Vorträge/Präsentationen

Jüdische Geschichte, Musik und die Familie

Etan Salomon wird Studierenden und Interessierten am 13. April 2017 einen Einblick in ihre äußerst bewegte und inspirierende Familiengeschichte geben. In einer Mischung aus Vortrag und Workshop gibt es Gelegenheit sich mit der Enkeltochter von Horst Salomon auszutauschen.

Als am 16. Januar 2017 der berühmte US-amerikanische Violinist und Dirigent Joshua Bell für ein Konzert im hannoverschen Kuppelsaal aufspielte, brachte er auch ein legendäres Instrument mit nach Hannover: Die Gibson-Ex-Huberman, eine 1713 von Antonio Stradivari gebaute und sehr wertvolle Violine, die vor allem dadurch berühmt wurde, dass sie dem polnisch-jüdischen Violinisten Bronislaw Huberman (1882-1947) während eines Konzertes in der Carnegie Hall 1936  in New York City gestohlen wurde. Das Instrument galt bis 1985 als verschollen, 2001 kaufte Bell sie für 4 Millionen US Dollar.

Bronislaw Huberman hatte in den 1930er Jahren unzählige jüdische Musiker aus Europa nach Palästina geholt und in Tel Aviv das „Palestine Symphony Orchestra“ gegründet. Dadurch rettete er über 70 jüdischen Musikern und ihren Familien das Leben. Dieses Orchester, das seit der Staatsgründung 1948 „Israel Philharmonic Orchestra“ heißt, bewahrte auch den Berliner Hornisten Horst Salomon vor der sicheren Ermordung durch die Nazis. Salomon blieb in Israel, gründete eine Familie und blieb dem Orchester bis zu seiner Pensionierung 1972 erhalten.

Am 12. April gastiert Etan mit ihrem musikalischen Partner Itai Street unter dem Namen TETISH im Kulturpalast Linden und am 13. April bei radio leinehertz 106.5 .

Organisiert wurde alles von der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover und radio leinehertz 106.5, mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der israelischen Botschaft in Berlin und dem Center for World Music der Universität Hildesheim.

(Text: Jens Dreiser, Morena Piro)

Donnerstag, 13. April 2017
Beginn: 10.00-12.00 Uhr
Eintritt frei – Um eine Spende wird gebeten

Mehr zur Band Tetish bitte hier klicken

Der Stand des Center for World Music feiert Premiere bei den "Farben Indiens"

Seit März 2017 gibt es einen mobilen Stand des Center for World Music. An einer Hörstation können interessierte Besucher einen Einblick in die Klangarchive erhalten oder über das Ipad Filme und Projektdokumentationen anschauen.
Wir danken der Werbeagentur Windrich und Sörgel und der Firma Bintig für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Entwicklung der einzelnen Module. Der Stand wird zukünftig bei Fachtagungen, Konferenzen und Veranstaltungen Informationen und Einblicke in die Arbeit des Centers geben.
Premiere feierte der Stand bei der Veranstaltung "Farben Indiens" im Kommunalen Kino Hannover. Hier gab das Team noch Einblicke in die Instrumentensammlung. 

Lecture Performance on Carnatic Music in Hannover

In Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien findet am 5. Februar 2017 von 11.00-12.30 Uhr eine Veranstaltung statt, bei der die Violinistin Dr. Lalitha Muthuswamy über die karnatische Musik Südindiens spricht.

Die klassische südindische karnatsche Musik zeichnet sich durch ihre tonalen, ornamentalen und rhythmischen Strukturen sowie durch bestimmte musikalische Formen aus. In ihrem Vortrag führt Dr. Lalitha Muthuswamy in die Karbatsche Musiktheorie und deren bekannteste Vertreterinnen und Vertreter ein. Darüber hinaus veranschaulicht sie gemeinsam mit ihrer Schwester Nannini Muthuswamy die tradierten theoretischen Grundlagen anhand praktischer Beispiele und Kompositionen.

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Sonntag, 5. Februar 2017
11.00-12.30 Uhr
Raum E15, Emmichplatz 1
Eintritt frei

(Vortrag in englischer Sprache)

14.01.2017

Führungen im Rahmen der Travelling Academy

Im Rahmen der Travelling Academy finden am 10. Februar 2017 ab 14.00 Uhr Führungen durch die Sammlung des Center for World Music statt. Samuel Mundt wird in englischer Sprache einen Einblick geben. 

