Abschlussarbeiten
Bei näherem Interesse zu einem konkreten Thema für Bachelor- oder Masterarbeiten wenden Sie sich bitte an die jeweilige Ansprechperson.
Bei eigenen Themenvorschlägen oder extern betreuten Abschlussarbeiten, wenden Sie sich bitte an M.Sc. Leoni Stöckle. Sie wird sich um eine Vermittlung an eine geeignete Person für die Betreuung bemühen.
Bachelorarbeiten
Allgemeine Vorgaben
Die allgemeinen Vorgaben und mögliche Formate für Bachelorarbeiten in der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie entnehmen Sie bitte dem Merkblatt.
Themenbereiche
Kurzbeschreibung
Die Diagnose einer Krebserkrankung zu erhalten, reißt viele Betroffene aus ihrem Alltag. Sie geht mit einer Vielzahl (psychosozialer) Belastungen einher. Psychoonkologie ist eine Teildisziplin der Onkologie, die unter anderem Ansätze entwickelt mit diesen psychosozialen Folgen während einer Behandlung und nach einer überstandenen Krebserkrankung umzugehen. Auch der Umgang mit den psychologischen Aspekten im Palliativbereich ist eine Aufgabe von Psychoonkologie.
Konkrete Themenvorschläge
Progredienzangst
Wie wird Progredienzangst in der Psychoonkologie erfasst: Validierung der deutschsprachigen Version eines Fragebogens.
Die Angst vor dem Voranschreiten oder dem Rezidiv einer Krebserkrankung wird in der Psychoonkologie als Progredienzangst bezeichnet. Das Erkennen dieser Ängste mithilfe psychometrischer Instrumente ist relevant für weitere spezifische Interventionen mit dem Ziel der Entlastung onkologischer Patient:innen. Es soll eine deutschsprachige Version des Fear of Cancer Recurrence (FCR-7) Fragebogens validiert werden.
Ansprechperson
Kurzbeschreibung
Die eigene Berufstätigkeit ist eine wichtige Quelle der Lebenszufriedenheit und hat gesundheitsförderliche Funktionen. Sie trägt zur persönlichen Identität, der Weiterentwicklung von Kompetenzen und finanziellen Sicherheit bei. Außerdem fördert sie die Entstehung sozialer Unterstützungsnetzwerke und ermöglicht das Erleben von Wertschätzung und Anerkennung. Berufliche Belastungen wie Arbeitsplatzunsicherheit, Konflikte mit Vorgesetzten oder hohe Anforderungen können jedoch auch zu psychischen Beschwerden führen oder bestehende psychische Störungen aufrechterhalten bzw. verschlimmern. Neben somatischen Beschwerden und familiären Belastungen stellen arbeitsbezogene Belastungen einen häufigen Grund für die Inanspruchnahme psychotherapeutischer Versorgungsangebote dar.
Betreuung nach Vereinbarung. Ideen für Forschungsfragen und Themenvorschläge im Bereich von Arbeit und psychische Gesundheit, insbesondere im Rahmen von arbeitsplatzbezogener Selbstwirksamkeitserwartung und Arbeitsfähigkeit nach Psychotherapie können gerne in Rücksprache mit M.Sc. Gianni Lidolt besprochen werden.
Kurzbeschreibung
Die Novellierung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) und die daraus folgende neue Approbationsordnung (PsychThAppO) haben zu einer Änderung des Ausbildungsweges für angehende psychologische Psychotherapeut:innen geführt. Fortan kann nach einer fünfjährigen universitären Ausbildung die Parcoursprüfung zum Erhalt einer Approbation absolviert werden. Durch diese tiefgreifende Änderung muss die Lehre an den Universitäten angepasst und ein anwendungsorientiertes Prüfungsformat eingeführt werden, um die Studierenden bestmöglich auf die Prüfung und den Erhalt einer Approbation vorzubereiten. Praktischen Anteilen kommt aufgrund dessen ein noch höherer Stellenwert zu als bisher.
Konkrete Themenvorschläge
Anfertigung eines Studiendesigns zur Evaluation von Lehrvideos mit Simulationspatient:innen
Inhalt
Neben Vorlesungen, praktischen Seminaren mit Rollenspielen und Prüfungen mit Simulationspatient:innen werden auch Lehrvideos zur Vermittlung von praxisrelevanten psychotherapeutischen Fertigkeiten eingesetzt. In den Lehrvideos demonstrieren Lehrtherapeut:innen im Gespräch mit Simulationspatient:innen relevante Techniken, die zu einem Lernzuwachs, einer Vorbereitung auf die Prüfungen im Studium, sowie auf die Approbationsprüfung führen sollen. Das praxisrelevante Forschungsziel ist es, Lehrvideos als neue Lehr- und Lernmethode im polyvalenten Bachelor und approbationskonformen Master zu evaluieren.
