Informationen für Mentor_innen

Anrechnungsstunden für Mentor_innen

Wieviele Anrechnungsstunden erhalten Mentor_innen?

Bezug: Regelungen in Schulen und Studienseminaren zur Durchführung der Praxisphase der Master-Studiengänge für das Lehramt an Grundschulen und das Lehramt an Haupt- und Realschulen (GHR 300) | RdErl. d. MK v. 1.8.2014 – 35 – 84110/23 – VORIS 20411 – Erläuterung zum RdErl. d. MK v. 1.8.2014, Ref. 35, Aus-und Fortbildung der Lehrkräfte, Mail vom 14.01.2015

Hier: Erläuterungen zu den zu den Anrechnungsstunden der Mentor_innen und gemäß Nr. 4.5 des RdErl:

  • Die Anrechnungsstunden der Mentorinnen und Mentoren sind Wochenstunden und beziehen sich grundsätzlich auf das ganze zweite Schulhalbjahr Februar bis Juli
  • Jede Mentorin und jeder Mentor erhält 0,5 Anrechnungsstunden (AStd.) pro Fach und pro Studierender/m
  • Beispiele: Wer eine/n Studierende/n in einem Fach betreut, der erhält 0,5 AStd., wer eine/n Studierende/n in beiden Fächern betreut, der erhält in dem Halbjahr 1 AStd. Wer zwei Studierende in zwei Fächern betreut, der erhält dafür 2 AStd. und zwar jeweils durchgehend in allen Wochen des zweiten Schulhalbjahres.

Anmerkungen

  • für die Erfassung der Anrechnungsstunden der Mentorinnen und Mentoren nach Nr. 4.5 des RdErl. ist in IZN-Stabil die Schlüsselverzeichnisnummer 424 vorgesehen
  • für die Erfassung der Entlastungsstunden der GHR-300-Lehrbeauftragten nach Nr. 6.3 des RdErl. ist in IZN-Stabil die Schlüsselverzeichnisnummer 981 vorgesehen.

Praxisphase und Praxisblock

Wie umfangreich sind die Beratungsbesuche im Praxisblock?

Bei den Schulbesuchen handelt es sich um Beratungsbesuche, nicht um Prüfungsbesuche! Diese müssen im Vorfeld bei der Schulleitung angezeigt und abgestimmt werden. Es sind pro Fach zwei, max. 3 Besuche vorgesehen. (s. "Durch wen werden die Studierenden im Praxisblock betreut?"). Beratungsbesuche umfassen die Unterrichtshospitation und Nachbesprechung der Unterrichtsstunde.

Hinweis: Das schulische Langzeitpraktikum dient der Berufsfelderkundung, es ist kein vorgezogener Vorbereitungsdienst!

Bei den Schulbesuchen handelt es sich um Beratungsbesuche, nicht um Prüfungsbesuche! Diese müssen im Vorfeld bei der Schulleitung angezeigt und abgestimmt werden. Es sind pro Fach zwei, max. 3 Besuche vorgesehen. (s. "Durch wen werden die Studierenden im Praxisblock betreut?"). Beratungsbesuche umfassen die Unterrichtshospitation und Nachbesprechung der Unterrichtsstunde.

Hinweis: Das schulische Langzeitpraktikum dient der Berufsfelderkundung, es ist kein vorgezogener Vorbereitungsdienst!

Wann finden die Schultage im Praxisblock statt?

Montag, Dienstag und Mittwoch.

Donnerstag und Freitag sind Universitätstage.

Wieviel Zeit verbringen die Studierenden im Praxisblock pro Woche an der Schule?

In der Regel sind es an drei Tagen (Montag bis Mittwoch) insgesamt 15 Zeitstunden. Donnerstag und Freitag sind Universitätstage.

Bei Projektwochen o.ä. kann sich auch punktuell eine längere bzw. kürzere Anwesenheitszeit der Studierenden an der Schule ergeben. Dies liegt in der Entscheidungsbefugnis der Schulleitung und ist abhängig von den Gegebenheiten vor Ort. Die nicht für selbstgestalteten Unterricht (siehe auch: Wie viele Unterrichtsstunden geben die Studierenden im Praxisblock?) verbleibenden Zeitstunden sind für außerunterrichtliche Tätigkeiten vorgesehen. Die Studierenden sollen das ganze Spektrum der Arbeitsbereiche einer Lehrkraft an der Schule kennen lernen.

