Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Evangelische Theologie https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Evangelische Theologie de-de Stiftung Universität Hildesheim Thu, 21 Nov 2019 11:22:18 +0100 Thu, 21 Nov 2019 11:22:18 +0100 TYPO3 EXT:news news-17849 Mon, 04 Nov 2019 12:14:00 +0100 Interreligiöse Studientage: Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an Schulen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/interreligioesen-studientage-ideen-fuer-die-praxis-des-interreligioesen-lernens-an-schulen/ Die interreligiösen Studientage stehen im Zeichen der Begegnung von evangelischen, katholischen und muslimischen Theologiestudierenden der Universitäten Hildesheim und Osnabrück. Angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer verschiedener Konfessionen und Religionen treffen sich, um sich bereits im Rahmen ihres Studiums auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an Schulen zu entwickeln. Ein Bericht von Dr. Michael Schober vom Institut für Katholische Theologie. Ganz im Zeichen der Begegnung von evangelischen, katholischen und muslimischen Theologiestudierenden der Universitäten Hildesheim und Osnabrück standen die interreligiösen Studientage vom 15. bis 17. Oktober 2019 im St. Jakobushaus, Goslar. Zum dritten Mal trafen sich dort angehende Religionslehrerinnen und Religionslehrer verschiedener Konfessionen und Religionen, um sich bereits im Rahmen ihres Studiums auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Praxis des interreligiösen Lernens an den Schulen zu entwickeln. Ziel ist, dann an den Schulen zusammenarbeiten und gemeinsame Aktionen durchzuführen.

„Diese Schwerpunktsetzung auf die Praxis des interreligiösen Lernens ist das Besondere an unseren Studientagen“, so Dr. Theresa Beilschmidt, Referentin an der Akademie St. Jakobushaus, die das Konzept gemeinsam mit Dr. Hakkı Arslan und Dr. Jörg Ballnus (Islamische Theologie, Osnabrück), Dr. Michael Schober (Katholische Theologie, Hildesheim) und Prof. Dr. Martin Schreiner und Victoria Kurth (Evangelische Theologie, Hildesheim) sowie Dr. Christiane Schubert und Simone Schardt vom Bistum Hildesheim entwickelt hatte. Unter dem Motto des Koranzitats „…damit ihr einander kennenlernt“ setzten sich die Studierenden nun drei Tage lang mit ihrer eigenen Religion und der „anderen“ Religion auseinander. Es wurden dabei Themen wie Sakralraumpädagogik, Gebet, Spiritualität und komparatives Lernen am Beispiel von Bibel und Koran für die Praxis im Religionsunterricht erarbeitet. Einladungen zum Gebet gehörten ebenso zum Programm wie eine von den Studierenden selbst gestaltete Kirchenführung und ein Moscheebesuch, bei dem die konkrete religiöse Praxis miterlebt werden konnte. Ferner wurden verschiedene Projekte des interreligiösen Dialogs vorgestellt. Auf besonderen Wunsch der letztjährigen Teilnehmer*innen war mit Helene Braun, Studentin am Abraham Geiger Kolleg, auch eine jüdische Referentin zu Gast, so dass zumindest für eine kurze Zeit alle drei großen abrahamischen Religionen zusammenkamen. Gerade angesichts des Terroranschlags von Halle war diese Form gelebter Normalität zwischen den Religionen ein wichtiges Zeichen.

Die Erfahrungen waren wie in den letzten Jahren wieder überaus positiv. So zeigten die angeregten Gespräche bei den gemischten Gruppenarbeiten das große Interesse an der jeweilig anderen Religion und Konfession. Sie machten deutlich, wie wichtig Räume des offenen, ehrlichen Austausches und Lernens sind. Oft sind es „wechselseitige Unsicherheiten“, die solche Begegnungen im Alltag nicht möglich machen.  In diesem Sinne leisten die Interreligiösen Studientage durchaus Pionierarbeit.

 

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Fachbereich 1 Evangelische Theologie Katholische Theologie Pressemeldungen
news-14753 Thu, 03 May 2018 19:06:00 +0200 Evangelische Theologie: Studienreise nach Israel https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/evangelische-theologie-studienreise-nach-israel/ Studentinnen und Studenten des Lehramtsfaches evangelische Theologie haben gemeinsam mit Hochschulpastorin Uta Giesel während einer „Springschool“ bedeutsame theologische und historische Orte in Israel besucht. Die vierwöchige „Springschool“ wurde von der Hildesheimer Hochschulpastorin Uta Giesel für das landeskirchliche Mentorat zur Begleitung von Lehramtsstudierenden im Fach Evangelische Religion konzipiert und von der Landeskirche Hannovers, den Sprengeln Osnabrück und Hildesheim-Göttingen, der Evangelischen Erwachsenenbildung Hannover-Hildesheim, Brot für die Welt und den Stiftungen Axel und Friede Springer gefördert.

Uta Giesel hat den Kontakt zu Professorinnen und Professoren und Lehrenden während eines Studiensemesters vor zwei Jahren in Jerusalem geknüpft, um zukünftigen Religionslehrerinnen und Religionslehrern den Besuch theologischer und historischer Stätten in Israel zu ermöglichen. Im Frühjahr 2018 gingen nun 25 Studierende der Universitäten Göttingen, Osnabrück, Hannover, Hildesheim und Lüneburg für vier Wochen gemeinsam auf Reisen und nahmen an deutsch- und englischsprachigen Vorträgen teil. „Die Studierenden fanden sich schnell zu einer Gruppe zusammen, zeigten Teamfähigkeit, Aufgeschlossenheit und soziale Kompetenz“, sagt Hochschulpastorin Uta Giesel.

Das Programm des vierwöchigen Studienaufenthaltes war eng gestrickt, schildert Giesel: „Vier Tage Geschichte Israels und Jerusalems und christliche Konfessionen wurden zunächst in Jerusalem selbst gelehrt, dann ging es nach Galiläa, um einiges über die israelische Gesellschaft zu lernen. Nächste Station war der See Genezareth, von wo aus biblische Spuren der Jesusüberlieferungen und des alten Nordreichs Israel aufgesucht wurden. Bis an die Grenze zum Libanon und zu Syrien führten die Wege und lösten auch einiges an Gesprächsbedarf aus. Durch das Jordanbecken ging es wieder gen Süden. Am Toten Meer wurde den Studierenden die Problematik der Wasserversorgung im Nahen Osten erläutert. Zurück in Jerusalem begann die mehrtägige Studieneinheit ‚Judentum‘; gleichzeitig wurde das jüdische Purimfest mit gefeiert. Es folgten neun Tage Leben und Lernen in Palästina mit den Studieneinheiten Gesellschaft und Politik, christliche kontextuelle Theologie und Islam. Drei Schulbesuche und dortige Gespräche gaben Einblick in die Bildungssituation. Die Studierenden setzten sich mit der politischen und Menschenrechtslage in den besetzten Gebieten auseinander.“

Das Institut für Evangelische Theologie der Universität Hildesheim erkennt die Studienleistungen im Rahmen der „Springschool“ der Landeskirche an, so der Theologe Professor Martin Schreiner. Die Studierenden wurden vom Institut finanziell bezuschusst.

„Exkursionen sind eine große Chance. Ich konnte in Israel die Orte erleben, über die ich bisher nur etwas gelesen habe. Ich habe in den zahlreichen Begegnungen unterschiedliche Perspektiven gehört und viel gelernt, historisch, religös und über die politische Lage“, sagt der Student Robert Rathke. Er hat Hochschulpastorin Uta Giesel bei der Organisation der Studienreise unterstützt. Rathke schließt aktuell sein Masterstudium mit den Fächern Wirtschaft und Geschichte an der Universität in Hildesheim ab und besucht parallel Seminare der evangelischen Theologie. Sein Ziel: Mit den pädagogischen Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium möchte Robert Rathke den Schritt in die Theologie wagen und nach einem Vollzeitstudium der Theologie künftig als Pastor arbeiten. „Die Erfahrungen aus dem Lehramtsstudium an der Universität Hildesheim sind für meinen künftigen Berufsalltag als Pastor eine ideale Grundlage, denn ich werde täglich Menschen begegnen und habe in den schulpraktischen Studien gelernt, wie man mit Gruppen umgeht und den Einzelnen stärkt und auf Menschen zugeht. Die Praxiserfahrungen an Schulen, seit dem ersten Studienjahr, sind sehr bereichernd – Hildesheim hat eine der besten Lehramtsausbildungen landesweit“, meint der Student.

Die Organisatoren hoffen, dass aus dem einmaligen Projekt eine jährliche Studienreise entstehen kann und somit Lehramtsstudierende des Faches evangelische Theologie in ihrem Studium an die Orte der Geschehnisse der Bibel reisen können. Eine vergleichbare Studienreise exisitiert bisher nicht für Lehramtsstudierende. „Die Springschool hat auf alle Teilnehmenden nachhaltigen Eindruck gemacht. Ich hoffe, dass weitere angehende Religionslehrkräfte diese Erfahrung machen können“, so Giesel

Wer mehr über die „Springschool“ erfahren möchte, erreicht Hochschulpastorin Uta Giesel unter giesel@esg-khg-hildesheim.de.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Fachbereich 1
news-14130 Tue, 14 Nov 2017 10:07:00 +0100 Theologe und Religionspädagoge Martin Schreiner übernimmt Vorstandsvorsitz https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/theologe-und-religionspaedagoge-martin-schreiner-uebernimmt-vorstandsvorsitz/ Professor Martin Schreiner von der Universität Hildesheim hat den Vorstandsvorsitz der Barbara-Schadeberg-Stiftung übernommen, die Schulen in Deutschland und Europa unterstützt. Der Theologieprofessor gilt deutschlandweit als Experte für Theorie und Praxis evangelischer Schulen. Der Hildesheimer Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik habilitierte sich 1995 an der LMU München mit einer Arbeit über evangelische Schulen und gilt als Experte für Theorie und Praxis evangelischer Schulen. Seit 2013 ist er Vizepräsident für Stiftungsentwicklung an der Stiftung Universität Hildesheim. Er sagt: „An evangelischen Schulen ist religiöse Bildung selbstverständlicher Teil allgemeiner Bildung. Evangelische Schulen resignieren nicht, sondern prosignieren: Sie stehen für etwas ein, nämlich für die Erfahrbarkeit der Menschenfreundlichkeit des christlichen Gottes. Sie bieten Ermöglichungsräume für eine religionssensible Schulkultur inklusive interkultureller und interreligiöser Bildung.“ Evangelische Schulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Achtung der menschlichen Würde und zum Gemeinwohl, indem sie bestrebt sind, eine Kultur der Hoffnung, des Dienstes am Anderen und der Entfaltung eines und einer jeden zu entwickeln. Dadurch sollen die Lehrkräfte und die Lernenden in die Lage versetzt werden, mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen. Forschungsschwerpunkte des Hildesheimer Professors liegen in den Bereichen Theorie und Praxis Evangelischer Schulen, Theologisieren mit Kindern und Jugendlichen, religiöse Lehr-Lern-Prozesse und religiöse Bildung in Zeiten religiöser Indifferenz sowie Gottesbilder von Kindern und Jugendlichen heute.