Nähere Informationen
Bachelorarbeitsthema für 2 Personen
Ansprechperson
Kurzbeschreibung
Das Leben mit Adipositas ist für viele Betroffene belastend. Neben möglichen körperlichen Begleiterkrankungen (u.a. Diabetes mellitus Typ II, Hypertonie) spielen auch psychische Folgen (u.a. Reduktion des Selbstwertgefühls, Körperbild, Veränderung im Bereich Intimität/Partnerschaft) eine wichtige Rolle und können Anlass für eine psychologische Beratung sein.
Konkrete Themenvorschläge
Es wird jeweils eine Bachelorarbeiten zur Planung einer Studie mit Patient:innen, die sich im Rahmen des psychologischen Gutachtens im Vorfeld einer bariatrischen (gewichtsreduzierenden) Operation in der Hochschulambulanz vorstellen, vergeben.
Die beiden Themenschwerpunkte sind:
- Körperbild und Körperbildstörung (siehe dazu Naumann et al. (2022), Die Spiegelkonfrontationstherapie zur Behandlung von Körperbildstörungen bei Essstörungen : Evidenz, Wirkmechanismen und Vorgehensweise. Psychologische Rundschau, 73, 243-259)
- Förderung von Bewegung und angessenem Essverhalten vor und nach bariatrischer Operation
Ansprechpersonen
Understanding the role of forgiveness in romantic relationships
Kurzbeschreibung:
Understanding the role of forgiveness in romantic relationships / Die Rolle der Vergebung in romantischen Beziehungen verstehen
Konkrete Themenvorschläge:
Longitudinal Design:
Tracking relationship dynamics and forgiveness processes over time to capture changes and causal directions
Empirical Approach:
Use of both self-report measures and experimental data to investigate communication, blame, and cooperation
Multicultural Perspective:
Comparing romantic relationships and forgiveness processes across religious/cultural groups
Religious Frameworks and Forgiveness:
Integrating culturally tailored models of forgiveness based on religious beliefs
Innovation in Couple Research:
Combining daily assessments with experimental tasks to study relational processes in naturalistic and controlled settings
Applied Relevance:
Implications for intercultural couple therapy and designing interventions based on real-life relational patterns
Sonstiges / Nähere Informationen:
Die Arbeit ist auf Englisch zu verfassen. Die Kontaktaufnahme hat ebenfalls auf Englisch zu erfolgen
Ansprechpartner:
Arezoo Ziaei
Masterarbeiten
Allgemeine Vorgaben
Die allgemeinen Vorgaben für Masterarbeiten in der Arbeitsgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie entnehmen Sie bitte dem Merkblatt.
Themenbereiche
Kurzbeschreibung
Die Rehabilitationspsychologie kann als ein umfangreiches Anwendungsgebiet der Klinischen Psychologie aufgefasst werden. Das Ziel von Rehabilitation im Allgemeinen ist es, Folgen physischer und psychischer Erkrankungen auf das soziale und berufliche Leben zu mindern oder zu beseitigen und somit die gleichberechtigte Aktivität und Teilhabe chronisch erkrankter Menschen im Alltag und Erwerbsleben zu ermöglichen. Die Rehabilitationspsychologie betrachtet im Rahmen ihrer Forschung z.B. die Umsetzung von Leistungen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation in Rehabilitationseinrichtungen nach SGB VI. Hierbei werden deren Wirksamkeit, die beispielsweise an der erfolgreichen Wiedereingliederung der erkrankten Menschen ins Erwerbsleben gemessen werden kann, betrachtet. Die Relevanz dieses Forschungszweigs ergibt sich u.a. daraus, dass über erfolgreich durchgeführte und nachhaltig wirksame Rehabilitationsangebote für Rehabilitand:innen der Wiedereintritt in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermöglicht wird und somit das Rentenniveau der Solidargemeinschaft dauerhaft gesichert werden kann.
Konkrete Themenvorschläge
Stationäre psychosomatische Rehabilitation von Menschen, die einen Antrag auf Berentung wegen Erwerbsminderung stellen. Welche Effekte sind zu erwarten?
