie Diekmann seit 2005 an die Universität Bern, an die University of Texas/Austin und an das University College Cork. Die in den USA geborene Deutsche studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen.

Antrittsvorlesung

Professorin Stefanie Diekmann befasst sich am Mittwoch, 14. Mai 2014, mit der Frage, wie Serienmacher zu einem Ende kommen. Die öffentliche Antrittsvorlesung mit dem Titel „Aufhören, Anfangen, The Sopranos" beginnt um 18:15 Uhr in der Aula im Hohen Haus des Kulturcampus Domäne Marienburg (Domänenstraße Hildesheim). Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen.


Von: Pressestelle, Isa Lange

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-7608 Thu, 12 Dec 2013 14:22:00 +0100 „Ein Merkmal heutiger Auftritte ist die Bewertung“ / Weihnachtsvorlesung: Prof. Stefan Krankenhagen über Auftritte und Erscheinungen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/ein-merkmal/ Prof. Dr. Stefan Krankenhagen spricht in der Weihnachtsvorlesung der Universität Hildesheim am Mittwoch, 17. Dezember über Erscheinungen und Auftritte – aus Sicht der Populärkultur. Wenn Propheten, Heilige und Engel auftauchen – die Erscheinung ist in den Religionen ein wichtiger Moment, sie wird gedeutet, über Jahrhunderte überliefert.

Es ist kein religionswissenschaftlicher Vortrag, den Prof. Dr. Stefan Krankenhagen zum Jahresende an der Universität Hildesheim hält, sondern einer aus Sicht der populären Kultur. Dem Hörer werden Fußballmannschaften, Kandidaten aus Castingshows und Unterhaltungskünstler begegnen.

Wie unterscheidet sich die Erscheinung vom Auftritt? „Der entsprechende Begriff im Alltag ist der Auftritt. Wer auftritt, tritt in Erscheinung, zeigt sich – ob im Parlament, im Internet oder auf der Theaterbühne. Zugleich ist der Auftritt ein flüchtiger Übergangsmoment“, sagt Prof. Dr. Stefan Krankenhagen. Eine Fußballmannschaft betritt das Feld, ein Bewerber singt auf der Bühne der Castingshow. „Es gibt unterschiedliche Formen – der Einzelne tritt auf; die Vielen treten auf. Ein Unterhaltungskünstler zeigt sich in Serie“, sagt Stefan Krankenhagen. „Ihnen allen gemein ist der Moment der Bewertung, der dem Auftritt nicht nachgeordnet ist, sondern ihn von Beginn an konstituiert.“ Einen Einblick gibt er in der Weihnachtsvorlesung der Universität, dann spricht er über „Kein Engel erscheint, aber…. Zu einigen Aspekten in den Auftritten der Populärkultur“.

Die Weihnachtsvorlesung findet am Mittwoch, 18. Dezember 2013, um 18:00 Uhr in der Aula/Hohes Haus auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Uni Hildesheim statt (Domänenstraße 1, 31141 Hildesheim). Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-7340 Tue, 05 Nov 2013 10:19:00 +0100 Willkommen bei INTERNET&TACOS! https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/willkommen-b/ Vom 9. bis 30. November eröffnen Studierende der Universität Hildesheim in einem ehemaligen Ladenlokal einen Raum für digitale Kultur und Netzpolitik. INTERNET&TACOS ist ein Raum für digitale Kultur und Netzpolitik. Es ist Diskursraum, Workspace und Veranstaltungsort zugleich. Es ist ein ehemaliges Ladenlokal in Hildesheim, in dem Leute mit Laptops sitzen und immer lange Licht ist. Es ist ein Raum mit Internet.


Studierende der Uni Hildesheim und kritische User-Amateur_innen greifen die mittlerweile fast obsolet erscheinende Idee des Internetcafés auf und eröffnen im November 2013 INTERNET&TACOS, Raum für digitale Kultur und Netzpolitik. Sie laden nicht nur ein zum kostenlosen Surfen, zu Kaffee und hin und wieder TACOS, sondern zum Gespräch und der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem INTERNET: In diversen Veranstaltungen widmen sie sich dem Anbruch der post-digitalen Zeit – einer Zeit, in der das Internet fester Bestandteil unserer Welt geworden ist – und laden zur öffentlichen Diskussion der damit einhergehenden politischen und kulturellen Herausforderungen ein. Diesen Herausforderungen müssen wir uns alle stellen – egal ob User_in oder Hacker_in, Crack oder Amateur_in.

Das Veranstaltungsprogramm von INTERNET&TACOS verfolgt mehrere thematische Stränge: Ein Schwerpunktwochenende (15.-17.11.13) mit Vorträgen, Diskussionen und einem Coding-Workshop widmet sich Fragen der Netzpolitik und digitalen Selbstverteidigung in einer Welt nach Edward Snowden. Ein zweiter Schwerpunkt, der auf internet-bezogener Kunst und der Kultur des Digitalen liegt, findet seinen Höhepunkt in einer einwöchigen Ausstellung (23. bis 30.11.13), die von Workshops und Diskussionen begleitet wird.

Auf der Webseite des Projekts heißt es: „Wir haben ein populäres Pendant: INTERNET&TACOS ist das wohl meistfotografierte Internetcafé der Welt, gelegen am mexikanischen Atlantikstrand. Wenn man es im Netz sucht, stößt man auf eine verlockende Versprechung: Spicy food on a hot day and ice cold internet - das imaginierte Bild vom guten Leben im tropischen Urlaubsparadies. Wir knüpfen an diese verheißende Imagination an und suchen die utopischen Momente des Netzes, deren Forderungen ebenso verheißungsvoll sind wie die tropischen Strände.“

Organisiert wird der Raum von Amelie Buchinger, Adele Dittrich, Kristina Dreit, Marten Flegel und Charlotte Grief.

 

INTERNET&TACOS

Raum für digitale Kultur und Netzpolitik

9. bis 30. November, Weinsziehr Hildesheim

 

               

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-7229 Thu, 17 Oct 2013 16:21:00 +0200 Ringvorlesung: Formen der De-Professionalisierung in den Künsten und den Medien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/ringvorlesun-45/ Einblicke in die aktuellen Auseinandersetzungen um Status und Wirkung von nicht-professionellen Akteuren: Immer donnerstags von 16.15 Uhr bis 17.45 im Hohen Haus an der Domäne Marienburg (Haus 50/202). Die einzelnen Vorträge der Ringvorlesung bündeln sich in der Beobachtung, dass gegenwärtig die konventionelle Unterscheidung von professionellen Künstlern und ambitionierten Laien vielfältig unterwandert wird. Indizien hierfür sind das Auftauchen nichtprofessioneller Darsteller im professionellen Theaterbetrieb; die sich durch das Internet formierenden Kulturen von Amateuren und/oder Dilettanten, welche sich klassische Formate und Inhalte der Musikszene, des Literaturbetriebs und der performativen Künste aneignen und sie transformieren; wie auch Ausstellungs- und Sammlungskonzepte im musealen Feld, die 'community based' arbeiten. Tendenzen und Formen der De-Professionalisierung wirken somit zurück, so eine mögliche These, und stoßen Prozesse der Re-Professionalisierung in den Künsten und Medien an.

Die Ringvorlesung gibt einen Überblick über die Formen der De-Professionalisierung in den Künsten und Medien und sie gibt einen Einblick in die aktuellen Auseinandersetzungen um Status und Wirkung von nicht-professionellen Akteuren und die ästhetischen Konzepte und Strategien, mit denen jene inszeniert werden und sich selbst inszenieren.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-7083 Wed, 18 Sep 2013 17:40:00 +0200 Tagung zum Thema "Konsum und Kreativität" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tagung-zum-t-2/ Konsumieren kann überraschend kreativ sein, sagen Kulturwissenschaftler. „Konsumenten lassen sich etwas einfallen bei der Kombination ihrer Kleidung, bemalen Chucks und überkleben das Logo ihres Apple-Computers. Sie stellen individuelle Müslimischungen zusammen und gestalten am Bildschirm ihren Wunsch-VW“, erläutert Dr. Dirk Hohnsträter. Einen frischen Blick auf kreative Anteile des Konsums richten Wissenschaftler am 20. und 21. September auf einer Konferenz an der Universität Hildesheim. Obwohl es sich um Industrieprodukte handelt, werden sie den Verbrauchern immer seltener in vorfabrizierter Form vorgesetzt: beispielsweise können Konsumenten die Farben und Materialien ihrer Turnschuhe nach Wunsch zusammenstellen oder werden von Drogerieketten vor der Einführung neuer Duschgels nach ihren Duftideen gefragt. „Gestaltungsmöglichkeiten für Käuferinnen und Käufer werden immer häufiger in die Produktentwicklung hinein vorgelagert. Konsumenten müssen daher nicht unbedingt als verführt und passiv, sondern können auch als erfinderisch verstanden werden. Der Umgang mit käuflichen Dingen umfasst eine Reihe eigensinniger Praktiken. Wir kombinieren Produkte oder formen sie um, um sie dem persönlichen Gebrauch anzupassen, konsumkritischen Haltungen Ausdruck zu verleihen oder aus Konsummaterial künstlerische Arbeiten zu gestalten", beobachtet Dirk Hohnsträter, der an der Universität Hildesheim zur Konsumkultur forscht. Bereits 1983 wurde in Hildesheim eine Professur für Populäre Kultur eingerichtet – eine Besonderheit in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Seit 2011 hat der Kulturwissenschaftler Stefan Krankenhagen die Professur inne. Am 20. September spricht er in seinem Vortrag „Nicht berühren, nur kaufen“ über den Museumsshop als Schnittstelle von Konsum und Kreativität.

Der Vortrag ist Teil einer öffentlichen Konferenz am 20. und 21. September, die den vermeintlichen Gegensatz zwischen Konsum und Kreativität überprüft. Wie kreativ ist der Konsum? Und wie gehen Künstler mit käuflichen Dingen um?

Umgang mit käuflichen Dingen

Einführend spricht der Frankfurter Ethnologe Hans Peter Hahn am Freitag über „Handlungsräume der Konsumenten und die Macht des Alltäglichen“. Anschließend befasst sich die Dortmunder Kulturhistorikerin Gudrun König unter dem Titel „Kaufrausch“ mit den „Leidenschaften des Konsums". Der Zeithistoriker Siegfried Mattl (Wien) sieht „Konsum als Produktivkraft“. Am Abend des ersten Konferenztages hält der Frankfurter Germanist Heinz Drügh eine Keynote über den ästhetischen Umgang mit käuflichen Dingen. Zudem werden auf der Tagung kaum bekannte Filmaufnahmen des Wiener „Gewerbeumzugs" aus dem Jahr 1929 gezeigt, und der Künstler Thomas Rentmeister (Berlin) stellt seine Arbeiten zu Material und Menge vor. Rentmeister ist durch die Verwendung von Konsummaterialien wie Waschmitteln, Würfelzucker und Nuss-Nougat-Creme in seinen Arbeiten bekannt geworden.

Am zweiten Konferenztag werfen die Literatur- und Kulturwissenschaftler Uwe Lindemann (Bochum) und Thomas Hecken (Siegen) sowie der Hamburger Konsumsoziologe Kai-Uwe Hellmann einen Blick auf die „konsumistische Moderne". Die digitalisierte Gegenwart betrachten Dirk Hohnsträter (Hildesheim) und der Kunst- und Medienwissenschaftler Simon Bieling aus Karlsruhe, der sich mit dem Thema „Bilderpost an Mitkonsumenten. Produktfotografien im Netz“ befasst.

Kreative Freiräume? Geschickte Nutzerführung im Internet

Die Digitalisierung kann kreative Prozesse beflügeln, aber auch ambivalente Resultate hervorrufen – das beobachteten Studierende der Hildesheimer Kulturwissenschaften, die sich auf die Konferenz im Sommersemester in einem Seminar vorbereitet haben. Analysen von Webauftritten wie beispielsweise der Firma „mymuesli.de" oder des Profiling-Unternehmens Acxiom zeigten nicht nur kreative Freiräume, sondern auch eine geschickte Nutzerführung und Datenabschöpfung. „Die Seminare zur Konsumkultur in Hildesheim setzen am Alltag an und werden sehr gut besucht“, so Hohnsträter. Im nächsten Semester bieten wir beispielsweise eine Einführung in die Warenästhetik an und analysieren umfassender die Folgen der Digitalisierung.

Veranstaltet wird die Konferenz „Konsum und Kreativität“ vom „Herder-Kolleg – Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung“ und vom Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim. Alle Vorträge auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg sind öffentlich und kostenfrei. Die Eröffnung beginnt am Freitag, 20. September, um 11:00 Uhr.

Medienkontakt: Die Pressestelle der Universität Hildesheim stellt gerne Kontakt zu den Forschern her (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-102, 0177.8605905).

Text: Pressestelle, Isa Lange


Weitere Informationen zum Thema "Konsum und Kreativität" finden Sie auch im Blog Inventur | Konsumkultur gesichtet von Dirk Hohnsträter.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6798 Mon, 08 Jul 2013 18:40:00 +0200 Das populäre Museum: Besucher und Nicht-Besucher einbinden – aber wie? EU-Museums-Projekt startet in Schweden https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/das-populaere-1/ Im Herbst entwickeln Studierende aus Hildesheim, Oslo, Budapest und Amsterdam am Museum of World Culture in Göteborg Formate, um neue Besuchergruppen zu erreichen. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Krankenhagen über mehr Teilhabe in Museen. Wie populär ist das Museum?
Stefan Krankenhagen: Mit Studierenden – Kulturwissenschaftler, künftige Kunstvermittler und Kulturmanager – haben wir im letzten Semester Museen und Ausstellungen aufgesucht, die in Inhalt oder Form als populäre Orte bezeichnet werden können: das Computerspiele-Museum zum Beispiel, das Currywurstmuseum oder das Museum der Dinge in Berlin. Dabei fällt auf, dass es weniger die Inhalte, denn die Formen der Vermittlung sind, die Museen und Ausstellungen popularisieren.

In meinem Forschungsbereich geht es um die Frage, inwieweit das Populäre die Institution des Museums ergriffen hat. Traditionell waren und sind Museen Orte des bürgerlichen Publikums, des gelenkten Blicks und des konzentrierten Sehens. Nicht zuletzt ökonomischer Druck führt zu Herausforderungen, die diese Tradition in Frage stellen. Das Zauberwort heute lautet deshalb: neue Besuchergruppen.