Zur Travelling Academy 2017 - Künstlerische Prozesse und kulturelle Teilhabe - neue Perspektiven der Regionalentwicklung vom 8. – 10. Februar 2017 lädt das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim gemeinsam mit dem European Network of Cultural Centres (ENCC) zur Travelling Academy 2017 an den Kulturcampus der Uni Hildesheim ein.
Als europäischer Think Tank setzt sich die Travelling Academy 2017 mit Potentialen und Herausforderungen, Modellen und Methoden einer zukunftsweisenden Kulturarbeit in und für ländliche Räume auseinander. Akteure aus Kulturpraxis, Forschung, Kulturpolitik und Regionalentwicklung sind eingeladen, in Laboratorien, feldforschenden Exkursionen und Werkstätten Erfahrungen, Erkenntnisse, Hintergrundinformationen und Impulse auszutauschen, neue Netzwerke zu knüpfen sowie gemeinsame kulturpolitische Positionen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Tagungssprachen sind deutsch und englisch. Mehr Informationen finden unter folgendem Link:

encc.eu/activities/events/culture-and-civic-participation-new-perspectives-rural-development

22.11.2016

Podiumsdiskussion zur K-Pop-Kultur in Deutschland

Am 24.11.2016 sprechen an der Freien Universität Berlin Prof. Dr. Ute Pendler von der Universität Bayreuth und der Direktor des Center for World Music, Dr. Michael Fuhr, über K-Pop Rezeptionsweisen, Fanpraktiken und die Ästhetik der K-Pop Musik Videos. Claudia Claus-Kim von der Freien Universität Berlin wird die Veranstaltung moderieren und die Gründerin von K-Base Germany, Lauren Olivia-Fleischer, ist als Diskutanten geladen.

"Mit dem zunehmenden Einsatz digitaler Medien und sozialer Netzwerke, wie Youtube, Facebook, Twitter und Tumblr, hat sich in den vergangenen Jahren um die südkoreanische Popmusik (K-Pop) eine vitale Nischenkultur unter Jugendlichen in Deutschland herausgebildet. Der weltweite Erfolg von PSYs Song “Gangnam Style” im Jahr 2012 hat diesen Trend in der über Fankreise hinausgehenden Öffentlichkeit sichtbar gemacht und verstärkt. Warum hören und tanzen deutsche Jugendliche zu koreanischem Pop? Wie sehen ihre Fanaktivitäten und Konsumgewohnheiten aus? Welche Rolle spielen das “Deutsch-Sein” bzw. “Koreanisch-Sein” der Akteure und der Musik und wie werden Identitätsbildungsprozesse über K-Pop im Kontext ihres alltäglichen Handelns ausgetragen? Zusammen mit unseren ReferentInnen möchten wir über K-Pop als partizipative Kulturform und über die individuellen und kollektiven Positionen, Intentionen und Praktiken von K-Pop-Fans und -Konsumenten in Deutschland diskutieren."

Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

25.05.2016

Prof. Frederick Lau: Modern Chinese Music - lecture & live music

Prof. Frederick Lau from the University of Hawaii at Manoa will hold a presentation on mondern Chinese music on May 25th at the Center for World Music. Afterwards a group of locally based Chinese musicians will perform a concert. The presentation will be held in english.

Chinese Music has gone through tremendous transformations since the end of the 19th century with the arrival of foreign knowledge and cultural practice. The word “modern” (modeng), first introduced in China’s metropolus Shanghai for all Western things in the earlier 20th century, has also been utilized by Chinese musicians and music scholars of the time to refer to music influenced by Western musical practice, preference, and aesthetics. This talk will trace the beginning of Chinese modern music starting with the first group of Chinese students who studied in Japan and their collective effort in building China’s new music and education. The bulk of the presentation will be divided into two parts: namely the development of China’s music in the academy and vernacular popular music.  Taken as a whole, this bifurcated history of music making contributed to a modern Chinese music that  continues to defy the distinction between high and low culture and Western as well as indigenous sentiments. Considering almost a century’s development in establishing China’s new music, this talk will conclude with the development of China’s avant-garde tradition since the opening of China in the 1980s and the recent return of traditional music as China’s new modern music.

Presentation: 6 pm, concert: approx. 7.15 pm