Die automatische Vergabe von Plätzen in Lehrveranstaltungen

LSF (Lehre – Studium – Forschung) ist das zentrale Online-Informationssystem für Veranstaltungen, Einrichtungen, Personen und Räume der Universität Hildesheim, insbesondere können sich Studierende vor Semesterbeginn im LSF für Veranstaltungen anmelden. Da mit wachsender Anzahl der Studierenden eine manuelle Vergabe von Plätzen in teilnahmebeschränkten Lehrveranstaltungen immer aufwändiger wird, kommt zunehmend das automatische Verfahren zum Einsatz: Im Wintersemester 2015/16 wurden in knapp der Hälfte aller Veranstaltungen die Plätze automatisch über das LSF vergeben worden.

Grundsätzlich wird bei der automatischen Vergabe versucht, weitestgehend den Wünschen der Studierenden zu entsprechen, die diese vor Ablauf der Anmeldefrist (ggf. unter Angabe von Prioritäten) im LSF eingegeben haben. Bei Veranstaltungen mit mehr Anmeldungen als Plätzen kann z.B. per Losverfahren entschieden werden, wer einen Platz bekommt. Ein reines Losverfahren ist zwar objektiv ‚fair’, aber erst durch ergänzende Maßnahmen können akzeptable Ergebnisse bei der Vergabe erzielt werden. Dazu zählt z.B. die Bevorzugung von höheren Fachsemestern oder von Studierenden bestimmter Studiengänge mit einer ‚Belegungspflicht’ für eine Veranstaltung, aber auch die Berücksichtigung von Modulbeschränkungen (nur ein Platz pro Student in einem Modul), um die Plätze gleichmäßiger unter den Studierenden eines Moduls zu verteilen.

Nach der Vergabe der Plätze kann es aber Studierende geben, die nur wenige Plätze bekommen haben aus verschiedenen Gründen:

  • Zu wenig Anmeldungen eines Studenten, insbesondere beschränkt auf ‚beliebte’ Veranstaltungen mit einer entsprechend geringen Wahrscheinlichkeit auf einen Platz
  • Häufiges Lospech trotz hinreichend vieler Anmeldungen mit Prioritäten (‚Härtefall’)
  • Eine unerwartet hohe Nachfrage in einigen Veranstaltungen / Modulen

Auch wenn die oben erwähnten Ergänzungen die Nachteile eines reinen Losverfahrens zu kompensieren versuchen, ist statistisch zu erwarten, dass einige Studierende gleichzeitig bei mehreren Veranstaltungen kein Losglück haben. Diese ‚Härtefälle’ können aber über Nachrückverfahren nach der Vergabe noch freie Plätze bekommen, zumal auch Plätze wieder frei gegeben werden von Studierenden mit besonders viel Losglück. Wenn es viel mehr Anmeldungen als Plätze gibt, muss eine automatische Vergabe auch entsprechend vielen Studierenden einen Platz verweigern. In einigen Fächern (insbesondere mit sehr vielen Studierenden) kann aus organisatorischen Gründen nur ein Teil der Studierenden in einem Semester einen Platz in einem Modul bekommen, für den anderen Teil stehen dann aber Plätze im folgenden Semester zur Verfügung.

Die Verfahren zur automatischen Vergabe werden kontinuierlich geprüft und ergänzt, die Schwierigkeit ist aber, das Verfahren weiterhin möglichst ‚objektiv fair’ sowie transparent zu gestalten und dabei die Komplexität zu limitieren, um Fehler zu vermeiden. Vorschläge können gerne an den CIO geschickt werden.