Die Barbara-Schadeberg-Stiftung wurde 1994 aus dem privaten Vermögen der Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg nach dem Stiftungsrecht der Evangelischen Kirche von Westfalen errichtet. Die Stiftung verfolgt das Ziel, im Evangelium begründete Bildung und Erziehung zu fördern. Die Fördermittel dienen evangelischen Schulen, Internaten und Schulneugründungen, der Lehrerfortbildung und der Wissenschaft.

Seit ihrer Gründung konnte die Barbara-Schadeberg-Stiftung Schulen in Deutschland, Polen, Lettland, der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Ungarn und Österreich mit insgesamt 2.7 Millionen Euro unterstützen.

Nach beinahe 25jährigem Engagement als Vorstandsvorsitzende hat die Stifterin Barbara Lambrecht-Schadeberg die Leitung der Förderarbeit für evangelische Schulen in Deutschland und Europa an ihren Nachfolger Professor Martin Schreiner übergeben.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Fachbereich 1
news-14112 Fri, 03 Nov 2017 12:13:50 +0100 Wechsel im Vorstandsvorsitz der Barbara-Schadeberg-Stiftung https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/wechsel-im-v/ Die Stiftung


Die Barbara-Schadeberg-Stiftung wurde 1994 aus dem privaten Vermögen der Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg nach dem Stiftungsrecht der Evangelischen Kirche von Westfalen errichtet. Die Stiftung verfolgt das Ziel, im Evangelium begründete Bildung und Erziehung zu fördern. Die Fördermittel dienen evangelischen Schulen, Internaten und Schulneugründungen, der Lehrerfortbildung und der Wissenschaft.
Bereits 1988 und 1989 wurden von der Stifterin zusammen mit ihrem Konfirmator Pfarrer Paul Netz erste Schritte unternommen, das christliche Schulwesen evangelischer Kirchen zu fördern. Die Arbeitsgemeinschaft evangelischer Schulbünde, ein Fachverband des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, bildete eine gute Brücke zu den evangelischen Schulen, denn hier arbeiteten Schulen unterschiedlicher evangelischer Trägerschaften zusammen: einige Landeskirchen, Diakonische Werke, Freikirchen und Verbände. Zunächst wurden von der Arbeitsgemeinschaft schulinterne Lehrerfortbildungen an evangelischen Schulen (sog. SCHILFESCH-Programm) – mit Spenden finanziell gefördert – durchgeführt.
1989 löste die Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern eine unerwartete Welle von Gründungen evangelischer Schulen aus. Die Förderung solcher Initiativen brauchte eine verlässliche Struktur, die eine gemeinnützige Stiftung leichter bieten konnte als die Arbeitsgemeinschaft. Am 26. Oktober 1993 wurde die Satzung der Barbara-Schadeberg-Stiftung notariell protokolliert, am 10. Februar 1994 von der Evangelischen Kirche von Westfalen als der Stiftungsaufsicht und am 10. Dezember 1994 vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt. Damit war die Stiftung errichtet und konnte ihre Arbeit aufnehmen.
Den ersten Vorstand bildeten Barbara Lambrecht-Schadeberg als Stifterin und erste Vorsitzende, Landeskirchenrat Karl Heinz Potthast als geschäftsführender zweiter Vorsitzender, OStD Werner Kast, OStD Herbert Ochel und Landesdiakoniepfarrer Dr. Friedrich Thiele. Bis 2002 lag die Geschäftsführung bei Karl Heinz Potthast, von 2002 bis 2009 bei Herbert Ochel und ab 2009 bei OStD’in Christel Ruth Kaiser. Der Vorstand wird seit 1994 von einem Kuratorium sachkundig beraten.

Seit ihrer Gründung konnte die Barbara-Schadeberg-Stiftung das evangelische Schulwesen in Deutschland, aber auch in Polen, Lettland, der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Ungarn und Österreich mit insgesamt 2.7 Millionen Euro unterstützen. Dazu gehören verschiedene Förderinstrumente:

· Unterstützung von Neugründungen und bestehenden Schulen: Über 250 einzelne Schulen und Internate – darüber hinaus auch wissenschaftliche Projekte – wurden gefördert, in den frühen Stiftungsjahren insbesondere als Anschub bei Schulgründungen in den neuen Bundesländern. Die Barbara-Schadeberg-Stiftung unterstützt dabei satzungsgemäß Projekte, die das evangelische Profil einer Schule stärken.
· Barbara-Schadeberg-Preis: ein mit insgesamt 10.000,00 Euro dotierter Wettbewerb, der alle drei Jahre für beispielhafte Entwicklungen an drei evangelischen Schulen und Internaten vergeben wird, – demnächst wieder 2019.
· Barbara-Schadeberg-Vorlesungen: zuerst 2001 in Kooperation mit der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, dann 2002 mit der Universität Wien, 2004 mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2007 mit der Humboldt-Universität zu Berlin, 2010 mit der Stiftung Universität Hildesheim, 2013 mit der Universität Erfurt und zuletzt 2016 mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Für 2019 sind sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster geplant. Die Vorlesungen richten sich an eine breite Öffentlichkeit in Pädagogik, Theologie und Schulpraxis. Sie werden regelmäßig in der Reihe „Schule in evangelischer Trägerschaft“ des Waxmann Verlages Münster veröffentlicht.
· Wissenschaftliche Arbeitsstelle Evangelische Schule: im März 2003 gegründet von der Barbara-Schadeberg-Stiftung gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland in enger Zusammenarbeit mit dem Comenius-Institut in Münster. Die Arbeitsstelle mit Dienstsitz im Kirchenamt der EKD dient angesichts der wachsenden Bedeutung freier Schulen im Allgemeinen und evangelischer Schulen im Besonderen zu deren Unterstützung und Stärkung ihres evangelischen Profils durch gezielte Verknüpfung von Schulpraxis und Theorie in Forschung und Lehre, Ausbildung und Fortbildung. Geleitet wurde die Wissenschaftliche Arbeitsstelle bis Mai 2017 von OKR‘in Dr. Uta Hallwirth; derzeit wird die Wiederbesetzung der Stelle vorbereitet.

Zur Motivation des Engagements von Barbara Lambrecht-Schadeberg:
Als „Kanzelschwalbe“ – so die Stifterin – habe der christliche Glaube immer eine tragende Rolle in ihrem Leben gespielt. Sie bewegte der Gedanke, was sie tun könne, um die „Gute Nachricht“ – das Evangelium – unter die Menschen zu bringen: „Ich habe den christlichen Glauben immer als die Basis empfunden, auf der ich mein Leben aufbauen kann.“ Sie wollte, dass insbesondere die Jugend mit evangelischer Lebenshaltung und der Botschaft von Jesus Christus auch an einem anderen Ort als allein in der Kirche in Berührung kommt. Kirchen sollten sich daher nach ihrer Meinung intensiver mit Schule befassen. Wissen um die Religion – so die Juristin – sei von zentraler Bedeutung, um einen eigenen, fundierten Standpunkt zu kulturellen wie gesellschaftlichen Entwicklungen zu finden: „Christliche Werte unserer Kultur verschwinden aus dem Bewusstsein. Gerade aber in Schulen sehe ich die Möglichkeit, dieses christliche Denken wieder an den jungen Menschen und über ihn an seine Eltern zu bringen.“ Darum hat die Miterbin der Krombacher Brauerei eine Stiftung ins Leben gerufen, mit der sie evangelische Schulen in ihrer spezifischen Profilbildung unterstützt.

Prof. Dr. theol. habil. Martin Schreiner
Der Hildesheimer Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik ist von Anfang an Mitglied im Kuratorium der Barbara-Schadeberg-Stiftung und seit 2006 auch Berater des Vorstands. Er habilitierte sich 1995 an der LMU München mit einer Arbeit über evangelische Schulen als Lernorten christlicher Weltverantwortung und gilt seitdem deutschlandweit als Experte für Theorie und Praxis evangelischer Schulen. Seit 2013 ist er Vizepräsident für Stiftungsentwicklung an der Stiftung Universität Hildesheim. Er sagt: „An evangelischen Schulen ist religiöse Bildung selbstverständlicher Teil allgemeiner Bildung. Evangelische Schulen resignieren nicht, sondern prosignieren: Sie stehen für etwas ein, nämlich für die Erfahrbarkeit der Menschenfreundlichkeit des christlichen Gottes. Sie bieten Ermöglichungsräume für eine religionssensible Schulkultur inklusive interkultureller und interreligiöser Bildung.“ Er teilt die Überzeugung des Global Pedagogical Network – Joining in Reformation (GPENreformation), dass evangelische Schulen einen wichtigen Beitrag zur Achtung der menschlichen Würde und zum Gemeinwohl leisten, indem sie bestrebt sind, eine Kultur der Hoffnung, des Dienstes am Anderen und der Entfaltung eines und einer jeden zu entwickeln. Dadurch sollen die Lehrkräfte und die Lernenden in die Lage versetzt werden, mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen.

