„68“ - Kontinuitäten und Diskontinuitäten einer kulturellen Revolte

Thursday, 06. September 2018 um 09:02 Uhr

Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19

Termin: Donnerstags, jeweils um 14:00 Uhr

Wo? Hauptcampus Universität Hildesheim, im Gebäude H - Hörsaal 2 (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim)

Veranstalter*innen
Stiftung Universität Hildesheim - Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft, Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Dr. Tatjana Freytag, Dr. Christin Sager

In Kooperation mit
der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften Region Hannover-Hildesheim

Die Bewegung von "68" hat die Bundesrepublik auf der soziokulturellen, aber auch auf der pädagogischen Ebene nachhaltig verändert, indem patriarchale und hierarchische Gesellschafts- und Familienstrukturen und rigide Moralvorstellungen in Frage gestellt wurden, die zu einem Wandel vor allem auf der privaten Ebene führten, der aber auch pädagogische Institutionen erfasste. Im Fokus stand die Forderung nach mehr Demokratie und Partizipation, nach Emanzipation und einem selbstbestimmten Leben, neuen Geschlechter- und Generationenbeziehungen, mit denen zugleich neue Familien- und Lebensformen einhergingen, nach neuen Werten, aber auch nach der Auseinandersetzung und der Frage nach dem Umgang mit der Vergangenheit.
Die Ringvorlesung setzt hier an und fragt nach den Veränderungen und Wirkungen von "68" auf heutige Diskussionen. Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie wirkt "68"
in heutige Diskussionen hinein? Welche Veränderungen von Beziehungs-, Sexual- und Lebensformen konnten sich durchsetzen, welchen Einfluss hatte "68" auf die pädagogische Praxis? Spielt "68" für Studierende 50 Jahre später noch eine Rolle? Knüpft die politische Bildung an Forderungen jener Jahre an bzw. setzt sie sich mit "68" auseinander?

Programm:

01.11.2018
Ingrid Gilcher-Holtey, Universität Bielefeld
"68" als Chiffre und transnationale soziale Bewegung.

08.11.2018
Detlef Siegfried, Universität Kopenhagen
1968 Pop. Ein gespanntes Verhältnis.

15.11.2018
Meike Sophia Baader, Universität Hildesheim
Der Alltag der Geschlechter, die Lebensformen und die Kinderfrage. Von der antiautoritären Kinderladenbewegung zu Elterninitiativen.

22.11.2018
Pia Schmid, Universität Halle-Wittenberg
KiTa 3000. Vom Versuch antiautoritärer Erziehung auf kommunaler Ebene.

29.11.2018
Kristina Schulz, Universität Bern
Die Neue Frauenbewegung um "68" in internationaler Perspektive.

6.12.2018
Rolf Pohl, Universität Hannover
Männlichkeit und "68". Sexuelle Emanzipation im Dienst eines modernisierten Patriarchats.

13.12.2018
Pascal Eitler, Max Planck Institut für Bildungsforschung Berlin
"Sexuelle Revolution"? Körperpolitik um und nach 1968.
&
Katrin Wille, Universität Hildesheim
Weibliche Sexualität. Werkstattbericht aus dem Projektsemester Kulturwissenschaften.

10.01.2019
Silja Behre, Universität Tel Aviv
50 Jahre Deutungskämpfe um '1968' - Thesen und Tendenzen.

17.01.2019
Anne Rohstock, Universität Tübingen
68, die Universität und die Hochschul- und Bildungsreformen.

24.01.2019
Volker Weiß, Hamburg
Von der antiautoritären Bewegung zu autoritären Orientierungen?

31.01.2019
Alex Demirowić, Universität Frankfurt
Revolution oder Neukonstitution der Demokratie. Die Linke nach dem Faschismus.

7.2.2019
Ulrika Engler, Pascal Kubat (Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung Hannover)/Stefan Krankenhagen, Meike Baader (Universität Hildesheim)
68 und wie weiter? Welche Bedeutung hat "68" für die politische Bildung?

 

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Interessierte - auch zu einzelnen Veranstaltungen - sind herzlich willkommen! Studierende, die Leistungspunkte erwerben möchten, melden sich wie gewohnt im LSF an. Informationen zum Leistungsnachweis werden in der Sitzung am 25.10.2018 gegeben.

 

Flyer zum Abruf

 

Information & Kontakt

Stiftung Universität Hildesheim
Institut für Erziehungswissenschaft
Abteilung Allgemeine Erziehungswissenschaft

Universitätsplatz 1
31141 Hildesheim

Christine Krummacker
Tel. 05121-883-10100, Fax 05121-883-10101

krummacker@uni-hildesheim.de