Erreichen Museen die bisher „Unerreichten“ durch mehr Teilhabe?
…Teilhabe steht im Zentrum der Popkultur, ob beim Konzert oder im Zirkus, man ist aktiv dabei – und Museen schauen sich möglicherweise dieses Verfahren ab, mit unterschiedlichen Konsequenzen für die Ausstellungsarbeit. Die Angebote reichen von mehr oder weniger geglückten Mitmach-Stationen, über die Erweiterung der Objektpräsentation in digitalen Netzwerken bis zu Ausstellungen, die ihren Besucher eine kuratorisch-gestaltende Rolle anbieten. Darüber hinaus sind Museen heute an vielen Stellen nicht mehr national gebunden. Ein transnationales Publikum verlangt und braucht aber andere Angebote; darauf stellen sich die Museen erst langsam ein.


Was können digitale Technologien dazu beitragen?
Viele Museen binden digitale Medien ein, kaum eines kommt heute ohne mehrsprachigen Audio-Guide und Internetauftritt aus. Weil aber Museen Objekte im Raum inszenieren, haben die digitalen Medien im Moment eher informativ ergänzenden Charakter. Der Besuch einer Internetseite mit 360-Grad-Ansicht kann jenen im Museum nicht ersetzen. Ein Besucher-Guide allein reicht nicht. Am Museum of World Culture in Göteborg zeigt sich, dass es einer klugen Verbindung von Digitalisierung, traditioneller Bildungsarbeit und populären Ausstellungs- und Vermittlungsformaten bedarf. Das Museum ist recht jung, liegt zentral in der Stadt und bespielt alle Medien ziemlich virtuos (etwa hier: www.youtube.com/MuseumOfWorldCulture). Das Team des Museums bindet das Viertel mit ein, sucht Rat bei Stadtbewohnern, fragt Besucher und Nicht-Besucher, was sie von „ihrem“ Museum erwarten. Mit Erfolg: Über 60 % der Besucher sind unter 30.

 

Für den Beginn eines EU-Projekts haben Sie deshalb Göteborg ausgewählt. Die EU fördert das Vorhaben mit maximal 150.000 Euro, verteilt auf drei Jahre.
Im zweiwöchigen Seminar „Being Visitors – Becoming Producers” am Museum of World Culture werden wir Formen der Partizipation erforschen und praktisch erproben. Lehrende und Studierende der Universität Hildesheim, der Universität Oslo, der Reinwardt Academy Amsterdam sowie der MoMe Art University in Budapest sind beteiligt.

Wir arbeiten eng mit den Kuratoren des Museums zusammen. Mit welchen Formaten können wir das traditionelle Rollenverhältnis von Produzenten und Rezipienten herausfordern? Studierende aus vier Ländern und unterschiedlichen Disziplinen – Museologie, Kunst und Design,  Kulturwissenschaften – entwickeln dafür vor Ort Ideen und Formate. Der DAAD fördert das EU-Projekt mit etwa 50.000 Euro – und ermöglicht damit diesen starken und internationalen Praxisbezug in der Lehre. Über die Zusage freue ich mich sehr – 90 % der Kosten erhalten die Studenten erstattet.

Was am Ende entsteht und vorgestellt wird, hängt von den beteiligten Studierenden ab. Ich gehe davon aus, dass sie sich sehr stark einbringen können. Auch die Kuratoren in Göteborg haben signalisiert, dass sie die Studentengruppe so praxisnah wie möglich einbinden wollen. 2014 dann, sofern die Anschlussförderung bewilligt wird, werden wir mit dem Ludwig-Art-Museum in Budapest, 2015mit dem Tropenmuseum Amsterdam zusammenarbeiten. Wir steigern unsere international ausgerichteten Seminare.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

 


Studierende können sich ab sofort bewerben:


Vom 29. September bis zum 12. Oktober 2013 findet das internationale Master
Seminar „Being Visitors – Becoming Producers” am Museum of World Culture in Göteborg statt. Lehrende und Studierende aus Hildesheim, Oslo, Amsterdam sowie Budapest erforschen Formen der Partizipation. Das Seminar wird im europäischen Mobilitätsprogramm des DAAD gefördert. Prof. Dr. Stefan Krankenhagen, Professor für Kulturwissenschaft und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim, leitet das Projekt. Studierende können erbrachte Leistungen im Studium anrechnen. Die Ausgaben für Reise und Unterkunft werden zu 90% gedeckt. Für Studierende aus Hildesheim stehen 10 Plätze zur Verfügung. Kurzbewerbungen (bisherige Studienschwerpunkte in Theorie und Praxis, Interesse am Thema, kurzer Lebenslauf) können ab sofort, spätestens bis zum 29. Juli an Prof. Stefan Krankenhagen (zu Händen von Silvia Dudek: dudeks@uni-hildesheim.de) geschickt werden. Rückmeldungen erfolgen sehr zeitnah in der ersten August-Woche. Unterkunft und Flüge werden zentral gebucht.

 

Informationen zum Museum of World Culture.

Studium auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6749 Mon, 01 Jul 2013 12:39:00 +0200 Internationaler Workshop und MA-Seminar für Master-Studierende am Museum of World Culture in Göteborg https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/internationa-25/ Vom 29.09. bis zum 12.10.2013 findet das EU-finanzierte internationale Master Seminar 'Being Visitors – Becoming Producers' am Museum of World Culture in Göteborg statt. Interessierte Master-Studierende der Universität Hildesheim können sich ab sofort bewerben! Gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden der Universität Oslo, der Reinwardt Academy Amsterdam sowie der MoMe Art University in Budapest werden in den zwei Wochen, und in enger Kooperation mit den Kuratoren des Museums, Formen der Partizipation erforscht und praktisch erprobt. Ziel ist es, Formen und Formate der musealen Repräsentation und Vermittlung zu (er)finden, die das traditionelle Rollenverhältnis von Produzenten und Rezipienten ästhetischer Artefakte herausfordern. Die Arbeitsergebnisse werden in einem abschließenden Tagesseminar von den Studierenden vorgestellt. Zielgruppe hierfür sind Museumsmitarbeiter und die interessierte Öffentlichkeit.

 

Das Seminar ist Bestandteil des MA Curriculums in Hildesheim und kann entsprechend angerechnet werden. Die Ausgaben für Reise und Unterkunft werden zu 90% gedeckt. Für Studierende aus Hildesheim stehen 10 Plätze zur Verfügung.

 

Kurzbewerbungen (bisherige Studienschwerpunkte in Theorie und Praxis, Interesse am Thema, kurzer Lebenslauf) können ab sofort, spätestens bis zum 29.07. an Prof. Stefan Krankenhagen (zu Händen von Silvia Dudek: dudeks@uni-hildesheim.de) geschickt werden.

 

Rückmeldungen erfolgen sehr zeitnah in der ersten August-Woche. Unterkunft und Flüge werden zentral gebucht.

 

Zur homepage des Museum of World Culture in Göteborg.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6747 Mon, 01 Jul 2013 12:25:00 +0200 Konsum und Kreativität – nur auf den ersten Blick gegensätzlich https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/konsum-und-k/ Am 20. und 21. September findet auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg eine Tagung statt, bei der Vertreter wissenschaftlicher und künstlerischer Forschung einen frischen Blick auf kreative Anteile des Konsums werfen. Kulturwissenschaftliche Konsumforschung befand sich lange Zeit im Schatten einer Kulturkritik, die Konsumenten eher als verführt und passiv denn als kreativ und erfinderisch verstanden hat. Tatsächlich umfasst der Umgang mit käuflichen Dingen eigensinnige Praktiken wie das Kuratieren und Kombinieren präfabrizierter Produkte und deren umgestaltende Aneignung, sei es in subversiver, personalisierender oder künstlerischer Absicht. Darüber hinaus werden Gestaltungsmöglichkeiten von Konsumenten mehr und mehr in die Produktentwicklung hinein vorgelagert, so dass Verbraucher nicht nur Vorgefertigtes abnehmen, sondern ko-kreativ in Erscheinung treten.

 

Auf Einladung Herder-Kollegs – Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung und des am Lehrstuhl für Kulturwissenschaft und Populäre Kultur angesiedelten Forschungsschwerpunktes zur Konsumkultur treffen sich am 20. und 21. September Experten unterschiedlicher Fächer, um neue Zugänge zu einem alten Gegensatzpaar zu erkunden. Am ersten Tag beleuchten der Ethnologe Hans Peter Hahn (Frankfurt/M), die Kulturhistorikerin Gudrun M. König (Dortmund) und der Zeithistoriker Siegfried Mattl (Wien) das Tagungsthema aus kulturvergleichender und historischer Perspektive, während der Frankfurter Germanist Heinz Drügh sich in seiner Keynote dem ästhetischen Umgang mit käuflichen Dingen zuwendet. Besondere Anschaulichkeit verspricht die Vorführung kaum bekannter Filmaufnahmen des Wiener "Gewerbeumzugs" aus dem Jahr 1929 sowie die Präsentation künstlerischer Arbeiten von Thomas Rentmeister (Berlin), der durch die Verwendung von Konsummaterialien bekannt geworden ist. Im Anschluss daran untersucht Stefan Krankenhagen (Hildesheim) den Museumsshop als exemplarische Schnittstelle von Konsum und Kreativität.

 

Am zweiten Tagungstag werfen die Literatur- und Kulturwissenschaftler Uwe Lindemann (Bochum) und Thomas Hecken (Siegen) sowie der Hamburger Konsumsoziologe Kai-Uwe Hellmann einen Blick auf die "konsumistische Moderne", während der Organisator der Tagung, Dirk Hohnsträter (Hildesheim), und der Kunst- und Medienwissenschaftler Simon Bieling (Karlsruhe) die digitalisierte Gegenwart betrachten.


Wie kreativ ist der Konsum? War er es schon immer? Wird er es erst heute? Und wie gehen Künstler mit käuflichen Dingen um? Ziel der Tagung ist es, sich in neuer Sicht mit kreativen Aspekten des Konsums auseinanderzusetzen.

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6711 Wed, 19 Jun 2013 21:12:00 +0200 Mehr als ein Nebenprodukt / Making of: Wissenschaftler und Studenten zeigen, wie Kunst entsteht https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/mehr-als-ein-3/ Kulturwissenschaftler der Universität Hildesheim laden ein zu einer Konferenz über die Entstehungsprozesse in den Künsten. „Making of. Beobachtung und Inszenierung ästhetischer Produktionsprozesse“ findet vom 27. bis 29. Juni auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg statt. Sind Proben im Theater ein Nebenprodukt, eine Zwischenstation um zur eigentlichen Aufführung zu gelangen? „Der Entstehungsprozess hat eine wichtige Stellung in der Gegenwartsästhetik eingenommen“, sagt Stefan Krankenhagen, Professor für Kulturwissenschaft und Populäre Kultur an der Universität Hildesheim. „Populäre und medial verbreitete Formate wie Casting-Shows machen die Zuschauer zu vermeintlichen Zeugen, wie Stars heute konstruiert werden; Take-outs auf DVDs erzählen als Bonus-Material mehr als nur über die Entstehung eines Filmes. Sie wirken immer auch als ein eigenständiges ästhetisches Produkt.“ Auch Stefanie Diekmann, seit 2012 Professorin für Medienkulturwissenschaft, fordert „mehr Aufmerksamkeit für die Entstehungsbedingungen von Kunst“. Der Film sei ein klassisches Medium, um das „Making of“ zu zeigen. Früher  orientierte man sich dabei oft an Biographien; so erzählen historische Künstlerfilme über van Gogh und Rembrandt und aktuelle Produktionen über Abromovic und Meese, „wie sie das gemacht haben“. „Der Entstehungsprozess ist mehr als nur eine Hintergrundinformation“, verdeutlicht Diekmann. Heute greifen Produktion, Werk und Rezeption ineinander.

An der Universität Hildesheim entsteht seit einigen Jahren institutsübergreifend ein Forschungsschwerpunkt über das „Davor" eines künstlerischen Produkts. Die Professoren Annemarie Matzke und Jens Roselt beobachten Probenprozesse im Theater, Professorin Bettina Uhlig untersucht im neu aufgebauten Bilddidaktischen Forschungsstudio, wie Kinder Bilder anschauen, darüber sprechen, Bilder produzieren. Sie arbeitet eng mit Schulen in Hildesheim zusammen. Volker Wortmann nimmt Trailer, Out-Takes, Bonusmaterial und Interviews unter die Lupe – welche Hintergrundinformationen liefern sie zum Film?

Die Konferenz startet mit dem Vortrag „Record, Ticket, Backstage-Pass. Warenform und Bühnenarbeit" von Diedrich Diederichsen (Wien) am 27. Juni um 19:15 Uhr. Neben Vorträgen werden am 28. Juni unterschiedliche Gesprächsformate in der Auseinandersetzung mit „Making Of“-Darstellungen im Film erprobt. Am 29. Juni geht es vor allem um die Frage: Wie entsteht Literatur? So diskutieren ab 15:00 Uhr im Werkstattgespräch „Über die Beobachtung der allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Schreiben" John von Düffel, Klaus Siblewski, Thomas von Steinaecker und Thomas Klupp.

Außerdem geben Studierende der Master-Studiengänge „Kulturvermittlung" und „Inszenierung der Künste und der Medien" sowie der Bachelor-Studiengänge „Szenische Künste“ und „Kulturwissenschaft und Ästhetische Praxis“ Einblicke in aktuelle Studienprojekte. Die Praxispräsentationen laufen am Samstag von 13:00 bis 15:00 Uhr an verschiedenen Orten des Kulturcampus. In „Making of. Mein Leben" produzieren Studenten derzeit ein Hörstück mit autobiografischem Material von Hildesheimer Bürgern. „Dabei überlagern sich Stimmen und Effekte aus vier Boxen, zum Beispiel erzählt eine ältere Hildesheimerin, wie sie aus Griechenland nach Deutschland kam und die Sprache mit Hilfe von Märchen gelernt hat", erzählt Student Marco Barsda. Im Laufe der Tagung kann man in einem anderen Studienprojekt erleben, wie sich die Räume auf der Domäne verändern, so Studentin Annika Winkler.