 

Quelle: https://www.stiftungen.org/newsdetail/news/9023.html

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Evangelische Theologie
news-10938 Tue, 10 Nov 2015 17:04:00 +0100 Diversity-Tag: Religiöse Vielfalt in Schulen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/diversity-tag-religioese-vielfalt-in-schulen/ Auseinandersetzung mit Religion, mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen und Wertorientierungen ist für eine plurale Gesellschaft unverzichtbar, sagt Professorin Viola Georgi. In einer Podiumsdiskussion an der Universität sprechen Fachleute am Donnerstagabend, 12. November 2015, über religiöse Vielfalt im Schulalltag. Auseinandersetzung mit Religion, mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen und Wertorientierungen ist für eine plurale Gesellschaft unverzichtbar, sagt Professorin Viola Georgi. „Lehrerinnen und Lehrer müssen vor allem Gelegenheiten haben, sich in Studium und Praxis mit unterschiedlichen Glaubensvorstellungen und Wertorientierungen intensiv zu beschäftigen, zum Beispiel im Rahmen von Seminaren zur Interkulturellen Schul- und Unterrichtsentwicklung, so wie wir sie an der Universität Hildesheim anbieten.“ Dabei gehe es um die Reflexion der „eigenen“ religiösen und kulturellen Prägung, so Georgi, aber auch um das Wahrnehmen und Kennenlernen von religiösen Traditionen und Praxen, mit denen man nicht so vertraut ist. „Wir wollen die Neugier der Studierenden wecken, Kenntnisse vermitteln und interkulturelle Kompetenzen fördern.“

Viola Georgi leitet an der Hildesheimer Universität das „Zentrum für Bildungsintegration – Diversity und Demokratie in Migrationsgesellschaften“. Jährlich lädt sie mit ihrem Team zum „Diversity-Tag“ ein. Fachleute, Lehrende und Studierende tauschen sich aus, im Vorjahr haben sie sich mit dem Themenfeld „Mehrsprachigkeit“ auseinandergesetzt. Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, berichteten zum Beispiel in einer Ausstellung über ihren Alltag und ihre Sprachen. In diesem Jahr befassen sich die Wissenschaftlerinnen  mit der religiösen Vielfalt an Schulen und laden am Donnerstagabend, 12. November 2015, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit anschließendem Konzert (PDF) im neuen Forum am Universitätsplatz 1 ein.

Am Freitag tauschen sich 20 namhafte Experten und Expertinnen aus dem Bereich der Religionswissenschaften und der Interkulturellen Bildung aus. Gemeinsam mit dem Europarat, dem „European Wergeland Centre“ und der „Coordinating Group for Religion and Education in Europe“ (CoGREE) lädt das Zentrum für Bildungsintegration der Universität Hildesheim zu einer nichtöffentlichen „Nationalen Konsultation“ (PDF) ein.

Die Fachleute diskutieren, wie man der religiösen Pluralität im Klassenzimmer gerechter werden kann. „Gerade angesichts der derzeitigen Neuzuwanderung von Menschen mit vornehmlich muslimischen religiösen Prägungen rückt die Frage nach der Rolle von Religion und ihrer Vermittlung erneut ins Zentrum gesellschaftspolitischer Debatten“, sagt Viola Georgi. Deutschland habe, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, etwa im Vergleich zum laizistisch geprägten Frankreich, „ein sehr spezielles Modell von schulischem Religionsunterricht“, so die Erziehungswissenschaftlerin. Religion sei in Frankreich Privatangelegenheit und wird daher nicht als Fach in der Schule unterrichtet. „In Deutschland findet religiöse Unterweisung in der Schule statt und wird zudem konfessionell unterrichtet. Angesichts der rasanten Diversifizierung religiöser Gruppen und Glaubensgemeinschaften sowie starken Säkularisierungsprozessen werden wir im Rahmen der Nationalen Konsultation diskutieren, wie zeitgemäß dieses Modell religiösen Lernens ist. Es muss gefragt werden, ob Ethikunterricht und Religionskunde oder ein integrativer Religionsunterricht, der Schülerinnen und Schüler aller Glaubensrichtungen einbezieht, nicht eine inklusivere Alternative für Religionslernen in der Einwanderungsgesellschaft darstellen könnte. Wir wollen nach den Zusammenhängen von interkultureller und interreligiöser Bildung fragen und dabei die Chancen und Rahmenbedingungen für gelebte religiöse Vielfalt in der Schule ausloten, aber auch Konfliktfelder und Fallstricke benennen“, sagt die Professorin.

Im Rahmen des Symposiums werden die Fachleute ein neues Konzept des Europarates beraten und Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Implementierung dieses Konzeptes für den deutschen Kontext formulieren.

Diversity-Tag an der Universität Hildesheim

Die öffentliche Podiumsdiskussion „Religion und Schule: Kontroversen – Standpunkte – Perspektiven" beginnt am Donnerstag, 12. November 2015, um 18:00 Uhr im neuen Forum am Universitätsplatz 1. Es diskutieren die Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track (Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers), Annett Abdel-Rahman (Universität Osnabrück), Theologieprofessor Martin Schreiner (Stiftung Universität Hildesheim), Riem Spielhaus (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen Centre for Islam & Law in Europe) sowie Professor Wolfram Weiße (Universität Hamburg, Akademie der Weltregionen). Professorin Viola B. Georgi (Zentrum für Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim) und Peter Schreiner (Comenius-Institut, Münster, Coordinating Group for Religion in Education in Europe) moderieren die Diskussion.

Anschließend geben Maximilian Guth und Ehsan Ebrahimi Einblicke in ein interkulturelles Musikprojekt für Chor und Instrumentalensemble.

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Pressemeldungen Erziehungswissenschaft Allg. Erziehungswissenschaft Evangelische Theologie Bildungsintegration Zentrum für Bildungsintegration
news-9449 Tue, 27 Jan 2015 16:30:00 +0100 Honorarprofessur für Theologen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/honorarprofessur-fuer-theologen/ Er ist stets am Dialog mit anderen Wissenschaften orientiert: Hans-Georg Babke. Studierende befassen sich in Seminaren des Theologen mit der Vielfalt an Glaubensrichtungen und mit den Beziehungen zwischen Religion und Staat. Die Universität Hildesheim verleiht Dr. Hans-Georg Babke eine Honorarprofessur. Er lehrt seit 2006 am Institut für Evangelische Theologie. Die Themen seiner Lehrveranstaltungen sind äußerst vielfältig und systematisch-theologisch fundiert, würdigt Theologieprofessor Martin Schreiner. Babke sei stets „am Dialog mit anderen Disziplinen und Wissenschaften orientiert". Seine Studierenden – angehende Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte – befassen sich mit der Pluralität der Religionen, mit den Beziehungen zwischen Christentum, Staat und Demokratie und zwischen Ethik und Technik. Sie besuchen seine Seminare zu postmoderner Religionskritik, zur Theologie und Kulturphilosophie Albert Schweitzers und gehen der Frage nach „Wie wahr können religiöse Aussagen sein?".

„Mit seiner großen praktischen Erfahrung als Pfarrer, Assistenzreferent in der Bildungsabteilung des Kirchenamtes der EKD, als Religionslehrer, Koordinator deutsch-englischer Lehrerfortbildungen und Leiter des Amtes für Religionspädagogik und Medienarbeit der Braunschweigischen Landeskirche in Wolfenbüttel verstärkt Hans-Georg Babke auf hohem akademischen Niveau unser Lehrangebot", so Schreiner. Er sei eine „wissenschaftlich und durch Berufspraxis hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit“.

Mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche lernen können, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen, befassen sich evangelische und katholische Religionspädagogen in Hildesheim. Sie arbeiten unter anderem in konfessionell gemischten Teams an der Universität und publizieren gemeinsam, etwa den Band „Mit Kindern über Schöpfung und Weltentstehung nachdenken" und das Handbuch „Theologisieren mit Kindern“. In Fachpraktika an Schulen in der Region sammeln die Lehramtsstudierenden Erfahrungen, wie Kinder und Jugendliche über Religion und Glaube denken. Die Studierenden setzen sich vor Ort mit religiöser Vielfalt auseinander. Im Theologiestudium besuchen sie zum Beispiel eine evangelische Kita und verschiedene Kirchen in Hildesheim, eine Synagoge in Hannover, eine Moschee und die serbisch-orthodoxe Gemeinde in der Region. Für viele seien dies Erstbegegnungen, sagt Prof. Dr. Martin Schreiner: „Es ist sehr wichtig, andersgläubige Menschen zu kennen, damit interreligiöse Bildung gelingen kann.“

Seine Antrittsvorlesung hielt Prof. Dr. Hans-Georg Babke am 26. Januar 2015 zum Thema „Gott denken – eine Auseinandersetzung mit Wolfhart Pannenbergs Theologie".

Presseinformation der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig

Liebe Frau Lange, vielen Dank schon einmal für das Gespräch. Anbei finden Sie meine Kontaktdaten. (Da ich freier Mitarbeiter beim NDR bin, erreichen Sie mich über diese E-Mail-Adresse meist schneller.) Constantin Alexander 0170 860 95 88 constantin.alexander@gmx.de c.alexander.fm@ndr.de
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Pressemeldungen Evangelische Theologie Fachbereich 1 Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-8786 Wed, 10 Sep 2014 14:34:00 +0200 Wie Jugendliche lernen, mit religiöser Vielfalt umzugehen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/wie-jugendliche-lernen-mit-religioeser-vielfalt-umzugehen/ Wie können Kinder und Jugendliche lernen, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen? „Mehr Bildung über Religion ist notwendig“, sagt Theologieprofessor Martin Schreiner. Etwa 140 evangelische und katholische Theologen diskutieren in Hildesheim, wie ökumenische Zusammenarbeit in und außerhalb von Schule gelingen kann. Etwa 140 evangelische und katholische Theologen diskutieren in Hildesheim, wie ökumenische Zusammenarbeit in und außerhalb von Schule gelingen kann. Konfessionelle Unterschiede waren lange Zeit ein wichtiges Merkmal in der religiösen Bildung. In dieser Woche stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf einer religionspädagogischen Jahrestagung aber die Frage: Wie können Kinder und Jugendliche lernen, mit konfessioneller und religiöser Vielfalt umzugehen? Auch in der Wissenschaft ist die Ökumene präsent: Konfessionell gemischte Teams geben an der Universität Hildesheim gemeinsam wissenschaftliche Reihen und Handbücher heraus und arbeiten in gemeinsamen Forschungsprojekten.

