Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Katholische Theologie https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Katholische Theologie de-de Stiftung Universität Hildesheim Mon, 16 Dec 2019 00:39:32 +0100 Mon, 16 Dec 2019 00:39:32 +0100 TYPO3 EXT:news news-17933 Tue, 26 Nov 2019 11:19:24 +0100 Weihnachtsvorlesung von Professorin Maren Bienert: „Humbug! Von den Geistern der Weihnacht“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/weihnachtsvorlesung-von-professorin-maren-bienert-humbug-von-den-geistern-der-weihnacht/ Die Theologin Professorin Maren Bienert spricht in der Weihnachtsvorlesung der Universität Hildesheim am Mittwoch, 4. Dezember 2019, über die „Geister der Weihnacht“. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Professorin lädt zu einer weihnachtlichen Rundreise durch Literatur aus Geschichte und Gegenwart ein. In der Vorlesung lädt die Theologin zu einer weihnachtlichen Rundreise durch Literatur aus Geschichte und Gegenwart ein. Im Mittelpunkt steht dabei das Nachdenken über die Fragen, wie die weihnachtliche Botschaft aufgenommen wurde und wird und wie damit Wesen und Verwandlung des Menschen angesprochen werden, wie zum Beispiel bei Charles Dickens‘ kaltherzigem Ebenezer Scrooge, der Weihnachten zunächst für ausgemachten „Humbug“ hält.

Der Vortrag von Prof. Dr. Maren Bienert zum Thema „Humbug! Von den Geistern der Weihnacht“ beginnt am Mittwoch, 4. Dezember 2019, um 18:00 Uhr in der Aula im Hohes Haus am Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim.

Maren Bienert forscht und lehrt seit 2014 in Hildesheim. In ihren Seminaren und Vorlesungen vermittelt die Professorin für Evangelische Theologie vor allem Grundlagen der Dogmatik, Ethik und Theologiegeschichte. Dazu gehören Themen wie Schrifttheologie, sozialphilosophische Grundfragen (etwa: „Was ist das eigentlich, das schöne Leben?“), Debatten um die Themen Ehe, Familie und Sexualität oder Fragen wie „Was ist Freiheit?“. In ihrer Forschung widmet sie sich unter anderem den Auferstehungsdeutungen der lutherischen Theologie im Kontext der beiden Weltkriege.

Im Anschluss an den Vortrag findet eine Buchpräsentation des Universitätsverlags („Nachdenken über Spiritualität. Warten - Entscheiden – Suchen", herausgegeben von Prof. Dr. Werner Greve und Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld) sowie ein kleiner Empfang der Universitätsgesellschaft Hildesheim statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Universität Hildesheim bittet indes um Spenden für das „Weihnachtsstipendium“, einer Variante des Deutschlandstipendiums mit dem gute Studierende unterstützt werden, die unter besonders schwierigen Rahmenbedingungen ihr Studium bestreiten müssen.

Bei Fragen kann man sich an Markus F. Langer, Leiter des Friend- und Fundraising wenden (Telefon 05121 883 90130, E-Mail markus.langer@uni-hildesheim.de).

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news-17943 Tue, 26 Nov 2019 08:53:00 +0100 Tagung: Menschliche Freiheit und Erbsündenlehre https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/tagung-menschliche-freiheit-und-erbsuendenlehre/ „Erlösung“, „Rettung“ und „Befreiung“ sind wichtige Begriffe in der christlichen Religion. Dabei stellt sich die Frage, ob denn alle Menschen erlöst, gerettet oder befreit werden müssen? Darauf versucht die auf Augustinus zurückgehende „Erbsündenlehre“ eine Antwort zu geben, mit der sich eine internationale Tagung beschäftigt hat. Die Konferenz wurde vom Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim und vom Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ausgerichtet. Veranstalter der Tagung waren Prof. Dr. René Dausner (Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim) und Prof. Dr. Christoph Böttigheimer (Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt). Die Ausrichtung der Tagung förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Die Erbsündenlehre wurde auf dem Konzil von Trient im Ur-/Erbsündendekret (17.6.1546) dogmatisiert und steht im Zentrum der christlichen Erlösungslehre. „Allerdings hat sich das Erbsündenkonstrukt in der Geschichte der Kirche mitunter äußerst verhängnisvoll ausgewirkt, vom Zwang der Kindertaufe bis hin zu einer extrem verkrampften Einstellung zur Sexualität, wurde doch im Zeugungsakt lange Zeit die Vererbung der sogenannten ,Erbsünde‘ verortet“, erklärt Böttigheimer. Vor dem Hintergrund des heutigen naturwissenschaftlichen Weltbildes sei eine solche biologistische Lehre nicht mehr haltbar, ebenso wenig wie der im Deutschen verwendete Begriff der „Erbsünde“. In anderen Sprachen sei darum auch von einer Original- oder Ursünde die Rede.

Problematisch ist aber nicht nur die Begrifflichkeit oder die geschichtliche Wirkung der Erbsündenlehre, vielmehr wurde auf der Tagung zunächst auf die Widersprüchlichkeiten, die dem Erbsündenkonstrukt selbst innewohnen, hingewiesen. Wenn die Vorstellung von Sünde immer schon Freiheit voraussetzt, wie kann dann ein Mensch für eine Sündentat eines anderen Menschen verantwortlich gemacht werden? Diese Grundproblematik führt zu einer weitgehenden Unverständlichkeit der Lehre von einer Originalsünde. In den einzelnen Vorträgen wurde daher wiederholt hervorgehoben, dass die Lehre von einer Ursünde in Spannung stehe zu einem aufgeklärten Freiheitsverständnis, zumal wenn dieses vom Gedanken der Autonomie geleitet wird. Vor diesem Hintergrund stand die Frage im Raum, ob diese Lehre gänzlich aufzugeben sei oder wie sie andernfalls so zu verändern wäre, dass sowohl ihrer Widersprüchlichkeit als auch Unverständlichkeit überwunden werden kann. Dies führte zu einem intensiven Austausch über das theologische Verständnis menschlicher Freiheit.

Für die Verstehbarkeit der Lehre von der Original-/Ursünde wurde in einer globalisierten Welt der im 20. Jahrhundert aufgekommene Begriff der „strukturellen Sünde“ herausgearbeitet. Dieser Begriff stammt aus der lateinamerikanischen Befreiungstheologie und markiert die Dominanz von Herrschafts- und Unrechtssystemen, in die der einzelne Mensch hineingeboren wird. Das, was mit der Ur-/Originalsünde angesprochen wird, nämlich, dass alle Menschen sündigen und schuldig werden, führt dazu, dass sich kein Mensch über einen anderen erheben darf. Diese egalisierende Wirkung der Lehre von der Original-/Ursünde wurde auf der Tagung mehrfach betont.

„Einigkeit bestand unter den Teilnehmenden darin, dass eine sündenfixierte Erlösungslehre, wie sie in der Vergangenheit vorherrschte, nicht länger aufrechterhalten werden kann und darf; als konkrete Lösungsmöglichkeiten wurde etwa vorgeschlagen, in der Verkündigung nicht länger die Erlösungsbedürftigkeit des Menschen zu betonen, sondern eher von einer sehr viel umfassenderen Heilsbedürftigkeit des Menschen auszugehen“, schildert Böttigheimer. Dadurch werde deutlich, dass der Mensch auf Sehnsucht nach Heil ausgerichtet sei und des „Ganzseinkönnens“ bedürfe.

Die einzelnen Vorträge werden nun für eine Veröffentlichung weiter ausgearbeitet. Indes habe sich schon auf der Tagung gezeigt, dass die gegenwärtige Kirchenkrise letztlich von einer Krise ihres Glaubens herrühre: „Angesichts der Folgen europäischer Aufklärung sowie der Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften ist die entscheidende Frage nicht das Wie des Glaubens, sondern das Was. Bestimmte Glaubensinhalte werden heute zunehmend problematisch, was innerhalb der Kirche bislang allerdings kaum, wenn überhaupt, angesprochen wird“, so Böttigheimer.

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Fachbereich 1 Katholische Theologie Pressemeldungen
news-17794 Thu, 07 Nov 2019 08:59:05 +0100 Professor für Systematische Theologie: René Dausner https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/professor-fuer-systematische-theologie-antrittsvorlesung-von-rene-dausner/ Der Theologe Professor René Dausner forscht und lehrt am Institut für Katholische Theologie. Das Arbeitsgebiet des Professors umfasst Dogmatik und Fundamentaltheologie. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen der jüdisch-christliche Dialog, die Phänomenologie sowie Theologie und Literatur. Prof. Dr. René Dausner forscht und lehrt als Universitätsprofessor für Katholische Theologie und Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim.

Das Arbeitsgebiet des Professors umfasst Dogmatik und Fundamentaltheologie, dazu zählen unter anderem die Gottesfrage, die Frage der Offenbarung, die theologische Anthropologie sowie die Lehre von der Kirche und den Sakramenten. Zu den Forschungsschwerpunkten des 43-Jährigen zählen der jüdisch-christliche Dialog, die Phänomenologie sowie Theologie und Literatur.

Nach dem Studium der katholischen Theologie und Germanistik in Bonn und Jerusalem, folgten die Promotion zum Dr. theol. mit einer dogmatischen Arbeit zum Thema „Schreiben wie ein Toter. Poetologisch-theologische Analysen zum deutschsprachigen Werk des jüdisch-israelischen Dichters Elazar Benyoëtz“. In seiner Dissertation untersuchte der Theologe das Werk des zeitgenössischen deutschsprachigen israelischen Dichters. Anschließend unterrichtete Dausner vier Jahre als Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg.

2015 folgte die Habilitation zum Dr. theol. habil. an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Fundamentaltheologie mit der Arbeit „Christologie in messianischer Perspektive. Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben“.

In der Lehrerausbildung befasst sich Professor René Dausner mit seinen Studierenden derzeit zum Beispiel mit dogmatischen Kernthemen, etwa mit Fragen nach Gott und dem Menschen, nach Jesus Christus und der Offenbarung, nach der Kirche und den Sakramenten sowie nach Tod und Auferstehung.

„Die Universität Hildesheim ist eine junge und dynamische Universität mit großem Zukunftspotential, insbesondere auch für die Theologie“

Warum er sich für Hildesheim entschieden hat, begründet der Professor so: „Die Universität Hildesheim ist eine junge und dynamische Universität mit großem Zukunftspotential, insbesondere auch für die Theologie. Als Dogmatiker und Fundamentaltheologe bin ich in entscheidender Weise für das Studium der künftigen katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Bistum Hildesheim mitverantwortlich. In einer Zeit, in der das Interesse an Religion in ihrer Diversität wächst, kommt der Theologie auch eine zentrale gesellschaftspolitische Relevanz zu, weil sie Impulse zu Toleranz und einem neuen Humanismus geben kann.“

Als „eine Stadt der Ökumene und der Kultur“ biete Hildesheim zudem Möglichkeiten, um den Dialog mit dem Judentum und dem Islam zu pflegen, was für seine theologische Arbeit von zentraler Bedeutung sei.

