- University of Hildesheim ›
- Educational and Social Sciences ›
- Institute ›
- Institut für Psychologie ›
- Arbeitsgruppen ›
- Entwicklungspsychologie ›
- Angebote für Studierende
Angebote für Studierende
Für die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten, sowie Forschungspraktika sprechen Sie uns gerne an! Für Arbeiten im Jahr 2026 melden Sie sich gern ab September 2025.
Hier können Sie einen Überblick über aktuell freie Kapazitäten für die Betreuung und Begutachtung von Abschlussarbeiten in unserer AG bekommen:
| Name | Kapazität Erstbetreuung 2025 | Kapazität Zweitbegutachtung 2025 | Kapazität Erstbetreuung 2026 | Kapazität Zweitbegutachtung 2026 |
| Werner Greve | nein | nein | ja | ja |
| Chantal Janßen | nein | nein | ja | ja |
| Cathleen Kappes | nein | nein | nein | nein |
| Petra Sandhagen | nein | nein | nein | ja |
| Hiba Albarazi | nein | nein | ja | ja |
Einen ersten Eindruck möglicher Themen im Rahmen einer Erstbetreuung finden Sie hier (geordnet nach Mitgliedern der AG):
Themenkomplexe, innerhalb derer Fragestellungen gesucht werden können:
Perspektivübernahme. Die Perspektive anderer Personen einnehmen zu können, ist eine wichtige Kompetenz im Zusammenleben. Wimmer und Perner haben mit ihren klassischen Studien zu false belief ein großes Forschungsfeld zur Theory of Mind angestoßen. Ein Verständnis für Theory of Mind haben Kinder etwa mit vier Jahren. Doch auch im Grundschulalter entwickelt sich Theory of Mind weiter. Das Verhältnis von Sprache und Theory of Mind, der Bezug zur Empathieenwicklung und der Bezug zu unterschiedlichen Medien bieten ein großes und produktives Forschungsfeld, innerhalb dessen eigene Forschungsfragen gesucht werden können.
Vertrauen in Medien. Informationen sind einfach zu erhalten. Schwierig ist ihre Bewertung. Welche Quellen sind vertrauenswürdig und warum? Welche psychologischen Prozesse spielen bei der Mediennutzung eine Rolle? Wie entwickeln wir Medienkompetenz? Warum sind viele junge Menschen in sozialen Medien mit so vielen anderen Personen verbunden und zugleich einsam? Welche psychologischen Prozesse beeinflussen Fomo und Nachrichtenmüdigkeit? Diese Fragen bieten den Rahmen für eigene Forschungsfragen innerhalb der Entwicklungs- und Medienpsychologie.
Entwicklung sozialer Beziehungen. Wir sind soziale Wesen von Anfang an. Wie entwickeln sich soziale Beziehungen, Moral und Vorstellungen von Gesellschaft? Wie verändern sich diese Entwicklungsprozesse durch soziale Medien? Diese Fragen spannen den Rahmen für Forschungsfragen, die an bekannte Fragestellungen anknüpfen und sie mit aktuellen Perspektiven und sozialen Medien verbinden.
Für 2026 übernehme ich keine weiteren Erstbetreuungen. Für Betreuungen von Abschlussarbeiten in 2027 melden Sie sich bitte Mitte September 2026.
-------
Modelllernen von Zielregulationsprozessen
Bei der Zielverfolgung treten vielfach Schwierigkeiten auf, denen man, grob gesagt, mit hartnäckiger Zielverfolgung oder flexibler Zielanpassung begegnen kann. Die Entwicklungsbedingungen interindividueller Unterschiede in der Art des Umgangs mit Zielblockaden wurden bislang selten untersucht. Eine Reihe eigener Studien zeigt die Bedeutung des sozialen Kontextes (Eltern, Partner/in) im Rahmen von Modelllernen.
