FAQs

Wer darf die staatliche Anerkennung als Sozialpädagog*in erwerben?

Die staatliche Anerkennung als Sozialpädagog*in kann von folgenden Personengruppen erworben werden:

1) Absolvent*innen des Studiengangs Bachelor Sozial- und Organisationspädagogik (SOP)

2) Studierende im Masterstudiengang SOP mit einem Bachelorabschluss SOP an der Universität Hildesheim oder einem gleichwertigen sozialpädagogischen bzw. sozialarbeiterischen Abschluss an einer anderen Hochschule

3) Studierende im Masterstudiengang Soziale Dienste mit einem Bachelorabschluss SOP an der Universität Hildesheim oder einem gleichwertigen sozialpädagogischen bzw. sozialarbeiterischen Abschluss an einer anderen Hochschule

4) Absolvent*innen mit einem Diplom- oder Bachelorabschluss am Institut SOP vor dem 01.01.2012.

Wer darf die staatliche Anerkennung als Sozialpädagog*in nicht erwerben?

Personen mit Bachelorabschlüssen in Studiengängen, wie bspw. Erziehungswissenschaft, Soziologie, Sozialwissenschaften, Pädagogik der frühen Kindheit usw., werden nicht zum Erwerb der staatlichen Anerkennung als Sozialpädagog*in zugelassen.

Auch sind Personen vom Verfahren der staatlichen Anerkennung ausgeschlossen, die einen abgeschlossenen Master SOP, aber keinen Bachelorabschluss in SOP haben.

Wie lange muss das Berufspraktikum gehen?

Das Berufspraktikum dauert mindestens 6 Monate (bei einer Vollzeitbeschäftigung). Wird die berufspraktische Tätigkeit in Teilzeit abgeleistet, verlängert sich die Dauer entsprechend. Freiwillig bzw. in Absprache mit dem Arbeitsgeber kann das Berufspraktikum selbstverständlich auch verlängert oder, wenn die Mindestlaufzeit absolviert wurde, auch verkürzt werden. Ein entsprechender schriftlicher Nachweis der Praxisstelle über eine Verlängerung oder Verkürzung ist an die Anerkennungsbeauftragten zu übersenden. Zur Hälfte und zum Ende des Berufspraktikums müssen eine Zwischen- bzw. Abschlussbeurteilung von der Praxisstelle an die Anerkennungsbeauftragten gesendet werden.

Kann ich mir vorherige berufspraktische Tätigkeiten anrechnen lassen?

Wenn Sie Ihre staatliche Anerkennung nach dem Bachelorstudium SOP (mit Abschluss nach dem 01.01.2012) oder im Rahmen des Masterstudiums SOP (verknüpft mit dem Pflichtpraktikum) bzw. Masterstudiums Soziale Dienste absolvieren, können Sie sich keine berufspraktischen Tätigkeiten anrechnen lassen. Lediglich diejenigen, die ihren Diplom- oder Bachelorabschluss am Institut SOP vor dem 01.01.2012 erhalten haben, müssen eine mind. 5-jährige Berufstätigkeit in Vollzeit in einem Feld der Sozialen Arbeit bzw. Sozialpädagogik vorweisen und können sich damit berufspraktische Tätigkeiten anrechnen lassen.

Kann ich das Berufspraktikum auch im Ausland durchführen?

Grundsätzlich ist es nicht möglich, das Berufspraktikum im Ausland durchzuführen. Sollte eine Praxisstelle im Ausland jedoch einen Träger in Deutschland haben, muss mit den Anerkennungsbeauftragten besprochen werden, ob die Durchführung des Berufspraktikums in der jeweiligen Praxisstelle möglich ist.

Wann darf ich mit der staatlichen Anerkennung beginnen?

