Universität Hildesheim - Meldungen - Institut für Geschichte https://www.uni-hildesheim.de/ Meldungen der Universität Hildesheim - Institut für Geschichte de-de Stiftung Universität Hildesheim Wed, 13 Nov 2019 07:37:47 +0100 Wed, 13 Nov 2019 07:37:47 +0100 TYPO3 EXT:news news-17624 Fri, 18 Oct 2019 13:59:11 +0200 Reshaping Europe - Internationale Konferenz. Vom 17.-19. Oktober 2019 in der Tagungsstätte Michaeliskloster Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/reshaping-eu/ Vom 17. bis 19. Oktober findet in der Tagungsstätte Michaeliskloster in Hildesheim eine internationale statt zum Thema: "Reshaping Europe. Towards a Political, Economic and Currency Union 1984-1989?"

Als der Kalte Krieg zu Ende ging und Deutschland vereinigt wurde, waren die Europäischen Gemeinschaften erstaunlich gut vorbereitet. Die Verhandlungen über die Wirtschafts- und Währungsunion und die Politische Union führten innerhalb kurzer Zeit zum Maastrichter Vertrag.
Wie lässt sich die neue Dynamik in der europäischen Integrationspolitik in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre deutlich vor dem "Mauerfall" erklären? Wer waren die treibenden Kräfte hinter der Einheitlichen Europäischen Akte, der Vollendung des Binnenmarkts und den neuen Schritten in Richtung einer Währungsunion und einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik? Das Schengener Abkommen, die Süderweiterung sowie internationale und globale Herausforderungen sind weitere wichtige Themen, die im Rahmen dieser Konferenz diskutiert werden.
Aus neun verschiedenen europäischen Ländern nehmen Kolleg/inn/en als Referent/inn/en teil, weshalb wir um Verständnis dafür bitten, dass die Konferenz in englischer Sprache durchgeführt werden wird.

Programm (pdf)

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Geschichte
news-16950 Thu, 06 Jun 2019 20:41:23 +0200 Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausstellung-25/ Studierende präsentieren die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ in der Universitätsbibliothek Hildesheim.

Unsere Politik wird, so scheint es, zunehmend von Gefühlen bestimmt. Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ an, indem sie einen emotionsgeschichtlichen Blick auf die vergangenen 100 Jahre wirft. Die Historikerinnen Ute und Bettina Frevert nehmen die zahlreichen Jahrestage zum Anlass – u.a. 100 Jahre Gründung der Weimarer Republik, 90 Jahre Weltwirtschaftskrise, 70 Jahre Grundgesetz – um Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten von heute und der vergangenen 100 Jahre in Politik und Gesellschaft zu verdeutlichen.

Gemeinsam mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wird die Ausstellung an mehr als 2000 Orten gezeigt, unter anderem auch in Hildesheim. Eine Seminargruppe bestehend aus Studierenden verschiedener Fachrichtungen der Universität hat diese Ausstellung mit ihrer Dozentin Frau Dr. Sanne Ziethen thematisch ein Semester lang aufgearbeitet und lädt alle Interessierten herzlich zu der Einführungsveranstaltung am 19.06.2019 um 16:30 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek in der Universität Hildesheim ein. Bis zum 10.07.2019 können Sie sich mit prägnanten Texten, 140 historischen Fotos und Darstellungen (Faksimiles) auseinandersetzen. Führungen für Interessierte und Gruppen wie z. B. Schulklassen werden gerne auf Anfrage per E-Mail (ziethens@uni-hildesheim.de) angenommen. Auf der Webseite www.machtdergefuehle.de finden sich umfassende didaktische Materialien für den Einsatz der Ausstellung im Schulunterricht.

Schirmherr der Ausstellung ist Bundesaußenminister Heiko Maas. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut wurden zum Start der Ausstellung im März 2019 sieben Sprachfassungen der Schau auf den Weg gebracht, so dass „Die Macht der Gefühle“ im Jahresverlauf von Vancouver bis Sydney weltweit zu sehen sein wird.

 

19.06.-10.07.2019

19.06.2019: 16:30 Uhr Einführungsveranstaltung

Kontakt (Führungen): ziethens(at)uni-hildesheim.de

Öffnungszeiten der Bibliothek: Mo-Fr: 9-21 Uhr, Sa 10-18 Uhr

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Geschichte
news-16798 Thu, 16 May 2019 12:48:23 +0200 Ausstellung: Motiv Europa – Postalische Dokumente zur Geschichte und Einigungsidee seit 1945 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausstellung-motiv-europa-postalische-dokumente-zur-geschichte-und-einigungsidee-seit-1945/ Kurz vor den Direktwahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 zeigt die Universitätsbibliothek Hildesheim in Kooperation mit dem Institut für Geschichte eine Ausstellung mit Ersttagsbriefen und Postkarten rund um Europa. Die in der Ausstellung „Motiv Europa - Postalische Dokumente zur Geschichte und Einigungsidee seit 1945“ gezeigte Sammlung an Postkartenmotiven stammt von Dr. Otto May und die Begleittexte von Professor Michael Gehler. Zu sehen sind auf den über 500 philetalistischen Objekten die Idee Europa in ihrem Wandel, unter anderem Winston Churchill bei seiner Europarede 1943, das US-amerikanische Europäische Wiederaufbauprogramm Marshall-Plan, europäische Institutionen wie der Europarat, Jean Monnet und die Kohle- und Stahlgemeinschaft, Symbolik für Europa, Frankreich und das Scheitern der Europaarmee 1954, die Römischen Verträge 1957, die Gründung der EFTA und der Nordische Rat, der deutsch-französische Vertrag von 1963 zwischen Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament 1979, die Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), die Öffnung des Eisernen Vorhangs und die Erweiterung der EU um die drei neutralen EFTA-Staaten 1995. Hinzu kommen Postkartenwerbungen für ein geeintes Europa.

Die Wissenschaftler thematisieren in der Ausstellung auch die Problemfelder der EU und Kritik, etwa hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik und nicht zuletzt das Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der EU sowie die endlose Debatte um den „Brexit“. Gefördert wurde diese Ausstellung von der EU-Aktion „Jean Monnet Erasmus Plus“.

Die Ausstellung schließt an eine bereits 2018 gezeigte Ausstellung zum Thema „Motiv Europa. Postalische Dokumente zur Geschichte und Einigungsidee von 1789 bis 1945“ an.

Professor Michael Gehler ist seit 2006 Jean Monnet-Professor für vergleichende europäische Zeitgeschichte und die Geschichte der europäischen Integration am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem die vergleichende Neuere und Neueste europäische Geschichte, die deutsche und europäische Zeitgeschichte, die Selbstsicht und Fremdsicht auf Europa und die Identitätsbildung. Der Sammler Dr. Otto May stellte in mehreren Veröffentlichungen Postkarten in einen erziehungswissenschaftlichen Kontext. 8000 Postkarten aus seiner Sammlung sind im Bildarchiv Pictura Paedagogica Online digitalisiert.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zugänglich (Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim). Eine Einführungsveranstaltung findet am Dienstag, 21. Mai 2019, um 18:00 Uhr in der Universitätsbibliothek Hildesheim statt.

Nach Vereinbarung können weitere Führungen angeboten werden. Die Ausstellung kann bis zum 31. Mai 2019 besucht werden.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte
news-16396 Thu, 28 Mar 2019 14:38:40 +0100 Zukunftsdiskurs Europa: Historiker und Theologen laden zur Debatte ein https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/zukunftsdiskurs-europa-historiker-und-theologen-laden-zur-debatte-ein/ Historiker und Theologen der Universität Hildesheim laden Bürger zur Debatte über Europa ein. Der Zukunftsdiskurs startet in Hildesheim im April 2019 mit einer Podiumsdiskussion und einem Bürgerforum. Das niedersächische Wissenschaftsministerium fördert das Projekt. Wissenschaftler der Universität Hildesheim schaffen mit einer Veranstaltungsreihe ab Anfang April einen Ort, an dem Bürger all ihre Fragen über die EU stellen können. Mit der Debatte zeigen die Hildesheimer Wissenschaftler, dass die EU mehr ist als nur Brexit, Viktor Orbán und Währungskrise.

Der europäische Bürgerdialog in Hildesheim will informieren und ein realistisches Bild der EU zeichnen, Chancen und Grenzen der EU aufzeigen. In geballter Form erhalten Bürger Informationen über die Europäische Union, so dass sie das Geschehen beurteilen können.

Debatte über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft

Der Historiker Professor Michael Gehler und der Theologe Professor Alexander Merkl führen in Hildesheim einen Zukunftsdiskurs über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft [hier geht's direkt zum Programm].

Gehler meint dazu: „Eine solche Gemeinschaft ist dann gegeben, wenn die wechselseitigen Bindungen der Mitglieder untereinander so eng geworden sind, dass von ihnen auch ein gegenseitiges Einstehen in Ausnahme- und Notfällen gegeben ist, also jenseits finanzieller und wirtschaftlicher Vorteile.“

Wissenschaftler laden alle Bürger, Studierenden, Lehrenden und Schüler zur Debatte ein:  Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und zweitägiges Bürgerforum am 26. und 27. April 2019

Die Debatte in Hildesheim startet mit einer Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und einem zweitägigen Bürgerforum am 26. und 27. April 2019 an der Volkshochschule in Hildesheim.

Abschließend findet am 27. Juni 2019 am Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim eine Abschlussveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Schülerinnen und Schüler statt, in der die historischen Fundamente europäischer Verantwortung sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Europäischen Union in Bereichen wie Sicherheit, Frieden, Erweiterung und Zuwanderung besprochen werden.

Zudem finden Europagespräche am 3. Juni 2019 über die Aufgaben und die Verantwortung des Europäischen Parlaments in den kommenden fünf Jahren und am 17. Juni 2019 über die Geschichte und Gegenwart des Europarats statt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei.

Aktuelle Anlässe für die Debatte bieten die Bewerbung der Stadt Hildesheim als europäische Kulturhauptstadt 2025 und die Wahlen zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019. Das Interesse an der Thematik insbesondere im Vorfeld zu den Wahlen sowie der gesellschaftliche Diskussionsbedarf seien hoch, so der Theologe Alexander Merkl. „Der Wissenstransfer aus der Universität in die Bürgergesellschaft ist unser zentrales Anliegen.“

Historische und ethische Fragen debattieren

Die Wissenschaftler führen historische und ethische Fragestellungen zusammen. Bürgerinnen und Bürger sowie Studentinnen und Studenten können sich an dem Diskurs beteiligen und an der wissenschaftlichen Aufarbeitung über Europa gestern, heute und morgen teilhaben.

Zukunftsdiskurs Europa
Ausführliches Programm

Professor Alexander Merkl forscht im Bereich der theologischen Ethik und publizierte jüngst den Sammelband „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik". Professor Michael Gehler führt seit Jahren die öffentlichen Europagespräche in Hildesheim durch, die ebenfalls mit dem bewilligten Projekt verzahnt werden.

Zukunftsdiskurs in Hildesheim

Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das Hildesheimer Projekt „Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft – gestern, heute und morgen“. Die Historiker und Theologen der Universität Hildesheim zeigen, welche Relevanz und Aktualität ihre Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Die Förderung stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Mit dem Förderprogramm „Zukunftsdiskurse“ stärkt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und verdeutlicht, dass die Universität Hildesheim ein zentraler Ort für zukunftsorientierte Debatten ist.

Die Debatte ist auch durch die Unterstützung durch das Programm ERASMUS+ der Europäischen Union möglich, weitere Partner sind die Volkshochschule Hildesheim und das Kulturhauptstadt-Projektbüro Hi2025.

Wer Fragen zu dem Hildesheimer Zukunftsdiskurs über Europa hat, erreicht den wissenschaftlichen Mitarbeiter Kai Schinke unter schinke[at]uni-hildesheim.de.

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Pressemeldungen Katholische Theologie Geschichte Fachbereich 1
news-16277 Wed, 27 Feb 2019 09:02:22 +0100 Imaging Emigration - Translating Exile (01.04.-03.04.2019) https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/imaging-emig/ Diese Tagung in Wien wird von Philipp Strobl (Universität Hildesheim) sowie Susanne Korbel (Universität Graz) organisiert.

Hier finden Sie das Programm der Tagung, welche von internationalen Referenten mitgestaltet wird.

Programm 

 

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Geschichte
news-16053 Thu, 24 Jan 2019 13:54:49 +0100 Aussschreibung W2-Professur https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/aussschreibu/

W 2-Professur für Geschichtsdidaktik am Fachbereich 1 – Erziehungs- und Sozialwissenschaften
Zu den Aufgaben gehört die Mitwirkung am Forschungsschwerpunkt des Instituts für Geschichte (Vergleichende Neuere und Neueste deutsche und europäische Geschichte).

Ausschreibung (pdf)

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Geschichte
news-15976 Fri, 11 Jan 2019 13:31:00 +0100 Universität als Ort für zukunftsorientierte Debatten https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/universitaet-als-ort-fuer-zukunftsorientierte-debatten/ Entscheidung für Hildesheim: Das Wissenschaftsministerium fördert die Projekte „Informationskompetenz und Demokratie“ sowie „Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim zeigen, welche Relevanz und Aktualität ihre Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Im Programm „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur zwei Projekte der Universität Hildesheim. Die Hildesheimer Forschung zeigt, wie relevant und aktuell die Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist. Für jedes Projekt stehen maximal 100.000 Euro bei einer Laufzeit von maximal 15 Monaten zur Verfügung. Die Förderung stammt aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

„Demokratie und Wissenschaft sind ohneeinander nicht zu denken. Mit dem Förderprogramm ‚Zukunftsdiskurse‘ wollen wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken und verdeutlichen, dass unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen zentrale Orte für zukunftsorientierte Debatten sind“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Das sind die geförderten Projekte in Hildesheim:

„Informationskompetenz und Demokratie: Bürger, Suchverfahren und Analyse-Algorithmen in der politischen Meinungsbildung“

Das Projekt haben Prof. Dr. Joachim Griesbaum und Prof. Dr. Thomas Mandl vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie sowie Prof. Dr. Elke Montanari vom Institut für deutsche Sprache und Literatur entwickelt.

Demokratie lebt vom Diskurs und der Bereitschaft, die Perspektiven Anderer wahrzunehmen und als mögliche Standpunkte anzuerkennen. Voraussetzung für einen sachlich-zielführenden Diskurs ist eine fundierte Wissensbasis. Hierfür ist gelebte Informationskompetenz unverzichtbar, sagt das Forschungsteam.

„Informationen zu suchen, zu finden und zu verarbeiten fällt heute sehr leicht, aber ein müheloser Informationszugriff ist nicht gleichzusetzen mit einem selbstbestimmten und fundierten Umgang mit Wissen“, so Joachim Griesbaum. Die Problematik sei nicht nur „abstrakter Natur“, sondern betrifft „unmittelbar die Lebenswelt jedes Netznutzers“.

Algorithmengesteuerte Informationsbeschaffung und Informationsbbereitstellung ist für Nutzerinnen und Nutzer heute schwer zu durchschauen, weder auf Akteursebene, noch hinsichtlich technischer Wirkungsmechanismen. Untersuchungen zur Informationskompetenz weisen auf erhebliche Defizite hin.

Das Projekt „Informationskompetenz und Demokratie“ will das Problem für Niedersachsen stärker bewusst machen, es in der Öffentlichkeit diskutieren und dabei Lösungsansätze suchen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bringen in dem Projekt unterschiedliche Akteursgruppen zusammen, um ein möglichst umfassendes Bild zum Themenbereich, den wahrgenommenen Problemfeldern und Lösungsperspektiven, insbesondere für den Bildungsbereich, zu erschließen. Dabei soll auch die internationale Perspektive einbezogen werden.

Das Projekt besteht aus drei Teilen: Nach einer Tagung in Niedersachsen wird der Diskurs auf einem Blog weitergeführt und ein Aufruf für Beiträge zu einer Abschlusstagung im gleichen Bundesland verbreitet. Auf dieser Plattform wird die Diskussion durch Beiträge von Experten, Studierenden und sonstigen Interessierten weitergeführt. Abschließend werden die Projektergebnisse vorgestellt und diskutiert.

„Die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft – gestern, heute und morgen“

Das Projekt entstand auf Initiative des Juniorprofessors für Theologische Ethik, Prof. Dr. Alexander Merkl, des Instituts für Katholische Theologie in Kooperation mit dem Direktor des Instituts für Geschichte, Prof. Dr. Michael Gehler.

„Wir werden einen Zukunftsdiskurs über die Europäische Union als Verantwortungsgemeinschaft führen“, sagt Professor Alexander Merkl. Aktuelle Anlässe dafür bieten die Bewerbung der Stadt Hildesheim als europäische Kulturhauptstadt 2025 und die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament vom 23. bis 26. Mai 2019. Das Interesse an der Thematik insbesondere im Vorfeld zu den Wahlen sowie der gesellschaftliche Diskussionsbedarf seien hoch, so Merkl. „Der Wissenstransfer aus der Universität in die Bürgergesellschaft ist unser zentrales Anliegen.“

Das Projekt startet mit einer Podiumsdiskussion am 5. April 2019 und einem zweitägigen Bürgerforum am 26. und 27. April 2019 an der Volkshochschule in Hildesheim. Abschließend  findet am 27. Juni 2019 an der Universität Hildesheim eine Veranstaltung für Bürger, Studierende und Schülerinnen und Schüler statt, in der die historischen Fundamente europäischer Verantwortung sowie gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen der Europäischen Union in Bereichen wie Sicherheit, Frieden, Erweiterung und Zuwanderung besprochen werden.

Der Theologe Alexander Merkl und der Historiker Michael Gehler führen historische und ethische Fragestellungen zusammen.

„Eine fundierte wissenschaftliche Aufbereitung, gelingender Wissenstransfer in die Bürgergesellschaft und die Gelegenheit zur aktiven, dialogischen Diskursteilnahme bilden die Säulen dieses Vorhabens“, so Merkl.

Das Projekt beinhaltet eine Mitarbeiterstelle für fünfzehn Monate und schließt an jüngere Projekte und Forschungsvorhaben der Antragsteller an. Professor Alexander Merkl publizierte jüngst den Sammelband „Die EU als ethisches Projekt im Spiegel ihrer Außen- und Sicherheitspolitik". Professor Michael Gehler führt seit Jahren die öffentlichen Europagespräche in Hildesheim durch, die ebenfalls mit dem bewilligten Projekt verzahnt werden.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Katholische Theologie Deutsche Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Forschung Startseite
news-15818 Thu, 06 Dec 2018 08:12:00 +0100 40 Jahre Universitätsgesellschaft Hildesheim: Brückenschlag in die Stadt https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/40-jahre-universitaetsgesellschaft-hildesheim-brueckenschlag-in-die-stadt/ Die Universitätsgesellschaft Hildesheim baut seit 40 Jahren eine Brücke zwischen Universität und Stadt. Die Entwicklung einer Universität sei entscheidend für die Entwicklung der Stadtgesellschaft, sagte Oberbürgermeister Ingo Meyer während eines Festaktes in dieser Woche. Die Universitätsgesellschaft Hildesheim baut seit 40 Jahren eine Brücke zwischen Universität und Stadt. Die Universität ist ein entscheidender Faktor in der städtischen Entwicklung.