Martin Schreiner, Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hildesheim, hält angesichts der aktuellen Herausforderungen in Schule und Gesellschaft insgesamt ein deutliches Plus an religiöser Bildung und interreligiöser Verständigung für notwendig. Er fordert „mehr Bildung über Religion und Bildung in Religion“. Der Religionsunterricht müsse weiterentwickelt und die Möglichkeiten zu einem konfessionsübergreifenden Unterricht ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche setzen sich dann mit religiösen Inhalten auseinander, zum Beispiel mit Texten aus dem Alten und Neuen Testament, mit dem Glaubensbekenntnis und kirchengeschichtlich wichtigen Daten und Personen sowie der „Außenseite der Religion“. „Dadurch erlangen die Schülerinnen und Schüler Deutungskompetenz“, sagt Martin Schreiner. Religiöse Inhalte entstehen in den praktischen Vollzügen einer Religion. Allerdings gehe es im Religionsunterricht nicht darum, zu „missionieren", sondern „die Innenseite der Religion“ zu erleben.

In Niedersachsen sieht Professor Schreiner eine sehr positive Entwicklung hin zu einem Drei-Säulen-Modell: Das Modell des gemeinsam verantworteten konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts sowie des Werte- und Normen-Unterrichts soll künftig erweitert werden um islamischen Religionsunterricht als dritter Säule einschließlich des an einigen Standorten nach wie vor bestehenden jüdischen Religionsunterrichts. Von einem religionskundlichen Unterricht für alle hält der Theologe allerdings nichts. „Es gibt keine positionslose gleichsam ‚neutrale‘ Religion. Religionsunterricht ist immer an ein konkretes religiöses Bekenntnis und an eine bestimmte religiöse Praxis gebunden.“

Künftige Religionslehrerinnen und Religionslehrer schickt Martin Schreiner frühzeitig in die schulische Praxis. Im ersten Studienjahr beobachten die Lehramtsstudierenden der Universität Hildesheim ein Jahr lang einmal in der Woche Unterricht. Jede Stunde bereiten sie mit einem Lehrer und Erziehungswissenschaftler vor und nach. Im November 2014 starten die nächsten Studienanfänger in ihre schulpraktischen Studien. Später folgen Fachpraktika, in denen sie unter anderem erfahren, wie Kinder und Jugendliche über Religion und Glaube denken. Man arbeite in Hildesheim in einem „guten ökumenischen Miteinander“, so Schreiner. Die Wissenschaftler haben eine ökumenische „Lernwerkstatt Religionsunterricht“ aufgebaut und bieten zusammen Lehrveranstaltungen an. Gemeinsam mit Professorin Christina Kalloch vom Institut für Katholische Theologie laufen Forschungen im Bereich der Kinder- und Jugendtheologie, sagt Martin Schreiner. Sie haben das 11. Jahrbuch für Kindertheologie herausgegeben mit dem Titel „Gott hat das in Auftrag gegeben. Mit Kindern über Schöpfung und Weltentstehung nachdenken" und im Herbst erscheint das gemeinsam erarbeitete umfangreiche Handbuch „Theologisieren mit Kindern".

Jahrestagung Religionspädagogik

Die gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik e.V. und der Arbeitsgemeinschaft katholische Religionspädagogik/Katechetik findet vom 11. bis 14. September 2014 in Hildesheim (Programm) statt. Zum Auftakt geben Professor Rudolf Englert (Essen) aus katholischer und Professor Friedrich Schweitzer (Tübingen) aus evangelischer Perspektive einen Überblick, was evangelische, katholische und ökumenische Religionspädagogik beinhaltet. Die Forscher befassen sich auf der Konferenz außerdem mit den aktuellen Phänomenen der Religionslosigkeit (Professorin Maria Widl und Dr. Tobias Kläden aus Erfurt) und der sogenannten Rückkehr zur Religion (Professor Henrik Simojoki aus Bamberg und Professor David Käbisch aus Frankfurt). Professor Athanasios Stogiannidis aus Thessaloniki gibt einen Einblick in orthodoxe Religionspädagogik in Griechenland und Professor Jeff Astley stellt Perspektiven anglikanischer Religionspädagogik vor. Professor Manfred Pirner aus Erlangen und Dr. Viera Pirker aus Wiesbaden thematisieren das Phänomen der Medialisierung aus theologisch-religionspädagogischer Sicht. Professorin Ulrike Link-Wieczorek aus Oldenburg und Professorin Annemarie Mayer aus Leuven widmen sich Themen aus der ökumenischen Bewegung. In Workshops geht es um Beispiele konfessioneller Kooperation in der religiösen Bildungsarbeit sowie in religionspädagogischer Forschung und Lehre.

Zur Person:

Martin Schreiner ist seit 1997 Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hildesheim und langjähriges Vorstandsmitglied der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Katholische Theologie
news-8509 Thu, 26 Jun 2014 14:04:00 +0200 Jochen Arnold über Musik und Religion https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/jochen-arnold-ueber-musik-und-religion/ Wir können vom Klang eines Instrumentes, vom Zauber einer Stimme berührt werden. „Wenn ein Musikstück an Schnittstellen unseres Lebens eine Bedeutung gewonnen hat, weil es etwa Freude, Trauer oder Hoffnung auszudrücken vermochte, bleibt es oft untrennbar mit unserer Lebensgeschichte verbundener", sagt Jochen Arnold. Die Universität Hildesheim verleiht dem Theologen und Kirchenmusiker eine Honorarprofessur. „Eine Honorarprofessur ist eine der wenigen Positionen in einer Universität, auf die man sich gar nicht bewerben kann, weil sie auch nie ausgeschrieben wurde. Man könnte fast sagen: Das passiert irgendwie“, sagt Jens Roselt, Professor für Theaterwissenschaft und Dekan des Fachbereichs „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim. „Eine Universität bemerkt, dass es jemanden gibt, der sich durch seine berufliche Lebensleitung in besonderer Weise ausgezeichnet hat und parallel dazu der Universität nachhaltig verbunden war. Beides ist im Falle von Jochen Arnold in beeindruckender Weise der Fall, so dass jeder an diesem Verfahren Beteiligte als erstes fragte: Wieso sind wir darauf nicht schon früher gekommen?“

Jochen Arnold bietet seit 2006 regelmäßig Lehrveranstaltungen an den Instituten für evangelische Theologie sowie für Musikwissenschaft an, leitet seit vielen Jahren den Universitätschor Unicanto und gibt Chorleitungsunterricht. Seit zehn Jahren leitet er das Collegium musicum Hildesheim, gründete vor zwanzig Jahren das Ensemble Gli Scarlattisti. Sein Repertoire reicht von der Gregorianik bis zur Musik der Gegenwart. Seit 2004 ist Jochen Arnold Direktor des Michaelisklosters und „jemand, der die kirchenmusikalische Landschaft in der Region wesentlich mitprägt“, so Roselt. Arnold hat in Tübingen, Rom und Stuttgart Theologie und Kirchenmusik studiert. Er wurde 2003 mit einer Arbeit zur Theologie des Gottesdienstes in Tübingen promoviert und habilitierte sich an der Universität Leipzig mit einer Untersuchung zum Kantatenwerk Bachs. Seit Beginn seiner Leitungstätigkeit im Michaeliskloster kooperiert der Theologe eng mit dem Institut für Evangelische Theologie der Universität, ergänzt Martin Schreiner, Professor für Evangelische Theologie. „Dies schlägt sich in gemeinsamen Seminaren, Übungen, Exkursionen und Veröffentlichungen nieder und trägt wesentlich zur Polyvalenz unseres Faches bei. Es geht etwa um Themen wie Psalmen in Schule und Gemeinde, Mit dem Kirchenjahr leben, Liedersingen einüben, Liturgische Elemente oder Schulgottesdienste und Andachten.“

Jochen Arnold sprach anlässlich der Verleihung der Honorarprofessur am Mittwochabend (25. Juni 2014) über „Gottesklänge“ im Hohen Haus auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Hildesheimer Uni. Seine Überlegungen zu einer Theologie der Musik beginnen beim Hören: Ein jugendlicher Amerikaner höre im Durchschnitt etwa fünf Stunden Musik am Tag. „Bei deutschen Kindern und Jugendlichen wird das nicht viel anders sein. Warum ist das so? Was ist die Faszination, die von Musik ausgeht? Wir können vom Klang eines Instrumentes, von den Farben eines Orchesters oder dem Zauber einer Stimme berührt werden. Wenn ein Musikstück an Schnittstellen unseres Lebens eine Bedeutung gewonnen hat, weil es etwa Freude oder Trauer, Liebe oder Hoffnung auszudrücken vermochte, bleibt es oft untrennbar mit unserer Lebensgeschichte verbunden“, so der Theologe.

