Austausch über digitale Lehre am Fachbereich 2

Über Präsenz und Digitalität in der Lehre eines kulturwissenschaftlichen Fachbereichs

Als Institut für Philosophie möchten wir den Vorschlag machen, uns im Fachbereich unter Studierenden und Lehrenden über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Lehre auszutauschen. Weil sich die Beurteilung der bisherigen Erfahrungen auf ihre Chancen und Schwierigkeiten hin für jedes im Fachbereich vertretene Institut, jede Forschungsausrichtung und jedes Lehrselbstverständnis verschiedenartig gestaltet, sollten wir darüber miteinander ins Gespräch kommen! 

Wir finden es ausgesprochen wichtig, als Universität an den allgemeinen Lockerungen und Öffnungen unter Einhaltung der allgemein vorgeschriebenen Regeln zu partizipieren und dies vor allem durch diskursiven Austausch zu realisieren. Im gemeinsamen Gespräch sollte ausgelotet werden, wie solche Öffnungsprozesse bei gleichzeitiger maximaler gesellschaftlicher Solidarität und gebotener Vorsicht vollzogen werden können. Wir finden es wichtig, aktiv für eine demokratische Hochschule einzutreten, und sind der Auffassung, dass in einer Phase der Entspannung nach einer Akutsituation ein Diskussionsprozess darüber beginnen muss, wie bestimmte Anweisungen auf Institutsebene in der Lehrpraxis wirken. Es ist uns ein Anliegen, wieder beide Kommunikationsrichtungen zu öffnen, die top-down-Kommunikation und die bottom-up-Kommunikation.

Uns sind drei Ebenen für den Austausch besonders wichtig:

 

A) Lehrpraxis und Fachverständnis

Die digitale Lehre, z.B. über die verschiedenen Funktionen im Learnweb und über Big Blue Button, bieten vielfältige Möglichkeiten für die Stoffvermittlung, für Gruppengespräche und für interaktive schriftliche Formate. Es gibt unbestreitbar digitale Tools, die sehr fruchtbar in die Präsenzlehre zur gemeinsamen Vor- und Nachbereitung übernommen werden können. Uns ist es nach mehreren Wochen Erfahrung mit der rein digitalen Lehre jedoch ein dringliches Anliegen, die Grenzen und den Preis der digitalen Lehre und damit die Unverzichtbarkeit der Präsenzlehre für unser Fach zu betonen.  

Für das Fach Philosophie - dies kann in anderen Fächern natürlich ähnlich oder auch anders sein - ist ein gesprächsorientiertes Lehrkonzept, mit dem Ziel, Studierende darin zu begleiten, reflexive Eigenständigkeit und eine eigene intellektuelle Stimme zu entwickeln, charakteristisch. Philosophische Wissensbildung und die Ausbildung philosophischer Kenntnisse haben einen hohen performativen Anteil, der durch das Zusammenspiel von kognitiven und nicht-kognitiven Dimensionen des Miteinander-Sprechens und Lernens gekennzeichnet ist.  

Im digitalen Raum lassen sich nicht annähernd philosophische Diskussionen in einer Intensität führen, wie wir es sonst in Präsenzveranstaltungen gewohnt sind. Wichtige inhaltliche Linien und Punkte gehen verloren, da sich keine gemeinsame und gesammelte Aufmerksamkeitsstruktur herstellen lässt. Ein gemeinsames, einander anregendes Miteinander-Weiterdenken und Vertiefen reflexiver Prozesse wird verdrängt von einem bloßen Austausch von Informationen. Was durch das digitale Format gefördert wird, ist eine Re-Traditionalisierung der Lehr-Lernsituationen: Das Sprechen im digitalen Raum befördert autoritative Formate frontaler Wissensübermittlung, wie sie in der Hochschuldidaktik seit Jahrzehnten problematisiert werden. 

Die wichtige Funktion des Feedbacks, also der Rückkopplung des eigenen Sprechens mit den Reaktionen der Zuhörenden, des leiblich-affektualen Aufeinander-Reagierens, die ein lebendiges Gespräch kennzeichnen, sind im digitalen Raum schwer bis gar nicht möglich. Als besonders schwierig erweist es sich, unter digitalen Bedingungen ein aktives Zuhören zu entwickeln. Ein Sprechen ins Leere ohne die direkte Wahrnehmung, dass den eigenen Ausführungen zugehört wird, erweist sich als hemmend für Studierende, die einen längeren inhaltlichen Impuls geben oder ihre eigenen Arbeiten im Rahmen von Kolloquien vorstellen.