Langzeitkatamnese nach psychosomatischer Nachsorge. Was bleibt? Ein Vergleich von Patientinnen und Patienten, die an einer psychotherapeutisch orientierten Gruppenbehandlung im Anschluss an eine psychosomatisch-psychotherapeutische Rehabilitationsmaßnahme teilgenommen haben mit Patientinnen und Patienten, die nicht an einer Nachsorgebehandlung teilgenommen haben
Ansprechperson
Diagnostik der Borderline-Persönlichkeitsstörung
Kurzbeschreibung:
Die Skala zur Erfassung der Impulsivität und emotionalen Dysregulation (IES-27) ist ein Selbstbeurteilungsinstrument, das die drei zentralen Symptombereiche der Borderline-Persönlichkeitsstörung – Impulsivität, emotionale Dysregulation und zwischenmenschliche Schwierigkeiten – erfasst. Methodische Vorstudien aus der Arbeitsgruppe legen nahe, dass sich die Symptome der Störung hierarchisch ordnen lassen und damit auch die zugehörigen Items entsprechend in eine Rangfolge gebracht werden können. Diese Struktur eröffnet die Möglichkeit, ökonomische diagnostische Verfahren wie adaptives Testen zu entwickeln, bei denen die Zustimmung zu übergeordneten Items Rückschlüsse auf das wahrscheinliche Vorliegen nachgeordneter Symptome zulässt.
Unter adaptivem Testen wird ein Vorgehen verstanden, bei dem die Auswahl des jeweils folgenden, zu beantwortenden Items durch die Antworten auf vorherige Items bestimmt wird. Ziel ist es somit, nur solche Items vorzugeben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzliche diagnostische Informationen liefern, sodass der Test bei gleicher Genauigkeit mit weniger Items auskommt.
Konkrete Themenvorschläge:
Ziel der Studie ist es, erstmalig eine adaptive Form der Erhebung zu erproben, die auf der zuvor identifizierten hierarchischen Struktur der Items der IES-27 basiert. Geplant ist eine Online-Erhebung der Symptome von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Sonstiges / Nähere Information:
Das Thema ist für ein bis zwei Masterstudierende geeignet.
Ansprechperson:
M.Sc. Maria Brede (bredem (at) uni-hildesheim.de), Prof. Dr. Christoph Kröger
Borderline-Persönlichkeitsstörung und Sexualität
Kurzbeschreibung:
Laut klassifikatorischer Beschreibung zeichnet sich die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) durch impulsives Verhalten und eine instabile Identität aus. Beides kann sich auch im Bereich der Sexualität zeigen, was mit erheblichen zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und wechselnden intimen Beziehungen einhergehen kann. Insbesondere impulsives Verhalten im Bereich der Sexualität kann zudem gesundheitliche Risiken mit sich bringen (z. B. sexuell übertragbare Erkrankungen oder sexualisierte Gewalt).
Konkrete Themenvorschläge:
Ziel der Studie sollte es sein, das Sexualverhaltens, die sexuelle Orientierung sowie die Folgen von und für Menschen mit einer BPS mittels Selbstberichtsmaßen zu operationalisieren und in einer Online-Befragung zu erheben.
Sonstiges / Nähere Information:
Das Thema ist für ein bis zwei Masterstudierende geeignet.
Wenn vorhanden Literatur:
-
Ansprechperson:
M.Sc. Maria Brede (bredem (at) uni-hildesheim.de), Prof. Dr. Christoph Kröger
Konkrete Themenvorschläge
Menschen mit Angststörungen
Inhalt
Gesundheitliche Leistungen im Vergleich
- Untersuchung von Diagnosestrukturen bei Angststörungen und Heterogenität zwischen einzelnen Störungsgruppen anhand von Routinedaten
- Anwendung von statistischen Verfahren zur Differenzierbarkeit und Ermittlung latenter Strukturen (bspw. Clusteranalysen, konfirmatorische Faktoranalysen)
Voraussetzungen
- Durchführung der Analysen in Berlin innerhalb eines Werkvertrags
- Interesse an gesundheitsökonomischen Fragen und Menschen mit Angststörungen
- gute methodisch-statistische Kenntnisse
- Interesse an Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team
Weitere Informationen
Beispielhafte Studien:
- Bothe,T., Jakob, J., Walker, J. & Kröger, C. (2020). How expensive are post-traumatic stress disorders? Estimating incremental health care and economic costs on anonymised claims data. European Journal of Health Economics, 21, 917-930. https://doi.org/10.1007/s10198-020-01184-x
- Schneider, F., Erhart, M., Hewer, W., Loeffler, LAK., Jacobi, F. (2019). Mortality and medical comorbidity in the severely mentally ill—a German registry study. Deutsches Ärzteblatt International, 116, 405–11. DOI: 10.3238/arztebl.2019.0405
Die Ausschreibung, mit ausführlichen Informationen, finden Sie hier.