Aber ist Musik auch ein religiöses Medium? Jochen Arnold sagt: „Gottesklänge haben eine Botschaft: die Botschaft, das Gott zu den Menschen kommt und sie liebt, werde im christlichen Gottesdienst mitgeteilt.“ Die Ausdrucksformen der Kirchenmusik reichen dabei von der Klage bis zum Lob. „Wenn ein Mensch singt und musiziert und dabei Gott lobt, geschieht das nicht nur mit der Stimme oder mit den Händen, sondern kommt von Herzen.“ Kirchenmusik eröffne neue Zugänge zu den Inhalten des Glaubens, geistliche Musik könne ein „erfrischendes Medium für viele“ sein und bleibe nicht in den Kirchenmauern stecken, sie kann Gemeinschaft stiften und Brücken in die Gesellschaft bauen. Dabei weist der Theologe auch auf die therapeutische Kraft von Musik hin: „Trommeln hilft Aggressionen abzubauen, wer eine Ballade oder einen langsamen Satz hört, kann zur Ruhe kommen. Diese seelsorgliche Dimension erweist sich am Kranken- oder Sterbebett als besonders tragfähig. Es geht um Trost und Zuspruch, um Raum für Trauer und Klage. Wer einmal am Sterbebett für einen Menschen einen Choral gesungen hat, und erleben durfte, wie die Kranke nochmals Mut fasst und ein Händedruck zu spüren ist, weiß, wovon ich rede.“

„Wenn sich Kirchen, Schulen, Musikschulen und Universitäten für musikalische Ausbildung einsetzen, dann tun sie unserer Gesellschaft und kommenden Generationen einen wunderbaren Dienst. Denn ohne unsere musikalische Kultur wären wir kühle Technokraten oder dröge Dumpfbacken“, so Arnold. Gegen den Abbau kultureller, musischer Bildung gelte es „Flagge zu zeigen“. Singen etwa, so Jochen Arnold, birgt enorme Potenziale im Blick auf unsere Gesundheit, Gehirn und Glücksgefühl. Langzeitstudien mit Kindern in der Adoleszenz belegen, dass an musikbetonten Schulen, die Ausgrenzung einzelner Schüler zu 50% weniger stattfindet und die Teamfähigkeit, die emotionale Stabilität gefördert werde. Dabei weist Arnold auf die Bedeutung der Vokalmusik hin: „Wir summen nicht nur wie die Bienen oder zwitschern wie die Vögel. Wir können singen, das ist ein ganzheitliches Kommunikationsgeschehen.“

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Fachbereich 2 Musik und Musikwissenschaft
news-7650 Thu, 19 Dec 2013 17:17:00 +0100 Dem Gebet auf der Spur https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/dem-gebet-auf-der-spur/ Beten ändert auch nichts? Wann, wo und warum beten Jugendliche heute? Eine Lehramtsstudentin der Universität Hildesheim wollte das genauer wissen und hat in einer kleinen empirischen Studie Jugendliche in Niedersachsen befragt, auf dem Dorf, in der Großstadt. Ein Ergebnis der Untersuchung ist: Besonders häufig beten die Jugendlichen bei Krankheit, Verlust oder wenn Probleme in der Familie und Schule auftreten, sagt Valentina Sieg. „Die Stichprobe bietet eine Grundlage für weitere empirische Arbeiten zur Kinder- und Jugendtheologie“, sagt Prof. Martin Schreiner. „Sag mal, betest du eigentlich?“ – hat eine angehende Lehrerin Jugendliche in Niedersachsen gefragt. Ein Ergebnis der Untersuchung ist: Selbst Jugendliche, die sich selbst als „Nicht-Beter“ bezeichnen, konnten über Gebetserfahrungen berichten.

„Das Gebet ist unter Jugendlichen kein typisches Gesprächsthema. Es fordert ein Bekenntnis ab, dass man in einer hochmodernen Welt eine Jahrtausend alte religiöse Praxis vollzieht“, sagt Valentina Sieg. In ihrer Abschlussarbeit an der Universität Hildesheim ist die 23-Jährige der Frage nachgegangen, ob das Gebet für Jugendliche heute noch von Bedeutung ist. „Ich habe in einer kleinen Stichprobe erfasst, wann, wo, wie häufig und in welchen Lebenslagen die Jugendlichen beten.“

Untersucht wurde das Gebetsverhalten von 120 evangelischen Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren. 60% kommen aus dem ländlichen Bereich in Niedersachsen, 40% aus der Stadt (Hildesheim). Von 120 Befragten gaben 76 an, dass sie regelmäßig beten; 44 beten nicht regelmäßig oder gar nicht.

Besonders häufig beten die befragten Jugendlichen bei Krankheit, Verlust oder wenn Probleme im Umfeld, in der Familie, Schule, im Freundeskreis auftauchen („Als meine Eltern sich vor drei Monaten getrennt haben, habe ich häufig gebetet"; „Als meine Oma gestorben ist..."), so ein Ergebnis der empirischen Untersuchung, die am Institut für Evangelische Theologie der Hildesheimer Universität entstand. Es gibt nur wenige der befragten Jugendlichen, die beten „wenn es mir gut geht, wenn ich mich bedanken möchte" (3%). 16 % beten, wenn das Gebet im kirchlichen Bereich verortet ist. 

Gründe für das Gebet sind etwa Wunscherfüllung, Danksagung und die Mitteilung von Gefühlen sowie Tradition („In der Kirche, weil es üblich ist", „Weil Weihnachten ist..."). Als Gründe, warum sie nicht beten, geben die Jugendlichen an: fehlender Glaube an Gott und fehlende Erziehung (eine prototypische Aussage lautet „Meine Familie betet auch nicht, es wurde mir nicht beigebracht.“). Einige der Befragten erleben eine „fehlende Wirkung“ („Das Beten ändert auch nichts.“).

Bei Jugendlichen, die nicht regelmäßig beten, überwiegt als Gebetshandlung die Bitte (54%), gefolgt vom Dank. Die Befragten beten in erster Linie zu Hause oder in der Kirche. 39% der Befragten haben schon einmal im Religionsunterricht in der Schule gebetet.

Martin Schreiner, Professor für Evangelische Theologie/Religionspädagogik an der Universität Hildesheim, hat diese Masterarbeit betreut. „Zwar ist die Stichprobe nicht repräsentativ – aber sämtliche Forschungsmethoden wurden sauber angewandt. Die Studie bietet eine Grundlage für weitere empirische Arbeiten zur Kinder- und Jugendtheologie“, sagt Schreiner.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Evangelische Theologie
news-7092 Tue, 24 Sep 2013 11:59:00 +0200 Neue Adresse: Prof. Dr. Stefanie Schardien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/neue-adresse/ Ab 01.09.2013 ist Prof. Dr. Stefanie Schardien nicht mehr am Ev. Institut tätig.

Sie ist erreichbar unter:

Amt für Gemeindedienst der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Team Kirche mit Kindern
Sperberstr. 70 | 90461 Nürnberg | Tel. 0911 / 4316-130 | Fax 0911 / 4316-103
E-Mail: stefanie.schardien@afg-elkb.de

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Evangelische Theologie
news-6539 Tue, 18 Jun 2013 07:59:00 +0200 Neue Vizepräsidenten starten in ihre Amtszeit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/neue-vizepraesidenten-starten-in-ihre-amtszeit/ Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs stehen bei Prof. Renate Soellner auf der Agenda. Prof. Jürgen Sander ist für Lehre und Studium, Prof. Martin Schreiner für Stiftungsentwicklung zuständig. Drei nebenamtliche Vizepräsidenten starten in ihre Amtszeit. Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich dankte den bisherigen Mitgliedern der Hochschulleitung für Ihr besonderes Engagement. Gleichzeitig drückte er seine Freude darüber aus, dass die Gremien und der Stiftungsrat den Vorschlägen für die neuen Präsidiumsmitglieder einstimmig gefolgt seien. „Wir bilden ein Team, und gemeinsam werden wir die gute Entwicklung der Stiftungsuniversität fortsetzen.“ Besonders wies er auf das neue Ressort Stiftungsentwicklung hin. „Mit Prof. Dr. Martin Schreiner konnte ein Wissenschaftler gewonnen werden, der wie kaum ein Zweiter für die enge Verbindung zwischen der Hildesheimer Bürgergesellschaft und der Universität steht.“ Wolfgang-Uwe Friedrich begann am 1. Januar 2013 seine dritte Amtszeit als Präsident.

„Ich freue mich über diesen Vertrauensbeweis, in Hildesheim auf der Leitungsebene mitwirken zu dürfen und möchte zunächst erfahren, wo in den Fachbereichen Bedarfe liegen“, sagt Prof. Dr. Renate Soellner, die das Amt als Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs von Prof. Dr. Toni Tholen übernimmt. Tholen hat die Forschungsförderung aufgebaut: 2013 wurde eine Stabsstelle Forschungsmanagement eingerichtet, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Antragstellung unterstützt. Darauf aufbauend möchte Soellner die uni-interne Forschungsvernetzung ankurbeln. „Wir können voneinander lernen, von gelungenen Studien, von gescheiterten Antragsverfahren. Auch sollten wir stärker prüfen, wo wir uns in Verbünden zusammenschließen können.“ Seit 2009 ist Renate Soellner Professorin für Methodenlehre am Institut für Psychologie der Universität Hildesheim und damit Expertin in einem Kerngebiet von Forschung. „Wie kann man Studien so planen, dass man interpretierbare Antworten erhält? Wie wird Wissenschaft betrieben und wie gelangt sie zu gültigen Ergebnissen?“, skizziert sie ihr Forschungsinteresse. Wie Veränderungen gemessen, Fragebögen erstellt, Daten erhoben und aufbereitet werden – das ist Forschung pur. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses – vom Methodentraining bis zur Beratung bei der Karriere- und Zeitplanung – stellt für Soellner einen weiteren wichtigen Aufgabenschwerpunkt dar.

Für Lehre und Studium ist Mathematikprofessor Dr. Jürgen Sander zuständig. „Eine meiner ersten Amtshandlungen war der Besuch der vier Fachbereiche, und ich freue mich auf die Gespräche mit Lehrenden und Studierenden über alle wesentlichen Fragen bezüglich Lehre und Studium“, sagt Sander, der den MINT-Bereich aus der Gremienarbeit gut kennt. „Kommunikation und Transparenz im Handeln sollen die Grundlage meiner Arbeit sein.“ Die Umstrukturierung des Lehramtsstudiums steht im ersten Jahr auf der Agenda. Ein Team um Amtsvorgängerin Prof. Dr. Katrin Hauenschild hat den viersemestrigen Master mit Projektband und Praxisphase (Start zum Wintersemester 2014/15) vorbereitet. „Durch möglichst frühzeitige Information werde ich um Verständnis und Unterstützung bei Studierenden wie Lehrenden werben. Die bereits bestehende ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Schulen wird in der Lehrerausbildung noch an Bedeutung gewinnen“, meint Sander. Außerdem möchte er die Studierenden ermuntern, „die vielfältigen Bildungs- und Qualifikationsangebote unserer Universität über das eigene Studium hinaus wahrzunehmen und Auslandsaufenthalte einzuplanen“.

