Wissensspeicher Musik

Wissensspeicher Musik

Die Vielfalt musikalischer Äußerungen als Ausdruck unterschiedlichster sozialer Diskurse, religiöser

Weltsicht, und individueller kreativer Äußerung stellt einen zentralen Gegenstand heutiger und

vergangener Gesellschaften dar. Musiken der Welt ermöglichen einen über die Sprache

hinausgehenden Zusammenhalt, sind Ausdruck und Mittel sozialer Organisation und Kohäsion, und

somit ein probater Einstiegspunkt für Kulturvermittlung.

Als immaterielles Kulturerbe der Menschheit bleiben sie aber als im akademischen, insbesondere aber

im musealen Bereich weitgehend unterrepräsentiert. Eine umfassende Perspektive auf die Vielfalt der

Musiken der Welt findet sich oft nur als separater Ausstellungsteil

in ethnologischen Museen.

Das Gesamtziel des Vorhabens besteht aus dem Zusammenschluss ethnologischer und

musikethnologischer Sammlungsbestände in einem lokalen Verbund vom 'Centers for World Music'

(CWM) der Stiftung Universität Hildesheim mit dem Roemer Museum der Roemer- und Pelizaeus

GmbH Hildesheim (RPM) im Forschungs- und Lehrbereich.

Die wechselseitige Verknüpfung und Kontextualisierung von musealen und universitären

Sammlungsobjekten soll Grundlage für die Konzeption einer öffentlichen Präsentation dieser

gemeinsamen Ressourcen in einer ganzheitlichen Ausstellung sein. Dabei erfolgt vor allem eine

intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Sammlungsmanagement und Museumspädagogik.

Im Verlauf des Kooperationsprojekts sollen die Herausforderungen und Möglichkeiten der

Verknüpfung von materiellem und immateriellem Kulturerbe (intangible cultural heritage) am Beispiel

musikethnologischer Sammlungsinhalte untersucht werden. Das Projekt leistet einen

zivilgesellschaftlichen Beitrag zu kultureller Sensibilisierung, und begünstigt so den Abbau von

kulturellen Vorurteilen. Es kann in diesem Sinne als Beitrag zu einer inklusiven Museums- und

Musikpädagogik verstanden werden.

 

Eröffnungsworkshop am 1. und 2. Juni 2017 im CWM und RPM, Hildesheim: