Alumni | Anciens

Doppelpass Kultur/Double Pass Culture e.V. Hildesheim-Marseille

Der Alumni-Verein Doppelpass Kultur bildet die Brücke zwischen Studierenden und Alumni des deutsch-französischen Doppelmasters in Kulturvermittlung/Médiation culturelle des arts.

Er organisiert jährlich zwei Netzwerktreffen, die jeweils einmal in Hildesheim und Marseille stattfinden und neben fachlichem Input viel Raum zum Kennenlernen, Austauschen sowie Vernetzen bieten. Mit Hinblick auf Absolvent*innen des Studiengangs informiert er über mögliche Berufswege und geplante Projekte im deutsch-französischen Arbeitsbereich. Die Netzwerktreffen werden stets von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm umrahmt.

Der Verein wird aktuell von Studierenden aus Hildesheim und Marseille sowie der Hildesheimer Studiengangsbeauftragten geführt.

Finanziell unterstützt werden die regelmäßigen Netzwerktreffen von der deutsch-französischen Hochschule (DFH).

 

                            

 

 

Erfahrungen Ehemaliger | Expériences de diplômés

„In Marseille liegt der Schwerpunkt darauf die Studierenden zu Vermittlern ("médiateur") zwischen einem Kunstwerk und einem Publikum auszubilden. Dabei geht es um die Verbindung so unterschiedlicher Kenntnisse wie Soziologie, Ästhetik, Ethnologie, Kunstgeschichte oder Kulturpolitik, die es ermöglichen Kunst und Kultur einem möglichst breiten Publikum nahe zu bringen. Besonders Menschen, die bisher wenig kulturelle Veranstaltungen besuchen, sollen mit diesen vertraut gemacht werden. Bis auf wenige Ausnahmen besuchen in Frankreich alle Studierenden eines Jahrgangs dieselben Kurse, wodurch eine eher schulische, mit der Zeit aber auch sehr persönliche Atmosphäre entsteht. Einen Studienschwerpunkt bilden die sogenannten "Actions de médiation", in denen in Kleingruppen von ca. vier Studierenden die erlernten Techniken und Methoden in die Praxis umgesetzt werden sollen. Diese Aktionen vereinigen alle Studiengebiete der médiation und schaffen praktische Querverbindungen zwischen zunächst scheinbar unabhängig nebeneinander stehenden Studieninhalten. So werden beispielsweise Bevölkerungsgruppen bestimmt und analysiert, um sie später mit einem Kunstwerk zusammenzubringen, das in ihnen etwas auslösen soll."

(Heike Denscheilmann)

„Resümierend kann man sagen: wie ein ineinandergreifendes Mosaik ergänzen sich die unterschiedlichen Fächerangebote. Liegt in Hildesheim der Schwerpunkt auf Kunst, kultureller Bildung, Kulturpolitik- und Marketing, so ist es in Marseille das Publikum und die Vermittlung der Kunst an dieses. Das eigene Kunst- und Kulturverständnis wird durch die unterschiedlichen Aspekte, aber auch durch das Leben in einer anderen Kultur immer wieder hinterfragt und manchmal auch neu definiert. Und so enstehen Verbindungen und Bezüge, eröffnen sich neue Sichtweisen und Blickwinkel. Man versteht Gelerntes, Angerissenes teilweise auch erst im Nachhinein, nach einer Weile des Liegenlassens und des Vergleichens."

(Natalie Meissner)

„Der wesentliche Unterschied zum Studium in Frankreich besteht darin, dass in Deutschland sämtliche Seminare frei gewählt werden, dass man selbst verantwortlich ist für seinen Studieninhalt und auch dafür wie sehr man sich engagiert. Das ist für Studierende aus Frankreich eine große Umstellung, Herausforderung aber auch eine Bereicherung."

(Kévin Fricot)

„Würde ich es wieder machen? Ja, weil man immer wieder an seine persönlichen Grenzen stößt, dies aber eine Erweiterung der eigenen Perspektiven und Sichtweisen auf das Leben mit sich bringt. Die Auseinandersetzung mit den scheinbar gar nicht so unterschiedlichen Kulturen zeigt plötzlich, WIE unterschiedlich sie doch sind! Ich habe dadurch ein neues Verständnis für meine Umwelt entwickelt, was sehr bereichernd ist! Die Liebe zu Frankreich ist noch tiefer aber auch sehr viel reflektierter geworden.“

(Silke Ballath)

"Bien au-delà de la découverte de deux systèmes universitaires, l’échange entre Marseille et Hildesheim m’a permis de me plonger entièrement dans la culture du pays partenaire. S’il faut mentionner l’enrichissement considérable que représente le fait d’étudier dans deux pays, je tiens à préciser qu’il ne s’agit là que d’une petite moitié de l’aventure. Tout le reste concerne la vie à proprement parler : s’impliquer dans le quotidien d’un autre pays que le sien, progresser chaque jour dans la langue étrangère… mais surtout rencontrer des personnes d’une grande valeur. Le cursus binational permet en somme d’être au cœur de ce qu’on appelle joliment le dialogue interculturel."

(Marion Touze)

„Mes études à Marseille ont été un prolongement de mes études à Hildesheim. Même si l’organisation de la médiation culturelle de l’art semble parfois étrangère, j’ai tout de même appris énormément. Beaucoup de choses apprises deviennent importantes et intéressantes avec le recul. En ce qui concerne la langue, mon année passée à Marseille a portée ces fruits. Nous avions la possibilité de nous plonger dans la langue et le stage à côté des séminaires a m’a permit d’élargir mes compétences dans un domaine artistique."

(Miriam Stauder)

„ ...zwei unterschiedliche Ansätze der Kulturvermittlung, wertvolle Freundschaften und ein Jahr unter blauem Himmel. Ich würd’s immer wieder tun!“

(Julia Schüttke)

„Würde ich die Entscheidung nochmal treffen? Jederzeit – die Herausforderung, in einem fremden Land so gründlich ins Leben einzutauchen, hat mich in eine ganz andere Realität versetzt. Es war eine Chance, deren Spuren sich hoffentlich noch weiter durch mein Leben ziehen werden.“

(Nina Ott)

„Ich wäre wieder dabei, weil jeder Berg von unten viel steiler erscheint, als der Weg tatsächlich ist und ich gelernt habe, nicht mehr nur den Berg als Ganzes zu sehen, sondern manchmal auch nur bis zur nächsten Wegbiegung zu schauen. Und weil ich mich gerne an die Wintermonate voller Sonne und mit strahlend blauem Himmel zurückerinnere – Marseille verwöhnt das Gemüt!“

(Silke Schenk)

„Après plusieurs mois passés à Hildesheim, à vivre mon quotidien avec des allemands, à étudier, parler, lire dans une autre langue, j’ai parfois le sentiment d’avoir plusieurs nationalités: francaise, allemande et européenne!“

(Virginie Bousquet)