„2003 haben wir uns zur Umwandlung in eine Stiftungshochschule entschieden und dadurch mehr Entscheidungsspielräume bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Fachbereiche gewonnen. Es macht Freude, den von Präsident Friedrich eingeschlagenen Weg mitgestalten zu können, Verantwortung zu übernehmen und den Dialog mit der Bürgergesellschaft zu fördern“, sagt Prof. Dr. Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung. Damit folgt er auf das Amt des Vizepräsidenten für Internationalisierung, Prof. Dr. Thomas Lange. „Es gibt einen bunten Fächer an Möglichkeiten, junge Menschen auf ihrem Bildungsweg und Wissenschaft zu unterstützen: von der Vergabe von Deutschlandstipendien über Spenden an den Sozialfonds und die Mitgliedschaft in der Universitätsgesellschaft bis zur Finanzierung einer Stiftungsprofessur und einer Zustiftung zum Stiftungsvermögen.“ Seit 1997 ist Martin Schreiner Professor für Evangelische Theologie an der Universität Hildesheim. Unter anderem forscht er über Gottesbilder von Kindern, Religionsunterricht heute, Theorie und Praxis evangelischer Schulen sowie Kindertheologie. Von 2005 bis 2011 war er Dekan des Fachbereichs Erziehungs- und Sozialwissenschaften.

Auf einem Blick – dem Präsidium der Stiftung Universität Hildesheim gehören an:

Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Universitätspräsident

Dr. Christoph Strutz, Hauptberuflicher Vizepräsident

Prof. Dr. Jürgen Sander, Vizepräsident für Studium und Lehre

Prof. Dr. Renate Soellner, Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Prof. Dr. Martin Schreiner, Vizepräsident für Stiftungsentwicklung

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Psychologie Evangelische Theologie Fachbereich 2 Fachbereich 3 Fachbereich 4 Mathematik & Angewandte Informatik
news-5896 Fri, 21 Dec 2012 09:55:00 +0100 Studie untersucht kindliche Weltbilder https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/studie-untersucht-kindliche-weltbilder/ „Die Welt entsteht durch Gott und Zufall“: Sarah-Lena Eikermann hat untersucht, welche Vorstellungen Grundschulkinder heute von der Entstehung der Erde haben. Während alle Zweitklässler Gott ein Mitwirken bei der Entstehung der Welt zusprechen, ist der Gottesbezug bei Viertklässlern viel geringerer. Fast die Hälfte geht davon aus „Gott habe mit der Weltentstehung nichts zu tun“. Naturwissenschaftliche Erklärungen rücken in den Mittelpunkt. Auch mediale Einflüsse, z.B. Bücher oder Filme wie „Star-Wars“, sind erkennbar. Die Studie der Lehramtsabsolventin entstand an der Universität Hildesheim. Sarah-Lena Eikermann, Lehramtsabsolventin der Universität Hildesheim und derzeit im Vorbereitungsdienst in Niedersachsen, hat Weltbilder von Grundschulkindern in einer niedersächsischen Großstadt untersucht. In einer Studie ging sie der Frage nach, welche Vorstellungen Grundschulkinder heute von der Entstehung der Erde haben. Dabei wurden 24 Zweit- und Viertklässler befragt. Die Ergebnisse: „Alle befragten Kinder der zweiten Klasse sehen die Welt als Schöpfung Gottes oder sprechen Gott zumindest ein Mitwirken bei der Entstehung zu“, sagt Eikermann. „Sie sind sich sicher, dass Gott die Welt erschaffen hat. Wie dies geschah, konnten sie nicht erklären.“

Abnehmender Gottesbezug: Viertklässler hingegen rücken naturwissenschaftliche Erklärungen in den Mittelpunkt. Fast die Hälfte geht davon aus „Gott habe mit der Weltentstehung nichts zu tun“. „Im Laufe ihrer Entwicklung glauben Grundschulkinder immer weniger an ein Wirken Gottes bei der Entstehung der Erde“, so ein Fazit. Während die Zweitklässler noch vollkommen verschiedene, persönliche Vorstellungen mit einbringen, beziehen sich die Viertklässler auf die Wissenschaft (Sonnenstück, Steine im Weltall, Schwarzes Loch, Urknall).

Etwa die Hälfte der Kinder – unabhängig ob Zweit- oder Viertklässler – lebt mit einem „hybriden Weltbild“, in dem die Erde zunächst durch einen naturwissenschaftlichen Prozess entstand und „Gott daraufhin die Erde mit Leben bevölkerte“, so Eikermann. Auch mediale Einflüsse sind erkennbar, so haben sich Kinder auf Bücher oder Filme wie „Star-Wars“ bezogen.

„Im Streit zwischen Schöpfungsglaube, Evolutionstheorie und Kreationismus ist die Kenntnis der Weltbilder von Kindern unabdingbar. Es geht um die wesentlichen Fragen, wie mit den Weltbildern von Kindern umgegangen werden soll und welche Bildungsangebote Kindern und Jugendlichen gerecht werden“, sagt Prof. Dr. Martin Schreiner von der Universität Hildesheim. Der Professor für Evangelische Theologie hat gerade das Jahrbuch für Kindertheologie (Band 11) mit dem Schwerpunkt „Mit Kindern über Schöpfung und Weltentstehung sprechen“ herausgegeben. In diesem Band ist auch Eikermanns Studie erschienen.

An dem Buch über Kindertheologie haben weitere Autoren der Universität Hildesheim mitgewirkt: Carina Pitschmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin, befasst sich mit der Unendlichkeit und stellt Unterrichtsmethoden vor, um mit Kindern „über Unfassbares zu sprechen“. Friederike Bergel, Lehramtsabsolventin, arbeitet mit digitalen Medien und hat mit Viertklässlern einer Dorfschule Trickfilme zum Thema „Wie entstand die Welt?“ im Religionsunterricht produziert.

Die Autorinnen und Autoren der empirischen und theoretischen Beiträge kommen u.a. aus der Universität Dortmund, Universität Kassel, PH Weingarten, Universität Oldenburg, Universität Hannover, Universität Eichstätt-Ingolstadt, Universität Hamburg und der Universität Hildesheim.

Info: Der Beitrag von Sarah-Lena Eikermann ist eine Zusammenfassung ihrer Masterarbeit „Weltbilder von Grundschulkindern heute. Eine empirische Studie im Religionsunterricht", die am Institut für Theologie der Universität Hildesheim entstanden und im LIT Verlag Münster veröffentlicht worden ist. Erschienen in der von Martin Schreiner herausgegebenen Reihe „Forum Theologie und Pädagogik".

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Evangelische Theologie Polyv. 2-Fäch.BA MEd (Lehramt)
news-5388 Sat, 15 Sep 2012 11:00:00 +0200 Wissen, wo das Kind landet: Wenn Eltern die Mensa testen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/wissen-wo-das-kind-landet-wenn-eltern-die-mensa-testen/ Hörsaal, Mensa, Marktplatz, Theater: In Campus- und Stadtführungen erkunden Angehörige von Studienanfängern beim Elterntag am 19. Oktober die Universität und die Stadt. Einige sind bereits sechs Wochen vor Studienbeginn in Hildesheim: Zur Wohnungssuche. Rund 9200 Studieninteressierte haben sich in diesem Jahr auf rund 2000 Studienplätze beworben. „WG in traumhafter Lage, Uni, Bank, Bio-Laden direkt gegenüber“ und „Zi 23 qm schön hell, mit Gartennutzung“ preisen die Zettel an. Lisa Knüver steht mit ihren Eltern vor dem Schwarzen Brett auf dem Campus der Universität Hildesheim. „Heute stehen acht Wohnungsbesichtigungen an. In der Nordstadt und am Galgenberg war die passende noch nicht dabei, wir planen mit 300 Euro im Monat“, sagt ihre Mutter. Köln, Marburg, Hildesheim standen zur Auswahl. Lisa Knüver aus Rheine hat sich für ein Studium im Norden entschieden. „Die Zusage der Uni Hildesheim war gerade im Briefkasten. Den Studienplatz habe ich angenommen, weil die Uni neben Englisch und Französisch Spanisch als Schwerpunkt anbietet.“ Ab Oktober studiert die 19-Jährige „Internationale Kommunikation und Übersetzen“. Sie möchte während des Studiums in spanischsprachigen Ländern studieren und nutzt die diesjährige Einführungswoche, um sich auch über ein Auslandssemester zu informieren. „Es wird alles neu sein an der Uni, neue Leute, eigene vier Wände, den Stundenplan stelle ich selbst zusammen. Ich muss viel mehr selber regeln “, ahnt Lisa Knüver die Unterschiede zum bisherigen Schulalltag.

Auch Christiane Clobes ist mit ihren Eltern aus Wolfsburg angereist, um eine Ein-Zimmer-Wohnung zu finden. Die 20-Jährige erlebt im Oktober neben ihrem ersten Studientag gleich ihren ersten Schultag als angehende Lehrerin. Sie wird ab dem ersten Semester jeden Freitagvormittag im Klassenzimmer sein. „Ich werde Unterricht beobachten, mit Lehrern und Wissenschaftlern darüber sprechen und im zweiten Semester schon das erste Mal unterrichten. Vor allem werde ich früh erfahren, ob der Lehrerberuf für mich geeignet ist. Ich hoffe es jedenfalls“, sagt die künftige Lehramtsstudentin. Neben Englisch hat Christiane Clobes Religion als Unterrichtsfach gewählt. „Ich bin gespannt darauf, bereits im Studium live im Klassenzimmer zu erfahren, wie Kinder mit anderen Glaubensrichtungen ihrer Mitschüler umgehen, ob und wie sie mehr darüber erfahren möchten.“

Die frühe Schulpraxis ist Teil des „Hildesheimer Modells der Lehrerbildung“, 250 Partnerschulen aus der Region öffnen ihre Schultüren für die Lehramtsausbildung – das ist bundesweit einmalig. Rund 3000 Studieninteressierte haben sich zum WS 2012/13 auf die über 500 Lehramtsstudienplätze beworben. „Hildesheim ist vorbildlich in der Lehrerbildung, es gab keinen alternativen Studienort für uns“, meint Vater Bernd Clobes. „Schon bezahlt. Für gute Studienqualität nehmen wir Studiengebühren in Niedersachsen in Kauf“, sagt er mit Blick auf die Kosten für das Studium seiner Tochter.