Zum Abschluss der Konferenz werden am 29. Juni ab 19:30 Uhr öffentlich in der Kirche zum Heiligen Kreuz (Brühl, Hildesheim) Kompositionen, Performances und Filme aufgeführt, die das Entstehen von Musik zum Thema machen. Studierende des Musik-Instituts haben sich diesen Fragen angenähert: Nehmen wir Musik als Werk oder als Prozess wahr? Ist Musik das, was der Hörer draus macht? Wer komponiert dann eigentlich? Der Komponist, der Interpret, der Zuhörer? Können Künstler sich vom klassischen Konzertbetrieb lösen? Filme zeigen den Kompositionsprozess, Fluxusstücke werden aufgeführt, die mit den Rahmenbedingungen des Musikbetriebes spielen. Die Studenten spielen Kompositionen, die mit den Mythen des genialen Komponisten (John Cage: Four), des romantischen Klavierhelden (Stefan Prins: Piano Hero #1) und dem freien Interpreten (Alan Hilario: Wait for further instructions) aufräumen und dem Hörer Räume öffnen: für eigene, ungewöhnliche Hörerfahrungen.

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6608 Sun, 02 Jun 2013 14:48:00 +0200 Symposium "Wieso eigentlich Kinshasa?" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/symposium-w-1/ Das Kolloquium mit dem UNESCO-Chair „Cultural Policy for the Arts in Development“ der Universität Hildesheim stellt Fragen zur Kunst und zur Politik und sucht erste Antworten für eine nachhaltige Entwicklung im Theater. Das Symposium findet im Rahmen des Festivals 'Theaterformen' am 22.-23. Juni in Hannover statt. Austausch, Koproduktion, Netzwerke – klingt erst mal gut. Insbesondere in Richtung des afrikanischen Kontinents zielen seit kurzem einige Kooperationsprogramme aus Deutschland. Aber was erwarten Künstler von einem „Austausch“? Was ist eine „Kooperation“? Was kann eine Koproduktion möglich machen? Woran misst sich das Gelingen solcher Unternehmungen? Welche Rolle spielen Rassismus und Exotismus in der gegenseitigen Wahrnehmung?


Anhand des Themenschwerpunkts Kinshasa Connection, in dessen Kontext das internationale Kooperationsnetzwerk Shared Spaces gegründet wird, diskutieren nationale und internationale Gäste Fragen und konkrete Handlungsmöglichkeiten.

 

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Anmeldungen bitte an: kinshasa(at)uni-hildesheim.de

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6490 Tue, 30 Apr 2013 18:47:00 +0200 Regelungen zur Ausleihe von Technik https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/regelungen-z/ Das Medienzentrum auf der Domäne Marienburg hat neue Öffnungszeiten. Außerdem gibt es neue Leihbedingungen für das technische Equipment. An drei Vormittagen in der Woche ist es möglich, technisches Equipment im Büro des A.M.I.-Medienzentrums auf der Domäne, Haus 51/14, auszuleihen. Die Termine sind Mittwoch, Donnerstag und Freitag, jeweils von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr. 

Folgendes technisches Equipment steht zur Verfügung:

  • 6 HDV-Kameras Sony HVR-V1E mit Koffer und Netzteil und Akkus

  • 2 JVC GY-HM100E mit Tasche und Akkus

  • 3 Flip MinoHD

  • 1 Canon EOS 7D DSLR mit Tasche, Objektiven und Zubehör

  • 6 Stative diverser Hersteller

  • 6 Sennheiser Mikrofone ME66 K6

  • 2 Mobilrecorder Zoom H2n

  • 1 Dedolichtkoffer

  • 1 YeanyBeam Lichtkoffer (3 x 800Watt Leuchten)

Um Equipment auszuleihen, ist ein Produktionsantrag zu stellen. Details zu Nutzungsberechtigung, Nutzungsbedingung, Datensicherung, Sorgfaltspflicht etc. entnehmen Sie bitte den Regelungen zur Ausleihe der Technik.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6489 Tue, 30 Apr 2013 15:47:00 +0200 Making of - die Dokumentation der Künste im Film https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/making-of/ Am Dienstag, 30. April 2013 ist Jörg Adolph mit seinem aktuellen Film „Die große Passion“ zu Gast in Hildesheim und eröffnet damit die sechsteilige Filmreihe „Making of - die Dokumentation der Künste im Film“. Die Vorführungen finden um 17.15 und um 20.00 Uhr im Hildesheimer Thega Filmpalast statt. Jörg Adolph ist ein Spezialist: Er hat schon mit der oberbayerischen Band „The Notwist“ gedreht, hat John von Düffel bei der Entstehung seines Romans „Houwelandt“ begleitet, auch die Inszenierung der Textkompilationen Mirijam Neidhardts am Hamburger Thalia Theater, flog mit dem Göttinger Verleger Gerhard Steidl um die halbe Welt, um ihn in der Arbeit mit Künstlern wie Joel Sternfeld, Robert Frank, Ed Ruscha, Robert Adams, Jeff Wall und John Cohen zu filmen - am Dienstag, 30. April 2013 ist er mit seinem aktuellen Film „Die große Passion“ zu Gast in Hildesheim und eröffnet damit die sechsteilige Filmreihe „Making of - die Dokumentation der Künste im Film“. Die Reihe wird vom „Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur“ in Kooperation mit dem Kellerkino Hildesheim veranstaltet; die Vorführungen finden um 17.15 und um 20.00 Uhr im Hildesheimer Thega Filmpalast statt.

Nähere Informationen zum Film: Die große Passion / D. 2011 / Regie: Jörg Adolph / 145 min

Ein Dokumentarfilm im Stil des Direct Cinema über die legendären Oberammergauer Passionsspiele. Von den Vorbereitungen 2008 bis zur letzten Aufführung im Herbst 2010. Im Zentrum steht Christian Stückl, ein besessener Theatermacher, der mit einer jahrhundertealten Tradition und den Herausforderungen der Realität eines bayerischen Dorfes ringt. DIE GROSSE PASSION zeigt das Leben hinter der Schauseite des Bibelspektakels im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst, Provinz und großer Welt, Gott und Menschen.

Trailer: Die große Passion 

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6484 Mon, 29 Apr 2013 15:46:00 +0200 Theater für die Kleinen / Kinder- und Jugendtheater stärker im Studium verankern https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/theater-fuer/ „Wir haben eine reiche und nicht kommerzielle Theaterkultur in Deutschland“, sagt Dr. Geesche Wartemann, Professorin für Kinder- und Jugendtheater an der Uni Hildesheim, am Rande einer internationalen Konferenz. Auch in der frühkindlichen kulturellen Bildung tut sich einiges. Theaterwissenschaftler sollten in der Ausbildung mit Kinder- und Jugendtheater in Berührung kommen, fordert Wartemann. Forscher im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters sind rar, aber international gut vernetzt. Theaterwissenschaftler aus den USA, Großbritannien, der Türkei, Kroatien, Norwegen, Belgien, Kanada und Deutschland stellten in dieser Woche neue Forschungsergebnisse auf einer Konferenz an der Universität Hildesheim vor. Besonders auffällig: Während europäische Theaterwissenschaftler eher die Künste, Aufführungen und Proben und das Verhältnis von Zuschauer und Bühne im Kinder- und Jugendtheater analysieren, untersuchen amerikanische Forscher vor allem, welche Vorstellungen von Kindheit und Gesellschaft in Theaterproduktionen auftauchen. So befassen sich Forscher am weltweit einzigen PhD-Programm „Theater for Youth“ an der Arizona State University (USA) zum Beispiel mit den Kinderbildern in Inszenierungen und welche Geschlechter und Religionen im Theater für junges Publikum entworfen werden.

Nach der Station in Hildesheim geht es für die Theaterwissenschaftler weiter nach Berlin. Bis Ende April nehmen sie am größten deutschen Festival für Kinder- und Jugendtheater „Augenblick Mal!" teil. Eine internationale Vernetzung der Forscher besteht über den Verband ASSITEJ mit seinen 80 nationalen Zentren in allen Teilen der Welt. Dort hat Prof. Dr. Geesche Wartemann das „International Theatre for Young Audiences Research Network“ (ITYARN) gegründet, um den Austausch zwischen Wissenschaftlern und Theaterpraktikern sowie die Entwicklung neuer Forschungsprojekte und Kooperationen zu stärken.

In den vergangenen Jahren ist ein „Theater für die Allerkleinsten“ entstanden, also Theater für Zuschauer von 0 bis 3 Jahren. „Während in Italien, Frankreich und den skandinavischen Ländern schon seit 20 Jahren diese Theaterform gelebt wird, stößt das Theater für Kleinkinder in Deutschland und England erst mit der jüngeren Entwicklung einer ‚Pädagogik der frühen Kindheit‘ auf breitere Akzeptanz“, beobachtet Wartemann. Wichtige Impulse für die frühkindliche kulturelle Bildung kommen vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum der Bundesrepublik Deutschland. Das Projekt „Theater von Anfang an!“ habe Experten aus Praxis und Theorie zusammengeführt. „Der stärkere Austausch von Pädagogen, Theaterpraktikern und Wissenschaftlern mit erziehungs- und theaterwissenschaftlichem Hintergrund ist notwendig“, sagt Geesche Wartemann. In Hildesheim analysiert sie mit ihren Studierenden seit 2003 in Forschung und Lehre Inszenierungen und Aufführungen des zeitgenössischen Kinder- und Jugendtheaters, erforscht Probenprozesse und Konzepte der Theatervermittlung.

Am Rande der Konferenz zeigten Studentinnen und Studenten in Praxisprojekten, „wie aus der theaterwissenschaftlichen Beschäftigung in Seminaren neue experimentelle Theaterformen entstehen“, sagt Wartemann. Die praktischen Studienanteile in Hildesheim haben „Laborcharakter“. So entwickeln Insa Schwartz und Lotte Schwarz begehbare Hörspiele. Die beiden Kulturwissenschaftlerinnen der Universität Hildesheim modernisieren das Hörspielformat „Kassette“. Das ist bundesweit einmalig. Noch bis zum 6. Mai nehmen etwa 100 Kinder an der Produktion „Wo ist Mo?“ am Ufer der Innerste in Hildesheim teil.

Theaterwissenschaftler sollten in der Ausbildung mit „Kinder- und Jugendtheater“ in Berührung kommen, fordert Geesche Wartemann. In Hildesheim gehören Theaterformen für Kinder und Jugendliche zum theaterwissenschaftlichen Lehrangebot. So sind viele Absolventen bundesweit als Theaterpädagogen tätig. „Die Arbeit im Ensemble und der Bezug zum Publikum, das Ereignis, der Dialog stärken das Theater – im Vergleich zu anderen Medien“, so Wartemann.

Zur Konferenz „Art meets Research. International symposium on concepts, contexts and methods of research in Theatre for Young Audiences (TYA)“ erscheint eine Veröffentlichung im „Theater Youth Journal”.

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6483 Mon, 29 Apr 2013 15:32:00 +0200 Kassetten war gestern – Studentinnen produzieren begehbares Hörspiel https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/kassetten-wa/ Kassettenkinder sind sie. Aufgewachsen mit den drei Fragezeichen, Alfred Jodocus Kwak und Bibi Blocksberg. Nun modernisieren Insa Schwartz und Lotte Schwarz diese Hörspielformate. Die beiden Kulturwissenschaftlerinnen der Universität Hildesheim laden Kinder und Erwachsene im April und Mai zum begehbaren Hörspiel ein. Das ist bundesweit einmalig. Kulturwissenschaftlerinnen der Universität Hildesheim produzieren ein begehbares Hörspiel für Kinder ab 9 Jahren. „Die Besucher gehen wie bei einem Audiowalk mit Kopfhörern ausgerüstet entlang einer Route und werden selbst Teil des Hörspiels“, erklären Insa Schwartz und Lotte Schwarz. Beide studieren an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften. Unter dem Projektnamen „Kassettenkind“ entwickeln sie seit 2011 dieses bundesweit einmalige Hörspiel-Format, das sich zwischen Literatur, Performance, Musik und Erlebnispädagogik bewegt. „Wir sind aufgewachsen mit Kassetten und modernisieren diese Hörform“, sagt die 26-jährige Schwartz. „Bei all dem Visuellen wollen wir den Hörsinn schärfen. Dabei müssen Kinder nicht wie wir früher Benjamin Blümchen hören, sondern können auf moderne Formen zurückgreifen.“

Kriminalfall für Kinder: An vier Tagen vom 23. April bis 6. Mai können etwa 100 Kinder die neueste Produktion „Wo ist Mo?“ mitten in der Stadt erleben. Im Abstand von 8 Minuten begeben sie sich alleine – ausgestattet mit Kopfhörern und MP3-Player – mit dem Tauchexperten Fred Fischer (die Erzählfigur im Audiotrack) auf die Spur der verschwundenen Hildesheimer Meerjungfrau Mo, „von der keiner weiß, dass sie eine Meerjungfrau ist, denn außer dass sie etwas grün um die Nase ist und Schwimmhäute hat, scheint sie ziemlich normal“.

Produktionsort ist das Ufer entlang der Innerste und der angrenzende Wald, das Hörspiel dauert 45 Minuten. Die Teilnehmer hören Unterwasser-Soundscapes oder die Stimme des Vaters der kleinen Meerjungfrau, der besorgt nach ihr sucht. An verschiedenen Stationen hat man die Gelegenheit die Geschichte interaktiv mitzubestimmen und wird zum Beispiel an einer „Funkstation“ aufgefordert, Freds Freund von der Wasserschutzpolizei Morse-Zeichen per Taschenlampe zu senden oder hat an anderer Stelle die Gelegenheit dem Vater der Meerjungfrau eine Nachricht zu übermitteln, die zur Rettung der Meerjungfrau beitragen kann.

„Die Teilnehmer folgen vor allem ihrem Ohr, sie werden genau Hinhören“, sagt Insa Schwartz. Kopfhörer-Sounds und Geräusche aus der realen Umgebung überlagern sich teils. Ist das Geplätscher, die Polizeisirene, das Rascheln im Gebüsch „real“ oder im Audiotrack inszeniert? Dabei haben die Studentinnen mit professioneller Technik Stereo-Aufnahmen erstellt – so hört man räumlich einen Jogger vorbeirauschen oder ein Vogel fliegt dicht über dem Kopf des Hörers. Die Studentinnen kombinieren ihr Wissen, dass sie in Seminaren von Matthias Rebstock, Professor für Szenische Musik, und Geesche Wartemann, Professorin für Kinder- und Jugendtheater an der Uni Hildesheim gesammelt haben.

Die beiden Kulturwissenschaftlerinen wollen mit „Kassettenkind“ in das Berufsleben einsteigen. Auf dem Weg zur Professionalisierung erhalten sie Unterstützung von der Sparkasse Hildesheim, der TUI Stiftung, der Friedrich-Weinhagen-Stiftung, der Klosterkammer Hannover, dem Studierendenparlament der Uni Hildesheim und dem Studentenwerk OstNiedersachsen. „Dank dieser enormen Unterstützung konnten wir professionelles Equipment erwerben und aufwendigere Requisiten und Installationen herstellen“, sagt Insa Schwartz.