Die Gesellschaft sollte erkennen, welchen Wert ihr die Universität bringt und welche Chancen sich mit der Universität Hildesheim ergeben, sagte Heinz-Werner Ernst, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, anlässlich eines Festaktes am Mittwochabend. Bereits drei Wochen nach Gründung der Hochschule Hildesheim im Oktober 1978 entstand die Initiative, einen Förderkreis aufzubauen. Die Mitglieder der Universitätsgesellschaft erhoben in der Geschichte mehrfach ihre Stimme und setzen sich für den Universitätsstandort Hildesheim ein, etwa 1988, als sie sich mit ihren Sorgen um den Hochschulstandort in einem Brief an den Minister wandten. Diese Stimme wolle man auch weiter erheben, so Heinz-Werner Ernst.

„Die Universitätsgesellschaft stellt die zentrale Verbindung der Universität zu den Bürgerinnen und Bürgern der Region dar. Sie trägt die Universität in die Stadt und begeistert die Menschen für die Wissenschaft. So wirkt die Vereinigung ganz im Sinne der Third Mission, Lösungen für gesellschaftliche Probleme aus der Hochschule nach außen zu tragen und auf der anderen Seite Impulse aus Bildung, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft aufzunehmen“, sagt der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Universitätsgesellschaft Hildesheim.

Minister Thümler hebt besonders die Förderung studentischer Projekte hervor. „Dies ist ihr wohl wichtigstes Betätigungsfeld, denn ohne Beteiligung der Universitätsgesellschaft könnten diese Vorhaben nicht umgesetzt werden“. Der Minister gratulierte der Universitätsgesellschaft während eines Besuchs in Hildesheim in dieser Woche persönlich.

Aus der Universitätsgesellschaft ging vor 20 Jahren der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ hervor

Aus der Universitätsgesellschaft ist beispielsweise vor 20 Jahren der „Arbeitskreis Informationstechnologie“ hervorgegangen, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Partnerunternehmen aus der regionalen Wirtschaft zusammenarbeiten, so Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich.

Die Entwicklung einer Universität sei entscheidend für die Entwicklung der Stadtgesellschaft, sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer während des Festaktes. Der Oberbürgermeister griff als Beispiel die Entwicklung der Hildesheimer Informatik heraus. „Der Master in Data Analytics hat sich hervorragend entwickelt. Diese Entwicklung ist für unsere Unternehmen in der Region von außerordentlicher Bedeutung“, so Meyer.

Oberbürgermeister: Die Entwicklung der Universität ist für unsere Region von außerordentlicher Bedeutung

Im Rahmen der Feierstunde wurde Dr. Rainer Hermeling die Würde eines Ehrensenators der Universität Hildesheim verliehen. Hermeling wirkte neun Jahre als Vorsitzender der Universitätsgesellschaft und war Mitglied des Stiftungsrates, zuvor war er Präsident von Delphi Delco Electronics Europe. Die Universität Hildesheim kann die Würde einer Ehrensenatorin oder eines Ehrensenators Persönlichkeiten verleihen, „die sich hohe Verdienste um die Förderung der Wissenschaft erworben haben und von denen erwartet werden kann, dass sie mit ihren Erfahrungen und Fähigkeiten der Universität Hildesheim fördernd zur Seite stehen“. 

Jubiläumsfeier: 40 Jahre Universitätsgesellschaft

Die Universitätsgesellschaft trägt dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger mit Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Hildesheim ins Gespräch kommen. Der Verein fördert Projekte und Leistungen von Studierenden und unterstützt Forschung und Lehre in Hildesheim. Außerdem lädt die Universitätsgesellschaft zu öffentlichen Vorträgen ein. Die Universitätsgesellschaft feierte am 5. Dezember 2018 ihr 40-jähriges Jubiläum mit einem Festakt und Festvortrag am Hauptcampus.

Der renommierte Historiker Professor Ian Kershaw hielt am Mittwoch, 5. Dezember 2018, den Festvortrag „Quo Vadis Europa? Europas Wege von den historischen Erfahrungen in die Gegenwart und mögliche Zukunft“. Der britische Historiker ist einer der bedeutenden Kenner der deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Die anschließende Diskussion und Fragen des Publikums moderierte der Hildesheimer Geschichtsprofessor Michael Gehler. Gehler hatte dabei geholfen, den bedeutenden Historiker der Gegenwart nach Hildesheim zu holen. Ian Kershaw sprach vor mehreren Hundert Zuhörern unter anderem über Gründe für das Erstarken rechter Kräfte in vielen Ländern Europas.

Bei Fragen zur Universitätsgesellschaft erreichen Sie den Vorsitzenden Heinz-Werner Ernst unter unigesel@uni-hildesheim.de.

Ian Kershaw in Hildesheim: Eintrag in das Goldene Buch der Stadt

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte
news-14132 Tue, 02 Oct 2018 17:21:00 +0200 The End of Empires: Interview mit dem Historiker Michael Gehler über Imperien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/the-end-of-empires-interview-mit-dem-historiker-michael-gehler-ueber-imperien/ Imperien sind großflächige Gebiete mit einem hohen Maß an Macht. Sie können innerhalb weniger Jahre zerfallen oder über Jahrhunderte schleichend niedergehen. Ein Gespräch mit Professor Michael Gehler über den Niedergang und Zerfall von Großreichen und Imperien. Prof. Dr. Michael Gehler lehrt und forscht an der Universität Hildesheim am Institut für Geschichte, er ist Inhaber des Jean Monnet-Lehrstuhls für vergleichende europäische Zeitgeschichte und Geschichte der europäischen Integration. Der Historiker befasst sich mit dem Aufstieg, den Krisen und dem Niedergang von Imperien.

Im Interview spricht Michael Gehler über den Aufstieg und Niedergang von Imperien, was man aus der Erforschung von Imperien für gegenwärtige politische Entwicklungen lernen kann und wie bedeutsam die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern anderer Fachdisziplinen ist. Michael Gehler richtet mit Kooperationspartnern Anfang Oktober 2018 die internationale Konferenz „The End of Empires“ in Hildesheim aus.

Interview mit dem Zeithistoriker Prof. Dr. Michael Gehler

Warum befassen Sie sich mit dem Niedergang und Zerfall von Imperien?

Mein geschätzter Innsbrucker Kollege Professor Robert Rollinger vom dortigen Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik hat mit mir im Jahre 2010 im Rahmen der Feierlichkeiten „1000 Jahre Grundsteinlegung St. Michael“ in Hildesheim eine Konferenz zum Thema „Großreiche und Imperien der Weltgeschichte“ organisiert. Daraus erwuchsen zwei Bände. Dann folgte eine Konferenz zum Thema „Forgotten Empires“ verbunden mit der Frage, welche Imperien im Schatten des „Imperium Romanum“ vergessen wurden? Dann folgte eine Konferenz zu „Sternschnuppen-Imperien“ – „Short term Empires“, also ganz kurzlebigen Imperien. Das führte uns zum nächsten Schritt – der diesjährigen fünftägigen Konferenz in Hildesheim. Wir konnten 1918, vor 100 Jahren, den Zerfall von vier europäischen Großreichen beobachten: die Habsburgermonarchie, das Wilhelminische Kaiserreich, das russische Zarenreich und das Osmanische Reich. Die Folgen waren massiv: Großräume sind zerbrochen. Ihr Zerfall hat viele Kleinstaaten mit Grenzkonflikten, zahlreichen Minderheitenproblemen und neuen Zollgrenzen erzeugt. Die Menschen waren gewohnt, über Jahrhunderte in Großräumen zu leben. Nun mussten sie sich in anderen Gebieten sowie mit neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen zurechtfinden. Was können wir lernen aus der Erosion von Imperien – welche Folgen hatte ihr Zerfall? Das interessiert uns.

Dieses Interview lesen auch einige Nicht-Historiker. Was ist ein Imperium?

Wenn Sie im Brockhaus blättern, finden Sie zu „Imperium“ nur ein paar Zeilen. Imperien kommt vom lateinischen „imperare“: befehlen. Auf der Tagung nähern wir uns dem Begriff in einem epochenübergreifenden Zugang. Fest steht, dass ein Imperium eine außergewöhnliche territoriale Ausweitung aufweist – es muss nicht gleich die Reichweite sein wie das British Empire, aber ein Imperium muss über mehrere Räume herrschen. In der Regel verfügen Imperien über Heere. Imperien bilden vor allem eine eigene Welt für sich und dulden in der Regel neben sich keinen Widersacher, sprich ein anderes Imperium. Es gibt in der Geschichte aber auch Konstellationen, wo das der Fall war – denken wir an Ostrom und Westrom oder die USA und Sowjetunion. In der Regel versuchen Imperien, immer weiter zu expandieren und Konkurrenten auszuschalten. Ihre Grenzen sind fließend. Im Unterschied zum Nationalstaat, der ein fest umrissenes Territorium hat, sind Imperien hier sehr beweglich. Sie haben allerdings regelmäßig Probleme an den Peripherien.

Welche Bedeutung hat beim Niedergang eines Imperiums die Grenzregion?

Die Aufgabe der Einbindung und Beherrschung von Grenzregionen und Nachbarschaftsräumen ist bedeutsam für den Zusammenhalt beziehungsweise den Zerfall eines Imperiums. Die Machtübernahme von innen her, der Putsch und die Palastrevolution im Zentrum ist ein Impuls, der zu Veränderung führen kann – aber in der Regel sind die Außengrenzräume als Unruheherde entscheidend. Nehmen Sie die Europäische Union von heute – die Grexit- oder die Brexit-Debatte – man versucht, den Ausstieg zu verhindern, abzumildern und möglichst erfolgreich zu managen.

„Die Architektur gehört auch zur imperialen Kommunikation. Ein Imperium repräsentiert sich durch monumentale Bauten“

Welche Bedeutung hat für den Zusammenhalt eines Imperiums die Gesellschaft? Welche Rolle spielen Handelswege, Diplomatie, Militär, wirtschaftliche Stärke und technischer Fortschritt, um ein Imperium zu halten? Gibt es einen Faktor, der für den Erhalt eines Imperiums sehr bedeutsam ist?

Es sind alle Punkte, die Sie erwähnen, wobei es sehr fällt, eine Gewichtung vorzunehmen. Man muss das von Fall zu Fall durchspielen und entscheiden. Stichwort Handelswege – ja, die Beherrschung von Handelsrouten – etwa die Seidenstraße – ist von großer Bedeutung. Wir haben sehr wenig Forschung zur Diplomatie von Imperien, wer waren die Diplomaten der imperialen Herrscher? Wir haben auch noch zu wenig Biografien von allen bekannten imperialen Herrschern – im Unterschied zur römischen Kaiserzeit. Das Militär ist unverzichtbar. Auch die wirtschaftliche Stärke ist entscheidend: Ein Imperium muss Wohlstand oder zumindest das Versprechen des Wohlstandes zusichern können. Wichtig ist zudem die Verwaltung – dazu gehört Schriftlichkeit und die Fähigkeit, Steuern einzutreiben. Imperien können nur Steuern eintreiben, wenn Loyalität der Steuerbürger gegeben ist – sonst bekommt ein Imperium massive Probleme. Es muss auch von etwas leben können und entsprechend Ressourcen haben. Einer der wichtigsten Punkte ist die Kommunikation: Wenn ein Imperium nicht mehr in der Lage ist, sich selbst und seine Vorhaben und Ziele zu kommunizieren, dann verliert es die Legitimation. Ein Imperium muss mit vielen unterschiedlichen Kulturen, Konfession und Ethnien zurechtkommen. Denken Sie an das Osmanische Reich. Ein Imperium braucht außerdem auch eine Friedensmission, sprich eine Pax.

Wir unterscheiden in der Forschung zwischen Realgeschichte (Entstehung, Struktur, Verwaltung) und Rezeptionsgeschichte, also Wirkungsgeschichte – was hinterlassen denn Imperien der Nachwelt, was bleibt von ihnen in Erinnerung? Vergessen wir nicht die Architektur. Die Architektur gehört auch zur imperialen Kommunikation. Ein Imperium repräsentiert sich durch monumentale Bauten sowie durch eine Historiographie, indem sich ein Imperium Historiker organisiert, die es entsprechend großschreiben.

Ist der Zerfall eines Imperiums eine Folge äußerer Einflüsse oder können innere Konflikte zum Zerfall beitragen?

Die Sowjetunion ist sowohl an inneren Gründen des eigenen Systemversagens und einer nicht konkurrenzfähigen Planwirtschaft, aber auch am massiven Druck von außen durch den Konkurrenten USA gescheitert. Ohne die USA hätte die Sowjetunion wahrscheinlich eine längere Überlebensfähigkeit entwickelt. Kleiner heruntergebrochen: Ohne die Bundesrepublik Deutschland hätte die DDR wahrscheinlich viel mehr Chancen gehabt zu überleben. Die technologischen Fortschrittspotentiale im Westen, die effizientere und flexiblere freie Marktwirtschaft und das höhere Maß an Freiheit, die die westlichen Welten den Menschen boten, waren zu starke Herausforderungen für die Sowjetunion. Das westliche Modell mit Pop, Coca Cola, Jazz, Elvis Presley und Wrigley war attraktiver. Die Menschen wollten teilhaben an diesem american way of life. If you will not change, you will loose, sagte Jean Monnet zu den Briten, als sie nicht sofort bereit waren, bei der EWG mitzumachen. Wenn ihr euch nicht ändert, werdet ihr verlieren. Imperien scheiterten auch an innerer Reformunfähigkeit.

Gibt es ein markantes Ereignis in der Geschichte, als die Menschen mit einem Imperium nicht mehr zufrieden waren und Veränderungen einforderten?

Russland 1917 – es ist der Regentschaft des Zaren Nikolaus und der nachfolgenden Regierung Kerenski nicht mehr gelungen, den Spagat durchzuhalten, Krieg zu führen gegen das Deutsche Reich und im Inneren des Landes die Grundbedürfnisse der Lebensmittelversorgung zu befriedigen. Das radikalisierte die Stimmung und die schon vorhandenen Anarchisten und Bolschewisten bekamen Zulauf. Lenin – ein Revolutionär von außen importiert – trägt schließlich über einen Putsch im Oktober 1917, nach der schon erfolgten Februarrevolution, die das Zarentum ablöste, zum Zerfall des Reiches bei. Das Interessante ist, das aus einem Bürgerkrieg ein neues Imperium, nämlich die Sowjetunion 1922 entsteht und aus dem alten zerfallenden Imperium ein neues konstituiert.

„Wir leben heute wieder in Großräumen“

Warum ist die Beschäftigung und das Wissen um Imperien in der heutigen Zeit so bedeutsam? Was können wir aus der Analyse von Imperien lernen?

Wir leben heute wieder in Großräumen – denken Sie an die Regionalmächte Indien und China, denken Sie an Wirtschaftszusammenschlüsse großräumiger Art wie den gemeinsamen Markt Südamerikas Mercosur und das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA und die Bildung von großräumigen Freihandelszonen, etwa das Wirtschafts- und Handelsabkommen CETA. Und letztlich leben wir in der Europäischen Union, die so seit 1993 heißt, in einem neuen Großraum von einer halbe Milliarde Menschen in Europa. Es stellen sich neue Fragen: Ist das eine Rückkehr zum Imperium? Ist die Europäische Union ein postmodernes und postnationales Imperium? Ist das Überleben eines Kleinstaates, wie des Großherzogtums Luxemburg, im Zeichen der Globalisierung überhaupt noch möglich? Und: Was hält denn die Europäische Union heute noch zusammen? Droht eine Vertiefung der Spaltung in mittelosteuropäische und westeuropäische Staaten? Vor dem Hintergrund der Krise der EU in den letzten zehn Jahren, angefangen mit den Rettungspaketen für Griechenland bis hin zur Brexit-Debatte – wohlgemerkt es ist eine Brexit-Debatte und bisher noch kein Brexit erfolgt – so können wir während unserer internationalen Hildesheimer Konferenz die eine oder andere Erkenntnis aus der Geschichte gewinnen, was denn für den Zusammenhalt der Europäischen Union spricht. Aktueller kann ja eine Tagung zur Geschichte kaum sein.

Sie bilden in Hildesheim Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrer aus. Sind Imperien ein Thema im Unterricht?

Längst hat man auch mit Blick auf Lehrpläne der Schulen begriffen, dass Imperien im Unterricht bearbeitet werden sollten. In Baden-Württemberg ist man ein Vorreiter, dort wird die Integration von Imperiengeschichte in die Kerncurricula bereits in Angriff genommen. Wir werden damit auch Schülerinnen und Schüler einen stärkeren Blick für die Welt vermitteln und dabei auch aktuelle globale Fragen einbeziehen.

Sie konzentrieren sich in Ihrer Forschung auf den Verlauf von Imperien und betrachten gemeinsam mit dem Althistoriker Professor Robert Rollinger im Mammutwerk „Imperien und Reiche in der Weltgeschichte" auf 1762 Seiten Imperien epochenübergreifend. Die wissenschaftliche Beschäftigung erfolgte bisher meist selektiv und betrachtete einzelne Imperien isoliert voneinander, ohne die gesamthistorischen Komplexitäten und machtgeschichtlichen Konsequenzen einzubeziehen. Wie verlieren Sie als Historiker, wenn Sie all die Ereignisse untersuchen, den welthistorischen Rahmen nicht aus dem Auge? Wie schafft man es, all diese Einzelfälle zu betrachten, aber die Parallelitäten der Geschichte nicht aus dem Blick zu verlieren?

Ein Einzelautor ist hier völlig überfordert. Weswegen wir, Robert Rollinger und ich, übrigens auch gemeinsam mit Regine Schulz, Direktorin des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim diese Konferenz organisieren – wir arbeiten über Jahrzehnte mit 60 Expertinnen und Experten zusammen. Es geht nur gemeinsam im Teamwork. Es gibt Experten für einzelne Imperien und die führen wir zusammen, um auch einen interkontinentalen Zugang zu ermöglichen. Dass wir alle Weltregionen einbeziehen, ist so im deutschsprachigen Raum neuartig.

Was fasziniert Sie an der Erforschung moderner oder antiker Imperien?

Methodisch ist der Vergleich von Imperien spannend. Zweitens bieten Imperien auch eine gewisse Dramatik: sie erleben einen Aufstieg, eine Blüte und Expansion sowie den Niedergang und Zerfall. Es ist reizvoll, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen zusammenzuarbeiten, mit  Archäologen, Historikern aller Epochenfächer, Philologen und Kunsthistorikern. Im 19. Jahrhundert war die Geschichtswissenschaft nationalstaatlich konstituiert. Der lange Schatten der Nationalstaatlichkeit von Geschichtsschreibung wirkt bis heute nach. Mit der Imperienforschung brechen wir aus diesem eng begrenzten Container aus und gehen über zu einem nationenübergreifenden Verfahren. Ich lerne mit jeder Konferenz neu dazu. Man begreift in der Auseinandersetzung mit Imperien die Begrenztheit des eigenen Tuns und wird als Historiker bescheidener und demütiger. Umso leichter fällt es mir dann, regionale oder nationalgeschichtliche Themen zu überschauen und deren Zusammenhänge früher zu erkennen. Es ist aber gewagt, was ich hier sage. Ich habe mich als Historiker zunächst mit Studentengeschichte in Innsbruck beschäftigt, dann mit Tiroler Landesgeschichte, anschließend mit österreichischer Nationalgeschichte und weiter ging es mit der Europäischen Union und schließlich hat sich über Imperien einem die Welt- und Globalgeschichte aufgetan. Wobei ich mir bewusst bin: Am Ende bleibt man als Historiker ein Zwerg, auf dem Rücken eines Elefanten sitzend, man versucht dem Riesen über die Schulter zu schauen und zu beschreiben, wie der Elefant – das Imperium – aussieht, aber die Flecken am Bauch erkennt man nicht.