„Wir wollen als Eltern nicht nur Zahlungsmaschine sein, sondern eine engere Bindung zur Stadt, zur Uni Hildesheim aufbauen“, sagt Bernd Clobes. Deshalb wollen sie am Elterntag der Universität in der Einführungswoche teilnehmen. „Natürlich muss man als El tern loslassen und sich zurücknehmen, aber an einem Tag über den Uni-Campus geführt zu werden, die Hörsäle und Studienbedingungen zu erfahren – warum nicht?“ So geht es vielen Eltern: Im vergangen Jahr war der Elterntag ein voller Erfolg, 350 Angehörige von Studienanfängern aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen teil.

„Auf alle Fälle kehren wir zum Elterntag an die Uni Hildesheim zurück“, sagt auch Lisas Mutter, Benedikta Knüver. „Ich will ja wissen, wo mein Kind landet.“

Informationen der Zentralen Studienberatung zur Einführungswoche, Broschüre und Kontakt bei Fragen

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Pressemeldungen Fachbereich 3 Englische Sprache Evangelische Theologie Polyv. 2-Fäch.BA BA IKÜ Lehrerbildung
news-5021 Sun, 22 Jul 2012 10:19:00 +0200 Gentechnologie im Leistungssport / Theologin: „Wir testen ständig Grenzen aus" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/gentechnologie-im-leistungssport-theologin-wir-testen-staendig-grenzen-aus/ Olympia startet – das große Ziel vieler Nachwuchssportler. Wie gelangen sie an die Spitze? Die Stiftung Universität Hildesheim begleitet in einem Verbundprojekt Nachwuchssportler in bundesweit 14 Eliteschulen um für den Einsatz von Gentechnologie im Leistungssport zu sensibilisieren. Auf dem Weg der Urteilsbildung werden sie von Geistes- und Naturwissenschaftlern begleitet. Eine Wissensplattform informiert die breite Öffentlichkeit: www.gentechnologie-im-sport.de. Differenzierte Urteile von jungen Sportlern gefordert: Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 220.000 Euro geförderte Projekt „Aktionsprogramm Gentechnologie im Leistungssport (AGIL)“ möchte bundesweit Nachwuchssportlerinnen und -sportler an Eliteschulen für das Thema Gentechnologie sensibilisieren. An 14 Eliteschulen bieten geschulte Geistes- und Naturwissenschaftler gemeinsam seit Juli diesen Jahres Workshops an. „Wo hört ein Nahrungsergänzungsmittel auf und wo beginnt Gendoping? Was ist künstlich, was ist natürlich? Im Workshop sollen die Nachwuchssportler lernen, selbst Urteile über den Einsatz von Gentechnologien im Leistungssport zu bilden“, erklärt Prof. Dr. Stefanie Schardien, Institut für Evangelische Theologie der Universität Hildesheim, die gemeinsam mit Prof. Dr. Swen Körner, Sporthochschule Köln das Projekt leitet.

Neben ethischen werden naturwissenschaftliche und rechtliche Fragen des Einsatzes von Gentechnologien im Leistungssport gestellt: Ein Sportler mit einem genetischen Defekt hat mehr rote Blutkörperchen im Blut, ist dadurch leistungsstärker. Ein anderer Sportler gelangt zu dieser Leistungsfähigkeit erst durch den Einsatz von künstlichen Mitteln – Doping –, z.B. Epo. Warum ist das eine strafbar, das andere nicht? „Wir sprechen mit den jungen Sportlern über die Folgen. Was muten sie ihrem Körper eigentlich zu, wenn Gentechnologie zum Einsatz käme? Die Risiken sind bisher nicht hinreichend erforscht, doch werden sie von der Wissenschaft für hoch prognostiziert“, so Schardien. Ergänzend zu Präventionstouren der Nationalen Anti-Doping-Agentur legt AGIL den Schwerpunkt auf die Schärfung des eigenen Urteils der jungen Sportler. Dazu sollen sich die jungen Sportler z.B. in einer gespielten Talkshow in die unterschiedlichen Interessen von Funktionären, Sportlern, Medien, Management hineinversetzen. Ein Abschlusssymposium, das im Dezember an der Sporthochschule Köln stattfindet, gibt Schülern und Lehrern der teilnehmenden Schulen sowie der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit zum Austausch über ihre Einstellung zur Gentechnologie im Sport.

Was ist gesellschaftlich gewünscht, welche Trends der Leistungssteigerung im Sport werden anerkannt? Die Hildesheimer Theologin Prof. Schardien wünscht sich ein differenzierteres Urteil über den Einsatz von Gentechnologien. „Wir denken schnell in schwarz-weiß-Bildern. Das eine ist gut, das andere schlecht. Dabei sollten wir uns stärker mit den zugrundeliegenden Menschenbildern befassen. Warum kommen wir überhaupt dazu, Gentechnologien zu entwickeln, einzusetzen? Was treibt die jeweilige Gesellschaft an?“, so Schardien. „Gerade junge Menschen suchen nach Orientierung und testen ständig ihre Grenzen aus. Aber wir müssen auch fragen – gesellschaftlich und individuell: Was wollen wir, was nicht? Und wo richten wir Schaden an?“

Weder international noch national durch eine Einrichtung des Bundes, der Länder oder der Sportorganisationen wird der Einsatz von Gentechnologien im Sport adäquat dargestellt. Fehlinformation und Unsicherheit sind die Folge. Über das Thema Gendoping und Gentechnologie informiert daher seit Juli im Internet die Wissensplattform www.gentechnologie-im-sport.de. Medizinische, ethische und rechtliche Informationen, ein Glossar, Literatur, Medienbeiträge und ein Quiz geben einen Überblick.

Die AGIL-Projektleitung haben Prof. Dr. Schardien, Universität Hildesheim, und Prof. Dr. Swen Körner, Deutsche Sporthochschule Köln, inne. Zu den Kooperationspartnern zählen u.a. die Deutsche Sporthochschule Köln, die Universitäten Hildesheim und Mainz, der Deutsche Olympische Sportbund, der LSB Niedersachsen und der Deutschlandfunk. 

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Fachbereich 1 Forschung
news-3585 Mon, 31 Oct 2011 19:33:00 +0100 Ringvorlesung Literatur und Religion https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/ringvorlesung-literatur-und-religion/ Auch in diesem Wintersemester veranstaltet die Universität eine öffentliche Literatur-Ringvorlesung. Sie widmet sich dem Thema Literatur und Religion. In der Vorlesung sollen unter anderem Fragen der biblischen Überlieferung sowie jüdische und christliche Glaubensvorstellungen in der Literatur besprochen werden. Auch die arabische Literatur und Erscheinungen des Buddhismus werden erörtert. Religion als ein System von Glaubensüberzeugungen, die von einer Gemeinschaft geteilt werden und dem Heiligen gelten, hat es immer schon und in allen Kulturen gegeben. Religion und Literatur verbindet eine jahrhundertelange Geschichte wechselseitiger Beeinflussung.

Religiöses Wissen wird in Texten weitergegeben: in Gebeten, Gesetzen, Lehrbüchern, Hymnen u.a. Literarische Formen lassen religiöse Traditionen fortleben: Literatur erscheint als Religion, Dichter treten als Priester auf, ursprünglich religiöse Erzählungen werden als literarische Erzählungen aktualisiert.

Die Vorlesung geht der bunten und heterogenen Vielfalt nach, die in dem Verhältnis von Literatur und Religion begründet ist. Dabei lässt sie sich von einem interkulturellen Interesse leiten. In der Vorlesung sollen unter anderem Fragen der biblischen Überlieferung sowie jüdische und christliche Glaubensvorstellungen in der Literatur besprochen werden. Auch die arabische Literatur und Erscheinungen des Buddhismus werden erörtert.

Die Vorlesung beginnt am Mittwoch, 2. November 2011, um 12:00 Uhr im Audimax der Universität Hildesheim. Nach einer kurzen Einführung in das Thema eröffnet Prof. Dr. Martin Schreiner, Institut für Evangelische Theologie der Universität Hildesheim, die Ringvorlesung. Er trägt zum Thema „Brot und Wein – literarische Zugänge zum Abendmahl“ vor.

Die Ringvorlesung findet im wöchentlichen Turnus statt und ist offen für alle Interessierten.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie
news-3160 Sun, 03 Jul 2011 21:32:00 +0200 BMBF fördert Gendoping-Forschungsprojekt https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/bmbf-foerdert-gendoping-forschungsprojekt/ Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt „Aktionsprogramm Gentechnologie im Leistungssport (AGIL)". Dies ist die zweite Förderung durch das BMBF für die Projektleiter Professorin Dr. Stefanie Schardien, Institut für Evangelische Theologie, und Professor Dr. Swen Körner, Institut für Sportwissenschaft. Im vergangenen Jahr hatten sie bereits den interdisziplinären Forschungsstand zum „Gentechnologischen Enhancement im Spitzensport" erhoben.

„Gendoping ist ein Thema, das die Gesellschaft in den nächsten Jahren, vermutlich schon im Olympiajahr 2012, vermehrt beschäftigen wird, allerdings gegenwärtig weder international noch national durch eine Einrichtung des Bundes, der Länder oder der Sportorganisationen adäquat dargestellt wird. Fehlinformation und Unsicherheit sind die Folge“, sagt Körner.

Ziel von AGIL ist es, Nachwuchssportlern in Deutschland frühzeitig die fundierte Reflexion bioethischer, sozialer und rechtlicher Fragen des Einsatzes von Gentechnologien im Leistungssport zu ermöglichen und sie somit zu einer differenzierten Urteilsbildung zu qualifizieren. Das AGIL-Konzept beinhaltet die Implementierung einer einzigartigen Gendoping Wissensplattform im Internet, bundesweite Workshops an Eliteschulen des Sports sowie ein Symposium. Zu den namhaften Kooperationspartnern zählen u.a. die Deutsche Sporthochschule Köln, die Universität Mainz, der Deutsche Olympische Sportbund, der LSB Niedersachsen und der Deutschlandfunk.