Die Produktion „Wo ist Mo?“ ist Teil der internationalen Konferenz „Art meets Research“ am 22. April an der Universität Hildesheim. Theaterwissenschaftler aus USA, UK, Türkei, Kroatien, Norwegen, Belgien, Kanada und Deutschland stellen neue Forschungsergebnisse im Bereich des Theaters für Kinder und Jugendliche vor.

„Die Studierenden zeigen in ihren Projekten, wie aus der theaterwissenschaftlichen Beschäftigung in Seminaren neue experimentelle Theaterformen entstehen“, sagt Prof. Dr. Geesche Wartemann. Theaterwissenschaftler sollten in der Ausbildung mit „Kinder- und Jugendtheater“ in Berührung kommen, fordert Wartemann. In Hildesheim gehören Theaterformen für Kinder und Jugendliche zum theaterwissenschaftlichen Lehrangebot.

Anmeldung

Insgesamt etwa 100 Kinder können am Hörspiel „Wo ist Mo?" am 23. April, 24. April, 03. Mai und 06. Mai 2013 teilnehmen. An allen Tagen gibt es drei Blöcke, die jeweils um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr und 13:00 Uhr beginnen. Der 23. April ist exklusiv im Rahmen des internationalen Symposiums „Arts meets research" nur für Tagungsteilnehmer reserviert. Für alle anderen Termine können sich Kinder gerne per E-Mail anmelden: reservierung@kassettenkind.org. Treffpunkt am Veranstaltungstag ist der Waldrand Ecke Wiesenstraße/ Beuke in Hildesheim. Die Teilnehmer erhalten eine Bestätigungs-E-Mail und am Tag der Produktion eine Einführung sowie die technische Ausrüstung (Kopfhörer, MP3-Player). Eltern können sich mit Fragen per E-Mail oder unter der Rufnummer 0176.63118171 an Insa Schwartz wenden. Eine Mitarbeiterin achtet im Wald und am Fluss darauf, dass niemand verloren geht.

Kontakt zu den Studentinnen über die Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, 05121.883-102, presse@uni-hildesheim.de).

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6341 Fri, 22 Mar 2013 12:21:00 +0100 Symposium "ART MEETS RESEARCH" 22.04.2013 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/symposium-a/ Theatre for young audiences (TYA) is a young, interdisciplinary and international field of academic research. The symposium “ART MEETS RESEARCH” aims to be a contribution to the critical discussion of the diverse international concepts of artistic practice and scholarly reflection in the field of TYA. Participants from six European countries and North America are invited to present, compare and debate their current research approaches. In this instance the relationship between theory and practice is of special interest. Questions will be discussed such as: Which theoretical approaches and research methods can be used for the analysis of children’s theatre? How can performance theory contribute to the development of (an experimental) artistic practice? And, how can artistic practice critically question concepts of performance theory, (very young) children and youth? Last but not least, the possibility for new models of cooperation between practitioners and researchers emerging from this examination of the theory-practice-interplay shall be investigated.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6201 Thu, 28 Feb 2013 15:33:00 +0100 Internetauftritte. https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/internetauft/ Eine Theatergeschichte der neuen Medien Ein Auftritt im Internet erregt – wie jener auf dem Theater – Aufmerksamkeit und bringt den theatralen Hang des Digitalen auf den Begriff. Von Internettheater und interaktiver Kunst zu Computerspielen und Cosplays, von Wagner zu World of Warcraft und vom bürgerlichen Trauerspiel ins soziale Netzwerk verfolgt der Band die historischen Verstrickungen von Theaterkultur und neuen Medien. Hinter den Transformationen der theatralen Praktiken und Diskurse in der Informationsgesellschaft zeichnet sich dabei ein epochaler Bruch des Theatralitätsgefüges ab, der auch zu einer grundlegenden Verschiebung dessen führt, was Theater ist und sein kann.

Ulf Otto (Dr. phil.) ist Dilthey-Fellow am Institut für Medien, Theater und populäre Kultur der Universität Hildesheim. Seine Forschungsschwerpunkte sind Konvergenzen von Theater- und Technikgeschichte, die Kulturgeschichte theatraler Praktiken sowie die Theatralität der digitalen Medien. Mit dem Band Internetauftritte. Eine Theatergeschichte der neuen Medien (Bielefeld: transcript 2013) liegt nun seine am Fachbereich 2 der Universität Hildesheim eingereichte Dissertation im Druck vor.

www.transcript-verlag.de/ts2013/ts2013.php

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-6107 Fri, 08 Feb 2013 10:25:00 +0100 Herz der Finsternis https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/herz-der-fin/ Mutig und erschrocken hat sich eine Gruppe von Student_innen zur Aufgabe gemacht, die Finsternis zu erforschen. Die Werkschau des szenischen Projektes unter Leitung der Gastprofessor_innen von andcompany&Co findet am 15. und 16. Februar 2013 statt. Nach unzähligen schlaflosen Nächten, nach stundenlangen Treffen in ihren dunklen Studierzimmern, nach Streit und Versöhnung sind die jungen Forscher_innen auf etwas gestoßen, das alle augenblicklich auf fast schon magische Art und Weise in seinen Bann zog. Sie haben ihre Rucksäcke und Taschen gepackt, haben sich wie zum Abschied ein letztes Mal in die Arme genommen und sind hinein marschiert in den großen Wald. Im Innern des Waldes wartet – geduldig und unbeeindruckt - ein pulsierendes Herz auf die suchenden Student_innen.

 

Gemeinsam mit dem Performancekollektiv andcompany&Co., das im WS 2012/2013 die künstlerische Gastprofessur für Szenische Künste am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur innehat, arbeiten 19 Student_innen des Fachbereichs II seit Oktober 2012 an einem szenischen Projekt zu den Themen Postkolonialismus und Critical Whiteness.

 

Die Werkschau des Projekts findet am 15. und 16. Februar 2013 jeweils um 19.30 Uhr im Burgtheater am Kulturcampus Domäne Marienburg statt. Der Eintritt ist frei. Um Reservierung unter herzderfinsternis@gmx.de wird gebeten.

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Medien, Theater und Populäre Kultur Fachbereich 2
news-6074 Thu, 07 Feb 2013 11:51:00 +0100 Wie kann man Objekte inszenieren? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/wie-kann-man/ Wenn die Zuschauer mal was anfassen dürfen, Show me the talkshow und die Leiche als Handlungsträger: Auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg geben Studierende am 7. und 8. Februar einen Einblick in ihre Forschungsfragen. Die Studientage des Masterstudiengangs „Inszenierung der Künste und der Medien“ begeistern mit einem dichten Programm – und laden zu 23 öffentlichen Vorträgen ein. „Die dichte Themenvielfalt an diesem Tag zeigt, dass die Studierenden innovative Forschungsthemen selbstständig erschließen und gemeinsam mit den Lehrenden untersuchen“, sagt Prof. Dr. Jens Roselt, Direktor des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur. „Die Schlüsselfragen in diesem Semester waren: Wie kann man Objekte inszenieren? Und in welcher Weise stellen Inszenierungen in den Medien, den Künsten und dem Theater ihre eigenen Herstellungsbedingungen aus?“. Derzeit studieren etwa 60 junge Leute „Inszenierung der Künste und der Medien“. Die ersten Abschlüsse werden im Wintersemester 2013/2014 erwartet.

Die Studientage sind öffentlich, dabei können auch einzelne Vorträge besucht werden. Erfrischungen gibt es zwischendurch. Am 7. Februar startet das Programm um 9:00 Uhr (Ende 19:00 Uhr). Während Peer Ziegler über „Bücher auf der Bühne: Objekte der Legitimierung“ spricht, widmet sich Studentin Lisa Großmann dem Thema „Wenn die Zuschauer_innen mal was anfassen dürfen – Objekte im partizipativen Theater“. Anika Fenske spricht über die „Inszenierung der Filmkamera im autobiografischen Dokumentarfilm“ und Sebastian Standke über „Subjekt und Objekt: Auf dass der Tod euch scheidet. Die Leiche als Handlungsträger in Six Feet Under“.

Nach der Mittagspause beginnt um 13:30 Uhr Anton Rose mit einem Vortrag über die „Inszenierung digitaler Objekte“. Martin Jehles Forschungsthema sind die „Fotografieren bei Martin Scorsese“, Simon Schultz von Dratzig referiert über „Record. Play. Zum Verhältnis von Aufnahmen und Theater bei Sebastian Blasius“. Der Vortragsmarathon endet mit zwei Vorträgen von Tobias Kubern über Theater im Film (Dogville von Lars von Trier) sowie von Vera Klocke zum Thema „Show me the talkshow. Zur Sichtbarmachung von Talkshowinszenierungen bei Roche und Böhmermann“.

Am zweiten Tag, 8. Februar, stehen von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter anderem auf dem Programm: Dennis Kopp über „Skyfall – Die reflexive Inszenierung der Formel Bond“, Janina Bahlmann über „Reflexive Strategien als dramaturgisches Mittel in der japanischen Zeichentrickserie Princess Tutu“ und Peggy Rieckmann über „‚Behind the Laughter’ – Authentizitätsbehauptung als reflexives Element in Die Simpsons“.

Wann? Donnerstag, 7. Februar, 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr, und Freitag, 8. Februar, 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Wo? Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur (Kulturcampus Domäne Marienburg, Haus 52, Raum 101)

Das ganze Programm online (PDF)

Übersicht Kultur-Studiengänge an der Uni Hildesheim

 

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Medien, Theater und Populäre Kultur Musik und Musikwissenschaft Bildende Kunst und Kunstwissenschaft
news-5782 Tue, 27 Nov 2012 20:50:00 +0100 “ART MEETS RESEARCH” - international symposium on concepts, contexts and methods of research in theatre for young audiences https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/art-meets-r/ April 22nd, 2013: The symposium aims to focus on the various relationships and connections between art and research in the field of theatre for young audiences. The University of Hildesheim in cooperation with ITYARN, the International Theatre for Young Audiences Research Network of ASSITEJ International, and the national ASSITEJ of Germany is calling for proposals for “ART MEETS RESEARCH” - International symposium on concepts, contexts and methods of research in TYA, on April 22nd, 2013.

Dr. Geesche Wartemann, Professor for theatre for young audiences, will welcome all participants at the University of Hildesheim.

The symposium aims to focus on the various relationships and connections between art and research in the field of theatre for young audiences. Researchers who want to participate in the seminars should submit a 500 word proposal and sample bibliography by email in MSWord.doc. Proposals should include name, affiliation, and email address in the upper left corner. Please email proposals by December 1st, 2012 to artmeetsresearch@uni-hildesheim.de

For the full text version of the call for papers please have a look at the attached pdf-Document.

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Medien, Theater und Populäre Kultur Fachbereich 2
news-5547 Sun, 21 Oct 2012 21:19:00 +0200 Wie Wissen auf die Bühne kommt https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/wie-wissen-a/ Der Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation lädt am Mittwoch, 24. Oktober, ein zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Annemarie Matzke. Mit „Wie Wissen auf die Bühne kommt. Theaterproben als Gedächtniskunst“ stellt sich die Professorin für Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters vor. „In Theaterproben und künstlerischer Praxis werden eigene Formen des Wissens und Nicht-Wissens generiert“, skizziert die Theaterwissenschaftlerin. „In der Organisation nachhaltiger und kollektiver Lern- und Selbstbildungsprozesse weisen Proben über das Theater hinaus und können als Modelle für andere kreative Praktiken auch jenseits der Kunst dienen.“

Seit 2009 hat Annemarie Matzke an der Universität Hildesheim die Professur für Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters inne. Zuvor lehrte sie an der Freien Universität Berlin, an der sie sich 2009 mit einer Schrift zum Thema „Arbeit am Theater. Eine Diskursgeschichte der Probe“ habilitierte. Ihre Forschungsgebiete sind die Geschichte und Theorie der Theaterprobe, Schauspieltheorien, Theaterräume, Improvisation sowie Bewegungskonzepte. 
Als Künstlerin ist sie zudem Mitglied des Performance-Kollektivs She She Pop, deren Produktionen erfolgreich auf der ganzen Welt gezeigt werden, so zuletzt Anfang Oktober 2012 in Brasilien und Kolumbien. Ihre Erfahrungen als Performerin in der Inszenierung „Testament“, die zum Theatertreffen 2011 eingeladen war und deren Hörspieladaption den Hörspielpreis der Kriegsblinden 2012 gewonnen hat, werden somit im Sinne des Theorie-Praxis-Modells der Hildesheimer Kulturwissenschaften auch Thema ihrer Antrittsvorlesung sein.

Die Probe ist Teil ihrer Lehre, so untersucht Annemarie Matzke mit Studierenden der Kulturwissenschaften zum Beispiel Inszenierungen von Arbeitskonstellationen im Theater. Diese werden nicht nur theoretisch diskutiert sondern auch praktisch in Theaterprojekten auf der Bühne des Burg-Theaters des Instituts für Medien, Theater und Populäre Kultur erforscht.

An der Universität Hildesheim baut sie einen Forschungsschwerpunkt zur Ethnographie der Theaterprobe auf, in dem aktuelle Probenprozesse und ihre institutionellen und ökonomischen Bedingungen erforscht werden. Ein internationales Netzwerk zur Probenforschung entsteht.

Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Annemarie Matzke

Die öffentliche Antrittsvorlesung beginnt um 18:15 Uhr im Burg-Theater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg (Domänenstraße, 31141 Hildesheim).