Und wie gehen Sie in der Forschung vor – wie verläuft Ihr Alltag als Historiker, der Imperien untersucht?

Mein Tag beginnt frühmorgens mit der Bearbeitung von E-Mails und der Erledigung der alltäglichen Kommunikation. Dann versuche ich, viel zu lesen. In meinem Büro türmen sich die Neuerscheinungen auf einem Tisch. Wichtig ist die langfristige Bearbeitung der Themen. Seit zehn Jahren befasse ich mich wiederkehrend mit Fragestellungen der Imperien. Es ist ein Arbeiten von Jahr zu Jahr. Die Forschung binde ich in meine Lehrveranstaltungen ein. Sie sind permanent mitzudenken. Die Konferenzen und Forschungsarbeiten spiegeln sich in der Lehre wider. Manche Studierende schreiben jetzt schon Abschlussarbeiten zur Imperien-Thematik. Sie sind eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren. Wir arbeiten mit der Integrierten Gesamtschule in Peine zusammen, Lena Blanke, eine ehemalige Lehramtsstudentin, ist dort heute Geschichtslehrerin. Studentinnen und Studenten können dort auch zu Imperien im europäischen Kontext unterrichten.

Die Fragen stellte Isa Lange.

Kurz erklärt

Konferenz „The End of Empires: Decline, Erosion, and Implosion“

In Hildesheim diskutieren Fachleute aus dem In- und Ausland über Imperien. Die internationale Konferenz „The End of Empires: Decline, Erosion, and Implosion“ findet vom 2. bis 6. Oktober 2018 im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim statt. Die Vorträge werden in deutscher und englischer Sprache gehalten. Ausgewiesene nationale und internationale Experten unter anderem aus Oxford, Paris, München, Wien, Innsbruck und Los Angeles analysieren von der Antike bis zur Gegenwart epochen- und kontinentübergreifend Großreiche und Imperien hinsichtlich der Gründe ihres Niedergangs und Zerfalls.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren und vergleichen die Geschichte von Imperien. Die Expertinnen und Experten befassen sich etwa mit dem Niedergang des Römischen Reiches, mit dem Ende des äthiopischen Kaiserreichs, mit dem Ende der chinesischen Han-Dynastie und Tang-Dynastie, mit dem Ende des Inkareichs, mit dem Ende des spanischen Kolonialreichs, mit dem Ende des russischen Zarenreichs, mit dem Ende des Osmanischen Reichs, mit dem Ende des italienischen Faschismus, mit dem Ende des Dritten Reiches und mit dem Ende der UdSSR.

Die Konferenz findet im Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim statt. Sie wird unter anderem von der Europäischen Union und der Universitätsgesellschaft Hildesheim unterstützt. Eine kostenlose Teilnahme ist möglich. Die Ergebnisse werden in einem Sammelwerk im Springer Verlag veröffentlicht.

Alle Abstracts und Informationen zu den Referentinnen und Referenten finden Sie online auf der Tagungswebsite:

The End of Empires: Programm und Abstracts der Konferenz

Veranstaltungstipp: Europagespräche in Hildesheim

Mit der öffentlichen Vortragsreihe „Europagespräche“ bietet Professor Michael Gehler jede Woche im Semester Raum für historische und aktuelle Europafragen und diskutiert gemeinsam mit Zeitzeugen, diplomatisch-politisch Beobachtern und Bürgern. Die Vortragsreihe findet in der Regel jeden Montag von Oktober 2018 bis Februar 2019 statt. Informationen finden Sie online auf der Website des Instituts für Geschichte.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1
news-15468 Tue, 18 Sep 2018 16:36:13 +0200 Die Europäische Union – woher, wohin? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/die-europaeis/ Prof. Dr. Gehler gab ein Experteninterview in dem Schulbuch Go! 8 (Quelle: Schulbuch GO! 8, neuer LP (Rauchegger-Fischer u. a.) ISBN 978-3-7055-2400-2). 

Teil 1 (pdf)

Teil 2 (pdf)

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Geschichte
news-15189 Sat, 11 Aug 2018 10:11:50 +0200 +++ Ausschreibung +++ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausschre/ Das IfG schreibt neue Stellen aus. 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

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Geschichte
news-15188 Sat, 11 Aug 2018 10:10:01 +0200 +++ Ausschreibung +++ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausschre-1/ Das IfG schreibt neue Stellen aus. 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

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Geschichte
news-15012 Tue, 26 Jun 2018 13:48:02 +0200 Über Geschichte berichten: Studierende interviewen Wirtschaftsweisen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ueber-geschichte-berichten-studierende-interviewen-wirtschaftsweisen/ Im Seminar „Über Geschichte berichten – Die Europagespräche im Radio“ erproben Studentinnen und Studenten das Berichten über Geschichte. Entstanden ist eine Radiosendung, die am Mittwoch, 27. Juni 2018, bei Radio Tonkuhle ausgestrahlt wird. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Radiosender soll fortgesetzt werden. Die im letzten Semester erfolgreich gestartete Kooperation des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim mit dem lokalen Sender Radio Tonkuhle wird auch in diesem Semester fortgesetzt.

Eine Gruppe von Studentinnen und Studenten des Fachs Geschichte hat am Beispiel des Vortrags „Die Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion“ das Berichten über Geschichte erprobt. Die Studierenden führten dazu ein Interview mit dem Wirtschaftsweisen Lars Feld, der sich zuvor in das Goldene Buch das Stadt Hildesheim eingetragen hat. In Zusammenarbeit mit Radio Tonkuhle wurden anschließend zwei Radiobeiträge produziert.

In der Sendereihe „Campusradio“ sendet Radio Tonkuhle ein ausführliches Interview mit Lars Feld am Mittwoch, 28.06. 2017, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr. Eine Kurzzusammenfassung des Vortrags und des Interviews mit Lars Feld ist in Kürze auch auf der Webseite des Instituts für Geschichte (Bereich „Europagespräche“) nachzuhören.

„Ziel des Seminars ist es, dass die Studentinnen und Studenten komplexe historische Zusammenhänge auf das Wesentliche zusammenfassen und sich Gedanken darüber machen, wie diese einem Radiozuhörer vermittelt werden können“, sagt die Dozentin Sanne Ziethen. Im Seminar zum Thema Medienkompetenz erfahren die Studentinnen und Studenten in Theorie und Praxis, wie Journalismus funktioniert, wie ein Radiobeitrag mit Einspielern produziert wird und mit welchen Mitteln und Maßnahmen Hörfunkbeiträge entstehen. Ziel des Seminars ist auch, die Veranstaltungsreihe „Europagespräche“ in Hildesheim weiter bekannt zu machen.

Der nächste Vortrag im Rahmen der „Europagespräche“ findet am 2. Juli im Riedelsaal der Volkshochschule Hildesheim statt. Der italienische Wissenschaftler Federico Scarano wird zum Thema „Italien und die Römischen Verträge“ sprechen. Sämtliche Vorträge sind öffentlich und kostenfrei (Programm der „Europagespräche“).

Zeitzeugen in Hildesheim: Europagespräche – Wissenschaft in der Stadt

Wie entstehen Konflikte, wie entstehen Kriege, wie kann man sie vermeiden? Diese Fragen bewegen Professor Michael Gehler. Seit zehn Jahren veranstaltet der Historiker der Universität Hildesheim die „Europagespräche“, eine öffentliche und wöchentliche Vortragsreihe, in der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer Zeitgeschichte und europäischer Integration sprechen. Die Bürger diskutieren mit den Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, der Meinungsaustausch ist wesentlicher Bestandteil der Europagespräche. Alle Vorträge sind online abrufbar, auch die Vorträge,  Videos und Berichte der letzten zehn Jahre sind im Online-Archiv des Instituts für Geschichte abrufbar.

Wer Fragen zum Radioprojekt hat, erreicht Dr. Sanne Ziethen unter ziethens[at]uni-hildesheim.de.

Lesetipp: Europäische Zeitgeschichte im Universitätsjournal

Im Universitätsjournal ist ein ausführliches Interview mit dem Direktor des Hildesheimer Instituts für Geschichte erschienen. Im Interview „Ein Ringen, ein echtes Tauziehen“ spricht der Historiker Prof. Dr. Michael Gehler über seine Forschung zur europäischen Zeitgeschichte. Gehler äußert sich etwa über die Entstehung, Geschichte und Zukunft der Europäischen Union, über die EU als Währungsraum und Rechtsraum und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg; über nationalstaatliche Interessen und das Motto „In Vielfalt geeint“. Europa ist eine große Baustelle, für einen Forscher ist das absolut herausfordernd und spannend, sagt Michael Gehler. Das Interview wurde im Universitätsjournal DIE RELATION (ausgabe #2) veröffentlicht. Das Universitätsjournal liegt an allen Campusstandorten aus, zum Beispiel vor der Universitätsbibliothek.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte
news-14234 Sun, 17 Jun 2018 18:17:01 +0200 Buchpräsentation: Montag, 18.6.2018 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/buchpraesenta/ Sehr geehrte Damen und Herren!

Am morgigen Montag, den 18.6., wird anlässlich der 65jährigen Wiederkehr des Arbeiter- und Volksaufstands in der DDR vom 16./17. Juni 1953 eine Buchpräsentation mit Vortrag zum Thema im Rahmen der hochschulöffentlichen Vortragsreihe des Instituts für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim "Europagespräche" im Riedelsaal der Volkshochschule um 18 h 15 stattfinden.

Co-Autor Rolf Steininger wird per Video-Botschaft zugespielt.

Aus diesem Ereignis lassen sich auch Lehren für das politische Heute gewinnen. Anregungen dazu finden sich in dem Gastkommentar in der Wiener Tageszeitung Die Presse (s. Medienspiegel), der zur Einstimmung auf die morgige Veranstaltung dienen kann.

Auf Ihr Interesse und Kommen freut sich
Mit besten Grüßen
Ihr Michael Gehler

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Geschichte
news-14581 Wed, 28 Mar 2018 15:43:51 +0200 Europa: Chance oder Bürde? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/europa-chan/

Freitag, 1. Juni 2018 ab 16 Uhr, DGH Mahlerten

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Geschichte
news-13628 Mon, 29 Jan 2018 08:56:09 +0100 Buchvorstellung zum Hildesheimer Bischof Joseph Godehard Machens https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/buchvorstell-1/ Am Dienstag, den 06.02.2018, um 10 Uhr c.t., findet im Audimax die Vorstellung des Buches von Frau Dr. Gabriele Vogt zum Thema "Streiter für Gott. Das bewegte Leben des Hildesheimer Bischofs Joseph Godehard Machens (1886-1956)" statt. 

 

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Geschichte
news-14220 Mon, 11 Dec 2017 22:06:45 +0100 Über Geschichte berichten: Die Europagespräche im Radio https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ueber-geschic/ Im Seminar „Über Geschichte berichten – Die Europagespräche im Radio“ erproben Studentinnen und Studenten das Berichten über Geschichte. Entstanden ist eine Radiosendung, die am Mittwoch, 13. Dezember 2017 bei Radio Tonkuhle ausgestrahlt wird. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Radiosender soll fortgesetzt werden.

Studentinnen und Studenten des Fachs Geschichte haben am Beispiel des Vortrags „US-Präsident Donald Trump, die USA und Europa  – ein Jahr nach der Wahl“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europagespräche“ das Berichten über Geschichte erprobt. In Zusammenarbeit mit Radio Tonkuhle haben sie einen Radiobeitrag produziert. Die Studierenden führten ein Interview mit dem Historiker Professor Hans-Jürgen Schröder, dessen Forschungsschwerpunkt im Bereich der US-amerikanischen und deutschen Außen- und Außenwirtschaftspolitik im 20. Jahrhundert liegt. Im Interview geht der Professor auf die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA ein. Die Wahl markiere einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der USA, der Weltpolitik und in den amerikanisch-europäischen Beziehungen.

Das Institut für Geschichte der Universität Hildesheim arbeitet mit dem Lokalsender Radio Tonkuhle zusammen. „Ziel des Pilotprojekts ist es, dass die Studentinnen und Studenten komplexe historische Zusammenhänge auf das Wesentliche zusammenfassen und sich Gedanken darüber machen, wie diese einem Radiozuhörer vermittelt werden können“, sagt die Dozentin Sanne Ziethen. Im Seminar zum Thema Medienkompetenz erfahren die Studierenden in Theorie und Praxis, wie Journalismus funktioniert, wie ein Radiobeitrag mit Einspielern produziert wird und mit welchen Mitteln und Maßnahmen Hörfunkbeiträge entstehen. Ziel des Seminars ist auch, die Veranstaltungsreihe „Europagespräche“ in Hildesheim weiter bekannt zu machen. Sämtliche Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Die Zusammenarbeit mit Radio Tonkuhle soll fortgesetzt werden, so Sanne Ziethen.

Eine Kurzzusammenfassung des Vortrags und des Interviews mit dem Historiker Professor Dr. Hans-Jürgen Schröder (Universität Gießen) ist in Kürze online auf der Webseite des Instituts für Geschichte abrufbar. In der Sendereihe „Campusradio“ sendet Radio Tonkuhle ein ausführliches Interview am Mittwoch, 13. Dezember 2017, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr.

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Geschichte
news-8330 Mon, 11 Dec 2017 11:54:00 +0100 Über Geschichte berichten: Die Europagespräche im Radio https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ueber-geschichte-berichten-die-europagespraeche-im-radio/ Im Seminar „Über Geschichte berichten – Die Europagespräche im Radio“ erproben Studentinnen und Studenten das Berichten über Geschichte. Entstanden ist eine Radiosendung, die am Mittwoch, 13. Dezember 2017 bei Radio Tonkuhle ausgestrahlt wird. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Radiosender soll fortgesetzt werden. Studentinnen und Studenten des Fachs Geschichte haben am Beispiel des Vortrags „US-Präsident Donald Trump, die USA und Europa  – ein Jahr nach der Wahl“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europagespräche“ das Berichten über Geschichte erprobt. In Zusammenarbeit mit Radio Tonkuhle haben sie einen Radiobeitrag produziert. Die Studierenden führten ein Interview mit dem Historiker Professor Hans-Jürgen Schröder, dessen Forschungsschwerpunkt im Bereich der US-amerikanischen und deutschen Außen- und Außenwirtschaftspolitik im 20. Jahrhundert liegt. Im Interview geht der Professor auf die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA ein. Die Wahl markiere einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der USA, der Weltpolitik und in den amerikanisch-europäischen Beziehungen.

Das Institut für Geschichte der Universität Hildesheim arbeitet mit dem Lokalsender Radio Tonkuhle zusammen. „Ziel des Pilotprojekts ist es, dass die Studentinnen und Studenten komplexe historische Zusammenhänge auf das Wesentliche zusammenfassen und sich Gedanken darüber machen, wie diese einem Radiozuhörer vermittelt werden können“, sagt die Dozentin Sanne Ziethen. Im Seminar zum Thema Medienkompetenz erfahren die Studierenden in Theorie und Praxis, wie Journalismus funktioniert, wie ein Radiobeitrag mit Einspielern produziert wird und mit welchen Mitteln und Maßnahmen Hörfunkbeiträge entstehen. Ziel des Seminars ist auch, die Veranstaltungsreihe „Europagespräche“ in Hildesheim weiter bekannt zu machen. Sämtliche Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Die Zusammenarbeit mit Radio Tonkuhle soll fortgesetzt werden, so Sanne Ziethen.

Eine Kurzzusammenfassung des Vortrags und des Interviews mit dem Historiker Professor Dr. Hans-Jürgen Schröder (Universität Gießen) ist in Kürze online auf der Webseite des Instituts für Geschichte abrufbar. In der Sendereihe „Campusradio“ sendet Radio Tonkuhle ein ausführliches Interview am Mittwoch, 13. Dezember 2017, zwischen 16:00 und 17:00 Uhr.

Zeitzeugen in Hildesheim: Europagespräche – Wissenschaft in der Stadt

Wie entstehen Konflikte, wie entstehen Kriege, wie kann man sie vermeiden? Diese Fragen bewegen Professor Michael Gehler. Seit zehn Jahren veranstaltet der Historiker der Universität Hildesheim die „Europagespräche“, eine öffentliche und wöchentliche Vortragsreihe, in der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer Zeitgeschichte und europäischer Integration sprechen. Die Bürger diskutieren mit den Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, der Meinungsaustausch ist wesentlicher Bestandteil der Europagespräche.

Die Vortragsreihe „Europagespräche“ bietet Raum für historische und aktuelle Europafragen. Jeden Montag im Semester in Hildesheim. Im Wintersemester 2017/18 referiert am 11. Dezember 2017 Max Otte zum Thema „Die Vereinigten Staaten und Europa“. Knut Kircher spricht am 18. Dezember 2017 über „Fußball und Europa. Erfahrungen eines Bundesliga-, Europa- und Champions-League-Schiedsrichters“. Am 8. Januar 2018 hält Sebastian Huhnholz den Vortrag „Europa steuern. Fiskalische Einflüsse auf europäische Formen“.  Professor Michael Gehler erläutert die einzelnen Vorträgen online im Kurzvideo. Alle Vorträge sind online abrufbar, auch die Vorträge,  Videos und Berichte der letzten zehn Jahre sind im Online-Archiv des Instituts für Geschichte abrufbar.

Europagespräche [Programm als PDF]

Lesetipp: Europäische Zeitgeschichte im Universitätsjournal

Im Interview „Ein Ringen, ein echtes Tauziehen“ spricht der Historiker Prof. Dr. Michael Gehler über seine Forschung zur europäischen Zeitgeschichte. Gehler äußert sich etwa über die Entstehung, Geschichte und Zukunft der Europäischen Union, über die EU als Währungsraum und Rechtsraum und den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg; über nationalstaatliche Interessen und das Motto „In Vielfalt geeint“. Europa ist eine große Baustelle, für einen Forscher ist das absolut herausfordernd und spannend, sagt Michael Gehler. Das Interview wurde im aktuellen Universitätsjournal DIE RELATION veröffentlicht. Das Universitätsjournal liegt ab sofort an allen Campusstandorten aus, zum Beispiel vor der Universitätsbibliothek.

 

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte
news-8721 Wed, 22 Nov 2017 11:39:44 +0100 Beziehungen zwischen Europa und Ostasien https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/beziehungen-zwischen-europa-und-ostasien/ Am Institut für Geschichte lehrt die Wissenschaftlerin Nana Miyata über die Beziehungen zwischen Europa und Ostasien seit dem 16. Jahrhundert. „Deutschlands Geschichtsforschung hat einen dringenden Europäisierungs- und Internationalisierungsbedarf“, sagt der Hildesheimer Historiker Professor Michael Gehler. Daher lädt das Geschichts-Institut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland nach Hildesheim ein. Am Institut für Geschichte ist im November die Dozentin Nana Miyata zu Gast. Sie unterrichtet im Seminar „Europa und Ostasien (China, Korea, Japan) vom 16. bis ins 20. Jahrhundert“. In der Forschung und Lehre befasst sich Nana Miyata mit der Entwicklung in den Beziehungen zwischen Europa und China sowie Japan seit dem 16. Jahrhundert und insbesondere mit der imperialen Ausdehnung des Westens im 19. Jahrhundert und den Bestrebungen der beiden Länder China und Japan, sich zu modernisieren.