Die Koordination des Projekts liegt bei Birte Steven vom Institut für Sportwissenschaft. Die Fördersumme beträgt 200.000 Euro.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Forschung
news-191 Wed, 29 Dec 2010 00:00:00 +0100 "Aufbruchgeschichten: von Gründungsmythen und anderen Neuanfängen" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/aufbruchges/ Das Kompaktseminar

"Aufbruchgeschichten: von Gründungsmythen und anderen Neuanfängen"

(Veranstaltungsnummer 1941)

von Herrn Prof. Dr. Schreiner und Frau Prof. Dr. Irene Pieper, Termin:28.-30.01.2011, muss leider aus organisatorischen Gründen abgesagt werden.

Ein neuer Termin im Sommersemester 2011 wird noch bekanntgegeben.

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Evangelische Theologie
news-193 Thu, 23 Dec 2010 00:00:00 +0100 Examsarbeiten von Studierenden des Lehramts https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/examsarbeite/ Auf der Seite www.upress.uni-kassel.de findet man u.a. aktuelle Examsarbeiten von Studierenden des Lehramts

zu sehr interessanten und neuen Themen. Bei Interesse besteht die Möglichkeit entweder die Arbeiten herunterzuladen oder

in Buchform zu bestellen. Mehr Informationen gibt es auf der angegebenen Internetseite. Viel Spaß beim Stöbern!

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Evangelische Theologie
news-194 Thu, 07 Oct 2010 00:00:00 +0200 Neue Datenbank! https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/neue-datenba/ Ab sofort ist ein neuer Datenbankzugang für das Textarchiv des Evangelischen Pressedienstes (epd) eingerichtet.
Das Archiv der epd-Dokumentation bietet zahlreiche Artikel zu aktuellen Themen aus Theologie, Kirche und Gesellschaft.
Sie erreichen das Archiv unter folgender Internet-Adresse:
http://www.epd-archiv.de/
Studierende und Angehörige der Universität können diese Datenbank nutzen. Das notwendige Passwort ist am Auskunftsplatz der Bibliothek hinterlegt.

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Evangelische Theologie
news-2106 Wed, 29 Sep 2010 09:54:00 +0200 Gendoping im Spitzensport https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/gendoping-im-spitzensport/ Tagungswoche für Nachwuchswissenschaftler an der Stiftung Universität Hildesheim (4.-9. Oktober 2010) Auf Einladung von Prof. Dr. Stefanie Schardien und Prof. Dr. Swen Körner sind vom 4.-9. Oktober 2010 dreizehn Nachwuchswissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen zu Gast an der Stiftung Universität Hildesheim. Gemeinsam mit renommierten Gastreferenten aus den Geistes-, Sozial und Naturwissenschaften werden sie die Bedeutung des so genannten Gendopings für die Veränderung des Sports, die Rolle der Medien und soziokulturellen Rahmenbedingungen diskutieren. Ermöglicht wird die Klausurwoche durch das Bundesministerium für Bildung  und Forschung, das die Tagung mit rund 48.000 Euro fördert.

Im Rahmen der Klausurwoche laden die Institute für Evangelische Theologie und Sportwissenschaft und Sportpädagogik zu einer öffentlichen Veranstaltung ein: Am Donnerstag, den 7. Oktober 2010 findet um 18 Uhr im Auditorium des Michaelisklosters ein Abend zum Thema "Spitzenleistung? Gendoping - Neue Herausforderungen für Sport, Gesellschaft, Menschenbild" statt. Den Vortrag zur Frage "Wem gehört der Körper des Sportlers" hält Professor Dr. Hans-Ulrich Gumbrecht von der Stanford University, USA. Die Gäste der anschließenden Podiumsdiskussion sind Prof. Dr. Patrick Diel von der Sporthochschule Köln, Thomas Kistner von der Süddeutschen Zeitung und Prof. Dr. Rudhard K. Müller von der Nationalen Anti-Doping Agentur.

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Pressemeldungen Evangelische Theologie Sportwissenschaft
news-189 Sun, 01 Aug 2010 00:00:00 +0200 Sprechzeiten während der vorlesungsfreien Zeit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/sprechzeiten-5/ Sprechzeiten während der vorlesungsfreien Zeit

Prof. Dr. Martin Schreiner:

Nach elektronischer Vereinbarung (ab 02.08.)

Prof. Dr. Stefanie Schardien

Mittwoch, 14.07., 09.00-10.00h

Mittwoch, 25.08., 11.00-12.00h

Dienstag, 07.09., 11.00-12.00h

PD Dr. Carsten Jochum-Bortfeld:

Donnerstag, 7.10., 14.00-15.00h

Dienstag, 19.10., 14.00-15.00h

Ab 26.10. ist Sprechzeit Di. 16.00-17.00h

Carina Pitschmann:

Dienstag, 20.07., 11.00-12.00h

Mittwoch, 04.08., 11.00-12.00h

Montag, 06.09., 09.30-10.30h

Mittwoch, 06.10., 11.00-12.00h

Ggf. weitere Termine nach Vereinbarung (E-mail: pitschma(at)uni-hildesheim.de)

Urlaub: 09.08.-27.08.2010

Ingrid Illig (Lernwerkstatt):

Donnerstag, 15.00-17.00h

Fachschaft Ev. Theologie

fachschaft_ev.theologie(at)gmx.de

Öffnungszeiten des Medienraumes

26.07: 10 - 12 Uhr
04.08: 13 - 15 Uhr
09.08: 10 - 12 Uhr
24.08: 11 - 13 Uhr
06.09: 11 - 12 Uhr
21.09: 13 - 14 Uhr
06.10: 11 - 12 Uhr

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Evangelische Theologie
news-944 Tue, 16 Jan 2007 00:00:00 +0100 Sprache und Theologie https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/institut-fuer-ev-theologie/aktuelles/nachricht/artikel/sprache-und-theologie/ Verabschiedung von Prof. Dr. Dr. Werner Brändle Am 24. Januar, wird ab 16 Uhr der Theologe und Professor für Evangelische Theologie, Prof. Dr. Dr. Werner Brändle, im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums feierlich verabschiedet. Die öffentliche Veranstaltung ist im Hörsaal 2.

Seit 1989 vertritt Professor Brändle den Lehrstuhl für Systematische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hildesheim. Sein Engagement galt immer der Frage, wie sachgemäß von Gottes Handeln geredet werden kann und dem Zusammenhang von Theologie und Philosophie.

Für Professor Brändle war es selbstverständlich, über seine wissenschaftlichen Aufgaben hinaus auf dem Gebiet der theologischen Weiterbildung in der Hannoverschen Landeskirche tätig zu sein. In zahlreichen Vorträgen hat er auf Bezirkssynoden und in Akademien u. a. in Loccum seine theologischen Kenntnisse über Theodizee, Trinität und den Heiligen Geist an ein interessiertes Fachpublikum vermittelt. Die allgemeine Öffentlichkeit hat er bei aller wissenschaftlichen Expertise nie aus den Augen verloren. Seine Mitarbeit am Konzept für die Expo-Beteiligung der Evangelischen Landeskirche war ihm dann auch eine Herzensangelegenheit. 

Seine Gesellschaftsorientierung führt der gebürtige Schwabe wesentlich auf seine Kindheit zurück, die er mit seinen 3 Geschwistern auf einem Bauernhof in Esslingen am Neckar verbracht hat. "Es war nicht selbstverständlich, dass der Sohn eines Bauers täglich zum Gymnasium in die Stadt fuhr und deswegen auch noch bei der Arbeit auf dem Hof fehlte", erinnert sich der 65-Jährige. Seine Anerkennung gilt noch heute seinen Eltern, die ihm den Weg in die Wissenschaft ermöglicht haben. Und er hat diesen Weg für sich gut ausgestaltet.

Nach seiner theologischen Qualifikation für den Beruf des Pfarrers und einigen Jahren als Pfarrer in Württemberg begann Brändle 1971 das Zweitstudium der Literaturwissenschaften und Philosophie in Tübingen. Bereits 1975 folgte die Promotion. Für seine Arbeit mit dem Titel "Variationen über das Elend des bürgerlichen Subjekts. Die dramatischen Stücke Martin Walsers." promovierte er erfolgreich zum Doktor der Philosophie.

Die Theologie vernachlässigte er dennoch nicht. Auch in diesem Bereich verfasste er eine Dissertationsschrift und promovierte 1980 an der Universität Münster zum Doktor der Theologie. Sein Thema war "Rettung des Hoffnungslosen. Die theologischen Implikationen der Philosophie Theodor W. Adornos". Seine Habilitation 1986 in Münster galt dem Thema der Theodizeeproblematik mit dem Titel: "Heilvolle Nähe Gottes. Versuch einer theologischen Theodizee."

Um dem besonderen Profil von Professor Brändle gerecht zu werden, ist es konsequent, dass seine feierliche Verabschiedung im Rahmen eines wissenschaftliche Kolloquiums stattfindet, das sowohl Sprache als auch Theologie im Titel führt. Zumal Brändle 1990 die Arbeitsgemeinschaft "Theologie/ Philosophie" gegründet hat, und die seither als ein wissenschaftliches Forum besteht, in dem sich Professoren interdisziplinär austauschen können. Zweimal jährlich finden Treffen in der Evangelischen Akademie in Loccum statt.

Für die Universität Hildesheim ist die langjährige Freundschaft von Professor Brändle zu Martin Walser besonders nachhaltig. Im Mai 1996 erhielt der Schriftsteller auf Empfehlung des Fachbereichs Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis durch die Vermittlung von Professor Brändle die Ehrenpromotion. Die Festreden und auch eine Ringvorlesung zu Ehren des 70. Geburtstags Walsers 1997 wurden in den Hildesheimer Universitätsreden veröffentlicht.

Mit der Funktion des Vizepräsidenten (1998-2000) begann Brändle, sich für den Aufbau eines Promotionskollegs an der Universität Hildesheim einzusetzen. Dank der Zustiftung von Margot Möller-Meyer besteht seit dem Wintersemester 2003/2004 das Margot-Möller-Promotionskolleg, dessen Leiter er ist.

In der Zeit nach seiner Pensionierung wird Professor Brändle an dem Projekt "Das Verhältnis von Kultur, Pädagogik und Religion in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts" gemeinsam mit Prof. Dr. Meike Sophia Baader und Prof. Dr. Wolfgang Schröer weiterarbeiten. Auch eine länger begonnene Veröffentlichung zur Trinitätstheologie will er dann vollenden.

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