Um das Verfahren der staatlichen Anerkennung zu beginnen, müssen Sie Ihr Bachelorstudium erfolgreich abgeschlossen haben. Dies bedeutet, dass Sie frühestens einen Tag nach dem Tag, an dem Sie die letzte Prüfungsleistung im Rahmen des Bachelorstudiums absolviert haben, mit Ihrem Berufspraktikum beginnen können. Wenn Sie also bspw. am 30.09. Ihr Abschlusskolloquium zur Bachelorarbeit (als letzte Prüfungsleistung) erfolgreich bestanden haben, können Sie am 01.10. mit der Anerkennung beginnen. Ein Zeugnis über den Bachelorabschluss muss zu Beginn der Anerkennung noch nicht vorliegen (eine beglaubigte Kopie davon wird am Ende bei der Beantragung der Urkunde benötigt).

Das Verfahren der staatlichen Anerkennung können Sie zu jedem beliebigen Zeitpunkt im Jahr beginnen. Sie sind hier an keine Starttermine gebunden.

Wie melde ich mich zum Verfahren der staatlichen Anerkennung an?

Um das Verfahren der staatlichen Anerkennung zu beginnen, müssen Sie dieses rechtzeitig vor Beginn Ihres Berufspraktikums bei einer der Anerkennungsbeauftragten anmelden. Hierzu kommen Sie in den dafür vorgesehenen Sprechstunden der Anerkennungsbeauftragten vorbei und erhalten dort Ihren Laufzettel, welcher Sie durch die verschiedenen Etappen Ihres Berufsanerkennungs(halb)jahres begleitet. Die Anmeldung erfolgt ebenfalls über den Laufzettel.

Welche Unterlagen muss ich wann bei den Anerkennungsbeauftragten einreichen?

Sie müssen zu verschiedenen Zeitpunkten des Anerkennungsverfahrens folgende Unterlagen einreichen:

  • Vor Beginn der Anerkennung: zwei Anmeldezettel aus dem Laufbogen (Ihre Anmeldung sowie die Anmeldung Ihrer Praxisstelle)
  • Spätestens 1 Monat nach Beginn der Anerkennung: Ausbildungsvertrag und Ausbildungsplan
  • Zur Hälfte der Anerkennung: Zwischenbeurteilung der Praxisstelle
  • Zum Ende der Anerkennung: Abschlussbeurteilung der Praxisstelle
  • Spätestens 3 Monate nach Ende des Berufspraktikums: Praxisreflexionsbericht in digitaler Form (dieser wird ebenfalls an den*die Tutor*in geschickt)
Was muss der Ausbildungsplan beinhalten?

Im Ausbildungsplan müssen der Ablauf und die Abschnitte der berufspraktischen Tätigkeit sowie die Ausbildungsziele der jeweiligen Abschnitte festgelegt werden (§ 6 Abs. 2 SozHeilKindVO). Der Ausbildungsplan kann direkt in den Ausbildungsvertrag aufgenommen oder als separates Schriftstück aufgesetzt werden, auf das im Ausbildungsvertrag verwiesen wird. In jedem Fall muss der Ausbildungsplan im Original und von der Person in der staatlichen Anerkennung unterschrieben an die Anerkennungsbeauftragten geschickt werden. Eine Vorlage für den Ausbildungsplan finden Sie hier.

Was müssen die Zwischen- und Abschlussbeurteilung der Praxisstelle beinhalten?

Während des Berufspraktikums, zur Mitte und gegen Ende, sind zwei Beurteilungen durch die Praxisstelle auszustellen. Die Beurteilungen sind mit der Person in der staatlichen Anerkennung zu erörtern und von ihr*ihm und dem*der Anleiter*in zu unterzeichnen und anschließend von der Praxisstelle an die Anerkennungsbeauftragten zu übersenden. In den Beurteilungen ist anzugeben, ob die Ausbildungsziele entsprechend dem Ausbildungsplan erreicht wurden. In der Abschlussbeurteilung ist darüber hinaus festzustellen, ob die Person in der Anerkennung die berufspraktische Tätigkeit erfolgreich abgeleistet hat. Die Beurteilungen sind unterschrieben (auch von der Person in der staatlichen Anerkennung) und im Original (per Post oder persönlich) bei den Anerkennungsbeauftragten einzureichen.

Wer kann am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik Tutor*in werden?