Die Wissenschaftlerin hat in Tokyo, Japan, studiert und in Bonn promoviert und forscht zu Japans auswärtigen Beziehungen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Ostasiens und die diplomatischen, kulturellen und historischen Aspekte in der Beziehung zu Europa, besonders zu Deutschland und Österreich. Derzeit forscht Miyata zur Frage der Grenzregelungen nach dem 1. Weltkrieg und zur Arbeit der Grenzziehungskommissionen, denen auch japanische Diplomaten und Militärs angehörten. „Deutschlands Geschichtsforschung hat einen dringenden Europäisierungs- und Internationalisierungsbedarf. Das ist ein Grund, warum wir Frau Miyata eingeladen haben“, sagt Professor Michael Gehler vom Institut für Geschichte der Universität Hildesheim.

Im November hat Miyata über ihre Forschung mit Studentinnen und Studenten der Universität Hildesheim diskutiert. „Ein historischer Dialog mit anderen Ländern und Zivilisationen vertieft unser Verständnis über die heutige Welt. Das Interesse der Studenten an diesem Seminar hat mich auf dem weiteren Weg der Forschung sehr ermutigt“, sagt Nana Miyata.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1
news-9318 Tue, 21 Nov 2017 16:11:10 +0100 Ausstellung: Motiv Europa https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausstellung-3/ Motiv Europa. Postalische Dokumente zur Geschichte und Einigungsidee von 1789 bis 1945.

Feierliche Eröffnung am 29.11.2017 um 19:00 Uhr.

Ausstellung vom 29.11.-22.12.2017

 

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Geschichte
news-14064 Mon, 23 Oct 2017 17:24:40 +0200 Zehn Minuten Reformation https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/zehn-minuten/ Jeden Mittwoch um fünf vor zwölf  an unterschiedlichen Orten der Universität. 

Sie sind herzlich eingeladen!

Flyer (PDF)

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Geschichte
news-13264 Sun, 08 Oct 2017 11:14:43 +0200 Buchvorstellung und Vortrag https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/buchvorstell-2/ 30.10.2017 

18:00 Uhr, Audimax, Universität Hildesheim

"Die Entwicklung in Europa" 

Am 25. März 2017 beging die EU das 60-jährige Jubiläum der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Das
war einer der Höhepunkte der Europäischen Einigung. Zum Inhalt ist das Wechselverhältnis zwischen der Entwicklung
von Europa-Ideen und Schaffung Europäischer Institutionen zu beleuchten, ein Spannungsfeld von
Anspruch und Wirklichkeit. Das wiederkehrende Zusammenspiel machte die Integration Westeuropas und letztlich
auch die weitgehende Vereinigung des Kontinents möglich. Dabei konnte trotz neuer Herausforderungen,
komplexer Krisen und zahlreicher Erweiterungen immer wieder ein Zusammenhalt der Union gewahrt werden.
Wie dies möglich war und warum das auch weiterhin gelingen wird, zeigt der Vortrag.

 Flyer (PDF) 

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Geschichte
news-13906 Wed, 13 Sep 2017 10:58:33 +0200 Einführungswoche WiSe 2017/2018 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/einfuehrungsw/ Liebe Erstsemester, 

auch das Fach Geschichte stellt sich in der Einführungswoche am 18.10.2017 vor.

Um 10:00 Uhr in G307 freuen wir uns, Sie herzlich begrüßen zu dürfen. 

Im Anschluss steht die Fachschaft bereit, um Euch bei dem Stundenplan zu unterstützen. 

Weitere Informationen hier auf der Seite der ZSB.

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Geschichte
news-13674 Sat, 05 Aug 2017 18:14:39 +0200 Sprechzeiten Prof. Dr. Gehler in der vorlesungsfreien Zeit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/sprechzeiten-1/ An den folgenden Terminen bietet Prof. Dr. Gehler seine Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit an:

3.8. ; 10.8. ; 17.8. ; 24.8. ; 31.8. ; 7.9. ; 14.9. ; 19.10.

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Geschichte
news-13673 Sat, 05 Aug 2017 18:11:12 +0200 Forschungskolloquium https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/forschungsko-2/ Wintersemester 2017/2018 In dem Wintersemester 2017/18 findet das Forschungskolloquium in N332 statt.

Die Studierenden sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Programm (PDF) 

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Geschichte
news-12784 Fri, 03 Feb 2017 15:51:00 +0100 Sprechzeiten Prof. Dr. Gehler in der vorlesungsfreien Zeit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/sprechzeiten-2/ Sprechzeiten:

16.2.
2.3.
9.3.

Sonst individuelle Vereinbarung

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Geschichte
news-12927 Tue, 17 Jan 2017 20:49:00 +0100 Manchester Metropolitan University Man Met History and Politics Seminar Series second term programme https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/manchester-m/ An der Manchester Metropolitan University hält Herr M. Gehler einen Vortrag "The European Union: A new post-modern Empire?" in der Vortragsreihe "History and Politics Research Seminar Series, 2016/17".

Programm (pdf)

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Geschichte
news-12884 Mon, 09 Jan 2017 11:33:00 +0100 Hat die EU eine Zukunft? - Leitideen der europäischen Eignung im Widerstreit https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/hat-die-eu-e/

Eine Tagung in der Akademie für politische Bildung in Tutzing am Starnberger See vom 17. - 19. Februar 2017

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Geschichte
news-12829 Wed, 04 Jan 2017 09:28:00 +0100 Europagespräche - Änderung !! https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/europagesprae/ Am Montag, den 9.1., VHS, Riedelsaal, 18h 15, kann der angekündigte Vortrag von Herrn Kohler leider nicht stattfinden. Der Referent musste kurzfristig absagen. Der Vortrag kann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

In Anknüpfung an den zuletzt gehörten Vortrag von Dr. Maximilian Graf
zum Thema "Österreich und die DDR 1949–1990" wird Herr Gehler selbst einen Vortrag zum Thema anbieten:

Die DDR als 13. EG-Mitglied? Zwischen österreichischem EG-Beitrittsgesuch und dem Vollzug der deutschen Einigung 1989/90

Der Vortrag beschäftigt sich mit drei Fragen: erstens wie die österreichischen EG-Beitrittsbemühungen durch die dynamische deutsch-deutsche Entwicklung der Jahre 1989/90 berührt wurden, zweitens inwieweit die DDR noch auf eine stärkere Heranführung an die EG setzte und sogar auf eine direkte Einbindung durch Vollmitgliedschaft in die Europäische Gemeinschaften hoffte, um ihre Fortexistenz zu sichern, und drittens wie Brüssel und Bonn auf diese integrationspolitischen Absichten in Wien und Ost-Berlin reagierten.

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Geschichte
news-12819 Thu, 29 Dec 2016 13:07:00 +0100 Zeitgeschichte: Lebenswerk des früheren Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/zeitgeschichte-lebenswerk-des-frueheren-bundesbankpraesidenten-hans-tietmeyer/ Hans Tietmeyer war der letzte Bundesbankpräsident, ehe der Euro kam. Von 1993 bis 1999 wirkte er an der Spitze der Zentralbank. Während seiner Präsidentschaft in der Bundesbank stand die Vorbereitung der Euro-Einführung auf seiner Tagesordnung. Der ehemalige Präsident der Bundesbank ist gestorben. Der Diplom-Volkswirt wurde 85 Jahre alt. Ein Nachruf von Joachim Algermissen, der für seine Forschung Zugang zum Privatarchiv Tietmeyers erhielt. Promotion über Hans Tietmeyers Lebenswerk an der Universität Hildesheim

Hans Tietmeyers Leben und sein berufliches Wirken findet bis heute keine angemessene Berücksichtigung in der wissenschaftlichen Literatur. Joachim Algermissen untersucht im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Hildesheim das berufliche Lebenswerk von Hans Tietmeyer und hat seine Arbeit noch vor Tietmeyers Tod fertigstellen können. Die Arbeit wird von Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis und Prof. Dr. Michael Gehler betreut. Die Dissertation füllt eine Forschungslücke in der Aufarbeitung der jüngeren wirtschafts-, finanz- und währungspolitischen Zeitgeschichte, die unter anderem die teils drastischen Veränderungen der deutschen Wirtschaftspolitik in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, die Deutsche Einheit oder auch die Einführung des Euro umfasst.

Hans Tietmeyer (1931-2016)

Ein Nachruf von Joachim Algermissen

Mit Hans Tietmeyer verliert Deutschland einen hartnäckigen ordnungspolitischen Kämpfer und einen überzeugten Stabilitäts-Europäer, der in mehreren leitenden Funktionen im Wirtschafts- und Finanzministerium sowie zuletzt als Präsident der Deutschen Bundesbank agierte. Für ihn war das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Wirtschafts- und Währungspolitik die zentrale Voraussetzung für eine dauerhaft funktionsfähige und freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Deshalb stand für ihn eine Stabilitätskultur stets im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Seine Erfahrung und Expertise werden wir bei der Bewältigung der künftigen europäischen Herausforderungen noch vermissen.

Während seiner Präsidentschaft in der Bundesbank stand die Vorbereitung der Euro-Einführung auf seiner Tagesordnung. Tietmeyer hatte eine klare Vorstellung von den institutionellen Voraussetzungen für die neue Gemeinschaftswährung und formulierte dafür drei zentrale Forderungen: Die Gründung einer unabhängigen und stabilitätsorientierten Europäischen Zentralbank nach dem Modell der Deutschen Bundesbank. Dabei benannte er Stabilitätsorientierung als Zielsetzung und die Geldmengenpolitik als Instrument einer solchen Zentralbank.

Das zweite Anliegen bestand aus einer Flankierung der Währungsunion mit einer weitergehenden politischen Union, denn die Einführung des Euro war für ihn nicht nur eine temporäre Wechselkursbindung, sondern eine irreversible ökonomische und politische Integration auf Dauer. Daher waren gemeinsame wirtschaftspolitische Antworten notwendig, sobald das Wechselkursinstrument mit Eintritt in die europäische Währungsunion nicht mehr zu Verfügung stehen sollte.

Die dritte Forderung bezog sich auf die Gewährleistung der ökonomischen Konvergenz der Mitgliedsstaaten. Insbesondere die fiskalischen Konvergenzkriterien (Schuldenquote von 60% des BIP und das Defizitkriterium von 3%) waren für Tietmeyer nicht sonderlich ambitiös formuliert. Bereits damals vermutete er, dass sie die Währungsunion spalten könnten, wenn Länder beitreten würden, die von der Währung überfordert wären. Eine Sorge, die aktueller nicht sein könnte.

Man sollte Tietmeyer allerdings nicht als Gegner des Euros in Erinnerung behalten, denn er war vielmehr ein ökonomischer Experte, der sich kritisch mit den Vorgängen auseinandersetzte und auf die Risiken hinwies. Tietmeyer selbst bezeichnete sich als europäischen Förderalisten, der sich für die Verwirklichung eines großen europäischen Ideals einsetzte und eine klare Vorstellung hinsichtlich eines stabilen Fundaments für eine tragfähige Währungsunion hatte. In die Geschichtsbücher wird er als ein Bundesbankpräsident eingehen, der sich mit aller Kraft bei großer fachlicher Kompetenz und hoher politisch-moralischer Integrität für einen harten Euro einsetzte und am 1. Januar 1999 eine stabile D-Mark in die Eurozone einbrachte.

Zum Abschluss einige persönliche Worte: Auf Vermittlung von Prof. Michael Gehler von der Universität Hildesheim erhielt ich im Februar 2013 das Privileg, Hans Tietmeyer persönlich kennenzulernen und sein Lebenswerk wissenschaftlich aufzuarbeiten. In den vergangenen dreieinhalb Jahren bekam ich nicht nur exklusiven Zugang zu seinem Privatarchiv, sondern konnte meine Dissertation mit rund 48 Stunden Interview-Material durch von Tietmeyer vermittelte Experten und Weggefährten untermauern. Am häufigsten nutzte er bei unseren Gesprächen das Wort „Stabilitätskultur“, die zweifellos auch sein Privatleben bestimmte. Dies wurde auch daran deutlich, dass er sich stets an dem symbolischen Vergleich mit der „Westfälischen Eiche“ erfreute. Meine Zeit mit ihm war geprägt durch faszinierende wie fesselnde Einblicke in die Hintergründe der wirtschaftspolitischen Umbrüche der 1970er und 1980er Jahre, durch Erfahrung hochspannender Details über den Prozess zur deutschen Einheit und durch einen Blick hinter die Kulissen der Euro-Einführung. Beide Prozesse wurden durch Tietmeyer maßgeblich mitgestaltet. Dafür bin ich ihm mehr als dankbar. Ich werde Hans Tietmeyer nicht nur als erstklassigen wirtschafts- und geldpolitischen Experten vermissen, sondern insbesondere auch als Menschen und väterlichen Freund.

Archiv der Zeitgeschichte

Das Institut für Geschichte der Universität Hildesheim baut ein Online-Archiv der Zeitgeschichte auf: Seit zehn Jahren sprechen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer (Zeit-)Geschichte sowie über Fragen der europäischen Integration. Die Vorträge sind öffentlich und werden dokumentiert. Auch Hans Tietmeyer sprach in der Vortragsreihe „Europagespräche“ in Hildesheim: Das Institut für Geschichte dokumentiert die Rede „Der Euro. Seine Geschichte und die Chancen seiner Zukunft“ vom 08.11.2011 [zum Video] [zum Bericht].

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Fachbereich 4 Betriebswirtschaft & Wirtschaftsinformatik Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik
news-12688 Mon, 14 Nov 2016 11:07:00 +0100 Hildesheimer Domgespräche - Was Kirche ausmacht!? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/hildesheimer-2/ Diakonia. Hilfe sein


Kolloquium am 19. November 2016, 10.00 – 17.00 Uhr
Bischöfliches Generalvikariat Hildesheim, Domhof 18-21, 31134 Hildesheim


Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Was Kirche ausmacht!?“ fragt nach den wesentlichen Inhalten und Aufgaben der Kirche. In diesem Jahr geht es dabei um die grundsätzliche Verpflichtung der Kirche bzw. der Christen zur Sorge um den Nächsten: in der Alten Kirche, im Mittelalter, in der Neuzeit, in der Gegenwart und in der Zukunft, Allgemein und konkret.

Programm (pdf)

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Geschichte
news-12687 Mon, 14 Nov 2016 11:04:00 +0100 Der Soldat am Galgenberg - Wie gehen wir heute mit Kriegerdenkmälern um? https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/der-soldat-a/ Das Symposium will den Fragen nach Bedeutung, Notwendigkeit und Funktion von Kriegstotengedenken und -erinnern in heutiger Zeit nachgehen. Am Beispiel des Kriegerdenkmals am Galgenberg, das 1939 für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs eines in Hildesheim stationierten Regiments errichtet wurde, sollen Problemstellungen aufgezeigt, Perspektiven für einen pädagogischen Umgang mit dem Denkmal als Lernort in den Blick genommen und (Um-)Gestaltungs-oder Erweiterungsmöglichkeiten diskutiert werden.

 

Programm (pdf)

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Geschichte
news-12631 Tue, 01 Nov 2016 09:09:00 +0100 Konferenz Preußen und Deutschland als Ostsee-Anlieger https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/konferenz-pr/ Sehr geehrte Damen und Herren:

Vom 31.10. bis 2.11. findet eine Konferenz "Preußen und Deutschland als Ostsee-Anlieger" im Michaeliskloster statt (Programm anbei).
Die Veranstaltung beginnt heute um 15h.

Alle Interessenten sind sehr herzlich dazu eingeladen.

Mit besten Grüßen und Wünschen

Ihr Michael Gehler

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Geschichte
news-12589 Thu, 20 Oct 2016 15:00:00 +0200 Mit 86 auf dem Campus https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/mit-86-auf-dem-campus/ 30 Jahre Gasthörerstudium an der Universität Hildesheim: Wenn Edith Dörrie ein Seminar in der 3. Etage am Uni-Campus besucht, lässt sie den Fahrstuhl links liegen und greift zu ihrem Gehstock. „Wenn ich in der Universität bin, bin ich gesund“, sagt die 86-Jährige. Die Universität sei für viele „eine Informationsquelle, in der nicht veraltetes Wissen, sondern das aktuellste Wissen weitergegeben wird“, sagt Carola Iller, Professorin für Weiterbildung. Wenn Edith Dörrie ein Seminar in der 3. Etage am Uni-Hauptcampus besucht, lässt sie den Fahrstuhl links liegen und greift zu ihrem Gehstock. „Ich nehme die Treppe. Ich bleibe jung“, sagt die 86-Jährige. „Auf der Straße bin ich nichts, eine alte Frau mit Brille. Beim Arzt bin ich eine Nummer, die Kranke mit den schlechten Augen. Hier in der Universität, hier bin ich ein Mensch und kann lernen. Die Universität ist ein Jungbrunnen. Wenn ich hier oben auf der Marienburger Höhe bin, bin ich gesund“, sagt Edith Dörrie während sie aus dem Fenster des Seminarraumes blickt.

Einmal in der Woche geht Edith Dörrie zur Vorlesung – Geschichte und Politik – neulich diskutierte sie über die Bundeskanzler. „Es geht immer weiter. Mich interessieren die Themen aus den Jahrhunderten. Hat man mit einem abgeschlossen, steht schon das nächste im Vorlesungsprogramm.“

„Oma, du bist Zeitzeugin“, erinnert sich Dörrie an die Worte ihres Enkels. „Du warst für uns da, jetzt tu etwas für dich. Weißt du was du machen kannst? Du kannst zur Uni gehen.“ Die ersten Jahre habe sie in jeder Vorlesung mitgeschrieben, nun machen ihre Augen nicht mehr mit und das Alter mache sich bemerkbar. Ihre Krankheit und eine Augenoperation können sie nicht am Lerneifer hindern. „Soll ich zu Hause bleiben, den ganzen Tag im Bett liegen? Ich gebe mich nicht damit zufrieden, dann habe ich ja nichts mehr. Die Universität füllt meinen Tag aus. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich gehen möchte.“ Sie wolle „am Ball bleiben“. Edith Dörrie hat in ihren 86 Lebensjahren „das Schlimme überwunden“, den Zweiten Weltkrieg überlebt, eine „prägende Erfahrung“. In ihrer Familie war die Uni und Ausbildung „kein Thema“. „Es ging um das Überleben, das kann sich keiner vorstellen. Wir haben Kartoffeln nachgehakt und Bucheckern gesammelt. Ich habe gelernt, mit wenig auszukommen und trotzdem zufrieden zu sein.“ Luxus sei nicht ihr Ding, es gebe andere wichtige Werte – ihre 300 Bücher, das Wissen im Hörsaal und Musik. „Musik ist Medizin, ich tanze gerne.“

„Mit dem Gasthörerstudium öffnet die Universität ihre Lehre für Interessierte aus der Stadt und der Region“, sagt Carola Iller, Professorin für Weiterbildung an der Universität Hildesheim. Die Gasthörerinnen und Gasthörer sind zwischen 21 und 90 Jahre alt. Sie können „reinhören in die Wissenschaft“, so Iller. Die Universität sei für viele „eine Informationsquelle, in der nicht veraltetes Wissen, sondern das aktuellste Wissen weitergegeben wird“.

Das Gasthörerstudium in Hildesheim besteht seit 30 Jahren. Pro Semester starten zwischen 100 bis 160 Gasthörerinnen und Gasthörer in die Vorlesungszeit, davon sind rund 80 Prozent über 60 Jahre. Unter ihnen: Senioren, Frührentner, jemand, der die Zeit der Arbeitslosigkeit überbrückt. „Die älteste Gasthörerin an der Universität Hildesheim war knapp über 90. Sie hatte auch noch an unserem Computer- und Internetkurs für Gasthörende teilgenommen“, erinnert sich Kathrin Vornkahl. Gemeinsam mit Ursula Ullrich koordiniert sie die Anfragen von interessierten Bürgern aus der Stadt. Der älteste Gasthörer im aktuellen Wintersemester ist 87 Jahre und besucht, gemeinsam mit seiner 75-jährigen Frau die Geschichtsvorlesung von Professor Michael Gehler.