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-4587 Wed, 11 Apr 2012 11:46:00 +0200 Kulturstiftung des Bundes setzt auf künstlerische Impulse vom Hildesheimer Kulturcampus https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/kulturstiftu/ Hildesheim sorgt für Wirbel in der Kulturszene: Die Kulturstiftung des Bundes fördert im Fonds „Doppelpass“ gleich fünf Theaterprojekte von Kulturwissenschaftsstudierenden und Absolventen der Universität Hildesheim. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Stadttheatern und freien Theatergruppen bundesweit zu stärken. „Das Studium der Kulturwissenschaften wie auch der szenischen Künste zielt darauf, theatrale Institutionen in Theorie und Praxis zu untersuchen und eigenständig nach neuen Arbeitsformen im Theater zu suchen. Es geht nicht darum für das Theater auszubilden, sondern den Studierenden zu ermöglichen während des Studiums an einem zukünftigen Theater zu arbeiten“, unterstreicht Prof. Dr. Annemarie Matzke, die an der Universität Hildesheim die Professur für Gegenwartstheater inne hat. „Die Vielfalt der hier entstandenen Theatergruppen von Studierenden und Absolventinnen und die daraus entwickelten verschiedenen Theaterformen zeigen den Erfolg dieses Ansatzes. Dies beweist sich nun auch in den durch die Kulturstiftung geförderten Partnerschaften.“

Nicht nur die rund 150 Stadt- und Staatstheater tragen zu Reichtum und Vielfalt der deutschen Theaterlandschaft bei, sondern auch die etwa 1.000 freien Gruppen aus dem Theater- und Tanzbereich. Nachdem die Kulturstiftung des Bundes bisher insbesondere die Stadttheater gefördert hat, sollen im Fonds „Doppelpass“ 17 Kooperationen von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern unterstützt werden. Bundesweit sollen die freien Szenen und Theaterinstitutionen in Deutschland zum Erproben neuer Formen der Zusammenarbeit und künstlerischen Produktion angeregt werden. 

Zu den fünf durch die Kulturstiftung des Bundes ausgezeichneten Projekten von Studierenden und Absolventen des Instituts für Medien und Theater der Universität Hildesheim zählen: Theater Aspik, vorschlag:hammer, theatrale subversion, machina eX und Turbo Pascal.

Dabei können, so die Kulturstiftung des Bundes, die Theater den freien Gruppen „mehr Aufführungsmöglichkeiten und eine attraktive Infrastruktur mit hoher organisatorischer und künstlerischer Kompetenz“ bieten. Gleichzeitig eröffne die Zusammenarbeit mit freien Gruppen die Chance auf neue inhaltliche Akzente zur Bereicherung bewährter Ausdrucksformen, Arbeitsmethoden und Themensetzungen.

Das Kernstück des Fonds Doppelpass bildet ein zweijähriges Residenzprogramm. Pro Residenz werden bis zu 150.000 Euro vergeben. Ein Gastspielprogramm ermöglicht, ausgewählte Ergebnisse der Zusammenarbeit an weiteren Orten innerhalb Deutschlands und im Ausland zu zeigen.

Die Mitglieder der Doppelpass-Jury – Christiane Kühl (Mitglied der Künstlerischen Leitung der Berliner Festspiele), Jan Jochymski (Schauspieldirektor am Theater Magdeburg) und Carena Schlewitt (Direktorin der Kaserne Basel) – haben Ende März 2012 entschieden, dass 17 Projekte in neun Bundesländern Fördergelder in einer Gesamthöhe von rund 2,5 Millionen Euro erhalten – darunter gleich fünf Initiativen von Kulturwissenschaftlern der Universität Hildesheim.

Die fünf ausgezeichneten Initiativen von Studierenden und Absolventen der Universität Hildesheim:

Die Bürgerbühne des Staatsschauspiels Dresden begibt sich gemeinsam mit dem Theater Aspik in die ostsächsische Provinz: Dort laden sie die Bewohner des Dorfes Reinhardtsdorf-Schöna ein, mit ihnen gemeinsam ein Landschaftstheaterprojekt zu realisieren. Die Arbeit vor Ort wird ergänzt durch theaterpädagogische Rückanbindung ans Theater und eine abschließende Tagung.

Im Schauspielhaus Düsseldorf werden die Künstler der Gruppe vorschlag:hammer als Stalker, Eindringlinge und Schatzgräber zu Gast sein. Die Residenz selbst wird zum Thema gemacht, womit sich Form und Inhalt gegenseitig bedingen und neben zwei Inszenierungen neue Formate entwickelt werden, das „Gefundene“ zu präsentieren.

Das projekttheater Dresden und das Performancekollektiv theatrale subversion haben sich die Erkundung von Dresdner Subkulturen auf die künstlerische Agenda gesetzt. Aus kulturwissenschaftlichen Expeditionen sollen Bestandsaufnahmen, Auseinandersetzungen und Denkanstöße entstehen, die in zeitgenössische Formen politischen Theaters übersetzt werden.

Unter dem Titel „Game on Stage“ wollen die Künstlergruppe machina eX und das FFT Düsseldorf ein Entwicklungs- und Produktionslabor an der Schnittstelle von Games und Theater schaffen. In Zusammenarbeit mit externen Experten und der regionalen Game-Szene sollen hier Elemente traditionellen Theaters und Strukturen von Computerspielen zu neuartigen Formen von Live-Performance verbunden werden.

Im Residenzprogramm des Theaterkollektivs Turbo Pascal mit dem Theater Freiburg sollen sich theatrale Forschungsarbeiten mit der Entwicklung neuer Theaterarbeiten verbinden. Die Partner stellen sich gegenseitig ihre Formate und Mitarbeiter als „Open Sources“ zur Verfügung und beschäftigen sich in Form und Inhalt mit der Verflüssigung von Grenzen.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-4538 Thu, 29 Mar 2012 08:53:00 +0200 Europäischer Jugendkarlspreis: Studierende der Uni Hildesheim gewinnen nationale Entscheidung https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/europaeischer/ „Wir fühlen uns geehrt als deutsche Gewinner mit transeuropa für den Europäischen Jugendkarlspreis 2012 nominiert zu sein“, sagt Marco Barsda. Mit über 40 Kulturwissenschafts- studierenden der Universität Hildesheim organisiert er das Europäische Theater- und Performancefestival „transeuropa“. Seit 1994 organisieren Studierende der Universität Hildesheim alle drei Jahre das Theater- und Performancefestival transeuropa in Hildesheim. Sie führen junge Theatermacher und Performancekünstler aus Europa zusammen.

Die nationale Jury des Jugendkarlspreises lobt den „internationalen Charakter des einwöchigen Festivals, das im Wesentlichen durch das Engagement der Studentinnen und Studenten getragen wird.“ Die Jury bewertet als besonders innovativ das Experiment „living room": vier Künstlerinnen und Künstlern aus vier Ländern leben vier Wochen vor dem Festival in einer Wohn- und Arbeitsgemeinschaft zusammen, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten. Auch von der Außenwirkung des Festivals waren die Jurymitglieder beeindruckt: nahezu 2700 Besucher beteiligten sich im Jahr 2009 aktiv am Festival, das in enger Kooperation mit der Universität Hildesheim veranstaltet wird.

„„Wir fühlen uns geehrt als deutsche Gewinner mit transeuropa für den Europäischen Jugendkarlspreis 2012 nominiert zu sein. Dies unterstützt das Festival bei seinem Anspruch, durch kulturelle und künstlerische Zusammenarbeit grenzüberschreitende Verständigung zu fördern. Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung und begreifen sie als großartige Unterstützung für die Arbeit an der siebten Ausgabe des Festivals sowie als herausragende Bestätigung für jahrelanges Engagement vieler Studierender seit 1994“, sagt Marco Barsda.

Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich unterstreicht das langfristige Engagement der Studierenden: „Sie zeigen, wie sich die junge Generation kontinuierlich für die Idee eines friedlichen Europa einsetzt. Sie fördern den Austausch innerhalb Europas über kulturelle, nationale und soziale Grenzen hinweg und führen den Diskurs über das europäische Zusammenleben – mit Kreativität, Mut und Esprit.“ Das studentische Festival trage zur Nachwuchsförderung der freien Künstlerszene Europas bei.

Rund 70 Künstlerinnen und Künstler aus fünf Nationen untersuchen während der Festival-Woche im Mai 2012, wie und warum Menschen heute zusammenkommen und entwerfen Utopien von Gemeinschaften. „transeuropa widmet sich 2012 mit den Partnerländern Litauen, Island und Portugal kleinen Staaten am Rande von Europa und überrascht mit vielen Uraufführungen und Deutschland-Premieren“, unterstreicht Marco Barsda. Das Angebot an künstlerischen Produktionen wird durch ein breites Vermittlungsprogramm für verschiedene Zielgruppen, durch Gespräche und Konzerte abgerundet. „Wir bieten an acht Tagen ein internationales Festival für Hildesheim und ganz Europa“, sagt Barsda.

In der nationalen Jury, die das transeuropa Festival ausgewählt hat, waren Rainer Wieland (Vize-Präsident des Europäischen Parlaments), die Europa-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht, Nadja Hirsch, Petra Kammerevert und Jürgen Klute sowie Jan Lichtwitz vom Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit. Insgesamt hatten sich in Deutschland 47 Jugendprojekte für den Jugendkarlspreis 2012 beworben, europaweit waren es nahezu 300 Projekte.

Preisverleihung in Aachen: 15. Mai 2012 > Mitten in der transeuropa-Festivalwoche

Kontakt
Marco Barsda, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
transeuropa e.V., c/o Universität Hildesheim,
Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim
E-Mail: presse[at]transeuropa-festival.de | Telefon: 0176.239 287 29
www.transeuropa-festival.de

Presseinformation des Europäischen Parlaments, Informationsbüro in Deutschland

Artikel "Europa-WG" aus dem Uni-Journal über transeuropa

Foto zur honorarfreien Verwendung, v.li nach re.:
Das Leitungsteam von transeuropa2012: Stefanie Hartung, Marleen Wolter, Marco Barsda, Hannah Pfurtscheller, Aishe Spalthoff, Kristin Grün, Michael Kranixfeld und Pamina Dittmann.

Fotos in hoher Auflösung

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-4406 Tue, 06 Mar 2012 15:28:00 +0100 Von Computerspielen lernen: Tagung über Flow und Computerspielerlebnisse https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/von-computer/ „Von Computerspielen können wir viel lernen“, unterstreicht Medienwissenschaftler Dr. Mathias Mertens. Am 9. und 10. März steht das Phänomen „Flow" im Fokus der interdisziplinären Tagung „flow aus spielen“ des Instituts für Medien und Theater der Universität Hildesheim. Ziel ist es, das Konzept des Flow greifbar und übertragbar zu machen – für die Medien- und Kulturwissenschaften sowie für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Gegenstand Computerspiel ist dabei das zentrale Beispiel. „Computerspiele sind ein Kulturphänomen. Es gibt zahlreiche Menschen, die sie spielen, man kann sie nicht wegdenken. Was Computerspiele als kulturelle Leistung bedeuten – sie schaffen Erlebnisstrukturen –, wird häufig vernachlässigt“, erklärt Privatdozent Dr. Mathias Mertens, der eine Vertretung der Professur für Medienästhetik am Institut für Medien und Theater innehat. Bislang beschränke sich die Auseinandersetzung mit Computerspielen in vielen Fällen auf die Gefahrenpotentiale des Mediums. Aber: Was sind und was schaffen Computerspiele? Der Gegenstand ist vielfältig, ausdifferenziert, so Mertens, der vor zehn Jahren sein erstes Seminar an der Universität Hildesheim über Computerspieltheorie angeboten hat. Zu seinen Lehr- und Forschungsschwerpunkten zählt die Computerspielästhetik. „Die gemeinsame Ebene des Diskurses über Computerspiele ist das Spielerlebnis“, unterstreicht der Medienwissenschaftler. „Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen können sich austauschen, zum Beispiel über die banale Frage: Warum macht es Spaß, Computer zu spielen? Dabei wird nicht das Spiel definiert, sondern der Spieler und die Situationen des Spielens.“

Dieses Spielerlebnis hat viel mit dem Flow-Konzept zu tun und rückt in den Mittelpunkt einer Tagung des Instituts für Medien und Theater der Universität Hildesheim. Gemeinsam mit Anne-Kristin Langner hat Mathias Mertens die interdisziplinäre Tagung „flow aus spielen“ konzipiert, die am 9. und 10. März beim Kooperationspartner Phaeno in Wolfsburg ausgerichtet wird.

Ziel der Tagung ist es, das Konzept des Flow greifbar, übertragbar und diskutierbar zu machen – für die Medien- und Kulturwissenschaften sowie für Wirtschaft und Gesellschaft. Der Gegenstand Computerspiel ist dabei das zentrale Beispiel.

Neben der Beschäftigung mit Erlebnisstrukturen in Computerspielen stehen auf dem Tagungsprogramm Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen. „Wir zeigen auf, dass das Flow-Konzept und die Betrachtung von Computerspielen anschlussfähig an alle Diskurse sind“, unterstreicht Mertens.

„Flow beschreibt ein psychologisches Phänomen der optimalen Erfahrung, wenn man in einer Tätigkeit im Fluss, weder unter- noch überfordert ist und sich dadurch die eigenen Fähigkeiten steigern“, erklärt Anne-Kristin Langner. Sie hat in Hildesheim Internationales Informationsmanagement studiert, promoviert derzeit über Quizshows im interkulturellen Vergleich und beschäftigt sich mit Medienrezeptionsforschung und Game Studies. Der Begriff „Flow“ stammt ursprünglich aus der Psychologie und kommt im Bereich der Mitarbeitermotivation zum Einsatz. In den Medien- und Kulturwissenschaften ist Flow noch ein peripheres Phänomen, sagt Langner.

Die Tagung ist öffentlich und wird am Freitag, 9. März, um 11:00 Uhr im Phaeno in Wolfsburg eröffnet. Den Auftakt machen Andreas Lange vom Computerspielmuseum Bern („Flow in einem technik- und kulturhistorischen Kontext“, 11:30 Uhr) und Prof. Dr. Christina Bermeitinger („Flow in meiner Psychologie“, 12:15 Uhr). Doktoranden und Kulturwissenschaftsstudierende nähern sich dem Flow-Phänomen in mehreren Essays (15:00 bis 18:30 Uhr). Am Freitagabend diskutieren ab 18:30 Uhr Mathias Mertens, Anne-Kristin Langner und Constantin Gillies mit der Öffentlichkeit über das Flow-Phänomen in Computerspielen. Die Tagung endet am Samstag um 18:00 Uhr.

Organisiert wird die Tagung von Studierenden und Mitarbeitern der Universität Hildesheim. Kooperationspartner sind das phaeno in Wolfsburg und das Computer-spielemuseum in Berlin. Ein Tagungsband erscheint im blumenkamp-Verlag.