Sie können alle Lehrenden des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik als Tutor*in anfragen. Bei den Masterstudierenden SOP sind die Tutor*innen die gleichen Personen, wie im Rahmen der Masterpraktikumsbergleitung. Eine Bestätigung für die Betreuung lassen Sie sich vor Beginn des Berufspraktikums in Ihrem Laufzettel unterschreiben. Die Gestaltung der Betreuung während der staatlichen Anerkennung besprechen Sie individuell mit dem*der Tutor*in.

Welche Voraussetzungen muss meine Praxisstelle erfüllen?

Sie können Ihre staatliche Anerkennung in einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld absolvieren und müssen von einer*einem Sozialpädagog*in bzw. Sozialarbeiter*in (mit staatlicher Anerkennung) angeleitet werden. Die Praxisstelle muss Ihnen im Berufspraktikum einen Einblick in die Arbeit mit Adressat*innen und in administrative Aufgaben geben.

Welche Begleitveranstaltungen muss ich belegen?

Insgesamt müssen Sie ein Begleitseminar sowie zwei Praxistage am Institut SOP besuchen. Die Informationen zu den jeweiligen Begleitseminaren sowie Praxistagen erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung per Mail von den Anerkennungsbeauftragten. Bei den Anerkennungsbeauftragten melden Sie sich auch für die Begleitveranstaltungen an (keine Anmeldung über das LSF!). Alle Begleitveranstaltungen dienen der Theorie-Praxis-Reflexion und somit der kritischen Auseinandersetzung Ihrer Arbeit und Ihres Praxisfeldes.

Begleitseminar: Jedes Semester werden mind. zwei Begleitseminare angeboten, die sich explizit an Personen in der staatlichen Anerkennung richten. Dies sind i. d. R. Blockseminare an ein oder zwei Wochenenden mit evtl. einem Vorbesprechungstermin unter der Woche. Sie können auch jedes andere Seminar aus dem Lehrangebot des Instituts SOP wählen. Welches Seminar Sie besuchen, ist unbedingt mit den Anerkennungsbeauftragten abzustimmen.

Praxistage: Praxistage werden fast monatlich angeboten. Sie müssen zwei Termine, welche im Zeitraum Ihres Berufspraktikums liegen, auswählen. Die Praxistage finden i. d. R. an einem Freitag von 10.00-16.00 Uhr am Institut SOP statt. Neben einem theoretischen Input erhalten Sie die Möglichkeit, in Kleingruppen „Fälle“ aus Ihrer Praxis kollegial zu beraten und sich zu Ihren Erfahrungen im Berufspraktikum auszutauschen.

Ausnahme Masterstudierende SOP und Soziale Dienste (!): Masterstudierende SOP nehmen an den Praxistagen im Rahmen der Masterpraktikumsbegleitung im jeweiligen Wintersemester teil. Ein Begleitseminar müssen aber auch sie belegen. Studierende des Masters Soziale Dienste belegen nur einen Praxistag und das Begleitseminar. Wir bieten auch in der vorlesungsfreien Zeit Praxistage an, sodass Ihre Lehrveranstaltungen an den Freitagen im Semester nicht mit dem Praxistag kollidieren.

Muss ich während der Anerkennung immatrikuliert sein?

Während Ihrer staatlichen Anerkennung müssen Sie sich einmalig für ein Semester als Gasthörer*in an der Universität Hildesheim einschreiben. Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter: https://www.uni-hildesheim.de/zsb/unser-angebot/gasthoerendenstudium/ Die Anmeldung erfolgt über die Zentrale Studienberatung (die Adresse befindet sich im Anmeldeformular); diese Unterlagen werden daher nicht an die Anerkennungsbeauftragten geschickt. Sie können sich abseits der regulären Fristen jederzeit als Gasthörer*in einschreiben. Wählen Sie dabei das Semester aus, in dem Sie auch das Begleitseminar belegen (ein Gasthörer*innenstatus ermöglicht den Zugang zum Learnweb, in das Dozent*innen mitunter Materialien für die Seminare stellen). Als Angabe des Seminars im Anmeldeformular reicht der Hinweis: „Seminar im Rahmen des Erwerbs der staatlichen Anerkennung SOP (2 SWS)“.

Ausnahme Masterstudierende SOP und Soziale Dienste (!): Sie sind bereits als Studierende an der Universität Hildesheim eingeschrieben und müssen sich daher nicht als Gasthörer*in anmelden.