Gasthörer können sich aus den Vorlesungen und Seminaren ihr individuelles Studienprogramm zusammenstellen. „Wir verzichten auf Reglementierungen. Interessierte können sich aus dem gesamten Lehrangebot die Veranstaltungen aussuchen, die sie für ihre individuelle Weiterbildung nutzen möchten. Sie erhalten Einblicke in Forschung und Lehre und arbeiten gemeinsam mit Studierenden in Vorlesungen und Seminaren zusammen“ so Vornkahl. Seit Frühjahr 2015 gehen junge Erwachsene, die geflohen sind, zur Universität und bereiten sich auf ein Studium vor. Das Gasthörerstudium ist eine Chance, die deutsche Sprache und Wissenschaftssprache zu lernen und die Verbindung zum Uni-Alltag aufzubauen.

„Zwischen den Generationen zu lernen, das ergibt sich nicht zufällig. Wir können den Dialog zwischen Jüngeren und Älteren hochschuldidaktisch fördern und fordern, damit es nicht zu Konflikten kommt“, sagt Carola Iller. Die Bereitschaft der Lehrenden sei wichtig, damit „intergeneratives Lernen“ gelingt. „Wenn Ältere sich mit ihren Berufserfahrungen zu Wort melden, kann das sehr wertvoll für das Seminar sein, aber es muss auch eingeordnet, diskutiert werden“, sagt Iller.

Ein Tag auf dem Uni-Campus: Nachgefragt bei Hans-Joachim Holz

Hans-Joachim Holz kopiert Bücher in der Universitätsbibliothek, sucht online nach passenden Vorlesungen, trifft sich mit Kommilitonen, um ein Referat vorzubereiten. Er trägt einen grünen Kapuzenpullover. Wie andere Studentinnen und Studenten auch. Hans-Joachim Holz ist bloß 50 Jahre älter als die meisten Studierenden auf dem Campus.

Hans-Joachim Holz fährt seit acht Jahren zwei bis drei Mal in der Woche etwa 40 Kilometer mit dem Auto nach Hildesheim. Nach 30 Jahren als Grundschullehrer in Bad Gandersheim geht er nun wieder zur Universität. Der 72-Jährige wählt die Fächer Geschichte, Soziologie, Philosophie und Politik, etwa die Vorlesungsreihe „Europagespräche“ von Professor Michael Gehler, Experte für europäische Geschichte. „Im Sommersemester habe ich das Seminar über Vergangenheit und Gegenwart und ein Ethik-Seminar über Gerechtigkeit besucht. Im Wintersemester steht ein Seminar über die Rolle von Frauen während der Reformation im 16./17. Jahrhundert auf meinem Wochenplan. Außerdem ein Seminar über Tierethik sowie Migration in Deutschland“, sagt Holz.

Das Studium biete eine Möglichkeit, „nach dem Berufsleben nicht von 100 auf 0 zu fallen“. „Es ist ein Geben und Nehmen und schön, mit den jungen Leuten gemeinsam zu arbeiten, ich mache auch in Referaten und Gruppenarbeiten mit, eigentlich nehme ich alles mit, was zum Studium gehört, nur Klausuren schreibe ich nicht mehr.“ Er möchte niemandem einen Platz wegnehmen, sagt Holz.

Festakt – 30 Jahre Gasthörendenstudium

Das Gasthörerstudium in Hildesheim besteht seit 30 Jahren. Während eines Festakts am Donnerstag, 20. Oktober 2016, hält Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Bundesminister a.D. und Vizekanzler a.D., den Festvortrag (um 18:00 Uhr am Uni-Hauptcampus).

Kontakt: Wer sich für das Gasthörerstudium interessiert, kann sich bei Kathrin Vornkahl und Ursula Ullrich anmelden (Telefon 05121.883-92606 und 05121.883-92600). Weitere Informationen finden Sie online.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte Erziehungswissenschaft Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB)
news-12585 Mon, 17 Oct 2016 00:00:00 +0200 Buchpräsentation "Ungarn 1956" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/buchpraesenta-1/ Am 18.10.2016 präsentiert Prof. Dr. Michael Gehler das Werk "Ungarn 1956". Dieses Werk ist mit den Bildern Erich Lessings und Texten Michael Gehlers erzählt.

Beginn: 18:15 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek Hildesheim

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Geschichte
news-5027 Tue, 09 Feb 2016 20:01:00 +0100 Sprechstunden Prof. Gehler https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/sprechstunde/ Sprechstunden Prof. Gehler

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit, jeweils donnerstags, 8.30 – 09.45 Uhr

 

11.8. 2016

18.8. 2016

25.8. 2016

1.9. 2016

8.9. 2016

15.9. 2016

29.9. 2016

 

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Geschichte
news-11131 Tue, 05 Jan 2016 15:16:00 +0100 Begegnung auf dem Postweg https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/begegnung-auf-dem-postweg/ Wer nicht anfängt, kann nichts verändern: In studentischen Gremien, im Studierendenparlament und beim Allgemeinen Studierendenausschuss kann man etwas bewirken, sagen Svenja Brakebusch und Robert Rathke. Manchmal, sind es die kleinen Gesten die zählen – und mehr wiegen als Geld. Studierende der Universität Hildesheim haben Geschenkpakete für Familien gestaltet, die erst seit wenigen Monaten in Hildesheim leben. Manchmal sagen Worte sehr viel – und weitaus mehr als Geld: Auf der Rückseite eines Fotos von Studierenden steht:

„Wir wünschen dir frohe Weihnachten! Wenn du möchtest, würden wir dich gerne einmal treffen.“

Unter der Nachricht haben die Studierenden ihre Kontaktdaten geschrieben. Lasst uns treffen, das ist die Botschaft, die die jungen Erwachsenen an Familien senden, die erst seit wenigen Monaten in Hildesheim leben.

Von dieser Idee ist die Studentin Svenja Brakebusch beeindruckt. „Das finde ich total cool, dass man den Mut hat und sagt: So, ich würde dich gerne kennen lernen. Du bist neu hier? Ich bin gerne dein Ansprechpartner in dieser Stadt.“

Umgeben von Schuhkartons stehen Svenja Brakebusch und Robert Rathke in einem Uni-Büro. Die beiden studieren an der Universität Hildesheim Lehramt und haben gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), dem Studierendenparlament (StuPa) und in Zusammenarbeit mit dem Hildesheimer Migrationsverein Asyl e.V. Geschenke für Kinder und Jugendliche gesammelt, die nach der Flucht mit ihren Familien oder alleine in Hildesheim angekommen sind. Im Dezember haben sie Studierende und Lehrende dazu aufgerufen, ein Päckchen zu packen: Die Pakete sind in Geschenkpapier umhüllt, liebevoll bemalt, enthalten Spielsachen, Kleidung, Schreib- und Schulmaterialien, dazu handgeschriebene Briefe und Karten. Auf dem Paket kleben kleine Zettel mit einer Altersangabe.

Bis zur Decke stapeln sich die etwa 150 Pakete, täglich wurden es in den letzten Dezemberwochen mehr, bevor sie an Familien in Hildesheimer Flüchtlingsunterkünften verteilt wurden.

„Mit herzlichen Grüßen für ein gutes neues Jahr in Sicherheit und Gesundheit“

steht auf einer Karte in deutscher und englischer Sprache.

Von der Resonanz sind sie überwältigt. „Es ist eine kleine Geste, wir wollen hier vor Ort in Hildesheim etwas tun. Die Leute stehen in unserem Büro: mit welcher Freude sie die Geschenke mitbringen“, sagt Svenja Brakebusch.

Die 23-jährige Lehramtsstudentin engagiert sich seit drei Jahren im Studierendenparlament der Uni. „Wir haben viele Spenden bekommen, auch große Tüten mit Kuscheltieren. Und Mädchen-Schnick-Schnack, Haarbänder, Fußbälle, Lego-Trecker, etwas Süßes mit dazu.“ Außerdem wurden Schulsachen, Stifte, Radiergummis, erste Lesebücher, Anspitzer und Spielzeug eingepackt, ergänzt Robert Rathke. „Die Studierenden haben sich viele Gedanken gemacht, wir haben mit 20 Paketen gerechnet und stehen hier jetzt mit achtmal so viel.“ Die Pakete enthalten auch Grüße und Glückwünsche für das neue Jahr in verschiedenen Sprachen.

„Der große Dank geht an die Studierenden, die sich an solchen Aktionen beteiligen“, sagt Rathke, der an der Universität Lehramt mit den Fächern Wirtschaft, Geschichte und Evangelische Theologie studiert. Seine Hoffnung ist nun, dass über einzelne Feiertage hinaus Freundschaften und Begegnungen entstehen – zum Beispiel durch die Fotokarte mit der handgeschriebenen Einladung: „Lasst uns einmal treffen!“.

Studierende, sagt Robert Rathke, „können die Kompetenzen, die sie an der Universität erwerben, zum Beispiel in den Sprachwissenschaften und im Lehramt, auch im Alltag nutzen und sich einbringen“. Lehramtsstudierende gehen zum Beispiel seit Herbst 2015 in eine Hildesheimer Erstaufnahmestelle und lernen mit Erwachsenen und Familien die deutsche Sprache. 

Studierende aller Fachbereiche können beim Ankommen in der Universität mit Rat zur Seite stehen, sagt Svenja Brakebusch. „Wo muss ich hin, wie stelle ich einen Stundenplan zusammen, was muss ich beantragen, wo sind die Gebäude, in denen das Seminar stattfindet? Wie komme ich zur Universität? Im Alltag geht es darum, zu sagen: ‚Komm doch einfach mit, wir machen das zusammen.‘ Es ist eigentlich gar nicht viel, aber es hat eine riesen Wirkung.“ Das Ziel sei, dann gemeinsam im Hörsaal zu sitzen – um zu lernen.

Studentisches Engagement:

Wer sich für die Mitarbeit in den studentischen Gremien interessiert, kannst sich an Svenja Brakebusch und Robert Rathke wenden. Informationen zum Studierendenparlament findet man online. Den Allgemeinen Studierendenausschuss erreicht man zum Beispiel per E-Mail (kontakt[at]asta-hildesheim.de) und telefonisch unter 05121.883-90184. „Studierende können gerne mit ihren Ideen auf uns zukommen, wir helfen mit Infrastruktur weiter“, sagt Svenja Brakebusch. „Ich lerne hier viel“, sagt Rathke, der beim AStA für Finanzen zuständig ist.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Ang. Erziehungswissenschaft Geschichte Deutsche Sprache Fachbereich 3 Mathematik & Angewandte Informatik Fachbereich 4 Wirtschaftswissenschaft und ihre Didaktik Centrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (CeLeB) Flüchtlinge
news-10969 Thu, 12 Nov 2015 12:18:00 +0100 Pflichtlektüre "Einführung in die Geschichtsdidaktik" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/pflichtlektue/ Christoph Kühbergers Werk "Kompetenzorientiertes historisches und politisches LernenMethodische und didaktische Annäherungen für Geschichte,Sozialkunde und Politische Bildung" ist in dritter und damit neuer Auflage erschienen. Das Buch ist u.a. Pflichtlektüre für die "Einführung in die Geschichtsdidaktik". Den Bestellschein finden Sie hier:

Bestellschein als Download (pdf)

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Geschichte
news-10921 Wed, 04 Nov 2015 12:05:00 +0100 Modern, traditionell, vielfältig: Einblicke in afrikanische Kinder- und Jugendbücher https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/modern-traditionell-vielfaeltig-einblicke-in-afrikanische-kinder-und-jugendbuecher/ Lehramtsstudierende haben Jugendliche in Realschulen in Hildesheim und Hannover befragt. Viele verbinden Afrika mit Armut, Krankheit und Hunger. Ein Team der Universität Hildesheim hat daher eine Ausstellung und öffentliche Vorlesungsreihe über Afrikabilder entwickelt. Autorinnen und Autoren afrikanischer Kinder- und Jugendliteratur geben Einblicke in die Vielfalt der Länder und Menschen. Eine einzelne Geschichte, schreibt die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie, schaffe Stereotype („The Danger of the Single Story“, 2009). „Das Problem von verallgemeinernden Urteilen ist nicht, dass sie unwahr sind, sondern, dass sie unvollständig sind. Sie machen eine Geschichte zur einzigen Geschichte." Stattdessen, so die Autorin, sollten wir realisieren, dass nie nur eine einzige Geschichte zu einem Ort existiere.

Sozialwissenschaftlerinnen, Erziehungswissenschaftler, Historiker und Lehramtsstudierende der Universität Hildesheim greifen nun die Gedanken von afrikanischen Autorinnen und Autoren in einer Ausstellung auf. „Wir möchten mit dieser Ausstellung zum Nachdenken über die eigene Vorstellung von Afrika anregen und Ein- und Ausblicke in die Vielfalt Afrikas und afrikanischer Gesellschaften anstoßen", sagt Jessica Schwarz vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim.

Im Projekt „Globaler Wandel in der Politischen Bildung“ und im Seminar „Afrikanische Kinder- und Jugendliteratur“ haben sich Lehramtsstudierende der Universität Hildesheim mit der Frage auseinandergesetzt, welches Bild von Afrika Schülerinnen und Schüler haben und inwieweit Schule zu einer differenzierten Vorstellung von Afrika beitragen kann, indem ein ganzer Kontinent nicht einseitig auf Armut, Krankheit und Krieg reduziert wird, erläutert Jessica Schwarz. In Befragungen an Schulen in Hildesheim und Hannover wurde wiederkehrend das Interesse am Alltag der Menschen und an Afrikas Flora und Fauna geäußert. Außerdem sind die befragten Jugendlichen interessiert an einer Darstellung der wirklichen Vielfalt Afrikas, um stereotypen Vorstellungen und Vorurteilen entgegenzuwirken. Ein negatives, wenig differenziertes Afrikabild überwiegt bei den befragten Jugendlichen. Wiederkehrende Begriffe sind Armut, Krankheit und Hunger. Ein Sechstklässler antwortet auf die Frage, was ihm zum Thema Afrika einfällt: „Diese Menschen, die an Krankheiten sterben und die haben halt nicht so viel Geld und nicht so viel Essen wie wir.“

Befragt wurden im Frühsommer 2015 208 Jugendliche aus zehn Schulklassen an zwei Realschulen. Die Lehramtsstudenten Clemens Franke, Benedikt Kiehn und Jan Siefer haben ihre kleine Studie hier zusammengefasst (PDF).

In einer Ausstellung im Hildesheimer Schulmuseum präsentieren die Studierenden nun Projektergebnisse: Sie zeigen das moderne, traditionelle und vielfältige Bild Afrikas anhand von Auszügen aus der Kinder- und Jugendliteratur. In den Kinderbüchern werden zum Beispiel Höflichkeits- und Umgangsformen sowie der Respekt und der Umgang miteinander thematisiert und in Tierfabeln in Kisuaheli vermittelt. Das Projekt wurde begleitet und mit Buchspenden unterstützt vom Verein Initiativen Partnerschaft Eine Welt e.V. in Hildesheim.

Neben den beiden international bekannten nigerianischen Autoren Chinua Achebe und Cyprian Ekwensi, die in kunstvoll illustrierten Kinderbüchern, wie „How the Leopard got his Claws“ (Achebe) und „Masquerade Time“ (Ekwensi), die Mythen und Fabeln ihrer Ahnen nutzen, um Kinder für die Vergangenheit zu sensibilisieren, sind auch autobiographische Erzählungen in der Ausstellung zu sehen. Zum Beispiel die Geschichte des jungen Autoren Mbu Maloni aus Südafrika, der seine Kindheit und Jugend in einem Waisenhaus in einem Township in seinem Buch „Niemand wird mich töten“ beschreibt und mit Unterstützung des Leiters des Waisenhauses Hokisa, Lutz van Dijk, sein Buch auch in Deutschland publizieren konnte.

Neben tansanischen Schulbüchern der Primarstufe und der weiterführenden Schulen werden Kinderbücher gezeigt, die Umweltbewusstsein und Naturschutz in den Mittelpunkt stellen oder Ausgrenzung und Benachteiligung im Kinder- und Jugendalter thematisieren.

Mit der Ausstellung startet auch eine öffentliche Ringvorlesung über Afrikabilder. Ein Thema ist unter anderem die Rolle von länderübergreifenden Schulpartnerschaften. Persönliche Begegnungen haben eine „fundamentale Bedeutung für das biographische Lernen bei Schülerinnen und Schülern“, sagt Jessica Schwarz. Sie hat im vergangenen Jahr ihre Dissertation über „Die Wiederentdeckung der Begegnung in der politischen Bildung“ verteidigt. Die Politikwissenschaftlerin der Universität Hildesheim untersucht, wie Globales Lernen in internationalen Schulpartnerschaften stattfindet. Dabei betrachtet sie die Zusammenarbeit von niedersächsischen Schulen mit Partnern in Brasilien, Costa Rica, Gambia, Kenia, Niger, Tansania und auf den Philippinen. Politische Problembestände seien „nicht mehr lokalisiert oder ausschließlich national geprägt“, so Schwarz. Die Wissenschaftlerin weist darauf hin, dass Schulpartnerschaften geeignet sind, „um Wissensvermittlung über globale Zusammenhängemit persönlichkeitswirksamen Erfahrungen der Begegnung mit einem vormals geographisch entfernten Kulturraum zu verbinden“.

Auf einen Blick / Afrikabilder: Ausstellung und öffentliche Vorlesungsreihe starten in Hildesheim

Jeden Donnerstag: Vorlesungsreihe über Afrikabilder auf der Domäne Marienburg. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Die Ausstellung zu afrikanischer Kinder- und Jugendliteratur wird am Donnerstag, 5. November 2015, um 16:00 Uhr im Schulmuseum auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Hildesheimer Universität eröffnet (Domänenstraße, 31141 Hildesheim). Interessierte Schulklassen und Bürger sind herzlich eingeladen. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Schulmuseums (dienstags 10:00 bis 12:00 Uhr und mittwochs 15:00 bis 17:00 Uhr) geöffnet. Außerdem kann man Termine auf Anfrage vereinbaren. Auch Sonderführungen sind für Gruppen nach telefonischer Anmeldung möglich. Weitere Informationen findet man auf der Internetseite des Schulmuseums. Ansprechpartner ist Dr. Hartmut Schröder (Tel.: 05121-883-10150 oder E-Mail: ssm@uni-hildesheim.de). Der tansanische Künstler John Kilaka, der im November Kunst-Workshops zu tansanischer Malerei in Schulen und Kindergärten in Niedersachsen anbieten wird, ist ebenfalls vor Ort und mit seinen Fabelbüchern und Bildern bei der Auftaktveranstaltung vertreten. Seine Kinderbücher „Gute Freunde", „Frische Fische" und „Der wunderbare Baum" sind auch in deutsche Sprache übersetzt worden.