Professor René Dausner hofft nun, dass pünktlich zu seiner Antrittsvorlesung das neue Buch vorliegen wird, das er im Herder-Verlag unter dem Titel „Revisionen des Heiligen. Streitgespräche zur Gottesfrage“ im Deutschen herausgibt. Es handelt sich dabei um Gespräche, die der Religionsphilosoph Richard Kearney, der am Boston College Philosophie lehrt, u.a. mit Charles Taylor, Jean-Luc Marion, Catherine Keller und Julia Kristeva geführt hat.  

Antrittsvorlesung „In God we trust – how dare you? Die Gottesfrage als Sinnressource eines neuen Humanismus“

Am Mittwoch, 13. November 2019, gibt der Theologe Einblicke in seine Forschung. Die öffentliche Antrittsvorlesung „In God we trust – how dare you? Die Gottesfrage als Sinnressource eines neuen Humanismus“ beginnt um 18:00 Uhr in der Aula im Hohen Haus am Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim. „Die Gottesfrage wird auch heute sehr intensiv gestellt; man denke etwa an so unterschiedliche, wenn auch nicht immer unumstrittene Autorinnen und Autoren wie Peter Handke, Sibylle Lewitscharoff oder auch an Hanns-Josef Ortheil und Daniel Kehlmann“, sagt René Dausner. „Was hier zur Sprache kommt, lässt sich mit Max Horkheimer als Sehnsucht nach dem ‚anderen‘, nach Transzendenz beschreiben – eine Sehnsucht, die für unser Bild vom Menschen neu zu denken gibt.“

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news-17849 Mon, 04 Nov 2019 12:14:00 +0100 Interreligiöse Studientage: Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an Schulen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/interreligioesen-studientage-ideen-fuer-die-praxis-des-interreligioesen-lernens-an-schulen/ Die interreligiösen Studientage stehen im Zeichen der Begegnung von evangelischen, katholischen und muslimischen Theologiestudierenden der Universitäten Hildesheim und Osnabrück. Angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer verschiedener Konfessionen und Religionen treffen sich, um sich bereits im Rahmen ihres Studiums auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an Schulen zu entwickeln. Ein Bericht von Dr. Michael Schober vom Institut für Katholische Theologie. Ganz im Zeichen der Begegnung von evangelischen, katholischen und muslimischen Theologiestudierenden der Universitäten Hildesheim und Osnabrück standen die interreligiösen Studientage vom 15. bis 17. Oktober 2019 im St. Jakobushaus, Goslar. Zum dritten Mal trafen sich dort angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer verschiedener Konfessionen und Religionen, um sich bereits im Rahmen ihres Studiums auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an den Schulen zu entwickeln. Ziel ist, dann an den Schulen zusammenarbeiten und gemeinsame Aktionen durchzuführen.

„Diese Schwerpunktsetzung auf die Praxis des interreligiösen Lernens ist das Besondere an unseren Studientagen“, so Dr. Theresa Beilschmidt, Referentin an der Akademie St. Jakobushaus, die das Konzept gemeinsam mit Dr. Hakkı Arslan und Dr. Jörg Ballnus (Islamische Theologie, Osnabrück), Dr. Michael Schober (Katholische Theologie, Hildesheim) und Prof. Dr. Martin Schreiner und Victoria Kurth (Evangelische Theologie, Hildesheim) sowie Dr. Christiane Schubert und Simone Schardt vom Bistum Hildesheim entwickelt hatte. Unter dem Motto des Koranzitats „…damit ihr einander kennenlernt“ setzten sich die Studierenden nun drei Tage lang mit ihrer eigenen Religion und der „anderen“ Religion auseinander. Es wurden dabei Themen wie Sakralraumpädagogik, Gebet, Spiritualität und komparatives Lernen am Beispiel von Bibel und Koran für die Praxis im Religionsunterricht erarbeitet. Einladungen zum Gebet gehörten ebenso zum Programm wie eine von den Studierenden selbst gestaltete Kirchenführung und ein Moscheebesuch, bei dem die konkrete religiöse Praxis miterlebt werden konnte. Ferner wurden verschiedene Projekte des interreligiösen Dialogs vorgestellt. Auf besonderen Wunsch der letztjährigen Teilnehmer*innen war mit Helene Braun, Studentin am Abraham Geiger Kolleg, auch eine jüdische Referentin zu Gast, so dass zumindest für eine kurze Zeit alle drei großen abrahamischen Religionen zusammenkamen. Gerade angesichts des Terroranschlags von Halle war diese Form gelebter Normalität zwischen den Religionen ein wichtiges Zeichen.

Die Erfahrungen waren wie in den letzten Jahren wieder überaus positiv. So zeigten die angeregten Gespräche bei den gemischten Gruppenarbeiten das große Interesse an der jeweilig anderen Religion und Konfession. Sie machten deutlich, wie wichtig Räume des offenen, ehrlichen Austausches und Lernens sind. Oft sind es „wechselseitige Unsicherheiten“, die solche Begegnungen im Alltag nicht möglich machen.  In diesem Sinne leisten die Interreligiösen Studientage durchaus Pionierarbeit.

 

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news-17304 Fri, 02 Aug 2019 15:32:00 +0200 „Das Denken macht weder vor nationalen noch sprachlichen Grenzen Halt“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/das-denken-macht-weder-vor-nationalen-noch-sprachlichen-grenzen-halt/ Wie das Unendliche im Endlichen erscheinen kann, untersuchen Philosophen und Theologen in einem internationalen Forschungsnetzwerk. Die Zusammenarbeit über Sprach- und Ländergrenzen hinweg ist von essentieller Notwendigkeit. Eine Begegnung mit den Professoren René Dausner und Jakub Sirovátka in Hildesheim. „Philosophie und Theologie sind eine Reflexion des Lebens. Sie kommen auf das Leben zurück“, sagt Professor Jakub Sirovátka, Associate Professor für Philosophie an der Südböhmischen Universität in Budweis, im Süden Tschechiens.

Der tschechische Philosoph war als Gastwissenschaftler im Rahmen eines ERASMUS+-Austauschs am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim, um die gemeinsamen Forschungsbeziehungen zu pflegen. Mit dem Hildesheimer Theologen Professor René Dausner verbindet den Philosophen zum Beispiel die Forschung über den französisch-litauischen Philosophen Emmanuel Levinas, der sich auch zu religionsphilosophischen Fragen geäußert hat.

„Man man liest die Tradition anders mit Hilfe des zeitgenössischen Denkens“

Beide wirken in einem internationalen theologisch-philosophischen Forschungsnetzwerk mit, befassen sich etwa mit der Grundfrage, wie das Unendliche im Endlichen erscheinen kann, „ohne dass das Unendliche mit dem Endlichen einfach identisch wird und ohne dass das Unendliche keine Bedeutung mehr für das Endliche hätte“, so René Dausner.

Ein philosophisch-theologisches Gespräch zu führen, das auf der Höhe der Zeit und denkerisch anschlussfähig ist, sei eine der großen Herausforderungen. Hier könne die Phänomenologie sehr viel beitragen.

„Was uns verbindet, ist, dass wir beide im Grenzbereich zwischen Philosophie und Theologie arbeiten. Man kann sich gegenseitig bereichern, weil man an einer gemeinsamen Sache arbeitet und trotzdem aus einem etwas anderen Blickwinkel“, so Jakub Sirovátka. „Wir möchten das Gespräch über das Göttliche, das Heilige, das Metaphysische mit dem heutigen Denken führen. Das bedeutet nicht, dass man die alte Lektüre zur Seite schiebt, aber man liest die Tradition neu oder anders mit Hilfe des zeitgenössischen Denkens.“ So kommen neue Perspektiven auf, sagt der Philosoph.

„Jeder von uns hat Erfahrungen, die einen über sich hinaustragen, etwa Liebe oder Freundschaft“

Was meinen die beiden Forscher mit dem Gedanken, dass das Unendliche im Endlichen erscheinen kann? Es sei alltäglich und banal zu sehen, dass „jeder von uns Sachen hat, die für einen heilig sind. Da muss man nicht gläubig sein, das kann alles mögliche sein. Jeder von uns – so würde ich behaupten – hat auch Erfahrungen, die einen über sich hinaustragen, ob das Liebe ist, oder Freundschaft. Es sind Erfahrungen des Selbstüberschreitens“, so Jakub Sirovátka. Diese Erfahrungen, die jeder Mensch hat, seien besondere Erfahrungen. Sirovátka spricht von „Erfahrungen der Selbsttranszendenz“.

„Unsere Alltagserfahrungen, mögen sie noch so säkular sein, zeigen Spuren des Transzendenten oder Heiligen“, sagt René Dausner. Ein Beispiel sei die Bewegung „Fridays for Future“, wo Greta Thunberg, eine Sechszehnjährige, auftritt, und sagt: Wir müssen etwas tun für unsere Zukunft. „Sie elektrisiert im Grunde eine ganze Jugendbewegung, die ja lange als unpolitisch galt, und hat es mit anderen zusammen geschafft, die Jugend dazu zu bringen, sich die Frage zu stellen: Was für Zukunftsmöglichkeiten haben wir denn? Und – dass es überhaupt Zukunft geben soll, dass wir nicht nur jetzt leben und uns auf unser Leben beschränken, sondern dass wir vielleicht auch uns einschränken müssen, um der Zukunft willen. Es sind ethische und theologische Grundsatzfragen, die in die unmittelbare Erfahrungswelt von uns Menschen hineingehören“, so Dausner.

Ein weiteres Beispiel für praktische Konsequenzen eines theoretischen Denkens führt Sirovátka an: „Mit Hans Joas könnte man sagen, eine jede Person ist heilig, aber nicht im religiösen Sinne. Deshalb empören wir uns, wenn Menschen gequält werden, wenn gegen Menschenrechte gehandelt wird.“

Internationale Zusammenarbeit ist für Forschung von essentieller Notwendigkeit

„Die internationale Zusammenarbeit ist für unsere Fragestellungen von essentieller Notwendigkeit“, sagt René Dausner. „Es geht nicht um eine nationale Idee oder nationales Denken, das Denken ist länderübergreifend. Und die Sprache spielt insofern eine große Rolle, als das Denken sich nicht auf eine Sprache begrenzen lässt, in unserem Forschungsnetzwerk lesen wir gemeinsam französische Philosophen, sind permannet mit anderen Sprachen konfrontiert. Das Denken macht weder vor nationalen noch sprachlichen Grenzen Halt.“

„Unsere Stärke ist die Pluralität der Sprachen und Kulturen – nicht, in dem Sinne, dass man eine andere Kultur schlecht macht, sondern, indem man sich von ihr bereichern lässt“, sagt Jakub Sirovátka.

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news-16687 Mon, 29 Apr 2019 17:19:33 +0200 Theologieprofessor René Dausner: Privataudienz beim Papst https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/theologieprofessor-rene-dausner-privataudienz-beim-papst/ Im Frühjahr hat der Papst den Theologen Professor René Dausner zur Privataudienz empfangen. Der Universitätsprofessor für Katholische Theologie und Religionspädagogik überreichte dem Kirchenoberhaupt aktuelle theologische Publikationen. Im Interview spricht Dausner über die Begegnung mit dem Papst. Prof. Dr. René Dausner forscht und lehrt als Universitätsprofessor für Katholische Theologie und Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie an der Universität Hildesheim. Zu den Forschungsschwerpunkten des 42-Jährigen zählen der jüdisch-christliche Dialog, die Phänomenologie, Theologie und Literatur.