Die digitale Situation hat für verschiedene Lehrformen verschieden große Konsequenzen:

Die Lehrform „Seminar“ mit hohem Diskussionsanteil ist unter digitalen Bedingungen so gut wie nicht möglich. Produktive Diskussionsabläufe mit mehr als fünf Menschen sind unter digitalen Bedingungen kaum gestaltbar. In Gruppenarbeiten über „Break-out-rooms“ kommt es oft vor, dass Studierende, die sich nicht kennen, gar nichts sagen und eine halbstündige Gruppenarbeit schweigend verläuft – also scheitert.

Die Lehrform „Kolloquium“ funktioniert ausgesprochen zäh. Diejenigen, die eigene Projekte vorstellen, sind leicht verunsichert wegen der verlangsamten und zögerlichen Reaktionen der Zuhörenden – oder eben nicht Zuhörenden. Denn trotz digitaler „Anwesenheit“, können die angezeigten Personen leiblich abwesend sein (Toilette, Kaffee kochen etc.), was bei direkter Ansprache zu einer großen Verunsicherung führt.

Die Lehrform „Vorlesung“ ist unter digitalen Bedingungen ohne jeden Diskussionsanteil in synchroner oder asynchroner Form durchführbar, wobei auch hier die atmosphärischen, leiblich-performativen und spontanen Dimensionen verloren gehen, die nicht nur Heinrich von Kleist für die „Verfertigung der Gedanken“ für zentral hält. Auch die Möglichkeiten, Fragen zu stellen, wird in der Präsenzlehre wesentlich intensiver genutzt als in den schriftlichen Foren, die digital zur Verfügung stehen. Dennoch ist diese Lehrform am ehesten unter digitalen Bedingungen durchführbar.

 

B) Für die Studienpraxis der Studierenden

Für die Sicht der Studierenden möchten wir auf die Stellungnahme der Fachschaft Philosophie verweisen, die Stimmen von PKM- und PKi-Studierenden gesammelt haben. Wir möchten nur einige wenige Eindrücke anführen. Aus Studierendengesprächen in den telefonischen und digitalen Sprechstunden der Lehrenden werden verbreitete Probleme der Studierenden deutlich:

  • Motivationsmangel und Probleme mangelnder Konzentration und Ablenkung ohne den Arbeitsort Bibliothek und ohne die gemeinsame Arbeit in Arbeitsgruppen
  • Atomisierung der Studierenden, Fehlen von kollektiven Arbeitsformen zur gegenseitigen Inspiration, Wissensgenerierung und Projektarbeit
  • Kontaktlosigkeit und Einsamkeit, psychischer Druck, also die Steigerung von Problemen, die unsere Gesellschaft sowieso schon stark belasten
  • Erhöhte Erschöpfung und Fokussierungsschwierigkeiten aufgrund des höheren Kraftaufwands in digitaler Kommunikation („zoom-fatique“) - wir beobachten eine hohe Abbruchquote von Seminaren, was mit der erhöhten Anstrengung einzelner Sitzungen begründet wird, Stundenpläne, wie sie unter Bedingungen präsentischer Lehre üblich waren, werden nun als aus Aufwandsgründen unmöglich beurteilt.

 

C) Für die Dozierenden

- Fast alle unserer „freien“ Lehrbeauftragten sind unter den digitalen Bedingungen nicht bereit, Lehrveranstaltungen zu halten. Das Lehrangebot ist dementsprechend also sehr eingeschränkt, was die ohnehin höhere Arbeitsbelastung des Kernpersonals zusätzlich erhöht - mehr Studierende verteilen sich auf weniger Seminare.

- Digitale Lehre erfordert teils einen deutlichen Mehraufwand für Dozierende: Übliche mündliche Studienleistungsformate sind nicht sinnvoll, müssen in schriftliche Formate transferiert werden.

- Digitale Lehre ist durch die reine Fokussierung auf akustischen Austausch und der damit verbundenen größeren Moderationsleistung der Dozierenden wesentlich anstrengender in der Durchführung – auch für Studierende.