Mit der Ausstellung startet an der Universität Hildesheim auch eine öffentliche Ringvorlesung über Afrikabilder (Programm als PDF). Jeden Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr sprechen Fachleute aus Forschung und Schule. Die Vorträge finden im Burgtheater auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg statt (Haus 2a,Raum 2a). Den Eröffnungsvortrag hält Kirsten Rüther, Professorin für Geschichte und Gesellschaften Afrikas an der Universität Wien, am 5. November 2015, um 16:15 Uhr. Am 12. November spricht Gerhard Meier-Hilbert (Hildesheim) über vielfältige Lebenswelten von Kindern in afrikanischen Ländern. Am 19. November gibt Manfred Loimeier (Heidelberg) Einblicke in Literaturvermittlung und die Förderung der Lesekultur unter Kindern und Jugendlichen in Nigeria und Mali.

Es folgen weitere Vorträge. Professor Wolfgang Schneider (Hildesheim) spricht zum Beispiel über Auswärtige Kulturpolitik und künstlerische Kooperationen und Luise Steinwachs(Berlin) gibt einen Einblick in Lernerfahrungen in Schulpartnerschaften. Auch die Herman-Nohl-Schule (Hildesheim) gibt Einblicke in eine Bildungspartnerschaft in Moshi/Tansania.

Die Vortragsreihe über Afrikabilder ist eine Kooperation des Instituts für Geschichte, der Stiftung Schulmuseum, des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Hildesheim und des Vereins Initiativen Partnerschaft Eine Welt e.V. Die Sparkasse und das Bistum Hildesheim unterstützen die Reihe.

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Pressemeldungen Sozialwissenschaften Politik Geschichte Erziehungswissenschaft Ang. Erziehungswissenschaft
news-10209 Thu, 25 Jun 2015 23:05:00 +0200 Informationsveranstaltung zum M.Ed.-Studium im WS 2016/17 und SS 2016 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/informations-2/ Am 2. Juli 2015, 16.00 Uhr s.t. bis 17.00 Uhr, findet in Raum G 204 eine Informationsveranstaltung für Studierende statt, die im kommenden Wintersemester 2015/16 bzw. Sommersemester 2016 ihr Studium im M.Ed.-Studiengang aufnehmen. Die Teilnahme wird dringend empfohlen.


Tagesordnung: Ablauf und Anforderungen des Masterstudiums im Fach Geschichte, Absprachen über die Ausrichtung bzw. Terminierung von Lehreranstaltungen, ggf. Klärung von Fragen zur Bachelorarbeit.

Im Anschluss findet das Sommerfest der Fachschaft statt.

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Geschichte
news-9314 Sat, 03 Jan 2015 19:33:00 +0100 Dank den Freunden und Förderern! https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/dank-den-fre/
Seit 01.10.2006 konnte sich das Institut für Geschichte mit zahlreichen
Publikationen, Projekten, Konferenzen, Ausstellungen und Medienauftritten sowie
einer epochenübergreifende Lehre nachhaltig in der deutschen und europäischen
Forschungs- und Bildungslandschaft profilieren. Mit einer eigenen
Publikationsreihe (Historische Europa-Studien), Vortrags- und Gesprächsreihen
(Europagespräche, Ringvorlesungen) sowie facettenreichen Lehrveranstaltungen
mit international ausgewiesenen Dozenten und Gästen wird auf Basis eigener
Forschung europäische Geschichte vermittelt – an Studierende, vor allem aber
auch an eine geneigte Öffentlichkeit. 
 
Das alles wäre ohne die Unterstützung von Freunden und
Förderern des Instituts nicht möglich gewesen. Mit finanziellen Zuwendungen,
aber auch Buch- und Sachspenden haben sie auch im Jahr 2014 unsere Arbeit gestärkt, in Teilen gar
erst möglich gemacht. Wir danken ihnen, die auf eigenen Wunsch
nicht genannt werden wollen, herzlich für ihre Verbundenheit und ihren Beistand.
Ihre Förderung ist uns Verpflichtung.

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Geschichte
news-8430 Sun, 15 Jun 2014 19:26:00 +0200 Einladung zum hochschulöffentlichen Vortrag von Philipp Blom https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/einladung-zu-23/ „Im Taumel der Moderne: der Erste Weltkrieg und die Kulturgeschichte der Technologie.“ am Mittwoch, 18.06.2014
18.00 Uhr c.t., Raum G207

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Geschichte
news-8367 Thu, 05 Jun 2014 09:20:00 +0200 „Beeindruckend, wie Stabwechsel gelingt“ https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/beeindruckend-wie-stabwechsel-gelingt/ Universitätsgesellschaft zeichnet Herausgeberteam der „Bella triste“ und Historiker Michael Gehler aus: Der Hildesheimer Professor untersucht, wie Konflikte entstehen und vermieden werden können. Ihm gelingt es, etwa im Austausch mit Zeitzeugen und Fachleuten während der Europagespräche, Wissenschaft verständlich in die Stadt zu tragen. Die Kulturwissenschaftsstudierenden beleben bei gleichbleibend hoher Qualität seit über zehn Jahren mit Lesungen und Literaturfestivals wie Prosanova die Stadt Hildesheim. Die Preise der Universitätsgesellschaft Hildesheim würdigen „besonderes Engagement und herausragende Leistung zur Gestaltung einer offenen Bildungslandschaft zwischen Universität und Öffentlichkeit“. Sie sind mit jeweils 1000 Euro dotiert.

Die Auszeichnung würdigt die Arbeit aller Kulturwissenschaftsstudierenden, die seit 2001 mit der Literaturzeitschrift „Bella triste“ und seit 2005 mit dem Literaturfestival „Prosanova“ Hildesheim bundesweit zum Markennamen für junge Literatur entwickelt haben, sagte Dr. Hartmut Häger während der Verleihung des Preises der Universitätsgesellschaft für Studierende. „Es ist tief beeindruckend, wie den Studierenden seit dreizehn Jahren immer wieder der Stabwechsel in der Bella-triste-Redaktion gelingt, bei gleichbleibend hoher Qualität der ‚Zeitschrift für Literatur‘ und des ‚Festivals für junge Literatur‘. Die Studierenden haben die Universität verlassen, sind mit dem Bella-triste-Büro in der Stadt präsent und beleben mit dem Festival leer stehende Gebäude im Stadtgebiet“, so Häger.

Die Biografien der Autorinnen und Autoren, die für ihre Arbeiten vielfach bereits Literaturpreise erhielten, weisen oftmals auf eine Ausbildung in der Universität Hildesheim hin, merkt Hartmut Häger an. „Das so entstandene Netzwerk ist ein weiterer Grund für die Vergabe des Preises an das studentische Team, dem es nachhaltig gelungen ist, Brücken von der Universität in die Gesellschaft zu bauen und die Universität Hildesheim den Menschen in der Region und weit darüber hinaus nahezubringen.“ Den Preis nahm, stellvertretend für alle mitwirkenden Studierenden, das derzeitige Herausgeberteam der Literaturzeitschrift entgegen: Karl Wolfgang Flender, Juan Guse, Benjamin Quaderer, Stefan Vidovic, Lena Vöcklinghaus und Juli Zucker.

Prof. Dr. Michael Gehler erhält den Preis der Universitätsgesellschaft für Lehrende. „Wie entstehen Konflikte, wie entstehen Kriege, wie kann man sie vermeiden? Diese Fragen bewegen Michael Gehler. Ihm gelingt es, dass auch Wissenschaft leicht verständlich wird und nicht einen künstlich akademischen Abstand zu Menschen erzeugt“, sagte Dr. Rainer Hermeling in seiner Laudatio. Seit fast zehn Jahren veranstaltet der Historiker der Uni Hildesheim die „Europagespräche“, eine öffentliche und wöchentliche Vortragsreihe, in der Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer Zeitgeschichte und europäischer Integration sprechen. „Viele Bürger kommen wiederholt, geradezu abonniert. Er geht auf die Bürger zu, veranstaltet die Reihe mitten in der Stadt, in vertrauter Umgebung. Die Diskussion, der Meinungsaustausch mit dem Referenten ist wesentlicher Bestandteil. Gehler selbst führt stets geschickt moderierend durch diesen Teil.“

Michael Gehler, der an der Universität in Innsbruck Geschichte und Deutsche Philologie studierte, promovierte 1987 mit Auszeichnung über die „Studentenschaft an der Universität Innsbruck von 1918 bis 1938“. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Wien, Paris und London, nach Washington, Dallas, New Orleans, Gainesville und Minnesota; Gastprofessur nach Salzburg und Leuven. Vor 20 Jahren startete er die Herausgabe der Reihe „Arbeitskreis Europäische Integration – Historische Integration“ im Böhlau-Verlag, zunächst am Institut für Zeitgeschichte in Innsbruck und ab 2007 fortgesetzt in Hildesheim. 1999 habilitierte Michael Gehler mit dem Thema „Vom Telegraphenamt zum Ballhausplatz – Karl Gruber und Österreichs Außenpolitik bis zum Scheitern der Staatsvertragsverhandlungen 1924 bis 1949“. Er wirkte am Graduiertenkolleg der DFG „Politische Kommunikation zur Herrschaftslegitimation, von der Antike bis zum 20. Jahrhundert“ in Kooperation mit den Universitäten Trient, Bologna, Innsbruck mit. An der Stiftungsuniversität Hildesheim ist der Historiker Institutsdirektor für Neuere Deutsche und Europäische Geschichte und Inhaber des „Jean-Monnet-Chair für vergleichende europäische Zeitgeschichte und Geschichte der europäischen Integration“.

„Sein Büro ist gefüllt mit Detailzeugen unglaublicher Schaffenskraft. Michael Gehler ist zusätzlich in vielen universitären Gremien und Verwaltungskreisen beteiligt, seine außeruniversitären Aktivitäten, Mitgliedschaften in Gremien und Vereinen veranlassen zu großem Staunen. Ihr Tag muss 48 Stunden haben!“, so Rainer Hermeling in seiner Laudatio. Namhafte Historiker versammelte Michael Gehler anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der St. Michaelis-Kirche in Hildesheim, um über „Imperien und Reiche in der Weltgeschichte“ zu debattieren. Zwei sehr umfangreiche Teilbände erschienen dazu 2014, „möglicherweise werden sie zu Standardwerken über Imperien und Reiche“, so Hermeling.

Die Preise der Universitätsgesellschaft Hildesheim wurden am 3. Juni 2014 im Center for World Music verliehen.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Fachbereich 2 Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft
news-8324 Sun, 25 May 2014 11:21:00 +0200 Buchpräsentation Michael Gehler https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/buchpraesenta-2/ „Europa - von der Utopie zur Realität“ 28. Mai 2014

17.30 Uhr
Universitätsbibliothek Hildesheim

  • Flyer (pdf)
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Geschichte
news-7999 Mon, 24 Mar 2014 13:43:00 +0100 Fachpraktikum https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/fachpraktiku-4/
Das Fachpraktikum wird wegen der Umstellung im Rahmen von GHR 300 in seiner bisherigen Form im SS 2014 letztmalig angeboten.
Alle Masterstudierenden - insbesondere jene, die im SS 2014 ihr Studium beginnen - werden nachdrücklich darauf hingewiesen. Bitte benachrichtigen Sie auch potenziell betroffene Kommilitonen. Die Anmeldung erfolgt über das LSF im Rahmen der normalen Fristen. Weitere Auskünfte erteilt Andreas Pudlat.

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Geschichte
news-7753 Mon, 27 Jan 2014 10:33:00 +0100 Imperien in der Weltgeschichte https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/imperien-in-der-weltgeschichte/ Die Geschichte der Imperien bestimmen Männer. Ausnahmen sind die ägyptische Königin Hatschepsut und die russische Zarin Katharina die Große. Das ist lange her. Auch heute gibt es solche „Weltreiche“ – in der Massenkultur sind das mächtige Marken wie Coca Cola, Apple oder Google. Bisher wurden Imperien meist isoliert voneinander analysiert. Historiker der Universitäten Hildesheim und Innsbruck betrachten erstmals diese Gebilde epochenübergreifend. Imperienforschung auf mehr als 1700 Seiten: das zweibändige Mammutwerk „Imperien und Reiche in der Weltgeschichte" erscheint 2014. Die Geschichte der Imperien bestimmten Männer, etwa Augustus, Trajan, Napoléon oder Stalin. Ausnahmen sind die ägyptische Königin Hatschepsut und die russische Zarin Katharina die Große. Das ist lange her. Auch heute gibt es solche „Weltreiche“ – in der Massenkultur sind das mächtige Marken wie Coca Cola, Apple oder Google.

Doch zurück zur Geschichte: Bisher wurden Imperien meist isoliert voneinander betrachtet, ohne die epochenübergreifenden, gesamthistorischen Komplexitäten und machtgeschichtlichen Konsequenzen einzubeziehen. Dabei ging es zum Beispiel um das Osmanische und das Habsburger Reich. Historiker der Universitäten Hildesheim und Innsbruck untersuchten nun Fallbeispiele nach einheitlichen Kriterien und stellen die Imperien zum ersten Mal in einen welthistorischen Rahmen.

Imperienforschung auf mehr als 1700 Seiten, mit über 200 Abbildungen, 39 Karten, in 60 Beiträgen: das zweibändige Mammutwerk „Imperien und Reiche in der Weltgeschichte" betrachtet erstmals diese Gebilde epochenübergreifend und globalhistorisch.

Wie entstehen Imperien, wie zerfallen sie? „Imperien sind großflächige Gebiete mit einem hohen Maß an Macht, die allerdings nicht immer an einem Zentrum festzumachen ist. Sie können innerhalb weniger Jahre zerfallen oder über Jahrhunderte schleichend niedergehen. Imperien sind in der Lage, verschiedene Ethnien unter einen Hut zu bringen und dabei auch Autonomie zu gewährleisten. Es müssen nicht zentralistische Staaten sein. Imperien sind von den Herrschaftsformen unabhängig – Monarchien, Aristokratien, Diktaturen, präsidiale Demokratien“, sagt Geschichtsprofessor Michael Gehler von der Universität Hildesheim. Imperien werden nicht gegründet, sie entwickeln sich und wachsen. Ein formeller Gründungsakt wie bei Nationalstaaten ist ihnen fremd – so ist etwa das britische Weltreich zunächst über private Handelskompanien entstanden. Im Nachhinein wird „ein Gründungsmythos hergestellt“, etwa bei Romulus und Remus. Das flächenmäßig kleinste Imperium sei, so Michael Gehler, der Vatikan, ein geistiges Zentrum mit weltgeschichtlicher Dimension.

„Gebietsmäßige Expansion, kriegerische Eroberung und militärische Gewaltanwendung sind Machtmittel der Imperien. Viele Imperien ragen durch schiere Größe und ‚unendliche’ Weite hervor und sprengen damit die gängigen zeittypischen Raumdimensionen wie das British Empire oder die Vereinigten Staaten durch ihr weltweites Netz von Militärstützpunkten und Verbündeten“, sagt Gehler.

Im Jahr 2010 – anlässlich 1000 Jahre Sankt Michaelis – haben Historiker der Universitäten Hildesheim und Innsbruck die einwöchige Konferenz „Großreiche und Imperien der Weltgeschichte" in Hildesheim abgehalten. Das Ergebnis ist ein epochenübergreifende Werk in zwei Bänden, das 2014 im Harrassowitz Verlag erschienen ist, herausgegeben von den Professoren Michael Gehler und Robert Rollinger. Teil 1 behandelt Imperien des Altertums, Mittelalterliche und frühneuzeitliche Imperien; in Teil 2 geht es um Imperien in Theorie, Geist, Wissenschaft, Recht und Architektur, Wahrnehmung und Vermittlung. Es geht um moderne, antike, außereuropäische und europäische Imperien. Der zeitliche Bogen reicht von den altvorderasiatischen Schriftkulturen bis in die Gegenwart. Kartenmaterialien, Register und Literaturverzeichnisse runden das enzyklopädische Gesamtwerk ab, mit dem die Imperienforschung auf eine neue Grundlage gestellt wird. Eine Buchvorstellung mit inhaltlicher Debatte findet am 28. Januar 2014 in Hannover in den Räumen der Stiftung Niedersachen im Künstlerhaus statt. Die Stiftung Niedersachsen unterstützte die Tagung und die Publikation mit 35.000 Euro.

Zur Person

Prof. Dr. Michael Gehler befasst sich am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim mit Aufstieg, Krisen und Niedergang von Imperien, forscht zur Europäischen Integration sowie untersucht die Umbrüche in Mittel- und Osteuropa 1989 und den Zerfall der Sowjetunion aus der Sicht diplomatisch-politischer Beobachter und Zeitzeugen. So bietet etwa die öffentliche Vorlesungsreihe seines Instituts „Europagespräche" Raum für historische und aktuelle Europafragen.

Prof. Dr. Robert Rollinger forscht am Institut für Alte Geschichte und Altorientalistik der Universität Innsbruck; derzeit Finland Distinguished Professor am Department of World Cultures der Universität Helsinki. Er leitet das Projekt „Intellectual Heritage of the Ancient Near East”. Arbeitsschwerpunkte sind Kulturkontakte und Globalisierungsphänomene in der Alten Welt sowie die antike Historiographie.

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Pressemeldungen Geschichte
news-7533 Sun, 01 Dec 2013 18:44:00 +0100 Klausur "Einführung in die Geschichtsdidaktik" https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/klausur-ein/ Klausurtermin für LV 1317 - Einführung in die Geschichtsdidaktik - wurde anberaumt auf Dienstag, 17. Dezember 2013, 08.00 Uhr c.t. Raum: I 010. Papier wird gestellt, Hilfsmittel sind nicht zugelassen.

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Geschichte
news-7235 Sun, 20 Oct 2013 12:19:00 +0200 Einführung WS2013/14 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/einfuehrung-w/ Infos für Erstsemester Das Institut für Geschichte heißt alle Studierenden, die zum WS 2013/14 ihr Studium aufnehmen, herzlich willkommen und wünscht viel Erfolg! In dieser Präsentation finden Sie grundlegende Informationen.

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Geschichte
news-7192 Sat, 12 Oct 2013 09:04:00 +0200 Ich will Professorin werden https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ich-will-professorin-werden/ Hildesheim ist eine märchenhafte Stadt, sagt die Italienerin Sarah Melina. Über 100 ausländische Studierende starten in das Wintersemester, und ermutigen Studienanfänger, ein Auslandsstudium einzuplanen. Studierende aus Hildesheim helfen als „buddy" und als Sprachtandem-Partner beim Ankommen. „Ich will Professorin der Informationstechnologie werden", sagt Myeongjae Go aus Südkorea und erzählt begeistert von Studieninhalten wie Computer und Software-Entwicklung und Algorithmen. Myeongjae studiert „Information and communication engineering" und hat 75 männliche Kommilitonen – nur 5 sind Frauen. Und nun soll die Universität Hildesheim einen Teil dazu beitragen, den Weg als Professorin zu ebnen. Denn gemeinsam mit der Pai Chai Universität in Daejeon bietet die Hildesheimer Uni in den Informationswissenschaften einen Doppelmaster an. Ein Jahr steht Myeongjae nun in Norddeutschland bevor, gemeinsam mit mehr als 100 ausländischen Studierenden startet sie derzeit in das Wintersemester. Bevor Mitte Oktober die Vorlesungen beginnen, hat das International Office für die Neulinge ein zweiwöchiges Programm gestrickt, mit Bibliotheksführungen, Begrüßungsfrühstück, interkulturellen Trainings der studentischen Initiative go intercultural und Intensivsprachkursen.