Herr Professor Dausner, warum hat der Papst Sie zur Privataudienz empfangen?

Im November 2018 habe ich am Cardinal Bea Centre for Judaic Studies der Universität Gregoriana einen Vortrag über die „Zukunft von Nostra aetate“ gehalten. Durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) vor etwas mehr als fünfzig Jahren erhielt der jüdisch-christliche Dialog entscheidende Impulse. „Nostra aetate" gilt zu Recht als einer der weltweit am intensivsten rezipierten Texte des Konzils. Der jüdisch-christliche Dialog zählt seit Jahren zu einem meiner zentralen Forschungsschwerpunkte. In diesem Kontext führte ich auch ein Interview mit Vatican News. Der Vortrag selbst fand statt im Rahmen der jährlichen Brenninkmeijer-Werhahn-Lectures, die in diesem Jahr dem Promotor des jüdisch-christlichen Dialogs August Kardinal Bea gewidmet ist. Kardinal Bea, der das Zweite Vatikanische Konzil und insbesondere die Erklärung „Nostra aetate" über das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen, allen voran das Judentum, maßgeblich geprägt hat, starb im November 1968. Anlässlich seines 50. Todestages finden und fanden Veranstaltungen in Rom statt. Ende Februar 2019 nahm ich an der dritten Vortragsreihe zum 50. Todestag von Kardinal Bea teil und wurde im Anschluss gemeinsam mit dem Cardinal Bea Centre for Judaic Studies zu einer Audienz eingeladen. Papst Franziskus hat eine Rede gehalten und das Wirken von Kardinal Bea charakterisiert (Rede des Papstes zum Nachhören).

Wie haben Sie die Privataudienz beim Papst erlebt?

Papst Franziskus betonte die Bedeutung Kardinal Beas für ein positives Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum. Entscheidend sei neben dem, was Kardinal Bea tat, auch, wie er es tat. In seiner Ansprache hob Papst Franziskus drei Grundhaltungen hervor, mit denen Kardinal Bea einen wichtigen Beitrag zur Versöhnung der Menschen geleistet habe:

  • ein Verständnis mit Blick auf die Anderen / la comprensione verso gli altri;

  • Güte und Humanität / la bontà e l’umanità, d.h. die Fähigkeit, Freundschaft zu stiften; und

  • Mut bzw. ein Temperament der Entschlossenheit / un temperamento coraggioso.

Die Rede war eine Ermutigung für all diejenigen, die sich um eine Verbesserung des jüdisch-christlichen Dialogs bemühen. Die Audienz, die übrigens im selben Raum stattfand, in dem Papst Benedikt XVI. seinen Amtsverzicht bekanntgegeben hat, dauerte insgesamt 45 Minuten. Bei der Audienz waren unter anderem auch der Direktor des Cardinal Bea Centre for Judaic Studies in Rom, Pater Prof. Dr. Etienne Vetö, der Direktor des Center for the Study of Christianity an der Hebrew University Jerusalem, Prof. Dr. Oded Irshai sowie Frau Aldegonde Brenninkmeijer-Werhahn, die gemeinsam mit ihrem Mann die beiden Centren gegründet und aufgebaut hat.

Sie haben dem Papst Publikationen überreicht. Sie forschen und lehren am Institut für Katholische Theologie in Hildesheim, mit welchen Themen befassen Sie sich gerade die katholische Kirche und den Papst betreffend?

Nach den offiziellen Reden habe ich Papst Franziskus zwei Bücher überreichen können: Zum einen den Stadtführer meiner Geburtsstadt Boppard – aus zwei Gründen: einerseits hat Papst Franziskus in Boppard im Goethe-Institut deutsch gelernt und daher einen Bezug zu meiner Heimatstadt, andererseits ist der Stadtführer in unserem familieneigenen Verlag (Dausner Verlag) erschienen, in den ich mich in meiner Studienzeit aktiv eingebracht habe, übrigens auch im Rahmen eines Buches mit dem Titel „Achthundert Jahre Juden in Boppard“. Und zum anderen habe ich dem Papst meine Habilitationsschrift mit dem Titel „Christologie in messianischer Perspektive“ überreicht. Mir geht es in dem Buch darum, die christliche Interpretation Jesu mit jüdischem Denken ins Gespräch zu bringen. Bezeichnenderweise wurde die Philosophie des 20. Jahrhunderts wesentlich durch Denkerinnen und Denker jüdischer Provenienz geprägt. Ich nenne nur einige Namen: Edmund Husserl, Franz Rosenzweig, Martin Buber, Walter Benjamin, Ernst Bloch, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, die in der Tradition des deutschen Judentums stehen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kommen bedeutende Denker aus anderen Sprachräumen hinzu, etwa Emmanuel Levinas oder Jacques Derrida. Aus christlicher Perspektive eine Deutung der Person Jesu geben zu wollen, gelingt überzeugend nur dann, wenn dieser jüdische Denkhorizont konstruktiv und produktiv einbezogen wird. Und ein weiterer Aspekt kommt hinzu: in jüngerer Zeit haben jüdische Forscherinnen und Forscher weltweit sich aus jüdischer Perspektive mit Jesus von Nazareth auseinandergesetzt. An diesem Austausch bin ich interessiert und daran beteilige ich mich aktiv.

Welche Forschungsfrage steht momentan im Fokus Ihrer Arbeit?

Ich forsche unter anderem über das Verständnis des Messianischen; gemeinhin ist der aramäisch-hebräische Begriff „Messias“ eher bekannt in der latinisierten Form des griechischen Terminus „Christus". Es geht also um ein Grundverständnis des Christentums und des Christlichen angesichts insbesondere des heutigen jüdischen Denkens. Der Begriff des Messianischen betrifft zum einen die Frage nach dem Subjekt. Mit Blick auf Jesus heißt die Frage, der ich in meinem Buch nachgehe: Wer ist dieser Jesus? Eine Frage, die übrigens schon von den Jüngern Jesu überliefert ist; um zu verstehen, wer Jesus ist, erzählt beispielsweise das Markus-Evangelium die Geschichte, in der Jesus mit seinen Jüngern auf dem See ist. Plötzlich kommt ein Sturm auf, die Jünger haben Angst und fürchten, mit dem Schiff zu kentern. Als Jesus dem Sturm gebietet, still zu sein und zu schweigen, kehrt Ruhe ein. Die Jünger sind erstaunt und stellen dann die Frage: Wer ist dieser? Was mich an dieser Geschichte immer wieder fasziniert, ist das Narrativ: Um das Erstaunen über die Person Jesu bildhaft darzustellen, wird die Wirkmächtigkeit seines Wortes erzählt. Es geht dabei also nicht um meterologische Fragen, sondern darum, dass hier jemand auftritt, der sein Wort gibt und mit diesem Wort Realität verändern kann. Die Person Jesus von Nazareth wird also als schöpferisch dargestellt, gleichsam als das Schöpferwort Gottes in Person. Neues entsteht, wenn er spricht und handelt. Diese Erfahrungen stehen im Hintergrund, wenn die Frage, wer dieser Jesus sei, gestellt wird. Und diese Frage betrifft auch jeden von uns: Wer bin ich? Oder allgemeiner: Wer ist der Mensch? Mich interessiert diese subjektive Wendung, die nicht nach dem Was des Menschen, sondern nach dem Wer fragt. Daher lautet auch meine theologische Frage: Wer ist Gott? Es geht um konkrete Beziehungsdimensionen. Und diese Fragen treiben mich um.

Die Fragen stellte Isa Lange.

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news-16396 Thu, 28 Mar 2019 14:38:40 +0100 Zukunftsdiskurs Europa: Historiker und Theologen laden zur Debatte ein https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/zukunftsdiskurs-europa-historiker-und-theologen-laden-zur-debatte-ein/ Historiker und Theologen der Universität Hildesheim laden Bürger zur Debatte über Europa ein. Der Zukunftsdiskurs startet in Hildesheim im April 2019 mit einer Podiumsdiskussion und einem Bürgerforum. Das niedersächische Wissenschaftsministerium fördert das Projekt. Wissenschaftler der Universität Hildesheim schaffen mit einer Veranstaltungsreihe ab Anfang April einen Ort, an dem Bürger all ihre Fragen über die EU stellen können. Mit der Debatte zeigen die Hildesheimer Wissenschaftler, dass die EU mehr ist als nur Brexit, Viktor Orbán und Währungskrise.

Der europäische Bürgerdialog in Hildesheim will informieren und ein realistisches Bild der EU zeichnen, Chancen und Grenzen der EU aufzeigen. In geballter Form erhalten Bürger Informationen über die Europäische Union, so dass sie das Geschehen beurteilen können.

Debatte über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft

Der Historiker Professor Michael Gehler und der Theologe Professor Alexander Merkl führen in Hildesheim einen Zukunftsdiskurs über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft [hier geht's direkt zum Programm].

Gehler meint dazu: „Eine solche Gemeinschaft ist dann gegeben, wenn die wechselseitigen Bindungen der Mitglieder untereinander so eng geworden sind, dass von ihnen auch ein gegenseitiges Einstehen in Ausnahme- und Notfällen gegeben ist, also jenseits finanzieller und wirtschaftlicher Vorteile.“

Wissenschaftler laden alle Bürger, Studierenden, Lehrenden und Schüler zur Debatte ein:  Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und zweitägiges Bürgerforum am 26. und 27. April 2019

Die Debatte in Hildesheim startet mit einer Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und einem zweitägigen Bürgerforum am 26. und 27. April 2019 an der Volkshochschule in Hildesheim.

Abschließend findet am 27. Juni 2019 am Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim eine Abschlussveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Schülerinnen und Schüler statt, in der die historischen Fundamente europäischer Verantwortung sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Europäischen Union in Bereichen wie Sicherheit, Frieden, Erweiterung und Zuwanderung besprochen werden.

Zudem finden Europagespräche am 3. Juni 2019 über die Aufgaben und die Verantwortung des Europäischen Parlaments in den kommenden fünf Jahren und am 17. Juni 2019 über die Geschichte und Gegenwart des Europarats statt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei.

Aktuelle Anlässe für die Debatte bieten die Bewerbung der Stadt Hildesheim als europäische Kulturhauptstadt 2025 und die Wahlen zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019. Das Interesse an der Thematik insbesondere im Vorfeld zu den Wahlen sowie der gesellschaftliche Diskussionsbedarf seien hoch, so der Theologe Alexander Merkl. „Der Wissenstransfer aus der Universität in die Bürgergesellschaft ist unser zentrales Anliegen.“

Historische und ethische Fragen debattieren

Die Wissenschaftler führen historische und ethische Fragestellungen zusammen. Bürgerinnen und Bürger sowie Studentinnen und Studenten können sich an dem Diskurs beteiligen und an der wissenschaftlichen Aufarbeitung über Europa gestern, heute und morgen teilhaben.

