Sustainable Development Goal 8
DAUERHAFTES, BREITENWIRKSAMES UND NACHHALTIGES WIRTSCHAFTSWACHSTUM, PRODUKTIVE VOLLBESCHÄFTIGUNG UND MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT FÜR ALLE FÖRDERN
Die Schere zwischen Wirtschaftswachstum und Ausbeutung von Arbeiter_innen geht in der heutigen Zeit weiter auseinander als je zuvor.
Auf der einen Seite birgt die Globalisierung viele Chancen für mehr Wohlstand. Noch nie wurde so viel auf der Welt produziert und konsumiert wie heute – Kleidung, Lebensmittel oder technische Geräte. Wirtschaftswachstum spielt hierbei eine wichtige Rolle im Kampf gegen globale Armut.
Auf der anderen Seite leben heute mehr Menschen als je zuvor in Zwangsarbeit. Das bedeutet, dass sie vorübergehend oder lebenslang als Eigentum anderer behandelt werden. Weltweit sind rund 40 Millionen Menschen unter diesen Bedingungen in der Landwirtschaft, der Textilindustrie oder der Rohstoffgewinnung tätig. Globalisierung bedeutet also auch: Durch globale Produktionsketten ist es kaum möglich zu garantieren, dass in einem Smartphone, Shirt oder der Tasse Kaffee keine Zwangsarbeit steckt.
Betroffen von Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen oder für einen Hungerlohn sind nicht nur Erwachsene. Viele Familien sehen sich gezwungen ihre Kinder statt in die Schule arbeiten zu schicken, um überleben zu können.
Nachhaltiges und zukunftsorientiertes Wirtschaftswachstum kann also nur global gedacht werden und besteht aus zwei Seiten. Zum einen geht es um Leistungsbereitschaft, Freiheit, Innovation und Wettbewerb. Zum anderen geht es um eine soziale und ökologische Verantwortung. Nachhaltiges Wachstum versucht beides zu verbinden.
Wie lauten die Unterziele?
Wie soll das Ziel erreicht werden?
Das SDG 8 soll erreicht werden, indem die Unterstützung für Handelshilfe der Entwicklungsländer erhöht wird und handelsbezogene technische Hilfen ausgebaut werden. Bis 2020 soll eine globale Strategie für Jugendbeschäftigung erarbeitet werden und der globale Beschäftigungspakt der Internationalen Arbeitsorganisation umgesetzt werden.