Dazu kann Folgendes gehören: Teilnahme an Gremiensitzungen, Fachkonferenzen, Elternabenden, Lektüre von Förderplänen und Schulprogrammen, Teilnahme am Ganztagsprogramm der Schule, Hospitationen und Besprechungen, ggf. Vor- und Nachbereitung von Stunden (Vorbereitung von Fachräumen, Mediennutzung, Absprachen mit den Mentor_innen o. ä. ), Durchführung des Projektbandes.

Hinweis: Hospitationen können auch in fachfremdem Unterricht stattfinden, insbesondere wenn es Ihre Lerngruppe betrifft!

Wie viele Unterrichtsstunden geben die Studierenden im Praxisblock?

In den ersten Wochen machen sich die Studierenden  mit den Gegebenheiten an Ihrer Praktikumsschule vertraut. Neben der Hospitation gehören dazu vor allem die Teilnahme an außerunterrichtlichen Aktivitäten (s. Was wird von den Studierenden außerhalb des Unterrichts erwartet?) und das Vertrautwerden mit den Lerngruppen, in denen  sie  möglichst kontinuierlich während des Praktikums verbleiben.

Die Studierenden  führen ab der dritten Praktikumswoche zunächst teilweise selbstgestalteten Unterricht (Sequenzen von Unterrichtsstunden) durch, im weiteren Verlauf des Praktikums dann vollständig selbstgestalteten Unterricht. Sie unterrichten dabei möglichst eine Unterrichtsstunde pro Woche in jedem ihrer Fächer.

Sie werden dabei zum einen durch die/den Mentor_in betreut, zum anderen durch das Lehrendentandem, das auch die Unterrichtsbesuche vornimmt. Einmal während des Praxisblocks sollten die Studierenden  in jedem Fach eine längere Unterrichtseinheit selbstständig durchführen; während des gesamten Praktikums sollten sie in jedem Fach 15 Unterrichtsstunden selbstgestaltet unterrichten.

Dürfen Studierende Vertretungsunterricht erteilen?

Studierende dürfen keinen Vertretungsunterricht durchführen! Sie dürfen auch nicht für Aufsicht eingesetzt werden. Dies gilt auch im Rahmen von Klassenfahrten, Schulausflügen und vergleichbaren Veranstaltungen.

Was wird von den Studierenden außerhalb des Unterrichts erwartet?

Die nicht für selbstgestalteten Unterricht verbleibenden Zeitstunden sind für außerunterrichtliche Tätigkeiten vorgesehen. Die Studierenden sollen das ganze Spektrum der Arbeitsbereiche einer Lehrkraft an der Schule kennen lernen.

Dazu kann folgendes gehören:

  • Teilnahme an Gremiensitzungen, Fachkonferenzen, Elternabenden
  • Lektüre von Förderplänen und Schulprogrammen
  • Teilnahme am Ganztagsprogramm der Schule
  • Hospitationen und Besprechungen
  • Ggf. Vor- und Nachbereitung von Stunden (Vorbereitung von Fachräumen, Mediennutzung, Absprachen mit den Mentor_innen o. ä. )
  • Durchführung des Projektbandes
Durch wen werden die Studierenden im Praxisblock betreut?

Hier ist zu unterscheiden zwischen der direkten Betreuung an der Schule und den Beratungsbesuchen: Die direkte Betreuung erfolgt in jedem Fach durch die Mentor_innen.

Zudem erfolgen regelmäßige Beratungsbesuche: einmal durch das Lehrendentandem (dieses besteht aus der/dem Lehrbeauftragten für den Praxisphase, der/dem LiP, sowie der/dem Fachdidaktiker_in der Universität) ein zweites Mal durch die/den LiP und zudem ist ein weiterer Besuch der/des Fachdidaktikers_in möglich – dieser kann aber durch eine Beratung an der Universität ersetzt werden.

Gelten die Schulferien auch für Studierende?

Die Schulferien gelten für die LiPs, die/den Mentor_innen und für Studierende!

Sofern die Studierenden nicht bei Schulveranstaltungen mit eingeplant sind, sind sie in dieser Zeit nicht an der Schule! Sofern in dieser Zeit Lehrveranstaltungen an der Universität stattfinden, werden diese besucht.

Bewertung von Praxisphase und Praxisblock

Für die Praxisphase werden insgesamt 30 LP vergeben.

Davon entfallen:

  • 10 LP auf die Seminare (je 3 LP auf die beiden Vorbereitungsseminare, je 1 LP auf die beiden Begleitseminare und je 1 LP auf die beiden Nachbereitungsseminare)
  • 20 LP auf den Praxisblock.

Für die Verteilung der 20 LP auf den Praxisblock hat die FaStuL in ihrer Sitzung vom 29. Oktober 2014 folgende Empfehlung ausgesprochen:

  • Für die Anwesenheit im Praxisblock werden 10 LP vergeben.
  • pro Fach werden im Praxisblock jeweils 5 Punkte vergeben.

Davon werden jeweils 2 LP für die Studienleistung (z. B. Hospitations- oder Gesprächsprotokolle, Fallanalysen, Auswertungsbögen, theoretische Reflexionen, Stundenverlaufspläne der selbst gestalteten Unterrichtsstunden - s. auch Modulbeschreibung in der RahmenStO) und 3 LP für die Prüfungsleistung angesetzt. Die Prüfungsleistung wird in einem der beiden Fächer als Auswertungs- und im anderen Fach als Planungsdidaktik erbracht.

Projektband

Was ist das Projektband?

Das Projektband verläuft parallel zur Praxisphase und besteht neben dem eigentlichen Projekt aus ebenfalls einer Vorbereitungs-, einer Begleit- und einer Nachbereitungsveranstaltung.

Mit dem Projektband wird das forschende Lernen in die Lehramtsausbildung implementiert. Das Projektband ist parallel zur Praxisphase geschaltet, die studentischen Forschungsprojekte werden während des schulischen Langzeitpraktikums durchgeführt. Es müssen datenschutzrechtliche Bestimmungen beachtet und das Einvernehmen mit der Schulleitung muss hergestellt werden. Die Studierenden müssen ihr Vorhaben deshalb zur Genehmigung der Schulleitung der Praktikumsschule vorstellen.

Stichwort: »kleines Verfahren«

Es besteht jedoch keine Genehmigungspflicht im Sinne des Runderlasses des Niedersächsischen Kultusministeriums "Umfragen und Erhebungen".

Mit Bezug auf diesen Erlass wird zur Klarstellung mitgeteilt, dass bei sonstigen schulinternen Umfragen und Erhebungen wie z. B. im Rahmen der niedersächsischen Lehrer_innenausbildung einschließlich der berufsbegleitenden Qualifizierung keine Genehmigungspflicht im Sinne von Nr. 1.1 des Runderlasses besteht. Diese sonstigen schulinternen Umfragen und Erhebungen erfolgen im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter.

Das bedeutet:

Die Koordinierungsstelle Lehramt ist den Schulen auf dem Dienstweg als offizieller Ansprechpartner benannt worden und gibt solche Schreiben auf dem Dienstweg weiter an die Schulleitungen. Zum »kleinen Verfahren« im Rahmen des Projektbandes zählen Unterrichtsentwürfe, Praktikumsberichte, Bachelor- und Masterarbeiten sowie Portfolios. Für alle anderen universitären Forschungsprojekte gilt diese Ausnahmeregelung nicht: Forschungsarbeiten wie wissenschaftliche Dissertationen o.ä. sind davon nicht gedeckt, hier greift der Erlass "Umfragen und Erhebungen" vom 1. Januar 2014.

Den Erlass finden Sie auf unserer Seite "Dokumente und Formulare der Lehrer_innenausbildung" in der Rubrik "Nds. Kultusministerium": Dokumente und Formulare der Lehrer_innenausbildung