Zukunftsdiskurs Europa
Ausführliches Programm

Professor Alexander Merkl forscht im Bereich der theologischen Ethik und publizierte jüngst den Sammelband „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik". Professor Michael Gehler führt seit Jahren die öffentlichen Europagespräche in Hildesheim durch, die ebenfalls mit dem bewilligten Projekt verzahnt werden.

Zukunftsdiskurs in Hildesheim

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Hildesheimer Projekt „Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft – gestern, heute und morgen“. Die Historiker und Theologen der Universität Hildesheim zeigen, welche Relevanz und Aktualität ihre Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Die Förderung stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Mit dem Förderprogramm „Zukunftsdiskurse“ stärkt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und verdeutlicht, dass die Universität Hildesheim ein zentraler Ort für zukunftsorientierte Debatten ist.

Die Debatte ist auch durch die Unterstützung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union möglich, weitere Partner sind die Volkshochschule Hildesheim und das Kulturhauptstadt-Projektbüro Hi2025.

Wer Fragen zu dem Hildesheimer Zukunftsdiskurs über Europa hat, erreicht den wissenschaftlichen Mitarbeiter Kai Schinke unter schinke[at]uni-hildesheim.de.

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news-15976 Fri, 11 Jan 2019 13:31:00 +0100 Universität als Ort für zukunftsorientierte Debatten https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/universitaet-als-ort-fuer-zukunftsorientierte-debatten/ Entscheidung für Hildesheim: Das Wissenschaftsministerium fördert die Projekte „Informationskompetenz und Demokratie“ sowie „Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim zeigen, welche Relevanz und Aktualität ihre Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Im Programm „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur zwei Projekte der Universität Hildesheim. Die Hildesheimer Forschung zeigt, wie relevant und aktuell die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist. Für jedes Projekt stehen maximal 100.000 Euro bei einer Laufzeit von maximal 15 Monaten zur Verfügung. Die Förderung stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

„Demokratie und Wissenschaft sind ohneeinander nicht zu denken. Mit dem Förderprogramm ‚Zukunftsdiskurse‘ wollen wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken und verdeutlichen, dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen zentrale Orte für zukunftsorientierte Debatten sind“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Das sind die geförderten Projekte in Hildesheim:

„Informationskompetenz und Demokratie: Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“

Das Projekt haben Prof. Dr. Joachim Griesbaum und Prof. Dr. Thomas Mandl vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie sowie Prof. Dr. Elke Montanari vom Institut für deutsche Sprache und Literatur entwickelt.

Demokratie lebt vom Diskurs und der Bereitschaft, die Perspektiven Anderer wahrzunehmen und als mögliche Standpunkte anzuerkennen. Voraussetzung für einen sachlich-zielführenden Diskurs ist eine fundierte Wissensbasis. Hierfür ist gelebte Informationskompetenz unverzichtbar, sagt das Forschungsteam.

„Informationen zu suchen, zu finden und zu verarbeiten fällt heute sehr leicht, aber ein müheloser Informationszugriff ist nicht gleichzusetzen mit einem selbstbestimmten und fundierten Umgang mit Wissen“, so Joachim Griesbaum. Die Problematik sei nicht nur „abstrakter Natur“, sondern betrifft „unmittelbar die Lebenswelt jedes Netznutzers“.

Algorithmengesteuerte Informationsbeschaffung und Informationsbbereitstellung ist für Nutzerinnen und Nutzer heute schwer zu durchschauen, weder auf Akteursebene, noch hinsichtlich technischer Wirkungsmechanismen. Untersuchungen zur Informationskompetenz weisen auf erhebliche Defizite hin.

Das Projekt „Informationskompetenz und Demokratie“ will das Problem für Niedersachsen stärker bewusst machen, es in der Öffentlichkeit diskutieren und dabei Lösungsansätze suchen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen in dem Projekt unterschiedliche Akteursgruppen zusammen, um ein möglichst umfassendes Bild zum Themenbereich, den wahrgenommenen Problemfeldern und Lösungsperspektiven, insbesondere für den Bildungsbereich, zu erschließen. Dabei soll auch die internationale Perspektive einbezogen werden.

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Nach einer Tagung in Niedersachsen wird der Diskurs auf einem Blog weitergeführt und ein Aufruf für Beiträge zu einer Abschlusstagung im gleichen Bundesland verbreitet. Auf dieser Plattform wird die Diskussion durch Beiträge von Experten, Studierenden und sonstigen Interessierten weitergeführt. Abschließend werden die Projektergebnisse vorgestellt und diskutiert.

„Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft – gestern, heute und morgen“

Das Projekt entstand auf Initiative des Juniorprofessors für Theologische Ethik, Prof. Dr. Alexander Merkl, des Instituts für Katholische Theologie in Kooperation mit dem Direktor des Instituts für Geschichte, Prof. Dr. Michael Gehler.

„Wir werden einen Zukunftsdiskurs über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft führen“, sagt Professor Alexander Merkl. Aktuelle Anlässe dafür bieten die Bewerbung der Stadt Hildesheim als europäische Kulturhauptstadt 2025 und die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019. Das Interesse an der Thematik insbesondere im Vorfeld zu den Wahlen sowie der gesellschaftliche Diskussionsbedarf seien hoch, so Merkl. „Der Wissenstransfer aus der Universität in die Bürgergesellschaft ist unser zentrales Anliegen.“

Das Projekt startet mit einer Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und einem zweitägigen Bürgerforum am 26. und 27. April 2019 an der Volkshochschule in Hildesheim. Abschließend  findet am 27. Juni 2019 an der Universität Hildesheim eine Veranstaltung für Bürger, Studierende und Schülerinnen und Schüler statt, in der die historischen Fundamente europäischer Verantwortung sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Europäischen Union in Bereichen wie Sicherheit, Frieden, Erweiterung und Zuwanderung besprochen werden.

Der Theologe Alexander Merkl und der Historiker Michael Gehler führen historische und ethische Fragestellungen zusammen.

„Eine fundierte wissenschaftliche Aufbereitung, gelingender Wissenstransfer in die Bürgergesellschaft und die Gelegenheit zur aktiven, dialogischen Diskursteilnahme bilden die Säulen dieses Vorhabens“, so Merkl.

Das Projekt beinhaltet eine Mitarbeiterstelle für fünfzehn Monate und schließt an jüngere Projekte und Forschungsvorhaben der Antragsteller an. Professor Alexander Merkl publizierte jüngst den Sammelband „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik". Professor Michael Gehler führt seit Jahren die öffentlichen Europagespräche in Hildesheim durch, die ebenfalls mit dem bewilligten Projekt verzahnt werden.

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news-13150 Mon, 10 Dec 2018 19:11:38 +0100 Die Europäische Union und ihre Werte - normative Leitvorstellungen oder 'moralisches Feigenblatt'?/ The European Union and its Values - Normative Guiding Principles or Moral 'Fig Leaf'? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/die-europaeis-1/ Beiträge von Prof. Dr. Alexander Merkl: erschienen im internationalen E-Journal "Ethik und Militär"/"Ethics and Armed Forces" Den deutschsprachigen Beitrag mit dem Titel "Die Europäische Union und ihre Werte - normative Leitvorstellungen oder 'moralisches Feigenblatt'?" findet man hier: www.ethikundmilitaer.de/fileadmin/ethik_und_militaer/Ethik-und-Militaer-2018-2.pdf

Den englischsprachigen Beitrag mit dem Titel "The European Union and its Values - Normative Guiding Principles or Moral 'Fig Leaf'?" findet man hier: www.ethikundmilitaer.de/fileadmin/ethics_and_armed_forces/Ethics-and-Armed-Forces-2018-2.pdf

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Katholische Theologie
news-15786 Tue, 04 Dec 2018 10:32:00 +0100 Universitätsprofessor für Systematische Theologie: René Dausner https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/universitaetsprofessor-fuer-systematische-theologie-rene-dausner/ Neu an der Uni: René Dausner forscht und lehrt als Universitätsprofessor für Katholische Theologie und Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie an der Universität Hildesheim. Zu den Forschungsschwerpunkten des 42-Jährigen zählen der jüdisch-christliche Dialog, die Phänomenologie sowie Theologie und Literatur. Prof. Dr. René Dausner forscht und lehrt seit Herbst 2018 als Professor für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim.

Forschung zu jüdisch-christlichem Dialog, Migration und Fremdheit

Zu den Forschungsschwerpunkten des Professors zählt der jüdisch-christliche Dialog. Gerade erst ist der Hildesheimer Theologe aus Rom zurückgekehrt, wo er an der Päpstlichen Universität Gregoriana einen Vortrag über die Zukunftsperspektiven der Erklärung „Nostra aetate“ hielt. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat Dausner im Rahmen der Brenninkmeijer-Werhahn-Lecture in Rom zu einem intensiveren Austausch zwischen jüdischen und christlichen Gelehrten aufgerufen, um das gegenseitige Vertrauen zu vertiefen und gemeinsame und unterschiedliche Traditionen des jeweiligen Glaubens zu studieren. Anlässlich der Konferenz führte Radio Vatikan ein Interview mit René Dausner (online nachhören). 

Durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) vor etwas mehr als fünfzig Jahren erhielt der jüdisch-christliche Dialog entscheidende Impulse. „Nostra aetate" gilt als einer der weltweit am intensivsten rezipierten Texte des Konzils. „Es war ein hartes Ringen für die Konzilsväter, mit der Erklärung „Nostra aetate“ (dt. In unserer Zeit) die Grundlagen für ein neues Verhältnis zum Judentum zu bauen – nach Jahrhunderten der Abgrenzung und Ausgrenzung. Die Kirche – und allen voran Papst Johannes XXIII. sowie alle Nachfolgepäpste bis heute – hat die Konsequenzen aus der Schoa gezogen und ein positives Verhältnis zum Judentum aufgebaut. Zusammen mit dem Einsatz für Religionsfreiheit ist dieser Wendepunkt in der Theologiegeschichte ein wichtiger Schritt zu einer Erneuerung der Kirche. Aber dieser Weg ist noch keineswegs abgeschlossen. Hier bleibt noch eine Menge zu tun“, erläutert René Dausner.

Ein weiteres Forschungsfeld des Wissenschaftlers ist der aktuelle Diskurs über Migration, den Dausner als ein Grundlagenphänomen des Humanen versteht. „Als Systematischer Theologe ist für mich das Phänomen der Fremdheit von außerordentlicher Bedeutung. Was ist Fremdheit überhaupt? Bei der Gottesfrage haben wir es ebenfalls mit Phänomenen der Fremdheit zu tun. Die Nähe Gottes bedeutet doch immer auch bleibende Distanz und Abstand. In diesem Gedanken liegt die Wurzel für jede Art prophetischen Protests gegen ausgrenzende und identitäre Politik.“

„Rationale Verantwortung des Glaubens“

Das Fachgebiet des Theologen René Dausner ist die Systematische Theologie mit ihren beiden Einzeldisziplinen Dogmatik und Fundamentaltheologie. „Für Außenstehende klingt Dogmatik schnell nach strikten Vorschriften und Fundamentaltheologie wird nicht selten mit Fundamentalismus verwechselt. Aber nichts wäre falscher als diese Vermutungen. Denn in der Fundamentaltheologie geht es um eine rationale Verantwortung des Glaubens, das heißt um grundlegende Fragen des Glaubens an den einen Gott, der christlicher Überzeugung zufolge trinitarisch geoffenbart hat. Allein die Frage, wie der Gott, von dem die Bibel Zeugnis gibt, sich überhaupt offenbaren, also uns Menschen mitteilen kann, ist eine höchst spannende und zentrale Fragestellung. Diese Frage nach der Offenbarung verbindet das Christentum mit dem Judentum und dem Islam“, erläutert Dausner.