Programm

Veranstaltungsort
phæno, Willy-Brandt-Platz 1, Wolfsburg

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-4028 Mon, 06 Feb 2012 12:18:00 +0100 Öffentlicher Studientag des Master Studiengangs Inszenierung der Künste und Medien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/oeffentlicher/ Thema: Reflexive Inszenierungen. Freitag, 10. Februar, 9.00 Uhr bis 20.30 Uhr Institut für Medien und Theater, Haus 52, Raum 101 Programm

9.00 Uhr Begrüßung

9.15 Uhr Sebastian Standke: Die Subkultur im Code. Die Einbettung von Speedrunning in Final Fantasy IX

9.45 Uhr Marta M. Jeszke: „Ach, jetzt hab' ich ja schon alles verraten!" Reflexive Inszenierungsbrüche als Mittel der Komik in Helge Schneiders "00 Schneider Jagd auf Nihil Baxter"

10.15 Uhr Anika Fenske: Die Thematisierung von Inszenierung im Dokumentarfilm als Mittel der Authentizität

10.45 Uhr Erfrischung

11.00 Uhr Anton Rose: Useless Photography – Anton Corbijn’s Inszenierung der Band Depeche Mode im Musikvideo „Useless“

11.30 Uhr Kristofer Gudmundsson: Verdichtung und Wahrnehmungspotenzierung durch Reflexivität in „Woyzeck“ und „F wie Fälschung“ von Boris Nikitin und Malte Scholz

12.00 Uhr Peer Ziegler: Theater als Reflexionsmedium narrativer Identitätskonstruktion –Überlegungen zu Bastian Krafts „Orlando“ Inszenierung

12.30 Uhr Mittag

13.30 Uhr Ann Kristina Buddrus: Der Blick auf die eigene Figur als Urmoment des Reflexiven –eine Auseinandersetzung mit der Inszenierung „Ente, Tod und Tulpe“ von Jörg Lehmann

14.00 Uhr Susann Kabisch: Cusanus als Regisseur? Inszenierung und Reflexion in „De visione Dei“

14.30 Uhr Pause / Diplom und Bachelorverleihung

17.30 Uhr Yves Regenass: Der Zuschauer als Zeuge. Reflexive Inszenierungen als Grundlage perzeptiver Selbstwahrnehmungsprozesse am Beispiel von Brett Baileys „Exhibit A: Deutsch‐Südwestafrika“

18.00 Uhr Gesine Hohmann: Strategien des Sehens von Bildender Kunst und Theater am Beispiel „Pièce pour la technique du Schauspiel Hanovre“ von Philippe Quesne

18.30 Uhr Lisa Großmann: Behaupten zeigen. Reflexive Strategien bei „tears in heaven“

19.00 Uhr Franziska Mucha: Synekdoche Museum – reflexive Ausstellungspraxis im autopoietischen System

19.30 Uhr Carolin Gerlach: Facebook als doppelter Frame: Sichtbarmachung von Inszeniertheit und Herstellung von Inszenierungen

20.00 Uhr Stefanie Hartung: Auf der Suche nach dem Backstage: Reflexivität de rHerstellungsbedingungen im Theater von René Pollesch am Beispiel der Inszenierung „Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung“

20.30 Uhr Abschluss

Neugierige StudentInnen und DozentInnen sind herzlich eingeladen!

Programm zum Download

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-4019 Mon, 06 Feb 2012 09:25:00 +0100 Diskussion Stadttheater versus Freie Szene https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/diskussion-s/ 07.02.2012, 18 Uhr, Institut für Medien und Theater. Hat die Freie Szene das ‚Zukunftsmodell' für zeitgenössisches Theater sowohl in künstlerischer, als auch in ökonomischer Hinsicht entwickelt? Oder ist das deutsche System der Stadt- und Staatstheater das bestmögliche, das seit seiner Entstehung seine Fähigkeit zur Selbsterneuerung in Reaktion auf künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen unter Beweis gestellt hat? Worin liegen die Spezifika der unterschiedlichen Produktionsweisen und worin besteht ihre Bedeutung für die künstlerischen Ergebnisse und ihre gesellschaftliche Relevanz?

Unter dem Druck der Sparzwänge in den öffentlichen Haushalten kommt diesen Fragen eine wachsende kulturpolitische Bedeutung zu.

Hervorgegangen aus einem Seminar am Institut für Theater und Medien, soll das Podiumsgespräch diese Fragen nach der Bedeutung unterschiedlicher Produktions- und Organisationsweisen für zeitgemäße Theaterkunst präziser stellen und die Diskussion um das Überleben (die Zukunftsfähigkeit) der deutschen Theaterlandschaft vertiefen.


Podiumsgespräch mit:

Matthias von Hartz (Künstlerischer Leiter der Festivals "Impulse" und "Kampnagel Sommerfestival")

Prof. Dr. Bernd Stegemann (Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Berlin, und Chefdramaturg der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz) 

Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Direktor des Instituts für Kulturpolitik der Uni Hildesheim)

Prof. Dr. Annemarie Matzke (Institut für Medien und Theater der Uni Hildesheim und Mitglied des Performancekollektivs She She Pop)

Moderation: Henning Fülle

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3999 Tue, 31 Jan 2012 09:23:00 +0100 Tagung "Auftritte in Raum und Zeit" vom 19.4.-21.04.2012 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tagung-auft/ Das Institut für Medien und Theater veranstaltet im April eine Tagung zu Strategien des In-Erscheinung-Tretens in den Künsten und Medien Auftritte können als eine kulturelle Praxis gelten, die von der Theaterbühne bis zum Internet, vom Parlament bis zur Castingshow Vorgänge des Sich-Zeigens und Wahrnehmens ermöglichen und auslösen. Der Auftritt ist ein exemplarischer Akt des In-Erscheinung-Tretens und zugleich ein flüchtiger Übergangsmoment, bei dem das instabile Verhältnis von Akteuren und Zuschauern ausgehandelt wird. Obwohl die Inszenierungen der Künste, Medien und des Alltags ohne Auftritte nicht denkbar sind, wird der Auftritt als kulturelle Praxis selten gewürdigt. Oft richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Figur, die aufgetreten ist, oder das, was ihr Auftritt ausgelöst hat, während der Vorgang des Auftretens selbst als fragiler Zwischenzustand wenig Beachtung findet. Den Neubau des theaterwissenschaftlichen Instituts und die Eröffnung der Bühne auf der Domäne Marienburg an der Universität Hildesheim möchten wir zum Anlass nehmen, die Perspektive auf den Auftritt und das Auftreten selbst zu lenken. Vortragende sind Gabriele Brandstetter, Stefanie Diekmann, Annette Kappeler, Doris Kolesch, Stefan Krankenhagen,  Annemarie Matzke, Bettine Menke, Ulf Otto, Jens Roselt, Gerald Sigmund, Juliane Vogel, Geesche Wartemann und Christopher Wild.

Eine Veranstaltung des Institut für Medien und Theater und des Herder-Kollegs der Universität Hildesheim.

Veranstalter: Prof. Dr. Annemarie Matzke und Prof. Dr. Jens Roselt, Institut für Medien und Theater

Faltblatt zum Download

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3935 Thu, 19 Jan 2012 14:47:00 +0100 Prof. Dr. Jens Roselt wird Vorsitzender des Theaterbeirats https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/prof-dr-je/ „Der Theaterbeirat hat die Aufgabe innovative Formen des Freien Theaters in Niedersachsen zu ermöglichen. Die Förderstrukturen des Landes stellen dafür ideale Bedingungen dar“, unterstreicht Prof. Dr. Jens Roselt. Der Direktor des Instituts für Medien und Theater ist zum Vorsitzenden des Theaterbeirats des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur von den Beiratsmitgliedern gewählt worden. Der ehrenamtlich besetzte Theaterbeirat begutachtet unter anderem die Förderanträge für Projekte im Bereich der Freien Theater und unterbreitet dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur Vorschläge zur Förderung.

Seit 2008 ist Dr. Jens Roselt Professor für Theorie und Praxis des Theaters am Institut für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim. Roselts Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Ästhetik des zeitgenössischen Theaters und der Performancekunst, Geschichte und Theorie der Schauspielkunst sowie Räume des Theaters. Er beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit Methoden der Aufführungsanalyse und Probenprozessen.

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Medien, Theater und Populäre Kultur Fachbereich 2
news-3654 Tue, 22 Nov 2011 16:43:00 +0100 "tanzen verbindet" auf dem Film Festival "Frauen Welten" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/tanzen-verb/ Der Diplomfilm "tanzen verbindet" von Sabine Carl wird am 24.11. um 16:00 Uhr auf dem Filmfestival "Frauen Welten" der NGO terre des femmes in Tübingen gezeigt. Sich fallen lassen, vertrauen, sich dazugehörig fühlen – darum geht es beim Tanzprojekt “Dancing to Connect“. Sowohl Jugendliche als auch Frauen über 50 erarbeiten mithilfe von Profitänzern aus den USA eine ausdrucksstarke Choreografie, die den Facettenreichtum zwischen Ausgeschlossen-Werden und Teil-von-etwas-Sein sichtbar macht.

Den Trailer des Films kann man hier sehen. Mehr Informationen zum Festival: http://frauenrechte.de/filmfest/

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3639 Thu, 17 Nov 2011 14:14:00 +0100 Fräulein Wunder AG gewinnt Preis des "Best Off" Festivals https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/fraeulein-wun/ Im Rahmen des Festivals "Best Off" der Stiftung Niedersachsen wurde die Produktion "Auf den Spuren von... Eine Reise durch die europäische Migrationsgeschichte." der Fräulein Wunder AG ausgezeichnet. Nominiert waren sechs niedersächsische Inszenierungen des Freien Theaters. Die Festival-Jury begründete ihre Wahl damit, dass sich in der Arbeit der Fräulein Wunder AG die besonderen Möglichkeiten und die Ästhetik des Freien Theaters spiegeln. Der Produktion gelänge eine intelligente Annäherung an das Thema Migration und eine unkonventionelle ästhetische Umsetzung, die sich durch eine kreative Nutzung des Raums sowie partizipatorische Elemente auszeichnete.
Die Mitglieder der Gruppe sind ehemalige Studierende des Studiengangs Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Neben der Fräulein Wunder AG waren mit machina eX und Theater Karo Acht zwei weitere Gruppen aus ehemaligen Studierenden nominiert.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3564 Sat, 05 Nov 2011 13:10:00 +0100 Burgtheater eröffnet https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/burgtheater/ „Forschung wird auch mit Scheinwerfern gemacht, nicht nur mit Mikroskopen“, unterstreicht Prof. Dr. Jens Roselt. Mit dem neuen Burg-Theater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg werden Forschung, Lehre und Praxis zukünftig unter einem Dach stattfinden – ein permanentes hin und her ist möglich. Am Mittwochabend wurde der Theaterneubau eröffnet. Der Komplex „Kulturcampus Domäne Marienburg“ wird im Frühjahr 2012 fertiggestellt. Das Burg-Theater umfasst einen 200 Quadratmeter großen Theaterraum mit moderner Bühnentechnik – eine black box –, Seminarräume, Büros, eine Mediothek und Bibliothek. „Forschung und Lehre wird auch mit Scheinwerfern gemacht, nicht nur mit Mikroskopen. Mit dem Neubau wird im deutschsprachigen Raum erstmals ein Institutsgebäude speziell für eine theaterwissenschaftliche Institution eingerichtet“, unterstrich Prof. Dr. Jens Roselt, Direktor des Instituts für Medien und Theater, am Mittwochabend. In der neuen Forschungs- und Ausbildungsstätte können Studierende und Lehrende ihre eigene Theatersprache entwickeln, sich erproben, auch scheitern, hob Roselt hervor. Jüngst lehnte er einen Ruf nach Berlin ab – um in Hildesheim die Theaterwissenschaft weiterzuentwickeln. Ebenso lehnte Prof. Dr. Annemarie Matzke einen Ruf ab und bleibt Hildesheim erhalten. Sie hat eine Professur für Experimentelle Formen des Gegenwartstheaters inne.

Die Kosten für den Theaterneubau betragen gut 3 Millionen Euro, die Gesamtkosten für den Um- bzw. Neubau des Kulturcampus Domäne Marienburg ca. 10 Millionen Euro. „Dank der Unterstützung des Landes Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das den Umbau finanziert, ist dieser Hochschulbau möglich“, unterstrich Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich während der Eröffnung. Die Universität ist auch mit Eigenmitteln am Gesamtausbau beteiligt. „Es ist Ihre Kulturcampus, liebe Studierende“, wandte sich Friedrich an die Studierenden.

Die erste öffentliche Aufführung im Burg-Theater – ein imposanter Auftakt. Die Gruppe vorschlag:hammer, die sich aus Theaterstudierenden der Stiftung Universität Hildesheim und der Zürcher Hochschule der Künste zusammensetzt, zeigte vor 200 Gästen das vom Körber Studio Junge Regie ausgezeichnete Gastspiel „Tears in Heaven“. Sie begaben sich auf die Spuren des legendären Science-fiction-Romans „Solaris" von Stanislaw Lem, orientierten sich an einem Film, und schufen bezaubernde Momente in der „black-box“.

Der Auftakt im Burg-Theater war geprägt von einer großen Lust am Experiment und vom genauen Umgang mit Material. Ein großer weißer Luftball, etwa ein Meter Durchmesser, wurde vom Hof der Domäne Marienburg durch einer der vier großen Schiebtüren, durch die der Theaterraum nach allen vier Seiten geöffnet und bespielt werden kann, manövriert. Zahllose riesige halbdurchsichtige – milchig-trübe – Boxen dienten mal als Weg, dann als Mauer, wurden in immer wieder neue atmosphärische Installationen geordnet.

Wegen der engen Verzahnung von Theorie und Praxis sind die kulturwissenschaftlichen Studiengänge der Universität Hildesheim bundesweit beliebt. Mehr als drei Viertel der 1000 Kulturwissenschaftsstudierenden kommen aus anderen Bundesländern nach Hildesheim. Insgesamt zählt die Universität im Wintersemester 2011/12 6000 Studierende.

Kulturcampus Domäne Marienburg

Eines der anspruchsvollsten Bauprojekte der Stiftung Universität Hildesheim wird im Frühjahr 2012 abgeschlossen: der Umbau und die Erweiterung der denkmalgeschützten Domäne Marienburg für den Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation. Neben dem Umbau der ehemaligen Stallgebäude zu Seminar- und Übungsräumen und dem Umbau des hochmittelalterlichen Palas („Hohes Haus“) zu Seminar- und Veranstaltungsräumen entstand ein moderner Theaterneubau („Burg-Theater“) sowie ein Hofcafé. Zum Wintersemester 2011/12 wurden der Theaterneubau und die ehemaligen Stallgebäude fertiggestellt.

Die Domäne Marienburg gehört zu den wertvollsten mittelalterlichen Baudenkmälern in Norddeutschland. Die kulturwissenschaftlichen Studiengänge – Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus, Szenische Künste sowie Philosophie-Künste-Medien – führen Studierende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Hildesheim auf den Kulturcampus Domäne Marienburg.