Für uns folgt daraus:

Das aktuelle auf digitale Lehre beschränkte Semester ist ein experimenteller Krisenmodus, der auf ausgewiesene Krisensituationen beschränkt bleiben sollte. Digitale Techniken können Präsenzlehre ergänzen und begleiten, aber nicht ersetzen; eine rein digitale Lehre ist nur als Notbetrieb denkbar. Schließlich halten selbst Fernuniversitäten Präsenzveranstaltungen für unersetzlich – , dies gilt für Universitäten wie die unsere umso mehr.

Gerade im Wintersemester, in dem viele Studierende neu an die Universität kommen, scheint es uns unabdingbar, unter Einhaltung der dann geltenden Hygieneregeln umsetzbare Formen von Präsenzlehre zu entwickeln. Ein Studium neu zu beginnen, ohne überhaupt ein Gesicht zu sehen und die Möglichkeit zu haben, sich mit anderen Studierenden zusammenzufinden, ohne ein studentisches Miteinander, scheint uns nicht möglich zu sein. Es droht Vereinzelung der Studienanfänger*innen, mit einem Steigen der Studienabbruchquote ist zu rechnen.

Daher: Es ist Zeit für einen lebendigen Diskurs darum, wie wir unter den gegenwärtigen Herausforderungen gut lehren und lernen wollen.

Das Institut für Philosophie
(Rolf Elberfeld, Antje Géra, Andreas Hetzel, Mareike Kajewski, Lars Leeten, Daniela Voss, Katrin Wille)


Stellungnahme der Fachschaftsvertretung Philosophie

Eindrücke des digitalen Semesters

Die Corona-Krise hat alle am Universitätsbetrieb Beteiligten – die Universitätsleitung, die Dozierenden, Mitarbeiter*innen aller Bereiche, sowie die Studierenden – vor enorme Herausforderungen gestellt. In kürzester Zeit musste die gesamte Lehre auf ein digitales Semester umgestellt werden. Dies ist nur mit der größtmöglichen Flexibilität und Bereitschaft aller gelungen.

Nach einigen Wochen Erfahrungen aus der Praxis eines digitalen Semesters wollen wir als Fachschaftsvertretung Philosophie nun unsere Eindrücke dessen wiedergeben. Dies erfolgt parallel zu und in gegenseitigem Wissen von einer Stellungnahme der Lehrenden des Philosophie-Instituts. Weiterhin holen wir derzeit über eine Umfrage unter den Philosophiestudierenden weitere Eindrücke ein, die diese somit vorläufige Stellungnahme ergänzen sollen.

 

Wie wirken sich die verändernden Lernumstände auf vermittelte Lerninhalte aus?

Ein qualitativ gutes Philosophiestudium, sollte möglichst effektiv und unter Berücksichtigung des Wohlbefindens der Studierenden Lerninhalte vermitteln. „Lerninhalte“ bedeutet an dieser Stelle nicht nur Informationen und Fakten. Gerade im Fach Philosophie spielt methodisches Wissen, ein Aneignen von bestimmten Fähigkeiten und ein Kennenlernen der Kultur des Feldes eine wichtige Rolle, um einerseits Lerninhalte besser und klarer zu verstehen und andererseits besser im Feld Anschluss zu finden. Aus diesem Grund bedeutet „effektives Vermitteln“ auch keine möglichst hohe Quantität an Lerninhalten, sondern eine informative, methodische und persönliche Einführung in das Fach und die Kultur der Philosophie. Im Folgenden gehen wir auf Möglichkeiten und Probleme der digitalen Lehre im Fach Philosophie ein.

Das digitale Lernen bietet die Chance über größere räumliche Distanz an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Außerdem kann man sich die Arbeitszeiten oft flexibler einteilen und selbstorganisierter Lernen. Die übliche Anfahrtszeit entfällt und Pausen werden öfter und nach eigenem Bedarf möglich. Durch die digitale Umgebung können verschiedenste Medien nahtlos und besser eingebunden werden. Es zeigen sich neue Instrumente der Zusammenarbeit wie simultane Textverarbeitung oder geteilte Whiteboards.


Ein entscheidender Nachteil für die Lehre ist, dass Gesprächssituationen in den Veranstaltungen erschwert werden und zentrale Diskussionen entfallen. Die Erarbeitung der Ergebnisse dauert deutlich länger, da dies im virtuellen Raum schwieriger ist als in einer Präsenzsituation. Dadurch wird das Arbeitspensum größer, da Studierende mehr als zuvor außerhalb der Sitzungen vor- und nachbereiten müssen, um den gleichen Lerneffekt zu haben.