Theologie als Beruf ist für Dausner eine der „spannendsten und schönsten Aufgaben, die ich mir denken kann“. Dass er nun die Gelegenheit habe, an der Universität Hildesheim dem Ruf zu folgen, um als Theologieprofessor arbeiten zu dürfen, erfülle ihn mit Dank und Respekt vor der Verantwortung, die dieser Beruf abverlangt. Für das Selbstverständnis des Menschen sei die Gottesfrage auch im 21. Jahrhundert keineswegs obsolet – das zeige der intellektuelle Wettstreit der monotheistischen Religionen.

Hildesheim als Forschungsstandort: Wertschätzung der Theologie als wissenschaftlicher Disziplin

Warum er sich für Hildesheim entschieden hat, begründet der Professor so: „Die Universität Hildesheim ist eine junge und dynamische Universität mit großem Zukunftspotential, insbesondere auch für die Theologie. Die Verlagerung des Instituts für Katholische Theologie von der Leibniz Universität Hannover an die Universität Hildesheim ist nun mit der Besetzung meiner Professur abgeschlossen. Diese Wertschätzung der Theologie als einer wissenschaftlichen Disziplin ist ein großes Verdienst des Präsidenten sowie der gesamten Universitätsleitung, eine Wertschätzung, für die ich sehr dankbar bin.“ Hildesheim sei „eine Stadt der Ökumene“, was für seine theologische Arbeit bedeutsam sei.

„Mit dem kulturellen Schwerpunkt an der Universität Hildesheim, insbesondere im Bereich der Literatur, wird für mich ein weiteres zentrales Interessengebiet aufgerufen. Denn neben Katholischer Theologie habe ich auch – und ebenfalls mit großer Begeisterung – Germanistik studiert“, so Dausner.

Nach dem Studium der Katholischen Theologie, Germanistik und dem erziehungswissenschaftlichen Begleitstudium in Bonn und Jerusalem promovierte René Dausner an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn mit einer Arbeit zum Thema „Schreiben wie ein Toter. Poetologisch-theologische Analysen zum deutschsprachigen Werk des jüdisch-israelischen Dichters Elazar Benyoëtz“. In seiner Dissertation untersuchte der Theologe das Werk des zeitgenössischen deutschsprachigen israelischen Dichters.

Anschließend unterrichtete Dausner vier Jahre als Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg. 2015 folgte die Habilitation in Fundamentaltheologie mit der Arbeit „Christologie in messianischer Perspektive. Zur Bedeutung Jesu im Diskurs mit Emmanuel Levinas und Giorgio Agamben“. Von 2011 bis zu seiner Berufung 2018 war er Assistent am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ein wichtiger Moment in der eigenen wissenschaftlichen Laufbahn war das theologische Studienjahr an der Dormition Abbey in Jerusalem in Israel. Seit 2016 ist er Mitglied im Gesprächskreis „Juden und Christen“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Der Professor lehrt in Hildesheim Systematische Theologie, dazu zählen unter anderem die Gottesfrage, die Frage der Offenbarung, die theologische Anthropologie sowie die Lehre von der Kirche und den Sakramenten. „Das kognitive Wissen allein genügt nicht, die Studentinnen und Studenten, die die tragenden Säulen unserer kommenden Gesellschaft sein und selbst prägen werden, müssen mit diesen Inhalten auch umgehen können. Daher sind soziale, dialogische, methodische und mediale Kompetenzen ebenfalls zu fördern.“

Aus seiner Zeit als Lehrer an einem Gymnasium weiß er, „wie vielseitig der Beruf des Religionslehrers und der Religionslehrerin ist“ und dass es darauf ankommt, „Rede und Antwort stehen zu können für den Glauben und für die Glaubenserfahrungen. Theologie sei ein „konstruktiv-kritischer Sprachunterricht“. Die Studierenden sollen im Studium befähigt werden, eine Sprache zu sprechen, die zeitgemäß die Erfahrungen des Glaubens zu vermitteln und diskursiv ins Gespräch mit Anders- oder Nichtgläubigen zu bringen vermag.

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Pressemeldungen Katholische Theologie Fachbereich 1 Startseite Forschung
news-15776 Tue, 13 Nov 2018 15:11:49 +0100 Vortrag von Prof. Dr. Alexander Merkl https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/vortrag-von-5/ "Die Europäische Union als ethisches Projekt" Am 16.11.2018 hält Prof. Dr. Alexander Merkl beim Katholischen Militärbischofsamt in Berlin einen Vortrag mit dem Titel "Die Europäische Union als ethisches Projekt"

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Katholische Theologie
news-7969 Mon, 05 Nov 2018 16:10:43 +0100 Vertrauen ins Deutsche? Theologischer Essay zu Elazar Benyoëtz https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/vertrauen-in/ Online-Publikation von Prof. Dr. René Dausner Unter diesem Link können sie die Online Publikation finden:

https://www.feinschwarz.net/elazar-benyoetz-vertrauen-ins-deutsche/

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Katholische Theologie
news-7968 Mon, 05 Nov 2018 16:07:54 +0100 Rewriting Nostra Aetate Today- Konferenz in Rom https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/rewriting-no/ Konferenz am 07.November 2018 Genauere Informationen zur Konferenz in Rom finden sie hier

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Katholische Theologie
news-15024 Fri, 13 Jul 2018 10:19:00 +0200 Universitätsprofessor für Kirchengeschichte: Jörg Bölling https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/universitaetsprofessor-fuer-kirchengeschichte-joerg-boelling/ Jörg Bölling forscht und lehrt als Universitätsprofessor für Kirchengeschichte an der Universität Hildesheim. Zu den Forschungsgebieten des promovierten Historikers und Theologen zählen unter anderem die Ökumene in Mittelalter und Früher Neuzeit, das Papsttum und die Kirchenreformen. Seit Januar 2018 forscht und lehrt Prof. Dr. Dr. Jörg Bölling am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim. In der Forschung befasst sich Jörg Bölling mit dem Papsttum, den Heiligen und den Kirchenreformen.

Aktuell erforscht der Theologe und Historiker unter anderem die Ökumene in Mittelalter und Früher Neuzeit. „Im Verbund mit anderen Expertinnen und Experten möchte ich Reformversuche aufspüren, die für gegenwärtige Fragen im Dialog von evangelischer, orthodoxer und katholischer Theologie wieder von Relevanz werden könnten.“ Daneben laufen Projekte zum Papsttum, zu einzelnen Heiligen und zur Hildesheimer Bistumsgeschichte.

Aufbau des „Hildesheimer Glossars lateinischer theologischer Fachbegriffe“

Soeben fertiggstellt hat der Professor das „Hildesheimer Glossar lateinischer theologischer Fachbegriffe“, das „online über die Universitätsbibliothek verfügbar gemacht werden soll. Ursprung und Erweiterungen dieses Glossars stammen unter anderem aus studentischen Protokollen zu meinen Lehrveranstaltungen“, so Bölling. Neben der Kirchengeschichte sind auch die systematische Theologie (Dr. Ulrike Wick-Alda) und die theologische Ethik (Prof. Dr. Alexander Merkl) am Glossar beteiligt.

Darin enthalten sind Wörter und Ausdrücke wie „missio canonica“ (das bedeutet „kirchliche Entsendung“, Beauftragung für den Religionsunterricht an Schulen) und „Nostra aetate“ („In unserer Zeit“, Anfangsworte eines zentralen Konzilsdokuments zum interreligiösen Dialog).

„Die Lateinkenntnisse gehen gesamtgesellschaftlich zurück. Durch die digitalen Technologien wird ein schneller, ortsunabhängiger und zuverlässiger Zugriff auf zentrale lateinische Ausdrücke eröffnet, der einen eigenständigen Umgang mit theologischen Quellen und Dokumenten ermöglicht“, sagt Jörg Bölling. Langfristig soll in Hildesheim ein Online-Wörterbuch lateinischer theologischer Grundbegriffe entstehen – mit Verknüpfungen zu weiteren digital verfügbaren Dokumenten und Hilfsmitteln.

„Die Lateinkenntnisse gehen gesamtgesellschaftlich zurück“

Die Berufung auf die Professur für Kirchengeschichte in Hildesheim sieht Jörg Bölling als Chance: „Als Stadt und Bischofssitz spielt Hildesheim seit jeher eine große Rolle. An der Universität fasziniert mich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Personen, Fächern und Fachbereichen – eine Folge kurzer Wege, aber auch unverkennbar erprobter Kooperationen kompetenter Persönlichkeiten. Das gilt gerade auch für die beiden theologischen Institute. Noch während meiner Tätigkeit als Professur-Vertreter meinte eine auswärtige Gutachterin zu mir, Hildesheim sei die aufstrebende junge Universität Niedersachsens. Ohne zu zögern habe ich daher ein Alternativangebot abgelehnt und den Ruf an die Innerste angenommen“, so Bölling.

Jörg Bölling bildet Lehrerinnen und Lehrer für das Fach Katholische Theologie für Grund-, Haupt- und Realschulen in Hildesheim aus und für das Gymnasium in Hannover.

„Als Stadt und Bischofssitz spielt Hildesheim seit jeher eine große Rolle“

Jörg Bölling ist 1974 in Coesfeld im westlichen Münsterland geboren. In Münster wurde er zum Kirchenmusiker ausgebildet. Auf sein Studium der Fächer katholische Theologie, Geschichte, Latein und Pädagogik (Lehramt für Sekundarstufe I und II, Staatsexamen 1999), im zweiten Studiengang auch Musikwissenschaft und historische Hilfswissenschaften, in Münster und Venedig, folgten Stipendien in Münster, Trient, Mailand und Rom, 2004 dann die Promotion in Geschichte (Dr. phil., Universität Münster), 2010 in Kirchengeschichte (Dr. theol., Universität Bochum) und 2013 die Habilitation für Mittlere und Neuere Geschichte sowie Historische Hilfswissenschaften (Universität Göttingen).

Anschließend vertrat Bölling Professuren an den Universitäten Wuppertal, Göttingen und Hildesheim, hier auch mit Lehre in Hannover für die Lehramtsausbildung sowie für das Fach Religionswissenschaft. Wegweisend für die Forschung waren unter anderem  ein Forschungsstipendium am Deutschen Historischen Institut in Rom und der regelmäßige Aufenthalt am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft von 2000 bis 2017, wo er unter anderem als Organist und Kantor der deutschen Kirche am Vatikan tätig sein durfte.