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3342 Wed, 07 Sep 2011 17:18:00 +0200 Wir sind Luftgitarre! https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/wir-sind-luf/ Aline Westphal, Studentin der Szenischen Künste, gewinnt bei den 16. Luftgitarren-Weltmeisterschaften in Finnland. „Wir sind Luftgitarre!“, freuen sich ihre Kommilitonen. Alles begann mit einem Seminar an der Universität Hildesheim – seitdem hat die 26-Jährige die unsichtbare Gitarre im Griff – und erforscht die Kulturgeschichte der Luftgitarre. Aline Westphal studiert Szenische Künste in Hildesheim, derzeit schließt sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit zum Thema Luftgitarre ab (Interview und Fotos www.spiegel.de). Als Deutsche Meisterin ging „The Devil’s Niece“, so ihr Künstlername, Freitagabend bei den Luftgitarren-Weltmeisterschaften im finnischen Oulu an den Start – und holte den Titel. Sie hat die erste Runde dominiert und sich in der zweiten Runde ein hartes Duell mit dem US-amerikanischen Meister geliefert. „Ich spiele permanent Luftgitarre, da ich ständig Musik höre. Mein Daumen juckt, die Finger müssen in Bewegung bleiben“, erzählt Aline Westphal und ergänzt: „Mit meinen Hildesheimer Luftgitarren-Kollegen habe ich gemeinsam geprobt.“ 

Im Sommersemester 2009 besuchte die Studentin das Seminar „Medienästhetische Überlegungen zur Luftgitarre" von Privatdozent Dr. Mathias Mertens, der eine Vertretung der Professur für Medienästhetik am Institut für Medien und Theater innehat. Aus diesem Seminar ist eine Gruppe von Studierenden hervorgegangen, die seither mit einem Luftgitarrenmusical namens „Four vs. Hellfire" tourt. Auch der Hildesheimer Student Jan Fischer konnte im Finale in Oulu sein Können zeigen.

Aline Westphal erprobt das Luftgitarrenspiel nicht nur praktisch, sondern erforscht das Phänomen wissenschaftlich: „In meiner Diplomarbeit ‚Kulturgeschichte der Luftgitarre‘ nehme ich mir wichtige Luftgitarrenereignisse in der Geschichte vor, zum Beispiel Joe Cocker in Woodstock. Ich beschreibe anhand von Videodokumenten, was ich sehe und wie genau sein Luftgitarrenspiel aussieht. Vor mir hat bisher niemand diese wichtigen Ereignisse genauer betrachtet. Damals im Seminar bei Mathias Mertens haben wir uns eher mit den medientheoretischen Ansätzen beschäftigt. Nicht immer einfach, aber auf jeden Fall informativ, weil das Rockgeschichtliche Basiswissen bereichert wurde. Die Praxis ist natürlich meine Leidenschaft! Ich war schon immer der praktisch-arbeitende Mensch. Beim Theater, beim Film! Deshalb passt der Studiengang vermutlich auch so gut zu mir.“

Aline Westphal im Interview mit Deutschlandradio/Campus & Karriere

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3267 Fri, 29 Jul 2011 13:29:00 +0200 Diploma der Sydney Film School an Hildesheimer Student https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/diploma-der/ Der Hildesheimer Student Martin Jehle nahm jüngst das Diploma der Sydney Film School entgegen. Jehle erhält lobende Erwähnungen für die Kameraarbeit und das Sounddesign in seinen Filmen. Nach einem ereignisreichen und sehr produktiven Jahr wurde dem 28-jährigen Martin Jehle auf dem Festival der Sydney Film School das Diploma verliehen. Im Wettbewerb liefen zahlreiche Filme, für die er im Laufe des zweiten Semester gearbeitet hatte, darunter sein Abschlussfilm Timeline, ein fünf Minuten langer Experimentalfilm in einer Einstellung auf 16mm. Zudem waren fünf Filme zu sehen, an denen er als Kameramann beteiligt war sowie diverse Arbeiten als Tonmeister, Beleuchter und Spieler. Für seine Leistung als Director of Photography und für sein Sounddesign wurden Jehle zwei lobende Erwähnungen ausgesprochen.

Der Hildesheimer Student arbeitet zur Zeit mit seiner australischen Cutterin Marta Maia an eine frau träumt, einer aufwendigen Produktion, die bereits letztes Jahr in Deutschland abgedreht wurde und deren Premiere noch diesen Herbst in Deutschland stattfinden soll. Nach einer Indienreise im August wird Martin Jehle ab kommendem Semester sein Studium der Szenischen Künste an der Universität Hildesheim fortführen. Sein Film All gone extreme clean, der die Arbeit einer australischen Tatortreinigerin dokumentiert, wird dann auf dem Hildesheimer Festival State oft the Art seine Deutschlandpremiere erleben.

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3187 Mon, 18 Jul 2011 14:10:00 +0200 Deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen: Hildesheimer Studentin Aline Westphal https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/deutsche-mei/ Die Studentin des Fachbereichs II Aline Westphal ist unter ihrem Künstlernamen The Devil's Niece deutsche Meisterin im Luftgitarrespielen geworden. Im August 2011 vertritt sie Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Finnland. Aline Westphal studiert Szenische Künste in Hildesheim, derzeit schließt sie ihr Studium mit einer Diplomarbeit zum Thema Luftgitarre ab. Im Sommersemester 2009 besuchte sie das Seminar „Medienästhetische Überlegungen zur Luftgitarre". Aus diesem Seminar ist eine Gruppe von Studenten hervorgegangen, die seither mit einem Luftgitarrenmusical namens „Four vs. Hellfire" tourt und regelmäßig an der Deutschen Meisterschaft teilnimmt. Privatdozent Dr. Mathias Mertens, der eine Vertretung der Professur für Medienästhetik am Institut für Medien und Theater inne hat und seit 2005 in Hildesheim lehrt, bot das Seminar erneut im Sommersemester 2011 an. Mertens selbst hat ebenfalls an der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Luftgitarrespielen in Koblenz teilgenommen und den vierten Platz belegt.

Im August 2011 vertritt Aline Westphal Deutschland bei den Weltmeisterschaften im finnischen Oulu. „Die restlichen Mitglieder des Musicals versuchen in Finnland über die Qualifikationsrunde in die Meisterschaftsrunde zu kommen", erzählt Mertens.

Mathias Mertens hat das Luftgitarrenspiel nicht nur praktisch mit seinen Studierenden erprobt, sondern auch wissenschaftlich untersucht. „Luftgitarrenauftritte sind Essays zur Metapher E-Gitarre, für ein gebildetes Publikum, das jahrzehntelang die musiktechnische Entwicklung des E-Gitarrenspiels, die Posen der Rockstars und die Moden des Sounds studiert und verinnerlicht hat", erläutert er. Seine Untersuchung des Phänomens erscheint gerade unter dem Titel „Medienästhetische Überlegungen zur Luftgitarre" im Sammelband „Metal Matters: Heavy Metal als Kultur und Welt". Das Phänomen Luftgitarre wird an keiner weiteren Universität erforscht. Mertens ist der Einzige, der sich damit und mit ähnlichen partizipatorischen Medienpraktiken (wie etwa dem Brickfilmen) beschäftigt.

Von: Pressestelle, Isa Lange

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3180 Wed, 13 Jul 2011 19:49:00 +0200 Open Air Filmpremiere: „17 – Hotelzimmer – Innen“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/open-air-fil/ Was entsteht, wenn man 13 Studierende der Szenischen Künste und Kulturwissenschaften mit 16mm-Filmmaterial ausrüstet und ihnen ein Hotelzimmer zur Verfügung stellt?

ÄNDERUNG: Die Premiere findet wetterbedingt einen Tag früher statt! (Am Jo-Beach mit Premierenfeier!) Am Mittwoch werden die Filme ein zweites Mal in der Panzerhalle gezeigt.

Am Mittwoch, 13.07.2011, findet um 23 Uhr in der Panzerhalle der Mackensenkaserne eine 2. Vorstellung statt. Einlass ist ab 22 Uhr.

Mit Filmen von: Niklas Kammermeier, Janna Enders, Lasse Callsen, Max Engel, Vera Klocke, Dominik Wiedenmann, Konstantin Bock, Tobit Kochanek, Tabea Salzmann, Kirsten Corbett, Angela Gräßer, Merle Grimme und Leonard Rottok

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3151 Mon, 04 Jul 2011 11:31:00 +0200 Anne Linsel zu Gast bei "reel artists" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/anne-linsel/ Am 28.06.2011 ist die Regisseurin zu Gast in Hildesheim und wird den Besuchern ihres Dokumentarfilms "Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" (2009) im Kellerkino in einem Publikumgespräch Rede und Antwort stehen. Vom 31.05. bis 05.07.2011 findet die zweite Auflage der Filmreihe reel artists II - Dokumentation der Künste im Film in Zusammenarbeit des Instituts für Medien und Theater mit dem VHS Kellerkino statt. An sechs Dienstagen werden um 17:45 Uhr und um 20:30 Uhr Kunstdokumentationen über die künstlerischen Genres Literatur, Oper, Film, Tanz, der Buchdruckkunst und der Architektur gezeigt.

Am 28.06.2011 wird der Film "Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" von Anne Linsel und Rainer Hofmann (Deutschland 2009 - 89 Min – dt. Fassung) gezeigt.

 

Am 7. November 2008 war Tanztheater-Premiere am Wuppertaler Schauspielhaus: Jugendliche tanzten KONTAKTHOF, ein Stück von Pina Bausch. Fast ein Jahr lang haben vierzig Schüler und Schülerinnen verschiedener Wuppertaler Schulen auf dieses Ziel hingearbeitet. Wöchentlich haben sie sich getroffen, um unter der Leitung der ehemaligen Bausch-Tänzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet das Stück einzustudieren. Pina Bausch selbst kam regelmäßig zu den Proben, um intensiv mit den 14-18 jährigen zu arbeiten.

Anne Linsel und Rainer Hoffmann haben die Proben der Jugendlichen von April bis zur Premiere im November 2008 begleitet. Ihr Film TANZTRÄUME – Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch zeigt jedoch mehr als einen schlichten Einblick in die Probenarbeit der Beteiligten. Der Film vollzieht die Entwicklung der jungen Tänzer und Tänzerinnen nach, von körperlicher Ungeschicktheit und Unsicherheit bis hin zur choreographischen Perfektion. Dabei haben die Themen des Stücks, die Suche nach Liebe und Zärtlichkeit aber auch die damit verbundenen Enttäuschungen und Aggressionen, die Jugendlichen in hohem Maße gefordert. Für viele der Schüler und Schülerinnen war die persönliche Auseinandersetzung mit diesen Themen eine vollkommen neue Erfahrung. Vor allem die tänzerische Umsetzung und die Interaktion mit dem anderen Geschlecht waren eine große Herausforderung für die meisten der jugendlichen Tänzer.

Weitere Termine der Filmreihe:

05.07.2011 "Oscar Niemeyer - das Leben ist ein Hauch" (Regie: Fabiano Maciel, Brasilien 2008, 85 Min., Portugiesisch mit dt.UT)

weitere Informationen unter: http://www.vhs-hildesheim.de/kellerkino/aktuell.php

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3149 Mon, 04 Jul 2011 11:25:00 +0200 Gereon Wetzel zu Gast bei "reel artists" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/gereon-wetze/ Am 21.06.2011 ist der Filmemacher zu Gast in Hildesheim und wird den Besuchern des Dokumentarfilms "How to make a Book with Steidl" (2010) im Kellerkino in einem Publikumgespräch Rede und Antwort stehen. Vom 31.05. bis 05.07.2011 findet die zweite Auflage der Filmreihe reel artists II - Dokumentation der Künste im Film in Zusammenarbeit des Instituts für Medien und Theater mit dem VHS Kellerkino statt. An sechs Dienstagen werden um 17:45 Uhr und um 20:30 Uhr Kunstdokumentationen über die künstlerischen Genres Literatur, Oper, Film, Tanz, der Buchdruckkunst und der Architektur gezeigt.

Am 21.06.2011 wird der Film "How to make a Book with Steidl" von Jörg Adolph und Gereon Wetzel (Deutschland 2010 - 83 Min – digi-beta) gezeigt.

Seit 40 Jahren arbeitet Gerhard Steidl, der am 22. November seinen 60. Geburtstag feiert, als Drucker und Verleger in Personalunion, mit dem Ehrgeiz jeden Bogen aus seiner Göttinger Druckerei selbst zu kontrollieren. Diese Perfektion und seine unbedingte Liebe zu Büchern hat sich weltweit herumgesprochen. Bei ihm stehen die international renommiertesten Fotokünstler Schlange. Trotz bescheidenen 45 Mitarbeitern entsteht jährlich ein Output von 300 neuen Büchern in Kunst und Belletristik. Im Stil des Direct Cinema zeigt der Dokumentarfilm "How to Make a Book with Steidl" Arbeitsbesuche bei Fotografen und gibt Einblick in die Kunst des Büchermachens. Gerhard Steidl ist ein Mann in ständiger Bewegung: Ausstellungen gilt es zu bestücken, Ateliers und Künstler auf der ganzen Welt werden besucht - unter ihnen Robert Frank, Ed Ruscha, Robert Adams und Jeff Wall.

Eindrucksvoll eröffnen die prominenten Begegnungen, die unglaubliche Anzahl der editierten Bücher und die Arbeit im Verlag, die Dimension des Steidlschen Schaffens und zeigen nicht zuletzt die Bedeutung des Fotobuches in der Kunst. Steidls Imperium fußt auf einer konsequenten Mischkalkulation. Einen Großteil seiner Arbeitskraft verwendet er auf Karl Lagerfeld und Chanel, für die er von den Eintrittskarten bis zu den Katalogen alles druckt. In der Welt der Haut-Couture verdient er das Geld, das er für die ambitionierten Fotokunstprojekte, wie er sagt, "zum Fenster raus wirft." Eines dieser Projekte ist "iDubai" des us-amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld, dessen Entstehungsprozess - von den ersten Entwürfen bis hin zum fertigen Buch - im Film beobachtend begleitet wird.