Und so sind sie fast schon Hildesheimer, scherzt Sarah Melina aus Italien, schließlich kennt sie die Stadt nun besser als manche Studienanfänger aus Stuttgart, München, Köln oder Berlin, die am 14. Oktober in die Einführungswoche starten. „Die Unterstützung der Uni ist toll, und mein buddy student hilft beim Ankommen, hat mich vom Flughafen abgeholt und die Stadt gezeigt." Hildesheim sei „eine märchenhafte Stadt, die Farben, die Seen, die norddeutsche Sprache", sagt Sarah. „Weil Berlin jeder kennt und ich eine Stadt neu entdecken, meinen Freunden in Bologna davon erzählen möchte, habe ich mich für eine kleinere Stadt entschieden, die ich gar nicht kannte. In sechs Monaten kann ich die Stadt besser erkunden", so die Italienerin, die in einer WG in einem „traumhaften Fachwerkhaus" untergekommen ist. Außerdem könne sie mit dem Semesterticket kostenfrei bis ans Meer fahren, so etwas kennt sie von ihrer Heimatuni nicht. Entscheidend waren das Studienangebot im Bereich Sprachen und Übersetzen sowie die kleinen Seminargruppen und dass sie „in Norddeutschland Hochdeutsch lernen können", ergänzt Xinhui Chen aus Italien, die in China geboren ist und Dolmetscherin werden möchte.

Aus einer Millionenstadt zieht es Li Hanjue und Sijie Huang nach Niedersachsen. Den beiden Germanistikstudentinnen aus Hangzhou fällt auf, wie ruhig es ist. „'Aller Anfang ist schwer', mir gefällt dieses Sprichwort. Denn wenn man erst einmal begonnen hat, die Sprache zu lernen, kann man nicht mehr davon lassen", sagt Li Hanjue. „Ich lese die Brüder Grimm in einfacher Sprache und freue mich in Hildesheim in die deutsche Literatur einzusteigen. Ich möchte Lehrerin werden." Vielleicht eine chinesische Lehrerin in Deutschland, ergänzt Sijie Huang. Von Hannover, der Messestadt, hatten sie schon gehört und in Norddeutschland dann nach einem geeigneten Studienort gesucht.

Dass die deutsche Sprache ihre Tücken hat, bestätigt Kassi Kassi Affo aus Kamerun. Aber er liebe Sprachen, Französisch, Englisch, am Goethe-Institut hat er begonnen, Deutsch zu lernen. Der 26-jährige Kassi Kassi ist Promotionsstudent bei Geschichtsprofessor Michael Gehler an der Universität Hildesheim. „Ich verfolge einen historischen Ansatz und untersuche die deutsche sozio-ökonomische Politik in Afrika. Fallbeispiele sind Kamerun und Togo in den Jahren 1960 bis 2010." Obwohl er seine Promotion in englischer Sprache verfasst, sei es wichtig, Deutsch zu sprechen und auf hohem Niveau zu verstehen, daher nimmt er an Sprachkursen in der Volkshochschule teil. In den nächsten Monaten werde er „Archive und Bücher durchforsten" und sucht nach einem Unterstützer, um das Promotionsstudium in Deutschland in zwei, drei Jahren abschließen zu können. „Ich hoffe, dass ich einen Unterstützer finde, denn ich möchte gerne in Deutschland promovieren."

Für Batu Karakul und Hakan Özdemir ist die deutsche Sprache keine Hürde mehr, die beiden Studenten aus Izmir möchten Dolmetscher oder Deutschlehrer werden. Der 22-jährige Hakan hat acht Jahre in Deutschland gelebt, als er 13 war zog er mit seiner Familie in die Türkei. „Das Studium ist die Chance für mich, wieder eine Zeit lang in Deutschland zu leben. Ich kann mich hier verständigen. Hildesheim ist eine wunderschöne Stadt, die Architektur, es ist sehr grün. Ich wohne in einer WG, die Nachbarn grüßen mich alle. Ab acht Uhr hört man überhaupt keinen Lärm – in Izmir ist das anders", sagt Hakan. In den letzten fünf Tagen hat er die Stadt von Norden bis Süden mit Inlineskatern erkundet. Ihm fällt auf: „Viele denken, dass ich kein Deutsch sprechen kann, weil ich aus der Türkei komme, auch im Flugzeug sprachen alle mit mir Englisch. Dabei kann ich fließend Deutsch."

Hintergrund: Incoming students

An der Uni Hildesheim studieren mit Beginn des Wintersemesters 2013/14 mehr als 100 neue ausländische Programmstudierende. Über Förderprogramme und Kooperationen mit Partnerhochschulen verbringen sie ein oder ein halbes Jahr in Hildesheim. Die Anzahl der ausländischen Programmstudierenden ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich angestiegen. Das Team des International Office, das an der Universität für Auslandsaufenthalte zuständig ist, unterstützt die Studierenden umfassend, zum Beispiel auch bei der Wohnraumvermittlung. Sie kommen etwa aus Belgien, China, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kamerun, Litauen, Mexiko, Österreich, Polen, Russland, Spanien, Südkorea und der Türkei. Die meisten studieren Internationale Kommunikation und Übersetzen (etwa 60), Internationales Informationsmanagement, Kulturwissenschaften (etwa 20), Lehramt (etwa 10), Erziehungswissenschaft sowie Informationsmanagement und Informationstechnologie. „Die Unterstützung der Universität ist großartig. Unsere Studenten wollen ein halbes Jahr bleiben und entscheiden sich dann doch, auf ein Jahr zu verlängern“, berichtet Yolanda Ballesteros, Vizepräsidentin für Internationales von der Universidad Autónoma del Estado de México in Toluca. Seit 2010 studieren mexikanische Studenten im Bereich Interkulturelle Kommunikation und Übersetzen.

Die Universität Hildesheim bietet drei Double-Degree-Programme in Kooperation mit der Staatlichen Universität Nowgorod (Russland, Erziehungswissenschaften), der Aix Marseille Université (Frankreich, Kulturvermittlung) und der Pai Chai Universität, Daejeon (Südkorea, Informationswissenschaft) an. Die Hochschule wurde 2006 und erneut 2011 mit dem europäischen Qualitätssiegel E-Quality ausgezeichnet. 2011 erhielt das Projekt „Internationale Schreibparterschaften" das Europäische Sprachensiegel. Diese Schreibtandems kommen bei den Studenten aus dem Ausland gut an, es bilden sich über mehrere Monate Teams aus deutschen und ausländischen Studierenden, die sich gegenseitig im Studium und beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten unterstützen. Lehramtsstudierende begleiten die Schreib- und Sprachprozesse.

„Angekommen in einer märchenhaften Stadt", Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 07.10.2013

Interesse geweckt? Das International Office berät Studienanfänger in der Einführungswoche und in Sprechstunden, wie man einen Auslandsaufenthalt plant und finanziert. Es gibt viele Förderprogramme. Am 27. November findet ein Go-Out-Tag mit Infoveranstaltungen über Auslandsaufenthalte am Hauptcampus statt. Außerdem werden noch Sprachtandem-Partner gesucht.

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Pressemeldungen Geschichte Fachbereich 1 Fachbereich 3 Deutsche Sprache Informationswissenschaft und Sprachtechnologie Interkulturelle Kommunikation Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Fachbereich 4 International Office BA IIM BA IKÜ Internationales
news-6430 Sun, 14 Apr 2013 13:45:00 +0200 Weltgeschichtliche Zäsuren https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/weltgeschichtliche-zaesuren/ Radio Tonkuhle sendet sonntags in einem Spezial die Vorträge der Ringvorlesung „Weltgeschichtliche Zäsuren in Gesellschaft und Politik". Soziologen, Historiker und Politikwissenschaftler der Universität Hildesheim untersuchen, wie ein Ereignis zu einem Einschnitt von Weltbedeutung wird. Was macht ein Ereignis zu einer Zäsur von Weltbedeutung? Und wie lassen sich Weltereignisse abgrenzen, von all den Ereignissen, die einfach in der Vergangenheit liegen? In einer öffentlichen Ringvorlesung untersuchen bis Juli 2013 Soziologen, Historiker und Politikwissenschaftler der Universität Hildesheim weltgeschichtliche Zäsuren. Im Fokus stehen dabei die Jahre 1989, 2001 und 2011. Nach einem halbstündigen Vortrag folgen Kommentierungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den beiden anderen Fächern sowie die vertiefende Diskussion mit Studierenden und Interessierten.

Radio Tonkuhle sendet im Sommersemester in einem Tonkuhle Spezial sonntagabends ab 21 Uhr die Vorträge und Kommentierungen aus der jeweiligen Vorwoche. Damit können alle Interessierten, die mittwochabends nicht an den Vorlesungen im Audimax teilnehmen können, die Inhalte auch beim Lokalsender hören.

Am 14. April steht bis etwa 22:15 Uhr der erste Sendetermin an: Prof. Dr. Michael Corsten spricht zum Thema „Weltereignisse = Weltmedienereignisse?". Prof. Dr. Michael Gehler und Prof. Dr. Marianne Kneuer kommentieren aus historischer und politikwissenschaftlicher Sicht. Der nächste Sendetermin ist Sonntag, 21. April.

Presseinformation zur Ringvorlesung und Programm

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte Soziologie Politik
news-6428 Fri, 12 Apr 2013 23:45:00 +0200 Studien-/Prüfungsleistungen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/studien-prue/ Ab sofort ist in Absprache mit der Fachschaft zur Hebung der Qualität von
Studien- und Prüfungsleistungen nur noch EINE Wiedervorlage
zulässig/vorgesehen. Genügt eine eingereichte Leistung dann den Ansprüchen
in zentralen und vorher transparenten Kriterien nicht - insbesondere bei den
Zitierrichtlinien -, dann ist die Lehrveranstaltung endgültig nicht
bestanden.

Es werden bei Vergleichbarkeit bezogen auf den Arbeitsaufwand ab sofort
deutlich mehr Prüfungsformen angeboten als Reflexionen, Klausuren und
Hausarbeiten, sofern es die Rahmenbedingungen der jeweiligen
Lehrveranstaltung zulassen. Bitte sprechen Sie die Dozenten an.

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Geschichte
news-6393 Tue, 02 Apr 2013 22:11:00 +0200 Infoveranstaltung Fachpraktikum https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/infoveranst/ Am Freitag, 19.4.2013, 1215 Uhr, Raum J 209, findet eine
Informationsveranstaltung zum Fachpraktikum statt, die sich an alle
Studierenden richtet, die im SS 2013 und WS 2013/14 und SS 2014 im
zweisemestrigen Master-of-Education-Studiengang befinden.

Eine Teilnahme wird dringend empfohlen.

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Geschichte
news-6358 Tue, 02 Apr 2013 08:37:00 +0200 Weltgeschichtliche Zäsuren in Gesellschaft und Politik: 1989 – 2001 – 2011 https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/weltgeschichtliche-zaesuren-in-gesellschaft-und-politik-1989-2001-2011/ Was macht ein Ereignis zu einer Zäsur von Weltbedeutung? Und wie lassen sich Weltereignisse abgrenzen, von all den Ereignissen, die einfach in der Vergangenheit liegen? In einer öffentlichen Ringvorlesung untersuchen bis Juli 2013 Soziologen, Historiker und Politikwissenschaftler der Universität Hildesheim weltgeschichtliche Zäsuren. Im Fokus stehen dabei die Jahre 1989, 2001 und 2011. „Jahreszahlen markieren nicht nur Ereignisse, sondern können auch weltgeschichtliche Zäsuren symbolisieren“, sagt Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Marianne Kneuer von der Uni Hildesheim. „Was macht ein Ereignis zu einer Zäsur von Weltbedeutung? Und wie lassen sie sich abgrenzen, von all den Ereignissen, die einfach in der Vergangenheit liegen? “

Diesen Fragen widmen sich die Geschichtswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft der Universität Hildesheim in einer interdisziplinären Ringvorlesung in diesem Sommersemester. Betrachtet werden drei jüngere Ereignisse, die sich in den Jahreszahlen 1989, 2001 und 2011 spiegeln: Das Ende des osteuropäischen Sozialismus – symbolisiert durch den Fall der Mauer –, die neue Form eines weltweiten und transnationalen Terrorismus, der sich in den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon offenbarte und die ersten Siege der arabischen Revolutionen in Tunesien und Ägypten, die sich in den friedlichen Demonstrationen und den Abgängen der Machthaber Ben-Ali und Mubarak dokumentierten.

Diese Ereignisse und ihre Zusammenhänge sollen aus der Perspektive der drei Disziplinen ausgeleuchtet werden. Deshalb folgen im Rahmen der Ringvorlesung nach einem halbstündigen Vortrag dann Kommentierungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den beiden anderen Fächern sowie die vertiefende Diskussion mit Studierenden und Interessierten.

Die Themen der Vorlesungsreihe (Programm als PDF) sind u.a.: Weltereignisse = Weltmedienereignisse? (Michael Corsten), Umbrüche in Mitteleuropa um 1989 (Michael Gehler), Zäsuren für die (globale) Verbreitung von Demokratie (Marianne Kneuer), Umbrüche im Baltikum (Andreas Schimmelpfennig), 89 und die 89er: Selbstthematisierung und private Lebensführung im innerdeutschen Transformationsprozess (Holger Herma), Das Weltbild ist das Weltgericht. Konflikt der Imaginationen seit 9/11 (Michael Kauppert), 9/11 und Arabellion: Naher Osten zwischen Kontinuität und Wandel (Thomas Demmelhuber), Der Westen und die Kreuzfahrer, al-Qaida und die Assassinen – Instrumentalisierung von Geschichte im Kontext des War on Terror (Felix Hinz), Migrations- und Kriminalpolitik in Umbruchzeiten 1989-2001-2011 (Andreas Pudlat), „Wie die Welt erfassen?“ Konzepte globalen Lernens (Jessica Schwarz).

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Wo? Audimax der Universität Hildesheim, Marienburger Platz 22
Wann? Mittwochs im Sommersemester, 18:15 Uhr (10. April bis 10. Juli 2013)

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Pressemeldungen Soziologie Politik Sozialwissenschaften Geschichte
news-5435 Tue, 25 Sep 2012 21:42:00 +0200 Forschungsfreisemester Prof. Dr. Gehler https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/forschungsfr/ Im Wintersemester 2012/13 hat Prof. Gehler ein Forschungsfreisemester. Lehrveranstaltungen und Betreuungen neuer Zulassungsarbeiten finden erst wieder im Sommersemester 2013 statt. Die Europagespräche werden auch infolge Personalmangels am Institut erst wieder im nächsten Jahr durchgeführt.

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Geschichte
news-4826 Thu, 07 Jun 2012 12:33:00 +0200 Schengen als Schönwetter-Solidarität? Experte der Uni Hildesheim über EU-Grenzkontrollen https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/schengen-als-schoenwetter-solidaritaet-experte-der-uni-hildesheim-ueber-eu-grenzkontrollen/ Am heutigen Donnerstag beraten die EU-Innenminister in Luxemburg über die Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum. Das Schengener Abkommen garantiert die Reisefreiheit in Europa. Dürfen Staaten des Schengen-Raums entscheiden, ob sie ihre Landesgrenze schließen, wenn sie ihre innere Sicherheit bedroht sehen? Der Kriminologe und Historiker Andreas Pudlat von der Stiftung Universität Hildesheim befasst sich seit 2006 intensiv mit dem Schengen-Prozess. Ein Kommentar. Als 1985 in Schengen von fünf Nationalstaaten der Abbau systematischer stationärer Grenzkontrollen beschlossen wurde, geschah dies „in dem Bewußtsein, daß die immer engere Union zwischen den Völkern der Mitgliedstaaten der europäischen Gemeinschaften ihren Ausdruck im freien Überschreiten der Binnengrenzen durch alle Angehörigen der Mitgliedstaaten […] finden muss“ (Präambel). Die Staaten verstanden sich als Vorreiter für andere EG-Staaten, wollten die „Solidarität zwischen ihren Völkern“ bekräftigen. Bald drei Jahrzehnte später sehen wir ihren beeindruckenden Erfolg: die immense Zahl der Anwenderstaaten – nicht nur EU-Mitglieder –, die dadurch intensivierte polizeiliche Zusammenarbeit und auch die Überführung von „Schengen“ in EU-Recht.

Wenn dieser Tage darüber beraten wird, wem die Entscheidungshoheit über die befristete Wiedereinführung von Grenzkontrollen obliegen soll, dann geht es um die Lösung objektiver Probleme (Migrationsdruck, Kriminalitätsaufkommen) und die Vorbereitung auf potenzielle Gefährdungslagen. Das allein ist kein anti-europäischer Rückfall in Nationalismus, auch wenn die Motive einzelner Beteiligter zuweilen zweifelhaft sind. Das Gewaltmonopol wie auch die Kriminal- und Migrationspolitik liegen trotz EU-Recht und aller europäischer Implikationen immer noch in der Zuständigkeit der Nationalstaaten. Dass diese zu ihrem Repertoire an Reaktionsmöglichkeiten auch die befristete Wiedereinführung von Grenzkontrollen zählen wollen, ist nachvollziehbar, richtig und darf nicht auf Ereignisse mit positivem Identifikationspotenzial, wie Sportveranstaltungen, beschränkt werden.

Es muss aber kritisch gefragt werden, ob die in der Schengen-Präambel betonte Solidarität dann zur Schönwetter-Solidarität verkommt, wenn bei objektiven Problemen europäische Partner formaljuristisch an der eigenständigen Erfüllung ihrer Grenzsicherungspflichten gemessen, sonst aber im Stich gelassen werden. Besteht der einzige Lösungsansatz in vorübergehenden Grenzkontrollen, dann ist das ganz im Sinne aktueller Trends in Kriminal- und Migrationspolitik: effizient und repressiv, fernab vernünftiger Prävention. Das Ratstreffen der EU-Justiz- und Innenminister kann das nicht verhindern. Es kann nur grundsätzlich – ganz im Geiste von Schengen – über die Rahmenbedingungen für einen Raum der Freiheit mit Sicherheit entscheiden.

Andreas Pudlat, Dr. phil. M.A., Studium der Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum sowie der Neueren und Neuesten Geschichte, Pädagogik, Sozial- und Wirtschaftsgeographie an der TU Chemnitz. 2010 Promotion, seit 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim.
Sein Buch „Schengen. Zur Manifestation von Grenze und Grenzschutz in Europa“ erscheint voraussichtlich Mitte des Jahres im Hildesheimer Olms-Verlag.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte
news-4706 Mon, 14 May 2012 09:42:00 +0200 Die Türkei, der deutsche Sprachraum und Europa https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/die-tuerkei-der-deutsche-sprachraum-und-europa/ Internationale Konferenz vom 17. bis 19. Mai: Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Türkei untersuchen auf einer Expertentagung die Türkei, den deutschen Sprachraum und Europa. Dabei geht es um Geschichte, Bildung, Sprache und Diplomatie. Gegenstand der Konferenz sind fünf Felder, die erstmals im Kontext der Zeitgeschichte und unmittelbaren Gegenwart gemeinsam betrachtet werden: Geschichte und Kulturtransfer; der deutsche Sprachraum und die Türkei im Kulturvergleich; Deutsch und Türkisch im Sprachvergleich; Bildungspolitik, Didaktik und Pädagogik sowie Diplomatie, Politik und Sicherheitsfragen (Programm als PDF). Das Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim organisiert die Tagung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Germanistik der Philosophischen Fakultat der Ege Üniversitesi Izmir.