Wer Fragen zu Forschung und Lehre im Bereich der Kirchengeschichte hat, erreicht Prof. Dr. Dr. Jörg Bölling unter boelling[at]uni-hildesheim.de.

Antrittsvorlesung

Am Mittwoch, 4. Juli 2018, hält Professor Jörg Bölling seine öffentliche Antrittsvorlesung und gibt Einblicke in seine Forschung. Der Vortrag mit dem Titel „Brannte uns nicht das Herz? Kirchengeschichte als historische und theologische Disziplin“ beginnt um 18:15 Uhr im Hörsaal 4 (Forum am Uni-Hauptcampus, Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim). In der Antrittsvorlesung stellt sich der Wissenschaftler den Hildesheimer Universitätsangehörigen und Bürgern vor. Dabei erläutert er unter anderem, welche Bedeutung der Kirchengeschichte in dreierlei Hinsicht zukommt: in der allgemeinen Geschichte, in der Theologie und in der interdisziplinären Forschung und Lehre.

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news-14866 Mon, 11 Jun 2018 13:43:43 +0200 Internetpräsenz Gratia Dei https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/internetpraes/ Internetpräsenz des Films Gratia Dei: https://www.st-philipp-neri.org/ Der Film Gratia Dei hat nun eine Internetpräsenz bekommen.

Den Film, inklusive Hintergrundinformationen und Materialien für den Einsatz in der schulischen und universitären Lehre finden sie hier.

 

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news-14835 Mon, 04 Jun 2018 11:11:53 +0200 Hochschulöffentlicher Vortrag: "Sanktionen – ein ethisch legitimes Mittel (europa-)politischer Praxis" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/hochschuloeff/ Vortrag von Dr. Bernhard Koch (Hamburg) am 18.06.18 um 12.15Uhr Die offizielle Einladung zum Vortrag finden sie hier

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Katholische Theologie
news-13985 Mon, 09 Oct 2017 13:50:06 +0200 Filmpremiere "Gratia Dei" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/filmpremiere/ Kurzfilmpremiere am 24.10.2017 um 19 Uhr im Audimax Am 24.10.2017 um 19 Uhr findet die Premiere des Kurzfilms "Gratia Dei" im Audimax statt.

Gratia Dei ist ein professionell gedrehter Kurzfilm, bei dem Studenten und unsere Dozentin Frau Dr. theol. Wick-Alda mitgewirkt haben. Es handelt sich um einen Hochschulfilm zum Einsatz in der Lehre.

Eingebaut in eine Rahmengeschichte aus dem Jahr 2017, die grundsätzliche Frage nach dem Sinn des Lebens und den Glauben Jugendlicher thematisiert, werden konfessionellen Auseinandersetzungen des 16. Jh. zwischen Luther und Papst amüsant und spannend aufgearbeitet. - Es kommt zur Aussöhnung, Aufgaben für die Zukunft stehen an.

Der Kurzfilm ist ein Beitrag zum gemeinsamen Reformationsgedenken 2017

weitere Infos

Filmplakat

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Katholische Theologie
news-13807 Wed, 20 Sep 2017 09:50:00 +0200 Ausgezeichnet: Juniorprofessor für Theologische Ethik https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/ausgezeichnet-juniorprofessor-fuer-theologische-ethik/ Der Hildesheimer Theologieprofessor Alexander Merkl wird mit dem renommierten Buchpreis „Theological Book of the Year" ausgezeichnet. Wie handle ich richtig und gut? Der Wissenschaftler befasst sich mit Neid, Wahrheit und Lüge und arbeitet derzeit an seiner Habilitation. Für seine herausragende Forschung wird der Hildesheimer Wissenschaftler Alexander Merkl mit dem Buchpreis „Theological Book of the Year" der „European Society for Catholic Theology“ in der Kategorie „emerging scholar" ausgezeichnet.

Im Bereich der katholischen Theologie handelt es sich um eine renommierte Anerkennung – dementsprechend groß fällt die Freude aus. „Eine wirklich schöne Auszeichnung“, freut sich Merkl nach seiner Rückkehr aus Straßburg, wo er den Preis Anfang September entgegengenommen hat. Alexander Merkl wurde ausgezeichnet, da er mit seiner Forschung „das Interesse an der Theologie bei einem breiteren Publikum“ weckt. Mit seiner Publikation leistet der Wissenschaftler  einen „klaren und signifikanten Beitrag zur wissenschaftlichen Entwicklung der theologischen Forschung“.

Menschliche Grundhaltungen erforschen

Die Auszeichnung erhält Alexander Merkl für seine Dissertationsschrift. In seiner Forschung beschäftigt sich Merkl mit menschlichen Grundhaltungen und der „Relevanz von Tugenden“ für die Friedensethik. Forschungsfragen sind unter anderem: Was heißt es in einem friedensethischen Kontext, geduldig und gewaltfrei zu handeln? Wo werden Unterschiede aber auch gemeinsame Ansatzpunkte US-amerikanischer und deutschsprachiger Forschungsbeiträge greifbar? Wie lässt sich die Relevanz von Tugenden in konkreten Anwendungsfeldern wie den Menschenrechten oder der Zivilgesellschaft fassbar machen?

Alexander Merkl lehrt und forscht seit Mai 2017 als Juniorprofessor für Theologische Ethik im Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim. Der Wissenschaftler befasst sich mit dem Handeln und der Lebensführung der Menschen. Eine der grundlegenden Forschungsfragen lautet: Wie handle ich, gerade auch vor dem Horizont des Glaubens, richtig und gut? Alexander Merkl ist 30 Jahre jung und kommt gebürtig aus dem oberbayerischen Ingolstadt. Zum Studium zog es ihn in die Oberpfalz, nach Regensburg, wo er 2015 am Lehrstuhl für Moraltheologie promovierte. „Die mit der Juniorprofessur für Theologische Ethik gegebene Perspektive und Sicherheit waren erste Entscheidungskriterien für Hildesheim.“ Stellen wie eine Juniorprofessur im Fach Theologie seien „eine absolute Seltenheit“.

Wie prägen Neid, Trägheit oder auch Hochmut unser Leben?

Der Wissenschaftler steht am Anfang seiner zweiten großen Qualifikationsschrift, der Habilitation. „Darin werde ich mich mit den oft als ‚Todsünden‘ bezeichneten Lastern wie Neid, Trägheit oder auch Hochmut auseinandersetzen. Dabei will ich untersuchen, wie diese Laster unser Handeln auch heute noch prägen“, so Merkl.

Aktuell arbeitet der Theologieprofessor mit einem Hamburger Kollegen vom Institut für Theologie und Frieden an einem Sammelband zum Thema „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik“. Zu dem Band wird auch ein mit 2.000 Euro dotierter Essaypreis ausgeschrieben. In aktuellen Aufsatzbeiträgen unterzieht der Juniorprofessor die europäische Sicherheitsagenda einer ethischen Lesart, beschäftigt sich mit dem heiß diskutierten päpstlichen Schreiben „Amoris Laetitia“ zu Fragen von Ehe und Familie und wendet sich dem Thema „Die Päpste und die Weltfriedenstage" zu. Zudem erschien jüngst in Kooperation mit Professorin Kerstin Schlögl-Flierl vom Lehrstuhl für Moraltheologie der Universität Augsburg ein gemeinsames Lehrbuch mit dem Titel „Moraltheologie kompakt. Ein theologisch-ethisches Lehrbuch für Schule, Studium und Praxis“, das einige zentrale Themen des Faches möglichst prägnant darstellen will und sich vor allem an die Studierenden der Theologischen Ethik richtet.

Derzeit bereitet sich der Hildesheimer Juniorprofessor auf die Lehre im Wintersemester vor. Mitte Oktober geht es los – dann steht zum Beispiel die Vorlesung „Einführung in die Theologische Ethik“ auf dem Programm. Die Vorlesung führt in die begrifflichen, methodischen und  inhaltlichen Grundlagen der Theologischen Ethik ein und diskutiert Begriffe wie Ethik, Ethos und Moral, Norm und Tugend, Sünde, Gewissen, Wahrheit und Lüge. In einem Seminar befasst sich der Wissenschaftler mit kontroversen Themen der katholischen Sexualmoral und Beziehungsethik. „Nicht erst seit den beiden Bischofssynoden zu Ehe und Familie (2014/2015) und dem daraus resultierenden Apostolischen Schreiben ‚Amoris laetitia‘ (2016) von Papst Franziskus stehen die katholische Sexualmoral und Beziehungsethik neu im Fokus der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit“, sagt Alexander Merkl. „Im Rahmen des Seminars sollen zunächst die Grundlagen im Bereich der traditionellen Sexualmoral erarbeitet werden, um davon ausgehend die drängenden Fragen der persönlichen Beziehungsgestaltung – nichteheliche Lebensgemeinschaft, Ehe, Familie, Homosexualität, Wiederheirat – zu reflektieren.“

Kontakt zu dem Forscher: Prof. Dr. Alexander Merkl, Juniorprofessor für Theologische Ethik am Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim (E-Mail: merkla[at]uni-hildesheim.de)

Medienkontakt: Pressestelle der Universität Hildesheim (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 05121.883-90100)

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Katholische Theologie
news-13507 Mon, 26 Jun 2017 12:24:29 +0200 Jordanien 2018 - „jenseits des Jordan- von Mose bis Jesus" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/jordanien-20/ Exkursion vom 19.05.-26.05.2018 nach Jordanien. Verantwortlich: Prof. Dr. Alois Stimpfle In der Exkursionswoch 2018 wird es eine Studienreise nach Jordanien geben.

die Anküngigung (mit einigen Fotos) finden sie hier und weitere Informationen finden sie hier.

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Katholische Theologie
news-13454 Mon, 19 Jun 2017 12:54:47 +0200 Symposion zur Verabschiedung von Prof. Dr. Guido Bausenhart https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/symposion-zu/ Verabschiedung am 30. Juni 2017 Zur Verabschiedung von Prof. Dr. Guido Bausenhart findet am 30. Juni 2017 auf der Domäne Marienburg ein Symposion statt, welches unter dem Thema "Loyalität" steht.