Zudem ist die Teilnahme am digitalen Studium an Grundvoraussetzungen gebunden: Technik (Zugangsgerät, Mikrofon, Software), die eventuell neu zu erwerben ist und eine stabile Internetverbindung. Hier berichten viele Studierende von Zugangsproblemen durch schlechte Anbindung in ihrer Region, aufgrund derer sie an Veranstaltungen nicht teilnehmen können. Wenn den Studierenden aufgrund fehlender technischer Möglichkeiten und schlechter Internetverbindungen eine Teilnahme an digitalen Veranstaltungen schwierig oder gar nicht möglich ist, widerspricht dies allerdings dem Bildungsauftrag der Universität. Der universitäre Zugang sollte allen möglich sein, unabhängig von zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen für Technik. Hier darf, inklusiv gedacht, keine Person benachteiligt sein. Bereitstellungen, die hierbei momentan erfolgen, helfen in der aktuellen Situation, sind aber nicht für eine langfristige Ausstattung ausgelegt.


Selbst wenn die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme gegeben sind, wird ein qualitatives Philosophiestudium eingeschränkt. Die Ausbildung zentraler Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeiten und persönliche Vernetzung im sozialen Raum fallen weg. In digitalen Seminaren müssen Gespräche teilweise verschriftlicht werden, was nur als Gesprächsersatz fungiert. Auch mündliche Beiträge werden eingeschränkt, da sich, aufgrund der fehlenden Präsenz, die Hemmschwelle für Wortmeldungen vergrößert. Andere Veranstaltungen müssen gänzlich über den schriftlichen Beitrag abgewickelt werden. Formate, die praktisch nur in Präsenz funktionieren, sind ausgesetzt.


Auch Gruppenarbeit ist durch bloßen auditiven Kontakt erschwert oder fällt mitunter ganz weg. Die Möglichkeit, außerhalb der Lehrveranstaltungen mit Kommiliton*innen ins Gespräch zu kommen, ist nicht gegeben. Dies ist für eine philosophische Gesprächskultur, die aus Reflexion, Diskurs und Kritik besteht, essentiell. Dieser fundamentale Teil der Philosophie kann im digitalen Raum nicht stattfinden.


Das Lernen erfolgt größtenteils alleine im Privatraum. Für Studierende ergeben sich Hürden durch fehlende passende Arbeitsräume zu Hause. Das Ausweichen auf Lernorte innerhalb der Universität fällt weg. Dies erschwert eine Trennung von Alltag und Arbeit, was sich als Stressfaktor auf die Konzentration auswirkt.


Eine besondere Herausforderung stellen die Prüfungen dar. Da es nicht anders möglich ist, werden (bis auf einige Ausnahmen) Prüfungen als Online-Prüfungen abgehalten. Es stellt sich dabei die Frage, ob die Prüfungssituation an sich unter den Online-Formaten leidet (auch wenn diese weiterentwickelt werden). Eventuell sind einige Studierende benachteiligt, denen das Reden außerhalb persönlichen Kontakts schwerer fällt. Ein besonderes Augenmerk liegt auch hier auf dem Datenschutz, mit dem sich alle Beteiligten vertraut machen müssen.


Aus all diesen Schilderungen geht hervor, dass die aktuelle digitale Form der Lehre verbesserungswürdig ist. Als Reaktion auf die Corona-Beschränkungen bewerten wir digitalen
Universitätsbetrieb als sinnvoll. Dieser funktioniert aber nicht als zukünftiger Ersatz für einen Präsenzbetrieb über diese Zeit hinaus, da die Möglichkeiten für ein qualitatives Studium nicht gegeben werden können. Eventuell können digitale Formate neue Möglichkeiten und Chancen in einem Präsenzbetrieb bieten, können aber allenfalls ergänzend wirken.


Im besten Fall erhalten wir also gerade experimentelle Einblicke in eine mögliche E-Lehre. Im schlimmsten Fall zeigt sich bereits jetzt schon, inwiefern sich wesentliche Merkmale der Präsenzlehre selbst mit einer lang erprobten und von Grund auf konzipierten Form der digitalen Lehre nicht ersetzt werden können.