Ausgezeichnet mit der "Goldenen Taube" für den besten deutschen Dokumentarfilm des Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig 2010

Weitere Termine der Filmreihe:

28.06.2011 "Tanzträume - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" (Regie: Anne Linsel, Dt. 2009, 89 Min., dt. Fassung) - in Anwesenheit der Regisseurin Anne Linsel
05.07.2011 "Oscar Niemeyer - das Leben ist ein Hauch" (Regie: Fabiano Maciel, Brasilien 2008, 85 Min., Portugiesisch mit dt.UT)

weitere Informationen unter: http://www.vhs-hildesheim.de/kellerkino/aktuell.php

 

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3081 Sat, 25 Jun 2011 19:25:00 +0200 Anne Linsel zu Gast bei "reel artists" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/anne-linsel-1/ Am 28.06.2011 ist die Regisseurin zu Gast in Hildesheim und wird den Besuchern ihres Dokumentarfilms "Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" (2009) im Kellerkino Rede und Antwort stehen. Vom 31.05. bis 05.07.2011 findet die zweite Auflage der Filmreihe reel artists II - Dokumentation der Künste im Film in Zusammenarbeit des Instituts für Medien und Theater mit dem VHS Kellerkino statt. An sechs Dienstagen werden um 17:45 Uhr und um 20:30 Uhr Kunstdokumentationen über die künstlerischen Genres Literatur, Oper, Film, Tanz, der Buchdruckkunst und der Architektur gezeigt.

Am 28.06.2011 wird der Film "Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" von Anne Linsel und Rainer Hofmann (Deutschland 2009 - 89 Min – dt. Fassung) gezeigt:

Am 7. November 2008 war Tanztheater-Premiere am Wuppertaler Schauspielhaus: Jugendliche tanzten KONTAKTHOF, ein Stück von Pina Bausch. Fast ein Jahr lang haben vierzig Schüler und Schülerinnen verschiedener Wuppertaler Schulen auf dieses Ziel hingearbeitet. Wöchentlich haben sie sich getroffen, um unter der Leitung der ehemaligen Bausch-Tänzerinnen Jo Ann Endicott und Bénédicte Billiet das Stück einzustudieren. Pina Bausch selbst kam regelmäßig zu den Proben, um intensiv mit den 14-18 jährigen zu arbeiten.

Anne Linsel und Rainer Hoffmann haben die Proben der Jugendlichen von April bis zur Premiere im November 2008 begleitet. Ihr Film TANZTRÄUME – Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch zeigt jedoch mehr als einen schlichten Einblick in die Probenarbeit der Beteiligten. Der Film vollzieht die Entwicklung der jungen Tänzer und Tänzerinnen nach, von körperlicher Ungeschicktheit und Unsicherheit bis hin zur choreographischen Perfektion. Dabei haben die Themen des Stücks, die Suche nach Liebe und Zärtlichkeit aber auch die damit verbundenen Enttäuschungen und Aggressionen, die Jugendlichen in hohem Maße gefordert. Für viele der Schüler und Schülerinnen war die persönliche Auseinandersetzung mit diesen Themen eine vollkommen neue Erfahrung. Vor allem die tänzerische Umsetzung und die Interaktion mit dem anderen Geschlecht waren eine große Herausforderung für die meisten der jugendlichen Tänzer.

Weitere Termine der Filmreihe:

05.07.2011 "Oscar Niemeyer - das Leben ist ein Hauch" (Regie: Fabiano Maciel, Brasilien 2008, 85 Min., Portugiesisch mit dt.UT)

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-3030 Wed, 15 Jun 2011 13:58:00 +0200 Gereon Wetzel zu Gast bei "reel artists" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/gereon-wetze-1/ Am 21.06.2011 ist der Filmemacher zu Gast in Hildesheim und wird zu seinem Dokumentarfilm "How to make a Book with Steidl" (2010) im Kellerkino Rede und Antwort stehen. Vom 31.05. bis 05.07.2011 findet die zweite Auflage der Filmreihe reel artists II - Dokumentation der Künste im Film in Zusammenarbeit des Instituts für Medien und Theater mit dem VHS Kellerkino statt. An sechs Dienstagen werden um 17:45 Uhr und um 20:30 Uhr Kunstdokumentationen über die künstlerischen Genres Literatur, Oper, Film, Tanz, der Buchdruckkunst und der Architektur gezeigt.

Am 21.06.2011 wird der Film "How to make a Book with Steidl" von Jörg Adolph und Gereon Wetzel (Deutschland 2010 - 83 Min – digi-beta) gezeigt:

Seit 40 Jahren arbeitet Gerhard Steidl, der am 22. November seinen 60. Geburtstag feiert, als Drucker und Verleger in Personalunion, mit dem Ehrgeiz jeden Bogen aus seiner Göttinger Druckerei selbst zu kontrollieren. Diese Perfektion und seine unbedingte Liebe zu Büchern hat sich weltweit herumgesprochen. Bei ihm stehen die international renommiertesten Fotokünstler Schlange. Trotz bescheidenen 45 Mitarbeitern entsteht jährlich ein Output von 300 neuen Büchern in Kunst und Belletristik. Im Stil des Direct Cinema zeigt der Dokumentarfilm "How to Make a Book with Steidl" Arbeitsbesuche bei Fotografen und gibt Einblick in die Kunst des Büchermachens. Gerhard Steidl ist ein Mann in ständiger Bewegung: Ausstellungen gilt es zu bestücken, Ateliers und Künstler auf der ganzen Welt werden besucht - unter ihnen Robert Frank, Ed Ruscha, Robert Adams und Jeff Wall.

Eindrucksvoll eröffnen die prominenten Begegnungen, die unglaubliche Anzahl der editierten Bücher und die Arbeit im Verlag, die Dimension des Steidlschen Schaffens und zeigen nicht zuletzt die Bedeutung des Fotobuches in der Kunst. Steidls Imperium fußt auf einer konsequenten Mischkalkulation. Einen Großteil seiner Arbeitskraft verwendet er auf Karl Lagerfeld und Chanel, für die er von den Eintrittskarten bis zu den Katalogen alles druckt. In der Welt der Haut-Couture verdient er das Geld, das er für die ambitionierten Fotokunstprojekte, wie er sagt, "zum Fenster raus wirft." Eines dieser Projekte ist "iDubai" des us-amerikanischen Fotografen Joel Sternfeld, dessen Entstehungsprozess - von den ersten Entwürfen bis hin zum fertigen Buch - im Film beobachtend begleitet wird.

Ausgezeichnet mit der "Goldenen Taube" für den besten deutschen Dokumentarfilm des Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig 2010

Weitere Termine der Filmreihe:

28.06.2011 "Tanzträume - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" (Regie: Anne Linsel, Dt. 2009, 89 Min., dt. Fassung) - in Anwesenheit der Regisseurin Anne Linsel
05.07.2011 "Oscar Niemeyer - das Leben ist ein Hauch" (Regie: Fabiano Maciel, Brasilien 2008, 85 Min., Portugiesisch mit dt.UT)

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-2867 Fri, 03 Jun 2011 17:41:00 +0200 Vadim Jendreyko zu Gast bei "reel artists" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/vadim-jendre/ Am 07.06.2011 ist der schweizer Regisseur zu Gast in Hildesheim und wird den Besuchern seines Dokumentarfilms "Die singende Stadt" (2010) im Kellerkino der VHS Hildesheim in einem Publikumgespräch Rede und Antwort stehen. Vom 31.05. bis 05.07.2011 findet die zweite Auflage der Filmreihe reel artists II - Dokumentation der Künste im Film statt. An sechs Dienstagen werden um 17:45 Uhr und um 20:30 Uhr Kunstdokumentationen über die künstlerischen Genres Literatur, Oper, Film, Tanz, der Buchdruckkunst und der Architektur gezeigt.

Am 07.06.2011 wird der Film "Die singende Stadt" von Vadim Jendreyko (Deutschland 2010 - 92 Min – digital) gezeigt. Vadim jendreyko ist anwesend; das Gespräch mit ihm findet im Anschluss an die zweite Vorführung statt.


DIE SINGENDE STADT,
Gesang in endlosen Fluren. Hinter dem Regal mit den Perücken der gefüllte Blutkühlschrank, ein Schwarm Elfen zwitschert durch die Kantine, Pauken, Trompeten, die allgegenwärtige Lautsprecherstimme. Einflüsterungen, große Worte, absurde Dialoge, und jede Geste zählt.

Unten dicht bei der Kanalisation gewaltige Hebeapparate, ein jubelnder Chor schwebt herauf: Die Singende Stadt.


Der Film nimmt die Stuttgarter Parsifal – Inszenierung des Regisseurs Calixto Bieito zum Anlass und als roten Faden, um in das komplexe Universum eines großen Opernhauses einzutauchen und die Menschen in dieser fremden Welt bei ihrer täglichen Arbeit zu beobachten.


Hier treffen Visionen auf die Realität des Machbaren: Jede Oper eine babylonische Anstrengung und ein sinnliches Vergnügen.

"Von den ersten Planungsgesprächen bis zur Premiere – die Kamera von Vadim Jendreyko fängt ein, wie sich unzählige kleine Probleme in einer großen Bühnenillusion auflösen. Was dem Publikum im Saal zwangsläufig entgehen muss, nämlich der aufreibende, mehrjährige Arbeitsprozess, der so ein Ergebnis erst ermöglicht, wird hier sichtbar."

(Rabea Weihser, Zeit)


Weitere Termine der Filmreihe:

14.06.2011 "Daniel Schmidt - Le chat qui pense" (Regie: Pascal Hofmann, Benny Jaberg, Schweiz 2010, 83 Min., tlw. untertitelt)
21.06.2011 "How to make a book with Steidl" (Regie: Jörg Adolph, Gereon Wetzel, Deutschland 2010, 88 Min., dt. Fassung) - in Anwesenheit des Regisseurs Jörg Adolph
28.06.2011 "Tanzträume - Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch" (Regie: Anne Linsel, Dt. 2009, 89 Min., dt. Fassung) - in Anwesenheit der Regisseurin Anne Linsel
05.07.2011 "Oscar Niemeyer - das Leben ist ein Hauch" (Regie: Fabiano Maciel, Brasilien 2008, 85 Min., Portugiesisch mit dt.UT)

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-209 Tue, 12 Oct 2010 16:40:00 +0200 Nicht hier, nicht jetzt – Das Theater als Zeitmaschine und die Geste des Reenactments https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/nicht-hier/ Tagung am Institut für Medien und Theater der Stiftung Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem Herder-Kolleg. Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung 4.-6. November 2010 Konzept und Durchführung: Jens Roselt und Ulf Otto

Theater ist eine Zeitmaschine, durch die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft in eigentümlicher Weise miteinander in Beziehung treten. Als Aufführung ist Theater an die Gegenwart des aktuellen Erlebens gebunden, doch seit der Jahrtausendwende ist in den performativen Künsten immer häufiger eine szenische Praxis anzutreffen, die das Theater als Zeitmaschine neu verortet: das Reenactment. Reenactments stellen Geschichte nach, statt sie darzustellen, sie reaniminieren das Vergangene statt es zu aktualisieren und zelebrieren statt dem Neuen gerade das Gewesene. Dort, wo die Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit des Augenblicks lange Zeit vehement gefeiert wurde, kehrt die Wiederholung ein, und macht aus der Performance, was sie nie sein wollte: Theater. – Ausgehend von diesem Befund will die Tagung eine vergleichende Untersuchung des Reenactments als einer spezifischen Geste und szenischen Praxis im Schnittfeld von kulturellem Gedächtnis, ästhetischer Erfahrung und medialen Verfahren initiieren. Neben einer Bestandsaufnahme des Genres und seiner Verfahren soll dabei vor allen den Konsequenzen für die Theorie und Historiographie des Theaters nachgegangen werden.

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Medien, Theater und Populäre Kultur
news-80 Thu, 30 Sep 2010 10:19:00 +0200 Verleihung der Heinz-Dürr-Stiftungsprofessur für Szenische Künste https://www.uni-hildesheim.de/en/fb2/institute/medien-theater-populaerekultur/veranstaltungen/ganze-nachricht/artikel/verleihung-d-1/ Der Autor und Regisseur Tim Staffel übernimmt für das Wintersemester 2009/10 die Stiftungsprofessur für „Szenische Künste“ des Fachbereichs 2 „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ an der Stiftung Universität Hildesheim. Die Einrichtung dieser Professur wird von der Heinz und Heide Dürr-Stiftung gefördert. Die Verleihung der Professur fand am Freitag, 6. November 2009 auf der Domäne Marienburg statt.

Der 1965 in Kassel geborene Tim Staffel studierte bis 1991 Angewandte Theaterwissenschaft bei Andrzej Wirth in Gießen, lebt seit 1993 als freier Schriftsteller und Regisseur in Berlin und arbeitet in Performances mit den Musikern Spin-O und SMAT zusammen. 1994 erhielt er ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds, 1996 das Alfred-Döblin-Stipendium sowie 1999 ein Stipendium der Stiftung Niedersachsen. 1993 inszenierte er sein erstes Theaterstück, „Truppen“, im Theater am Turm in Frankfurt am Main. Die meisten seiner Theaterstücke erlebten ihre Uraufführung jedoch erst ab 1998, dem Jahr, als Staffel mit seinem Roman „Terrordrom“ bekannt wurde. Dieser Roman wurde im Erscheinungsjahr von Frank Castorf für die Volksbühne Berlin dramatisiert. Es folgten die Romane „Heimweh“ (im Jahr 2000), „Rauhfaser“ (2002) und „Jesús und Muhammed“ (2008). Im Jahr 2005 bearbeitete Staffel im Auftrag des Nürnberger Staatstheater Stanisław Lems Roman „Solaris“ für die Bühne. Das 2006 für den WDR produzierte Hörspiel „Mehrwert“, das die Situation einer Hartz-4-Empfängerin schildert, wurde 2007 für den Hörspielpreis der Akademie der Künste nominiert.

Für sein Jugendstück „Alles Blau“ erhielt Tim Staffel 2003 den Preis der Landesbühnengruppe des Deutschen Bühnenvereins. „Next Level Parzival“ wurde 2008 beim 10. Niederländisch-Deutschen Kinder- und Jugenddramatikerpreis im Rahmen des Festivals „Kaas & Kappes" ausgezeichnet. Im November 2008 war Tim Staffel der erste Stipendiat des „jozi art:lab“ in Johannesburg, Südafrika.

In Hildesheim erarbeitet Tim Staffel gemeinsam mit Professor Jens Roselt und Studierenden ein Hörspiel- und Theater-Projekt mit dem Titel „Anti-Portrait“.

Begrüßungsrede von Prof. Dr. Roselt (als PDF).

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Fachbereich 2 Medien, Theater und Populäre Kultur