Weitere Informationen finden sie hier:

Einladung

Ablauf

 

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Katholische Theologie
news-12128 Thu, 07 Jul 2016 09:35:00 +0200 Sprechzeiten während der vorlesungsfreien Zeit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/sprechzeiten-3/ In der vorlesungsfreien Zeit finden folgende Sprechzeiten statt: Prof. Dr. Christina Kalloch:

  • Dienstag, den 12.07.2016: 10.00-11.00 Uhr
  • Dienstag, den 02.08.2016: 11.00-12.00 Uhr
  • Montag, den 29.08.2016: 10.00-11.00 Uhr
  • Donnerstag, den 22.09.2016: 09.00-10.00 Uhr

 

Prof. Dr. Guido Bausenhart:

  • Donnerstag, den 14.07.2016: 10.00 Uhr
  • Montag, den 01.08.2016: 10.00 Uhr
  • Mittwoch, den 07.09.2016: 10.00 Uhr
  • Donnerstag, den 22.9.2016: 12.00 Uhr

       sowie nach Vereinbarung

 

Prof. Dr. Wolfgang Werner:

  • nach elektronischer Vereinbarung

 

Prof. Dr. Alois Stimpfle:

  • nach elektronischer Vereinbarung

 

 Dr. Ulrike Wick-Alda:

  • nach elektronischer Vereinbarung

 

Dr. Michael Schober:

nach vorheriger Anmeldung per E-Mail

  • Mittwoch, 03.08.2016: 10.00-12.00 Uhr
  • Dienstag, 30.08.2016: 16.30-18.30 Uhr
  • Mittwoch, 21.09.2016: 10.00-12.00 Uhr
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Katholische Theologie
news-12120 Mon, 04 Jul 2016 08:43:00 +0200 Abschiedvorlesung Prof. Dr. Wolfgang Werner https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/abschiedvorl/ Die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Wolfgang Werner findet am Dienstag, den 5. Juli, 18.00 Uhr c.t. statt. Nähere Informationen finden Sie hier:

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Katholische Theologie
news-12069 Mon, 27 Jun 2016 11:25:00 +0200 Berufungsvorträge W1 Katholische Theologie "Theologische Ethik" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/berufungsvor-1/ Berufungsvorträge am Dienstag, den 28. Juni und Mittwoch, den 29. Juni 2016 Die genauen Termine, Referent_innen und Vertragsthemen sind hier einsehbar:

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Katholische Theologie
news-11905 Thu, 02 Jun 2016 10:51:00 +0200 Öffentliche Antrittsvorlesung https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/oeffentliche-60/ Einladung zur öffentlichen Antrittsvorlesung im Rahmen des Habilitationsverfahrens von Dr. phil. Dirk Wördemann. Nähere Informationen finden Sie hier

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news-11756 Fri, 22 Apr 2016 09:25:00 +0200 Dr. theol. Michael Gartmann verstorben am 20. April 2016 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/dr-theol-m/ Am 20.04.2016 ist Herr Dr. theol. Gartmann verstorben. Er war bis zu seiner Pensionierung zum letzten Wintersemester über fast 40 Jahre in unserem Institut tätig, zuletzt als Akademischer Direktor, der vor allem mit großem Engagement den Fernkurs in Katholischer Theologie aufgebaut und durchgeführt hat.

Das Institut dankt ihm für seinen Einsatz, die langjährige gute und kollegiale Zusammenarbeit und seine intensive Betreuung der Studierenden.

Wir verlieren einen geschätzten Kollegen.

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news-10486 Wed, 20 Jan 2016 08:13:00 +0100 Berufungsvorträge W 2 - Katholische Theologie Kirchengeschichte https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/berufungsvor-2/ Vorträge am Dienstag, den 26.01.2016 und Mittwoch, den 27.01.2016 Die genauen Termine, Referent_inen und Vortragsthemen sind hier einsehbar.

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Katholische Theologie
news-8786 Wed, 10 Sep 2014 14:34:00 +0200 Wie Jugendliche lernen, mit religiöser Vielfalt umzugehen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/wie-jugendliche-lernen-mit-religioeser-vielfalt-umzugehen/ Wie können Kinder und Jugendliche lernen, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen? „Mehr Bildung über Religion ist notwendig“, sagt Theologieprofessor Martin Schreiner. Etwa 140 evangelische und katholische Theologen diskutieren in Hildesheim, wie ökumenische Zusammenarbeit in und außerhalb von Schule gelingen kann. Etwa 140 evangelische und katholische Theologen diskutieren in Hildesheim, wie ökumenische Zusammenarbeit in und außerhalb von Schule gelingen kann. Konfessionelle Unterschiede waren lange Zeit ein wichtiges Merkmal in der religiösen Bildung. In dieser Woche stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer religionspädagogischen Jahrestagung aber die Frage: Wie können Kinder und Jugendliche lernen, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen? Auch in der Wissenschaft ist die Ökumene präsent: Konfessionell gemischte Teams geben an der Universität Hildesheim gemeinsam wissenschaftliche Reihen und Handbücher heraus und arbeiten in gemeinsamen Forschungsprojekten.

Martin Schreiner, Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hildesheim, hält angesichts der aktuellen Herausforderungen in Schule und Gesellschaft insgesamt ein deutliches Plus an religiöser Bildung und interreligiöser Verständigung für notwendig. Er fordert „mehr Bildung über Religion und Bildung in Religion“. Der Religionsunterricht müsse weiterentwickelt und die Möglichkeiten zu einem konfessionsübergreifenden Unterricht ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche setzen sich dann mit religiösen Inhalten auseinander, zum Beispiel mit Texten aus dem Alten und Neuen Testament, mit dem Glaubensbekenntnis und kirchengeschichtlich wichtigen Daten und Personen sowie der „Außenseite der Religion“. „Dadurch erlangen die Schülerinnen und Schüler Deutungskompetenz“, sagt Martin Schreiner. Religiöse Inhalte entstehen in den praktischen Vollzügen einer Religion. Allerdings gehe es im Religionsunterricht nicht darum, zu „missionieren", sondern „die Innenseite der Religion“ zu erleben.

In Niedersachsen sieht Professor Schreiner eine sehr positive Entwicklung hin zu einem Drei-Säulen-Modell: Das Modell des gemeinsam verantworteten konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts sowie des Werte- und Normen-Unterrichts soll künftig erweitert werden um islamischen Religionsunterricht als dritter Säule einschließlich des an einigen Standorten nach wie vor bestehenden jüdischen Religionsunterrichts. Von einem religionskundlichen Unterricht für alle hält der Theologe allerdings nichts. „Es gibt keine positionslose gleichsam ‚neutrale‘ Religion. Religionsunterricht ist immer an ein konkretes religiöses Bekenntnis und an eine bestimmte religiöse Praxis gebunden.“

Künftige Religionslehrerinnen und Religionslehrer schickt Martin Schreiner frühzeitig in die schulische Praxis. Im ersten Studienjahr beobachten die Lehramtsstudierenden der Universität Hildesheim ein Jahr lang einmal in der Woche Unterricht. Jede Stunde bereiten sie mit einem Lehrer und Erziehungswissenschaftler vor und nach. Im November 2014 starten die nächsten Studienanfänger in ihre schulpraktischen Studien. Später folgen Fachpraktika, in denen sie unter anderem erfahren, wie Kinder und Jugendliche über Religion und Glaube denken. Man arbeite in Hildesheim in einem „guten ökumenischen Miteinander“, so Schreiner. Die Wissenschaftler haben eine ökumenische „Lernwerkstatt Religionsunterricht“ aufgebaut und bieten zusammen Lehrveranstaltungen an. Gemeinsam mit Professorin Christina Kalloch vom Institut für Katholische Theologie laufen Forschungen im Bereich der Kinder- und Jugendtheologie, sagt Martin Schreiner. Sie haben das 11. Jahrbuch für Kindertheologie herausgegeben mit dem Titel „Gott hat das in Auftrag gegeben. Mit Kindern über Schöpfung und Weltentstehung nachdenken" und im Herbst erscheint das gemeinsam erarbeitete umfangreiche Handbuch „Theologisieren mit Kindern".

Jahrestagung Religionspädagogik

Die gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik e.V. und der Arbeitsgemeinschaft katholische Religionspädagogik/Katechetik findet vom 11. bis 14. September 2014 in Hildesheim (Programm) statt. Zum Auftakt geben Professor Rudolf Englert (Essen) aus katholischer und Professor Friedrich Schweitzer (Tübingen) aus evangelischer Perspektive einen Überblick, was evangelische, katholische und ökumenische Religionspädagogik beinhaltet. Die Forscher befassen sich auf der Konferenz außerdem mit den aktuellen Phänomenen der Religionslosigkeit (Professorin Maria Widl und Dr. Tobias Kläden aus Erfurt) und der sogenannten Rückkehr zur Religion (Professor Henrik Simojoki aus Bamberg und Professor David Käbisch aus Frankfurt). Professor Athanasios Stogiannidis aus Thessaloniki gibt einen Einblick in orthodoxe Religionspädagogik in Griechenland und Professor Jeff Astley stellt Perspektiven anglikanischer Religionspädagogik vor. Professor Manfred Pirner aus Erlangen und Dr. Viera Pirker aus Wiesbaden thematisieren das Phänomen der Medialisierung aus theologisch-religionspädagogischer Sicht. Professorin Ulrike Link-Wieczorek aus Oldenburg und Professorin Annemarie Mayer aus Leuven widmen sich Themen aus der ökumenischen Bewegung. In Workshops geht es um Beispiele konfessioneller Kooperation in der religiösen Bildungsarbeit sowie in religionspädagogischer Forschung und Lehre.

Zur Person:

Martin Schreiner ist seit 1997 Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hildesheim und langjähriges Vorstandsmitglied der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Katholische Theologie
news-6071 Mon, 28 Jan 2013 10:39:00 +0100 Symposion "Glauben in Säkularer Zeit" 8. Februar 2013 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/symposion-g/ Zu dem Symposion, das sich mit grundlegenden Fragen nach dem Verhältnis von Glaube und moderner, säkularer Zeit befasst, laden wir herzlich ein. Das Symposion "Glauben in säkularer Zeit" findet am 8. Februar in der Zeit von 9.30 - 16.00 Uhr auf der Domäne Marienburg, Hohes Haus (50/202) statt.

Programmablauf:

  • 09.30 Uhr Stehkaffee
  • 10.00 Uhr Begrüßung
  • 10.15 Uhr Vortrag Prof. Dr. Joachim Söder, Aachen; "Ein säkulares Zeitalter: Von der Möglichkeit, Nicht zu Glauben"
  • 11.30 Uhr Vortrag Prof. Dr. Roman Siebenrock, Innsbruck;  "Gottes-Freundschaft: Von der Möglichkeit zu Glauben in einem säkularen Zeitalter der Optionen"

  • 13.00 Uhr Möglichkeit zum Mittagessen im HofCafé

  • 14.00 Uhr Vortrag Dr. Rosemarie Nürnberg, Köln; "Für Gott begeistern. Christen in ungläubiger Geslleschaft: Madeleine Delbrêl (1904-1964)

  • 15.15 Uhr Schlussrunde

  • 15.45 Uhr Schlusswort

Anmeldung an das Sekretariat Institut für Katholische Theologie 05121/883-532 oder per E-Mail an hanebeck@uni-hildesheim.de

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Katholische Theologie
news-3779 Mon, 12 Dec 2011 11:52:00 +0100 Weihnachtsvorlesung: Die sogenannte heilige Familie https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/weihnachtsvorlesung-die-sogenannte-heilige-familie/ Im Rahmen der Ringvorlesung „Literatur und Religion" hält Prof. Dr. Guido Bausenhart, Direktor des Instituts für Katholische Theologie, am Mittwoch, 21. Dezember, die diesjährige Weihnachtsvorlesung zum Thema „Die sogenannte heilige Familie". „Ein Vater, der es nicht ist, eine jungfräuliche Mutter und ein Kind, das Gottes Sohn ist – ist das eine Familie, weil Familie dort ist, wo Kinder mit Erwachsenen zusammenleben? Ist das eine biblische Patchwork-Familie? Ist das eine heilige Familie? Was sollte sich da wer zum Vorbild nehmen?", nähert sich der Theologieprofessor Dr. Guido Bausenhart dem Thema der Weihnachtsvorlesung an. Er spricht über die sogenannte heilige Familie.