„Im deutschen Sprachraum leben Millionen Menschen türkischer Abstammung und Sprache. Welche Rolle haben Geschichte, Kultur, Sprache, Bildung und Pädagogik sowie Diplomatie, Politik und Sicherheit für das wechselseitige Verhältnis zwischen der Türkei und dem deutschen Sprachraum gespielt?“, wirft Prof. Dr. Michael Gehler vom Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim Fragen auf, die auf der Konferenz beantwortet werden sollen. „Welche Faktoren förderten ein engeres Verhältnis und bieten Chancen für zukünftige Kooperationen zwischen der türkischen Welt und dem deutschen Sprachraum? Inwieweit kann, soll und muss die deutschsprachige Welt für die Türkei bzw. die Türken offen sein bzw. sich ihr öffnen? Inwieweit gilt dies auch in umgekehrter Richtung?“.

Auf der Konferenz werden die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Türkei und der deutschsprachigen Welt analysiert und Praxisbezüge zur Gegenwart hergestellt. „Weitere wichtige Aspekte wie Demoskopie, Demographie, Handel, Investitionen, Ökonomie, Ressourcentransfer und Tourismus sollen einer groß angelegten Folgekonferenz an der Ege Üniversitesi Izmir vorbehalten sein. Der Doppelkongress in Hildesheim und Izmir unterstreicht, dass zwei Nationen gleichberechtigt zusammenarbeiten“, so der Sprachwissenschaftler Prof. em. Dr. Reiner Arntz. „Wir streben Integration auf Augenhöhe an. Viele der Einwanderer sehen die Werte, die Deutschland bietet und sind gleichzeitig stolz auf ihre eigene Herkunft. Einwanderung ist ein Kommen und Gehen, in Freiheit, mit Respekt vor der Identität des Anderen.“

Die Ergebnisse der Konferenz werden in einem Buch publiziert und auf der Internetseite der Universität Hildesheim veröffentlicht. Am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim wurde eine „Arbeitsstelle zur Erforschung der Beziehungen zwischen der Türkei und dem deutschen Sprachraum“ eingerichtet, die von Buket Yilmaz koordiniert wird. Die Hildesheimer Studentin forscht zu Minderheiten in der Türkei und unterstreicht die Rolle der Jugend für die zukünftigen deutsch-türkischen Beziehungen.

Die Universität Hildesheim und die Ege Üniversitesi Izmir kooperieren im Rahmen einer Erasmus-Partnerschaft, die sich neben dem Studenten- und Dozentenaustausch die Durchführung gemeinsamer wissenschaftlicher Projekte zum Ziel gesetzt hat. Ein „Runder Tisch Türkei“ bündelt die interdisziplinären Forschungsprojekte in Hildesheim.

Eröffnet wird die Konferenz am Donnerstag, 17. Mai um 08:30 Uhr. Die Veranstaltung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur sowie Studierende der Fächer Geschichte, Internationales Informationsmanagement, Kulturwissenschaften und Pädagogik. „Wir bieten die Konferenz als akademische Lehrveranstaltung an, so dass Studierende einschlägiger Studiengänge einen Leistungsnachweis erwerben können“, so Gehler. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ort: Tagungsstätte Michaeliskloster, Hildesheim

Programm als PDF

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte Fachbereich 3 Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation Interkulturelle Kommunikation Internationales Tagungen & Kongresse
news-4644 Wed, 25 Apr 2012 12:30:00 +0200 Schengen – Zwischen Symbol- und Sachpolitik https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/schengen-zwischen-symbol-und-sachpolitik/ Schengen ist eine Erfolgsgeschichte und – neben der gemeinsamen Währung – eine der für den Bürger spürbarsten Errungenschaften der europäischen Integration. Der Kriminologe und Historiker Andreas Pudlat von der Stiftung Universität Hildesheim befasst sich seit 2006 intensiv mit dem Schengen-Prozess, dessen Wurzeln schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zu finden sind. Die mediale Aufmerksamkeit und zum Teil heftigen Reaktionen auf den deutsch-französischen Vorstoß bei der dänischen EU-Ratspräsidentschaft, den Mitgliedstaaten in nationaler Verantwortung das Recht zur eigenständigen und befristeten Wiedereinführung von Grenzkontrollen zuzugestehen, überraschen ihn nicht. Ein Kommentar von Dr. Andreas Pudlat, Institut für Geschichte:

„Seit Ende des Zweiten Weltkrieges war es ein langer und holpriger Weg zum Schengen-Raum, der eines der wichtigsten Symbole für den Erfolg der europäischen Einigung ist. Nach einem jahrzehntelangen Stadium bloßer Absichtserklärungen waren es Deutschland und Frankreich, die den Wegfall der Grenzkontrollen 1984 mit dem Saarbrücker Abkommen initiierten und ein Jahr später schließlich gemeinsam mit den Benelux-Ländern durch das Schengener Übereinkommen durchsetzten. Schon damals gab es Ängste, Widerstände und Sicherheitsbedenken, die aber die verantwortlichen Politiker – allen voran Helmut Kohl und François Mitterrand – nicht abschreckten. Der Erfolg gibt ihnen Recht, auch wenn er ein um Bürgernähe bemühtes und doch zugleich bürgerfernes EU-Europa ‚von oben’ in beeindruckender Weise widerspiegelt.

Der Schengen-Prozess befindet sich seit 1995 noch immer in einer Integrationsphase. Das gilt sowohl für die zum Teil mit Sorgen der Bevölkerung vollzogenen Aufnahmen neuer Mitglieder als auch für die Überführung der Schengen-Bestimmungen in das EU-Recht (Vertrag von Amsterdam 1997, in Kraft 1999) und ihre zeitgemäße Weiterentwicklung. Die jüngste deutsch-französische Initiative pauschal als bloßes Wahlkampfmanöver/-hilfe oder gar als Europaskepsis und nationalistisch abzutun, ist daher trotz eines entsprechenden Beigeschmackes unangemessen und nicht weniger populistisch. Denn es verkennt objektiv feststellbare Probleme – insbesondere die Herausforderungen durch den Zuwanderungsdruck an einigen Schengen-Außengrenzen und die gestiegene Eigentumskriminalität im Bereich der bundesdeutschen Ostgrenze, aber auch Schwierigkeiten mit dem Schengener Informationssystem. Die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen bei einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist schon jetzt zulässig und auch nicht beispiellos. Erinnert sei an die G8-Gipfel und sportliche Großereignisse. Hier ist auffallend, dass trotz ebenfalls besonderer Sicherheitslage Anlässe mit entsprechend positivem Identifikationspotential, wie die WM/EM im Fußball, kaum Kontrollkritiker auf den Plan rufen.

Diese vernachlässigen zudem, dass mit Schengen zwar die regulären stationären Kontrollen direkt an den Binnengrenzen weggefallen sind, ein institutionalisierter Grenzschutz aber unter anderem mit der Schleierfahndung schengenkonform unverändert fortbesteht. Die Fahndungserfolge bestätigen jedenfalls die Notwendigkeit polizeilicher Aktivitäten im Grenzraum. Diese haben im Zuge des Schengen-Prozesses in Form so genannter Ausgleichsmaßnahmen (u. a. grenzüberschreitende Informationssysteme, Kooperationen, Verfolgungen und Observationen) eine Bereicherung erfahren, die es fortzuführen gilt. Inwieweit hier kurzfristige reguläre Kontrollen zweckmäßig sind, die für eine stärkere Kontrolldichte und –effizienz stehen, aber auch mehr Bürger betreffen können, sollte sachlich diskutiert und nicht pauschal verneint werden.

Eine Gefahr für Europa und den Schengen-Raum besteht jedenfalls weniger durch solche Gedankenspiele und Vorschläge, als vielmehr durch das Ignorieren von subjektiven Unsicherheitsgefühlen oder objektiven Sicherheitsproblemen. Denn ein Europa der Bürger, in dessen Sinne Schengen zu verorten ist, muss ganzheitlich gedacht werden. Eine Beschränkung auf die Freizügigkeit, die nicht zwingend Kontrollfreiheit bedeuten muss, allein geht fehl und wäre Symbolpolitik, auch die Integrationsfähigkeit, die durch Migrationskontrolle gewährleistet werden soll, ein Funktionieren der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sowie innere Sicherheit sind wichtige Voraussetzungen.

Dabei kommt es nicht zuletzt auf Solidarität und Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Partner mit Schengen-Außengrenzen an, die es zu unterstützen gilt. Schengen im Innern funktioniert nur dann, wenn die Standards an den Außengrenzen erfüllt werden. Ist dies nicht der Fall, besteht Handlungsbedarf – um Schengen als Errungenschaft zu verteidigen, nicht rückgängig zu machen. Wie 2007 bei der Schengen-Osterweiterung und 2011 im Falle der kurzzeitigen Kontrollen an den Grenzen Dänemarks zeigt die aktuelle Diskussion sowohl die Sorge um den Verlust des Errungenen und Symbolhaften als auch die Sorge um die daraus möglicherweise erwachsenden Gefahren.“

Andreas Pudlat, Dr. phil. M.A., Studium der Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum sowie der Neueren und Neuesten Geschichte, Pädagogik, Sozial- und Wirtschaftsgeographie an der TU Chemnitz. 2010 Promotion, seit 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim.

Sein Buch „Schengen. Zur Manifestation von Grenze und Grenzschutz in Europa“ erscheint voraussichtlich Mitte des Jahres im Hildesheimer Olms-Verlag.

Kontakt: Dr. Andreas Pudlat (pudlat[at]uni-hildesheim) oder über die Pressestelle (Isa Lange, presse[at]uni-hildesheim.de, 05121.883-102).

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Pressemeldungen Geschichte Publikationen
news-4594 Sun, 15 Apr 2012 10:39:00 +0200 Wichtiger Hinweis für Masterstudierende https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/wichtiger-hi/ Ab sofort kann das MM 2 TM 2 nur noch im Rahmen der LV „Forschungskolloquium“ belegt werden, das so zur Pflichtveranstaltung für alle Masterstudenten aufgewertet wird. Damit wird die enge Verzahnung von Forschung und Lehre am IfG weiter ausgebaut.


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Geschichte
news-3967 Tue, 31 Jan 2012 08:55:00 +0100 Lesung von Ian Kershaw https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/lesung-von-ian-kershaw/ Der englische Historiker Ian Kershaw spricht am Dienstag, 31. Januar, ab 19:00 Uhr im Audimax der Universität Hildesheim. Er war Professor an der University of Sheffield, Forschungsschwerpunkt deutsche Zeitgeschichte, und zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Seine große zweibändige Biographie über Adolf Hitler gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Ian Kershaw, geboren 1943 in England, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Modern History an der University of Sheffield und zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Seine große zweibändige Biographie über Adolf Hitler gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung.

Im Rahmen einer Lesung stellt Ian Kershaw sein neues Buch „Das Ende: Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45" vor. Veranstalter ist die Buchhandlung Decius in Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichte und der Universitätsbibliothek.

Eintrittskarten zum Preis von 10,- Euro (7,50 Euro für Schüler und Studenten) sind in den Hildesheimer Decius-Filialen, in der Universitätsbibliothek und an der Abendkasse erhältlich.

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Pressemeldungen Fachbereich 1 Geschichte Universitätsbibliothek
news-3567 Thu, 03 Nov 2011 14:10:00 +0100 Geschichte und Zukunft des Euro https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/geschichte-und-zukunft-des-euro/ Die öffentliche Vortragsreihe Europagespräche greift aktuelle und historische Themen europäischer (Zeit-) Geschichte auf. Am Dienstag, 8. November 2011, spricht Bundesbankpräsident a.D. Prof. Dr. Hans Tietmeyer über den Euro, seine Geschichte und die Chancen seiner Zukunft. Im Rahmen der vom Institut für Geschichte organisierten öffentlichen Vortragsreihe Europagespräche sprechen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie über aktuelle und historische Themen europäischer (Zeit-)Geschichte sowie über Fragen der europäischen Integration. Am Dienstag ist Professor Dr. Hans Tietmeyer zu Gast. Er war Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und von 1993 bis 1999 Präsident der Deutschen Bundesbank.

Der Euro ist die europäische Einheitswährung, wurde von der Europäischen Zentralbank emittiert und fungiert als gemeinsame offizielle Währung in 17 EU-Mitgliedstaaten sowie sechs weiteren europäischen Staaten, die zusammen die Eurozone bilden. Neben dem US-Dollar ist der Euro die wichtigste Weltreservewährung. Im Unionsvertrag von Maastricht von 1992 einigten sich die EU-Mitglieder auf Konvergenzkriterien, um den Euro als Währung einzuführen. Ein Stabilitäts- und Wachstumspakt erlaubte den Euro-Ländern eine jährliche Neuverschuldung von maximal 3% und einen Gesamtschuldenstand von maximal 60% ihres Bruttoinlandsprodukts.

Sowohl vor als auch nach Euro-Einführung verstießen Mitgliedsstaaten gegen die Regelungen. Griechenland konnte den Euro nur aufgrund geschönter Statistiken einführen. Auch Deutschland und Frankreich verletzten den Stabilitäts- und Wachstumspakt. Die Staatsverschuldungskrise führte seit 2010 auch zu einer Debatte über die Zukunft des Euro. Wie er entstand und wie es mit ihm weitergehen könnte erläutert Bundesbankpräsident a.D. Prof. Hans Tietmeyer in seinem Vortrag.

Geboren 1931 in Metelen/Westfalen, studierte Hans Tietmeyer zunächst katholische Theologie, dann Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Nach seiner Promotion arbeitete er als Referent im Bundesministerium für Wirtschaft, als Ministerialrat und Leiter des Referats Grundsatzfragen der Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik. Später agierte er als Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitk sowie als Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. Seit 1990 gehörte er dem Direktorium der Deutschen Bundesbank an.

Maßgeblich wirkte Hans Tietmeyer von 1993 bis 1999 als Präsident der Deutschen Bundesbank. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise begleiteten und krönten sein Lebenswerk, unter anderem erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 

Professor Dr. Hans Tietmeyer hat über Jahrzehnte die Wirtschafts- und Währungspolitik der Bundesrepublik maßgeblich mitgeprägt. Nicht erst seit seiner Verabschiedung als Bundesbankpräsident engagiert er sich in zahlreichen Ehrenämtern für Kirche und Gesellschaft.

Der Vortrag findet am Dienstag, 8. November 2011, ab 18:15 Uhr in der Volksbank (Kennedydamm, Hildesheim) statt.

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Pressemeldungen Geschichte
news-1983 Sun, 12 Dec 2010 18:51:00 +0100 Professor Dr. Peter Scholl-Latour zu Gast an der Stiftung Universität Hildesheim https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/professor-dr-peter-scholl-latour-zu-gast-an-der-stiftung-universitaet-hildesheim/ Am Dienstag, 14. Dezember 2010, wird der international renommierte Journalist und Publizist Professor Dr. Peter Scholl-Latour über sein Werk sprechen. Scholl-Latour gilt seit den 1950er Jahren als aufmerksamer Beobachter der Weltpolitik und berichtete aus großen internationalen Krisengebieten.

Im Rahmen der "Europagespräche" unternimmt das Institut für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim eine Zeitreise mit Professor Dr. Peter Scholl-Latour durch ein halbes Jahrhundert Weltgeschichte. Im Jahre 1956 hatte sich der 1924 in Bochum geborene, deutsch-französische, international renommierte und weltbekannte Publizist definitiv für den Journalismus entschieden. Er reiste von Paris aus nach Afrika, Südostasien, so unter anderem regelmäßig als Sonderkorrespondent nach Vietnam, wo er und sein Team 1973 von den Vietkong gefangen genommen, nach einer Woche jedoch wieder freigelassen wurden. 1976 bereiste er erneut Vietnam, 1978 Kanada, 1980 Kambodscha und 1981 China und Afghanistan. Seit 1978 stand Scholl-Latour in Kontakt mit dem im Pariser Exil lebenden Ayatollah Chomeini. Scholl-Latour zählt zu den wenigen ausgesuchten Journalisten, die den Revolutionsführer bei seiner Rückkehr in den Iran begleiten konnten und mehrfach interviewen durften. Der Islam und der Nahe Osten sind nur ein kleiner Teil seiner Arbeit als Journalist. Zu den verschiedensten Fragen der Weltpolitik und den unterschiedlichsten Weltregionen erschienen Bücher aus seiner Feder.

Beginn der öffentlichen Veranstaltung ist um 18:15 Uhr im Audimax der Stiftungsuniversität (Hauptcampus, Marienburger Platz 22). Durch das Gespräch mit Professor Scholl-Latour führt Professor Dr. Michael Gehler, Institut für Geschichte. Im Anschluss findet eine Publikationsdiskussion sowie eine Signiermöglichkeit seiner älteren und neuesten Bücher statt. Der Eintritt ist frei.

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Pressemeldungen Geschichte
news-1968 Fri, 03 Dec 2010 12:25:00 +0100 Ausstellung "Frauen im Gulag" beginnt heute https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/ausstellung-4/ Heute beginnt in der Universitätsbibliothek die Ausstellung "Frauen im Gulag". Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Übersicht zum Programm haben wir auf unseren Tagungsseiten für Sie bereitgestellt.

Hier geht es zur Übersicht.

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Geschichte
news-1849 Tue, 23 Nov 2010 02:58:00 +0100 Veranstaltungshinweis https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/veranstaltun-4/ Frauen im GULAG und in Arbeitslagern im sowjetischen Einflussbereich nach 1945

Die Veranstaltung ist öffentlich, kostenlos und zugleich Lehrveranstaltung (LV 1320 m. LSF-Anmeldepflicht). Die Voraussetzungen für Teilnahme- und Leistungsnachweise finden Sie im Learnweb (Passwort: GULAG) sowie im LSF.

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Geschichte
news-1726 Wed, 10 Nov 2010 09:45:00 +0100 Veranstaltungshinweise https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/veranstaltun-5/ 24.11. Buchpräsentation Prof. Dr. Hans Mommsen
"Zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert: Demokratie, Diktatur, Widerstand"
Moderation und Diskussionsleitung Prof. Dr. Michael Gehler
Ort: Universitätsbibliothek Hildesheim, Uhrzeit: 20 h


30.11. Buchpräsentation "Die Macht der Städte. Von der Antike bis zur Gegenwart
Historische Europastudien des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Bd. 4"
Ort: Tempelhaus am Marktplatz der Stadt Hildesheim, Uhrzeit: 19 h 30


3./4.12. "Frauen im Gulag" - Ausstellung, Filmvorführung und Tagung zum Thema
"Verlorene Leben. Frauen in Arbeitslagern im sowjetischen Einflußbereich nach 1945"
Ort: Universitätsbibliothek Hildesheim, Uhrzeit 14 h: Tagungsbeginn, 16 h 30: Filmvorführung, 18 h: Ausstellungseröffnung

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Geschichte
news-14 Mon, 06 Sep 2010 09:56:00 +0200 Schulwahl Fachpraktikum https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/schulwahl-fa/ Grundsätzlich besteht nach vorheriger Genehmigung die Möglichkeit, das Fachpraktikum an einer selbst gewählten Schule zu absolvieren, sofern diese gewisse Kriterien erfüllt. Das erforderliche Antragsformular ist bei den Verantwortlichen für das Fachpraktikum erhältlich.

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Geschichte
news-17 Mon, 06 Sep 2010 09:56:00 +0200 Schulwahl Fachpraktikum https://www.uni-hildesheim.de/en/fb1/institute/geschichte/aktuelles/artikel/artikel/schulwahl-fa-1/ Grundsätzlich besteht nach vorheriger Genehmigung die Möglichkeit, das Fachpraktikum an einer selbst gewählten Schule zu absolvieren, sofern diese gewisse Kriterien erfüllt. Das erforderliche Antragsformular ist bei den Verantwortlichen für das Fachpraktikum erhältlich.

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Geschichte