Was ist, wenn ich krank bin?

Ihnen stehen pro Monat zwei Krankheitstage zu, d. h. für eine Zeit von 6 Monaten sind dies 12 Krankheitstage. Diese Zeit erhöht sich, wenn Ihr Berufspraktikum länger geht. Sind Sie länger bzw. längerfristig krankgeschrieben, müssen Sie dies mit den Anerkennungsbeauftragten abstimmen. Die Fehlzeiten werden dann am Ende Ihrer Praxiszeit nachgeholt.

Wann muss ich meinen Praxisreflexionsbericht abgeben und das Abschlusskolloquium absolvieren?

Der Praxisreflexionsbericht muss spätestens 3 Monate nach Beendigung des Berufspraktikums digital an den*die Tutor*in vom Institut SOP per Mail geschickt werden – die Anerkennungsbeauftragten setzen Sie in dieser Mail mit akpsop(at)uni-hildesheim in CC. Eine Vorlage für den Praxisreflexionsbericht finden Sie hier – diese kann Ihnen als Orientierung dienen, muss sie aber nicht. In jedem Fall sprechen Sie den Inhalt des Berichts mit Ihrem*Ihrer Tutor*in ab.

Das Abschlusskolloquium findet in der Regel einen Monat nach Abgabe des Berichts statt – dafür gibt es jedoch keine bestimmte Frist.

Was brauche ich für die Beantragung der Urkunde zur staatlichen Anerkennung als Sozialpädagog*in?

Der Erhalt der staatlichen Anerkennung erfolgt nur auf Antrag an das Prüfungsamt. Hierfür ist das im Laufzettel bereitgestellte Antragsformular zu verwenden, auf dem die Anerkennungsbeauftragten bestätigen, dass sämtliche Voraussetzungen der staatlichen Anerkennung erfüllt wurden. Um dies zu bestätigen, benötigen die Anerkennungsbeauftragten die Unterschriftenliste aus dem Laufzettel.

Dem Antrag sind zudem beizufügen                                          

  • der Nachweis über die berufliche Qualifikation (BA-Zeugnis im Original oder als beglaubigte Kopie),
  • ein Identifikationsnachweis im Original oder in beglaubigter Kopie,
  • der Nachweis über die Anmeldung als Gasthörer*in (Bestätigung der Uni oder Kopie der Gästekarte) - oder eine Immatrikulationsbescheinigung, falls Sie zu dem Zeitpunkt der Anerkennung als Studierende eingeschrieben waren
  • die Erklärung, dass bei der Meldebehörde ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a des Bundeszentralregistergesetzes zur Vorlage bei der Hochschule beantragt worden ist (Rechnung oder anderweitige Bestätigung der Behörde).
Wie beantrage ich ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis?

Das erweiterte Führungszeugnis ist zur Übersendung an die Anerkennungsbeauftragten zu beantragen. Ein entsprechendes Formular für die Behörde erhalten Sie per Mail auf Nachfrage bei den Anerkennungsbeauftragten. Die Kosten für die Beantragung des Führungszeugnisses sind von der Person in der Anerkennung zu tragen. Wichtig: Das Führungszeugnis darf bei Beantragung der Urkunde nicht älter als 3 Monate sein!

An wen wende ich mich bei Fragen, die hier nicht beantwortet werden?

Sie können sich einerseits an Ihre*n Tutor*in wenden (vor allem bei inhaltlichen Fragen bzgl. Ihrer Tätigkeiten und des Praxisreflexionsberichts) oder direkt an die Beauftragten für die staatliche Anerkennung (vor allem bei formalen Fragen). Bei den Anerkennungsbeauftragten sind vorrangig die Sprechstunden vorgesehen (diese finden Sie auf den jeweiligen Homepages von Carolin Ehlke und Katharina Mangold). Natürlich können Sie auch per Mail Kontakt aufnehmen: akpsop(at)uni-hildesheim.de. Wir sind bemüht, Ihre Fragen zeitnah zu beantworten und hoffen, Ihnen in Ihren Anliegen weiterhelfen zu können!