Seit 2001 ist Bausenhart ordentlicher Professor für Katholische Theologie und Religionspädagogik, Schwerpunkt Systematische Theologie, am Institut für Katholische Theologie des Fachbereichs I der Stiftung Universität Hildesheim. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Theologie des Zweiten Vatikanischen Konzils und Glaubensbegründung.

Die öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. Dezember 2011, von 12:00 bis 13:00 Uhr im Audimax der Stiftungsuniversität (Hauptcampus, Marienburger Platz 22) statt.

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Pressemeldungen Katholische Theologie
news-2392 Thu, 03 Feb 2011 10:32:00 +0100 Vortrag von Prof. Dr. Bausenhart: Die Confessio Augustana - ein ökumenisches Bekenntnis? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/vortrag-von-6/ Montag, 24. Januar 2011, 19.00 Uhr s.t. in Raum I 010 Das Institut für Evangelische Theologie lädt ein zu einem

Öffentlichen Vortrag von Herrn Prof. Dr. Guido Bausenhart zum Thema:

"Die Confessio Augustana - ein ökumenisches Bekenntnis?"

am Montag, 24. Januar 2011, 19.00 Uhr s.t. in Raum I 010

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Katholische Theologie
news-2311 Thu, 20 Jan 2011 17:52:00 +0100 Hervorragend in Lehre, Forschung, Service https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/hervorragend-in-lehre-forschung-service/ Im Rahmen des Neujahrsempfangs 2011 hat die Hochschulleitung der Stiftung Universität Hildesheim Preise für hervorragende Lehre, hervorragende Forschung und hervorragende Service-Leistungen verliehen. Universitätspräsident Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich blickte auf das vergangene Jahr zurück, dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftungsuniversität für die gute Zusammenarbeit und skizzierte die Hauptaufgaben des Jahres 2011. Zum einen müssten notwendige Korrekturen am Bologna-Prozess weiter vorangebracht werden. Die bisherigen konstruktiven und anhaltenden Diskussionen über Verbesserungsmaßnahmen in Studium und Lehre führten dazu, dass von Studierenden und Lehrenden gemeinsam zentrale Problemfelder benannt wurden, auf denen schnell Änderungen und Verbesserungen herbeigeführt werden sollten. Korrekturen werden seitdem vor allem im Bereich der Prüfungen (Anzahl, Formen, Dichte), alternativer Lehr- und Arbeitsformen, der Mobilität und der individuellen Wahlmöglichkeiten vorgenommen.

Von besonderer Bedeutung sei auch die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements der Stiftungsuniversität, welches sich nicht nur als notwendig, sondern auch als sehr ergebnisreich herausgestellt habe. „Vor uns liegt die große Aufgabe und Chance der Neu-Strukturierung des Masterstudiums im Bereich Lehramt. In enger Kooperation mit anderen Universitäten in Niedersachsen und den Studienseminaren bauen wir den derzeit zweisemestrigen Masterstudiengang zu einem viersemestrigen Modell aus, das ab dem Wintersemester 2013/14 in Kraft tritt. Auch die Entwicklung neuer Studiengänge vor allem im Fach Medien und im Bereich Umweltsicherung steht bevor“, so der Universitätspräsident.

Abschließend unterstrich Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich die Bedeutung des Projekts Bildungsintegration, das im Jahr 2011 weiterentwickelt werden soll: „Die Stiftung Universität Hildesheim stellt sich den Herausforderungen des Einwanderungslandes“. Zu diesem Zweck findet unter anderem am Freitag, 21. Januar 2011, in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Workshop statt. Hauptredner sind Professor Dr. Haci-Halil Usculan, Direktor der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung, Essen, sowie Mary Tupan-Wenno, Direktorin des Echo Center for Diversity Policy, Utrecht, Niederlande.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurde der Preis für hervorragende Lehre im Studienjahr 2009/10 verliehen. Für den zum zweiten Mal ausgeschriebenen Preis wurden Dr. Ann-Katrin Bockmann, Elke Bosse, PD Dr. Sabine Grosser, Dr. Barbara Hornberger, Berenike Kuschel, Kirsten Schönfelder, Dr. Nana Zeh, Nils Benit, Prof. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld, PD Dr. Mathias Mertens sowie Prof. Dr. Stephan Porombka vorgeschlagen. Allen nominierten Lehrenden wurde in den Begründungsschreiben der Studierenden eine große Wertschätzung ihrer Lehrkonzepte und ihres Engagements entgegengebracht. „Es wurde deutlich, dass die Lehrenden sich um die Qualität der Lehre an unserer Universität in besonderer Weise verdient gemacht haben. Dafür gebührt Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön“, betonte Professor Dr. Toni Tholen. Die Jury, bestehend aus zwei Studierenden sowie zwei Studiendekanen, entschied sich unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten für Lehre, Professor Dr. Toni Tholen, einstimmig dafür, den Preis für hervorragende Lehre zu teilen, da zwei der vorgeschlagenen Lehrveranstaltungen auf nicht vergleichbare Weise als herausragend beurteilt worden sind. Das Preisgeld für die zwei ausgewählten Lehrveranstaltungen beträgt jeweils 1.500 Euro. Es wird den Preisträgerinnen für Zwecke der Lehre zur Verfügung gestellt.

Ausgezeichnet wurde die Lehrveranstaltung „Spaß verstehen“, die Dr. Barbara Hornberger, Institut für Medien und Theater, im Sommersemester 2010 durchgeführt hat. Die Jury würdigt insbesondere, dass „die Lehrkonzeption des Seminars und dessen konkrete Durchführung einen paradigmatischen Beitrag zum forschenden Lernen darstellt. Damit trägt es zur Profilierung des Hildesheimer kulturwissenschaftlichen Lehr-/Forschungskonzepts bei: die Begegnung mit dem in der Begegnung erst herzustellenden Gegenstand der Forschung und dessen Reflexion, die sich vor allem auch auf Gegenstände der Alltagskultur bezieht.“

Die zweite Hälfte des Preises ergeht an das von Elke Bosse und Berenike Kuschel, beide Institut für Interkulturelle Kommunikation, gemeinsam konzipierte Lehrkonzept zur Qualifizierung für Interkulturelle Kommunikation und Kompetenz im Studienjahr 2009/10. Das Lehrkonzept umfasst mehrere Komponenten, so vor allem Trainingsworkshops im Rahmen des Projekts „Qualiko“ (Qualifizierung für interkulturelle Kommunikation), die Institutionalisierung studentischer Initiativen wie „Go.Intercultural“, die Modularisierung interkultureller Workshops mit dem Ergebnis, dass Studierende ihre interkulturelle Kompetenz studienbegleitend verbessern können oder die Schaffung entsprechender Zertifikate wie das ZiKK (Zertifikat für interkulturelle Kommunikation und Kompetenz).

Anschließend wurde Professor Dr. Guido Bausenhart, Direktor des Instituts für Katholische Theologie, mit dem Preis für hervorragende Forschung ausgezeichnet. Professor Dr. Stephan Porombka, Vizepräsident für Forschung, zog als Beispiel für Bausenharts exzellente Forschung dessen jüngst erschienene, 500 Seiten starke Einführung in die Theologie. Genese und Geltung theologischer Aussagen heran und unterstrich: „Dem diesjährigen Träger unseres Forschungspreises ist es gelungen, eine echte Einführung zu schreiben, die auf jeder Seite klarstellt, dass hier aus einem großen Werk und aus einer großen Lebenserfahrung geschöpft wird, die aber zugleich ebenfalls mit dem Pathos der Übersetzung, des Übersetzenwollens, des Erklärenwollens und des Mitnehmenwollens geschrieben ist.“.

Abschließend dankte Dr. Christoph Strutz, hauptberuflicher Vizepräsident, den Beschäftigten und Studierenden für ihren Einsatz für die Stiftungsuniversität und zeichnete das Team des Baudezernats unter Leitung von Thomas Hanold mit dem Preis für hervorragende Service-Leistungen aus. „Sichtbarstes Zeichen der Entwicklung der Universität sind ihre Bauten und Neubauten. Im letzten Jahr wurde der Bühler-Campus, in diesem Jahr wird die Domäne Marienburg fertig gestellt. Die Planungen für den Neubau am Marienburger Platz laufen auf Hochtouren. Baudezernent Thomas Hanold und sein Team vertreten den Service-Gedanken vorbildlich, suchen und finden Lösungen stets mit einer fröhlichen, geduldigen und optimistischen Art“, hob Dr. Strutz hervor. Die Einweihung der Domäne Marienburg findet im Rahmen des Sommerfests der Stiftungsuniversität am Samstag, 25. Juni 2011 statt.

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news-75 Wed, 29 Sep 2010 16:41:00 +0200 Grundkurs systematische Theologie - BMd https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/grundkurs-sy/ Das Basismodul "Kritischer Kommentar der Glaubenserfahrung, -inhalte und -praxis

(Grundkurs systematische Theologie - BMd) Veranstaltungs-Nr. 1404

findet statt am 03./04.12.2010 sowie am 28./29.01.2011

Dozent: Dr. Martin Kirschner

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Katholische Theologie
news-988 Wed, 07 Jan 2009 00:00:00 +0100 Symposion https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-kath-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/symposion/ Das Institut für Katholische Theologie der Universität Hildesheim lädt am 6. Februar 2009 zu einem Symposion mit dem Titel "`Ich bewirke Heil und erschaffe Unheil` – Zur theologischen Vorstellung eines göttlichen Plans" in die Steinscheune auf der Domäne Marienburg ein.

Von wenigem sind die biblischen Zeugnisse so überzeugt wie davon, dass Gott in der Geschichte handelt und in ihr seinen Heilsplan verfolgt. Die faktische Geschichte scheint jedoch gerade dies zu dementieren. Das Symposion will unter theologischer Perspektive zwei einschneidende Erfahrungen der jüdischen Geschichte in den Blick nehmen sowie nach dem Schicksal der Opfer der Geschichte fragen.

Neben Prof. Dr. Wolfgang Werner, dem Direktor des Instituts für Katholische Theologie an der Universität Hildesheim werden zu diesem Symposion Apl. Prof. Dr. Jürgen Werlitz von der Universität Augsburg und PD Dr. Jan-Heiner Tück von der Universität Freiburg als Referenten erwartet.

Das Symposion beginnt am 6. Februar um 9.30 Uhr und wird gegen 16.30 Uhr beendet sein. Interessenten melden sich bis zum 15. Januar per Fax unter 05121-883-531 oder E-Mail unter hanebeck(at)uni-hildesheim.de an. Die Teilnahme an diesem Symposion ist kostenfrei.

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