Cumulativer und curricular vernetzter Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte (Cu2RVE)

Leitung

Prof. Dr. Jürgen Menthe

Prof. Dr. Barbara Schmidt-Thieme

Prof. Dr. Christof Wecker (Sprecher)

Ziel

Das Projekt „Cumulativer und curricular vernetzter Aufbau digitalisierungsbezogener Kompetenzen zukünftiger Lehrkräfte“ (Cu2RVE) verfolgt das Ziel, die Vermittlung digitalisierungsbezogener Kompetenzen an alle zukünftigen Lehrkräfte systematisch curricular im Lehramtsstudium zu verankern. 

Maßnahmen

Cu2RVE besteht aus sechs Maßnahmen, die systematisch mit einander verknüpft sind. Kernelement dieser Maßnahmen sind modellhafte Unterrichtssequenzen zur Nutzung digitaler Technologien im Unterricht bzw. zur Förderung von „Kompetenzen in der digitalen Welt“, d. h. von Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler für ein Leben im Zeitalter der Digitalisierung brauchen. Diese sollen gemeinsam mit Partnerschulen entwickelt und empirisch erprobt sowie in Form von Unterrichtsvideos mit begleitenden Handreichungen dokumentiert werden. Auf der Grundlage dieser Unterrichtsvideos werden curriculare Bausteine für Vorbereitungsseminare zum All­ge­meinen Schulpraktikum und zum Pra­xis­block in der Mas­ter-Phase, in denen die Studierenden dann eige­ne Un­ter­richtsversuche mit Di­gi­ta­li­sie­rungs­be­zug durchführen, entwickelt und empirisch erprobt. Diese curricularen Bau­stei­ne sollen in Abstimmung mit den zuständigen Institutionen auch für die Lehrkräftefortbildung im Kompetenzzentrum für regionale Lehr­kräf­te­fort­bildung adaptiert werden. Darüber hinaus bilden sie eine Grundlage für Wei­terbildungs­an­ge­bote für die Dozierenden in der Lehr­kräf­te­bil­dung. In In­ter­ven­ti­onsstudien im Rahmen von Mo­dell­versuchen werden die ent­wick­el­ten mo­dellhaften Unterrichtssequenzen und curricularen Bausteine hinsichtlich ihrer Wir­kun­gen auf den Wissens- und Kom­pe­tenz­er­werb, fachliches Interesse und Selbstkonzept sowie di­gi­ta­li­sierungsbezogene Haltungen und Einstellungen empirisch untersucht.

 

Hintergrund

Für das Projekt wurden Fördermittel im Rahmen der dritten Bewilligungsrunde der zweiten Förderphase der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern beantragt. Das Vorhaben wurde nach Einbeziehung externer wissenschaftlicher Expertise vom zuständigen Auswahlgremium – bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Bereichs der Hochschullehre, des Bundes und der Länder sowie der Studierendenschaft – in seiner Sitzung am 21. Mai 2019 positiv begutachtet und ohne Auflagen zur Förderung mit einer Höchstsumme von bis zu 2,4 Millionen Euro empfohlen. Die endgültige Entscheidung über die Bewilligung der im zwischenzeitlich eingereichten Formantrag beantragten Mittel ist für Anfang 2020 angekündigt.