Kooperation mit
InGef Berlin (https://www.ingef.de/)
Ansprechpersonen
Prof. Dr. Christoph Kröger, betreut von Tim Bothe (InGef Berlin)
Kosten-Nutzen von Psychotherapie
Inhalt
Vor 10 Jahre würde eine Kosten-Nutzen-Studie von Psychoherapie unter der Frage "Wie teuer wird es wirklich?" veröffentlicht. Geplant ist eine Aktualisierung und Revision dieser gesundheitsökonomischen Analyse.
Weitere Information
Wunsch, E.-M., Kliem, S., Grocholewski, A. & Kröger, C. (2013). Wie teuer wird es wirklich? Kosten-Nutzen Abschätzung für Psychotherapie bei Angst- und affektiven Störungen in Deutschland. Psychologische Rundschau, 64, 75-93. https://doi.org/10.1026/0033-3042/a000154
Ansprechperson
Kurzbeschreibung
Die eigene Berufstätigkeit ist eine wichtige Quelle der Lebenszufriedenheit und hat gesundheitsförderliche Funktionen. Sie trägt zur persönlichen Identität, der Weiterentwicklung von Kompetenzen und finanziellen Sicherheit bei. Außerdem fördert sie die Entstehung sozialer Unterstützungsnetzwerke und ermöglicht das Erleben von Wertschätzung und Anerkennung. Berufliche Belastungen wie Arbeitsplatzunsicherheit, Konflikte mit Vorgesetzten oder hohe Anforderungen können jedoch auch zu psychischen Beschwerden führen oder bestehende psychische Störungen aufrechterhalten bzw. verschlimmern. Neben somatischen Beschwerden und familiären Belastungen stellen arbeitsbezogene Belastungen einen häufigen Grund für die Inanspruchnahme psychotherapeutischer Versorgungsangebote dar.
Konkrete Themenvorschläge
Präsentismus bei psychischen Störungen
Ansprechperson
Kurzbeschreibung
Die Diagnose einer Krebserkrankung zu erhalten, reißt viele Betroffene aus ihrem Alltag. Sie geht mit einer Vielzahl (psychosozialer) Belastungen einher. Psychoonkologie ist eine Teildisziplin der Onkologie, die unter anderem Ansätze entwickelt mit diesen psychosozialen Folgen während einer Behandlung und nach einer überstandenen Krebserkrankung umzugehen. Auch der Umgang mit den psychologischen Aspekten im Palliativbereich ist eine Aufgabe von Psychoonkologie.
Konkrete Themenvorschläge
Progredienzangst
Wie wird Progredienzangst in der Psychoonkologie erfasst: Validierung der deutschsprachigen Version eines Fragebogens.
Die Angst vor dem Voranschreiten oder dem Rezidiv einer Krebserkrankung wird in der Psychoonkologie als Progredienzangst bezeichnet. Das Erkennen dieser Ängste mithilfe psychometrischer Instrumente ist relevant für weitere spezifische Interventionen mit dem Ziel der Entlastung onkologischer Patient:innen. Es soll eine deutschsprachige Version des Fear of Cancer Recurrence (FCR-7) Fragebogens validiert werden.
Ansprechperson
Wie teuer wird es wirklich?
Hintergrund:
Vor über 10 Jahren wurden Kosten-Nutzen-Analysen für Psychotherapie bei Angst- und affektiven Störungen in Deutschland veröffentlicht. Inzwischen können diese Berechnungen aktualisiert und präzisiert werden. Ziel: Auswirkungen von psychotherapeutischer Behandlung auf Arbeitsunfähigkeitstage, Inanspruchnahme des Gesundheitssystems und Lebensqualität
Methode: Gesundheitsökonomische Analysen, die störungsspezifisch angelegt sein sollten (z. B. für depressive Störungen, Posttraumatische Belastungsstörung, Somatoforme Störungen)
Nähere Informationen:
Abschlussarbeit: Eine Masterarbeit pro Störung, Artikelformat
Vorhanden Literatur:
- Melzner, L. & Kröger, C. (2024). Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen – ökonomische, individuelle und behandlungsspezifische Aspekte. Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, 67(7), 751–759. doi.org/10.1007/s00103-024-03894-6
- Wunsch, E.-M., Kliem, S., Grocholewski, A. & Kröger, C. (2013). Wie teuer wird es wirklich? Kosten-Nutzen Abschätzung für Psychotherapie bei Angst- und affektiven Störungen in Deutschland. Psychologische Rundschau, 64, 75-93. https://doi.org/10.1026/0033-3042/a000154
Ansprechperson: