eins - Einstellungen zu Inklusion in der Schule

Hier gelangen Sie zum Fragebogen der Studie „Einstellungen zu Inklusion“ für Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Förderschulen.

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Hier gelangen Sie zum Fragebogen der Studie „Einstellungen zu Inklusion“ für Studierende.

Die flächendeckende Einführung der inklusiven Beschulung von Kindern mit besonderem Förderbedarf in Niedersachsen ab 2013 bietet die historisch besondere Möglichkeit, die Bedeutung von inklusionsbezogenen Einstellungen und Überzeugungen von Lehrerinnen und Lehrern an Grundschulen für das konkrete pädagogische Handeln empirisch zu untersuchen. Im Rahmen des Forschungsprojektes soll zugleich untersucht werden, inwiefern sich diese Einstellungen und Überzeugungen mit den praktischen Erfahrungen verändern. Hierzu ist eine längsschnittliche qualitative (themenzentrierte Interviews) und quantitative (standardisierte Fragebogen) Befragung insbesondere von Lehrerinnen und Lehrern in Grundschulen ohne bisherige Inklusionserfahrung vorgesehen. Diese Daten sollen mit mehreren, ebenfalls längsschnittlich erhobenen Befragungsdaten von Kontrastgruppen verglichen werden. Dabei liegt das besondere Frageinteresse des Projektes darin, kognitive Einflussfaktoren auf das Handeln zu identifizieren und deren Entwicklung zu untersuchen. Personale Ressourcen, Aspekte der pädagogischen Orientierung und des Befindens werden zusätzlich erfragt.

 

Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass die Einstellung (und ihre Veränderung) bei Lehrenden auch von konkreten Begegnungen in sozialen Interaktionen beeinflusst wird und sie umgekehrt auch Einfluss auf die Einstellungen der anderen Akteure im schulischen Kontext haben, und zwar insbesondere auf die zu unterrichtenden Kinder und deren Eltern. Deshalb werden ebenfalls die Eltern und die Kinder längsschnittlich befragt.

 

Zentrales Ziel der empirischen Studie ist die Identifikation der Bedeutung von inklusionsbezogenen Einstellungen und deren Veränderungen als eine wichtige Voraussetzung für die Realisierung von Inklusion in der Schule. Aus der Untersuchung dieser Dynamiken und der mit ihnen zusammenhängenden Regulationsprozesse bei der Bewältigung von inklusionsbedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten sollen Hinweise für die Fort- und Weiterbildung von Lehrenden und insbesondere für eine gezielte Vorbereitung von angehenden Lehrerinnen und Lehrern in grundschuldidaktischen Bildungs- und Ausbildungskontexten gewonnen werden.