Veranstaltungsformate zur inklusiven Lehrer_innenbildung

Die Veranstaltungsformate zur Beförderung einer inklusiven Lehrer_innenbildung verfolgen zwei Ziele: Einerseits soll die universitäre Ausbildung stärker auf die Herausforderungen inklusiver Schule vorbereiten – durch Vermittlung fachdidaktische inklusiver Konzepte sowie durch die Förderung eines reflexiven Habitus, der über systematische Praxisreflexion (in Form von Videographien) Schul- und Unterrichtsentwicklung befördern kann. Zum anderen durch die Einbeziehung der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung.

Universitäre Veranstaltungen

Die Implementierung von Werkstattformaten in die Studienstruktur wird weiter verfolgt. In Projektbändern kann über drei Semester eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema „Inklusive Schule“ stattfinden. So sind aus dem im WiSe 16/17 erstmalig angebotene Projektband zu „Inklusion als Herausforderung für naturwissenschaftlichen Unterricht“ verschiedene Arbeiten Studierender hervorgegangen, die als Impuls für eine intensivere Auseinandersetzung in Form weiterer Qualifizierungsarbeiten (Masterarbeiten, Promotionen) dienen. Auch am Institut für Sportwissenschaft hat sich die „Forschungswerkstatt Sport und Inklusion“ etabliert, in der sich Studierende anhand von Unterrichtsvideographien beispielsweise mit Gelingens- und Misslingensmomenten im inklusiven Sportunterricht, Differenz(re)produktion oder auch mit Leistungsbewertung im inklusiven Sportunterricht auseinandersetzen. Die daraus hervorgehenden Ergebnisse dieser studentischen Forschungsprojekte werden jeweils zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit in einer öffentlichen Posterpräsentation vorgestellt.

Phasenübergreifende Veranstaltungen

Die Einbeziehung der Ausbilder_innen der Studienseminare in die inklusive Lehrer_innenbildung soll über die Etablierung eines regelmäßigen Austauschformats erfolgen, in dessen Zentrum die gemeinsame Arbeit an Unterrichtsvideographien steht. Universitäre Perspektive und Ausbilder_innenperspektive sollen dabei in ihrer je eigenen Bedeutsamkeit berücksichtigt werden. Dem Auftakt im Oktober/November 2017 folgt im Juni 2018 die zweite Veranstaltung dieses Formats. Im Rahmen dieses phasenübergreifenden Dialogs werden die Videographien auf ihre Verwendungsmöglichkeiten im Studienseminarkontext hin geprüft und eine breite Nutzung des Videomaterials im Fallarchiv HILDE unterstützt. Institutionell verankert ist das Format als „Lehrkräftefortbildung für Ausbilder_innen der Studienseminare“ und wird vom Kompetenzzentrum für regionale Lehrkräftefortbildung angeboten.

Kopplung Seminar-Lehrkräftefortbildung

Im Sinne einer stärkeren Verzahnung von Theorie- und Praxisfeld setzen sich Studierende aus dem Projektband gemeinsam mit Lehrkräften im Format einer Lehrkräftefortbildung mit fachdidaktischen Inklusionskonzepten auseinander – dies unter Hinzuziehung von Videomaterial aus dem Fallarchiv HILDE. Das Veranstaltungsformat ist derzeit noch auf den Fachbereich Chemie begrenzt.