 

Wir als Studierende bitten um Kenntnisnahme und Einbezug unserer Perspektive.
Die Fachschaftsvertretung Philosophie, 08.06.2020


Aktuelles

 

CORONA-HILFEN & KREATIVE UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN FÜR KULTUR

 

30.05.2020

Im Laufe der letzten Wochen sind eine Vielzahl verschiedener Hilfs- und Unterstützungsprogramme, Födermaßnahmen und Aktionen zum Umgang mit den geltenden Einschränkungen, die Kulturschaffende und Kultureinrichtungen betreffen, entstanden. Eine (wachsende) Auswahl der Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie nun hier.

 

Unterstützungprogramme von Bund und Ländern

Das Sofortprogramm NEUSTART der Bundesregierung fördert die Umsetzung Corona-bedingter Schutzmaßnahmen in Kultureinrichtungen. Genauere Informationen und die Möglichkeit zur Antragsstellung gibt es unter www.neustartkultur.de und soziokultur.de.

Auf der Seite des Kulturrats finden sich aktuelle Einschätzungen zur Lage und den Auswirkungen auf Kultur und Kunst sowie eine Auflistung verschiedener Förder- und Hilfsprogramme.

 

Spendenprojekte und Crowdfunding

Auf verschiedenen Crowdfunding-Plattformen gibt es aktuell gesonderte Bereiche für Spendenaktionen und Crowfunding-Projekte zum Ausgleich der durch die Einschränkungen der letzten Wochen entstandenen Ausfälle und Notlagen im Arbeitsfeld Kultur. So bei der kooperative Plattform der Sparkasse und betterplace.org zur Veröffentlichung von Spendenprojekten oder zum Crowdfunding bei Startnext für Projekte mit Bezug zu den Corona-bedingten Einschränkungen.

 

Weitere Möglichkeiten

Neben bundesweiten Unterstützungsprogrammen gibt es eine Vielzahl regionaler Aktionen zur Unterstützung von Künstler*innen,Kulturschaffenden, (kleineren) Kulturinstitutionen und kreativen Projekten. Etablierte Kulturinstitutionen starten Spendenaktionen und bieten zum Teil einen Überblick über regionale Aktionen, Aufrufe und Ausschreibungen, so zum Beispiel das Landesmuseum Stuttgart.


SEMESTERBEGINN | LSF | VERANSTALTUNGSWAHLEN

 

20.04.2020

 

Liebe Studierende,

Heute hat das Online-Sommersemester an der Universität Hildesheim begonnen und wir wünschen Ihnen und uns allen viel Geduld, Humor und hoffentlich wertvolle Erkenntnisse.

Nach der Absage des Projektsemesters sind in der letzten Woche zahlreiche neue Veranstaltungen im LSF eingetragen worden, für die Sie sich bereits angemeldet haben. An manchen Stellen ist eine Reduzierung der Teilnehmerzahl unumgänglich, denn auch und gerade Online-Seminare können zu groß werden. Wir haben uns sehr bemüht, möglichst polyvalent zu öffnen, so dass viele Veranstaltungen für mehrere Module geöffnet sind. In den letzten Tagen sind - z.B. für den Interdisziplinären Studienbereich - noch einige Öffnungen vorgenommen worden. Informieren Sie sich bitte fortlaufend im LSF über die Modulöffnungen, und nutzen Sie andere Veranstaltungen, wenn Sie an Ihrem Wunschseminar nicht teilnehmen können.

Sofern Sie einen Platz in einer Veranstaltung bekommen haben, bitten wir Sie sehr darum, die jeweilige Lehrform ernst zu nehmen und den Fliehkräften zu widerstehen, die üblicherweise im Laufe des Semesters einsetzen. Wir haben alle sehr kurzfristig sehr viel Arbeit investiert, damit dieses Semester stattfinden kann - lassen Sie es uns auch gemeinsam durchführen. Über Ihre Rückmeldungen, wenn etwas gar nicht funktioniert oder mit einfachen Mitteln besser laufen könnte, sind wir dankbar.

 

Mit besten Grüßen,

Annemarie Matzke (Studiendekanin)
Stefan Krankenhagen (Dekan)

 

 


ABSAGE PROJEKTSEMESTER | (DIGITALE) LEHRE | PRÜFUNGEN, PRAKTIKA, AUSLANDSSEMESTER

 

02.04.2020

Liebe Studierende,

Das Sommersemester steht vor der Tür und wir alle hatten uns auf ein aufregendes Projektsemester gefreut. Wie in so vielen Bereichen unseres Lebens ist leider auch die universitäre Lehre von den Auswirkungen der Corona-Epidemie betroffen.