- Lehrkräfte als potentielle Modelle
- Unterscheidung zwischen eigenem Verhalten versus ratgebendem Verhalten in Folge von Modelllernen
- Bedeutung von Emotionen im Modelllernprozess
- Rolle von Belohnung des Modells
Einflussfaktoren auf Zielregulationsprozesse
Welche Faktoren bedingen eine leichtere Ablösung von nicht mehr erreichbaren Zielen?
- Achtsamkeit
- Implementationsintentionen
- Zusammenhang mit Emotionsregulation
Verhandlungsforschung im höheren Erwachsenenalter
Verhandlungen können vereinfacht in distributiv und integrativ unterschieden werden. Integrativ bedeutet - im Gegensatz zu distributiven Verhandlungen -, dass die Interessen der Verhandlungspartner nicht vollständig konträr sind, sondern unterschiedliche Prioritäten vorliegen. Diese unterschiedlichen Prioritäten bergen integratives Potential, welches Verhandlungsergebnisse zu erzielen erlaubt, die für beide Seiten positivere Resultate erbringen als eine ausschließliche Kompromisslösung. Eine Reihe bisheriger Studien zeigt, dass ältere Erwachsene im Vergleich zu jüngeren weniger gut in der Lage sind, das integrative Potential auszuschöpfen.
- Welche Rolle spielt die Altersrelevanz des Verhandlungsgegenstands für Altersunterschiede im Verhandlungsergebnis?
- Welche Rolle spielen kognitive Fertigkeiten für die Qualität des Verhandlungsergebnisses?
- Wie wirkt sich Expertise auf das Verhandlungsergebnis aus?
- Welche Rolle spielen unterschiedliche Konfliktlösungsideale in der Verhandlungsführung?
- Entwicklung eines Trainings zum Erkennen und Nutzen des integrativen Potentials in Verhandlungen
Kriminalitätsfurcht im Kindes- und Jugendalter
Die Furcht, Opfer eines Verbrechens zu werden (= Kriminalitätsfurcht), ist im Erwachsenenalter schon zahlreich untersucht. Im Kindes- und Jugendalter gibt es hingegen einen Mangel an Studien und auch entsprechenden Messinstrumenten. Demzufolge ist wenig über die Ausprägung und Entstehungsbedingungen von Kriminalitätsfurcht im Kindes- und Jugendalter bekannt.
- Entwicklung von Instrumenten zur Erfassung von Kriminalitätsfurcht
- Welche Rolle spielen die Eltern und Peers in der Entwicklung von Kriminalitätsfurcht?
Betrugsdelikte im höheren Erwachsenenalter
Obgleich ältere Erwachsene insgesamt selten Opfer von Straftaten werden, sind sie für Betrüger und Diebe aus verschiedenen Gründen ein lohnendes Ziel. Angesichts des demgraphischen Wandels wird die Zahl der (erfolgreichen) Betrugsversuche möglicherweise noch weiter steigen. Über die Risikofaktoren der Opferwerdung ist bislang wenig bekannt, weswegen diese experimentell untersucht und auf deren Basis ggf. Präventionstrainings abgeleitet werden sollen.
Mögliche übergeordnete Themen zur Ableitung von konkreten Fragestellungen:
-
Flexible Zielanpassung: Prozesse zur Bewältigung von erschwerten oder blockierten Zielen, z. B. die Ablösung von aussichtlosen Zielen und die (Neu-)Formulierung von alternativen, erreichbaren Zielen
-
Prozesse der Emotionsregulation
-
(Weitere) Bewältigungsprozesse von kritischen Lebensereignissen
-> Mögliche Schwerpunkte: Wie laufen diese Prozesse genau ab und wie lassen sie sich messen? In welchen Anlässen werden diese Prozesse benötigt/eingesetzt? Welche Bedingungen fördern oder regen diese Prozesse und deren Entwicklung an? In welchen Fällen sind diese Prozesse mehr oder weniger funktional? Wie hängen Emotionsregulation und Zielanpassung zusammen?