Ausstellung Samuel Henne - displacements

Sunday, 13. November 2016 um 11:14 Uhr

28. Oktober – 10. Dezember 2016 im Kunstverein Hildesheim

40 x 30 cm (*Ausschnitt), in Distanzrahmen, 2016, Courtesy Galerie FeldbuschWiesnerRudolph, Berlin;

Verschieben. Freilegen. Umordnen. Zeigen. Etwas zur Erscheinung bringen. Es gibt einen fundamentalen Zusammenhang zwischen den Arbeiten von Samuel Henne und frühen archäologischen Ausgrabungen, deren fotografische Dokumente u.a. im Fokus von Hennes künstlerischer Auseinandersetzung für seine Ausstellung im Kunstverein Hildesheim stehen. Henne setzt sich hier, wie in den Werkreihen „fragment suite“ und „monument“ (2013), mit Formen musealer Inszenierung von Displays und Vitrinen sowie der Archivierung und bildlichen Erfassung von Skulptur und Objekt auseinander.

Im Rahmen des Programms zur Ausstellung wird vom 01.12. bis zum 08.12.2016 in der Osterstraße 3 in Hildesheim die studentische Ausstellung „Zuspiel“ stattfinden. Gezeigt werden dort Arbeiten, die sich mit der Repräsentation von Objekten im Internet – von musealen Objektpräsentationen hin zu Alltagsinszenierungen von Konsumartikeln auf Youtube oder Produktpräsentationen auf Ebay – befassen. Samuel Henne selbst hat die Entstehung der Arbeiten im Rahmen einer künstlerischen Gastdozentur an der Universität Hildesheim betreut.

Samuel Henne (*1982) studierte Freie Kunst, mit dem Schwerpunkt Fotografie und schloss sein Studium als Meisterschüler von Dörte Eißfeldt ab. Hennes Arbeiten sind mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem beim Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie und in der Shortlist-Ausstellung des internationalen Weldekunstpreis für Fotografie. Er erhielt den Preis des Kunstvereins Hannover und den Meisterschülerpreis der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, zudem war er Preisträger bei »Gute Aussichten – Junge Deutsche Fotografie» und erhielt eine Auszeichnung bei der »Plat(t)form« des Fotomuseums Winterthur. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen und Präsentationen im In- und Ausland zu sehen.

Dauer der Ausstellung 28. Oktober – 10. Dezember 2016

Eröffnung Donnerstag, 27. Oktober, 19 Uhr

Öffnungszeiten Mi 18–20 Uhr, Sa 12–18 Uhr, So 14–18 Uhr
und nach Vereinbarung

Eintritt 3,- Euro, ermäßigt 1,50 Euro
Frei für Mitglieder, Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre

PROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

 

FÜHRUNGEN

So, 06.11., 15 Uhr mit den Kurator_innen Nora Brünger und Torsten Scheid

So, 20.11., 15 Uhr

sowie nach Vereinbarung (kostenfrei für Schulen und Hochschulen)

 

THEMENTAG

MOVING OBJECTS – MOVING PERSPECTIVES

Sa, 19.11. 14/18 Uhr

Ein Objekt: Wer hat es „gemacht“? Wer hat es warum, wo hingestellt? Was passiert, wenn es in einen neuen Zusammenhang gerät? Können Bilder Objekte ersetzen – oder sind Bilder Objekte?

Am Thementag gehen wir mit einem Workshop und zwei Vorträgen solchen Fragen nach. Es geht um Strategien der Aneignung und Reformulierung von Objekten und ihre (Re-)Kontextualisierungen in Museum und Bildender Kunst. Aus postkolonialer und institutionskritischer Perspektive wollen wir die Schichten des Objekts erfoschen, um seine Geschichte hervorzubringen.

Wir bitten um Anmeldung für den Workshop unter info(at)kunstverein-hildesheim.de

14 Uhr: performativer Workshop „dis.play.ce“

18 Uhr: Vorträge zum Thema

Ort: Kehrwiederturm

SAMUEL HENNE ZU GAST: KÜNSTLERGESPRÄCH UND KATALOG- RELEASE

Do, 24.11., 19 Uhr im Kehrwiederturm

Gespräch mit Samuel Henne und Dr. Torsten Scheid.

Zur Ausstellung erscheint bei Revolver Publishing (Berlin) die Publikation „Samuel Henne – displacements“.

 

STUDENTISCHE AUSSTELLUNG

„latent objects“

Im Zusammenhang mit Samuel Hennes Ausstellung werden in der Hildesheimer Innenstadt studentische Arbeiten zu sehen sein, die sich mit der Repräsentation von Objekten im Internet und in anderen Lebensbereichen befassen. Samuel Henne selbst hat die Entstehung der Arbeiten im Rahmen einer künstlerischen Gastdozentur an der Universität Hildesheim betreut.

Eröffnung: 01. Dezember, 19 Uhr

Ort: Osterstraße 3, 31134 Hildesheim

Weitere Informationen zum Programm werden auf

www.kunstverein-hildesheim.de veröffentlicht.

Quelle: Pressemitteilung Kunstverein Hildesheim