 

ABSAGE PROJEKTSEMESTER

Nach Gesprächen mit Präsidium und in Abstimmung mit dem Dekanat und den Kolleg*innen ist deutlich geworden, dass wir in diesem Sommersemester kein vollwertiges Projektsemester anbieten können. Das Projektsemester lebt von der Arbeit vor Ort, vom direkten persönlichen Austausch und nicht zuletzt von der Erfahrung der gemeinsamen Präsentation der Ergebnisse. All dies wird in diesem Sommersemester so nicht möglich sein. Da das Projektsemester zentraler Bestandteil der kulturwissenschaftlichen Studiengänge ist, möchten wir allen Studierenden diese Erfahrung ermöglichen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, das Projektsemester in diesem Sommersemester abzusagen und es in das Sommersemester 2021 zu verschieben.

Ihnen sollen daraus keine Nachteile entstehen: Studierenden, die im SoSe 2021 im 6. Semester sind, noch ein Projekt belegen müssen und gleichzeitig das Studium abschließen, werden wir angemessene Möglichkeiten bieten, beides zu vereinen. Gleiches gilt für die Studierende, die im SoSe 2020 in das 6. Semester kommen und noch ein Projekt belegen müssen: auch für sie finden wir Einzellösungen.

 

(DIGITALE) LEHRE

Dieses Semester wird auf jeden Fall digital beginnen – und zwar ab dem 20. April. Wir sind uns bewusst, dass dies für uns alle eine besondere Herausforderung bedeutet und es gerade in unseren Fächern nicht möglich ist, alle Lehrveranstaltungen einfach ‚online‘ abzuhalten. Wir suchen hier nach Lösungen, wie trotz dieser Herausforderungen und der besonderen Situation ihr Studium mit allen Einschränkungen machbar bleibt. Die aktuellen Entwicklungen sind hochschulweit unter https://www.uni-hildesheim.de/e-learning2020/ einzusehen.

Es kann durchaus sein, dass wir im Laufe des Sommers wieder in die Präsenz-Lehre einsteigen dürfen. Für dann wieder mögliche Exkursionen oder Blockveranstaltungen kann die ganze Dauer des Sommersemesters – bis 30.09. – genutzt werden.

Am 14.04. wird das überarbeitete Lehrprogramm im LSF verbindlich feststehen. Bitte beachten Sie, dass es bis dahin noch zu Absagen von Lehrveranstaltungen und Veränderungen kommen kann. Im Moment ist noch vieles in Bewegung (ob Festivals stattfinden, ob Lehrbeauftragte ihre Veranstaltungen online anbieten können etc.). Im Fachbereich haben wir entschieden, dass der Mehraufwand durch die Digitalisierung der Lehre sich auch in den Leistungspunkten niederschlagen soll.

 

PRÜFUNGEN, PRAKTIKA, AUSLANDSSEMESTER

Bei konkreten Fragen zu Prüfungen, zu Bachelor- und Masterarbeiten stehen ihnen die jeweiligen Prüfer*innen zur Verfügung. Bei grundsätzliche(re)m Klärungsbedarf stehen Ihnen Herr Flohr und Frau Obstoj zur Verfügung.

Bereits begonnene Praktika, die wegen Corona im Homeoffice fortgeführt oder abgebrochen werden mussten, werden in den kulturwissenschaftlichen Studiengängen voll angerechnet. Weitere Informationen dazu sowie zu Praktika, die aufgrund des Corona-Virus nicht angetreten werden können, finden sich auf https://www.uni-hildesheim.de/fb2/studium/karriere-alumni/praktikum/.

Zu abgebrochenen Auslandssemestern können wir im Moment noch nichts Konkretes sagen und bitten Sie, diese Website auch in den nächsten Tagen oder Wochen für weitere Informationen aufzusuchen.

 

Viele Grüße und alles Gute,

im Namen des Fachbereichs,

Annemarie Matzke (Studiendekanin)
Stefan Krankenhagen (Dekan)

 

 


Weitere Informationen und wichtige Hinweise zum Thema Coronavius an der Universität Hildesheim finden sie hier.